Thema: Wirtschaft

 

Alle 6 Artikel zum Thema Wirtschaft auf netzwertig.com:

Neuer Optimismus:
Das Web und
der bessere Kapitalismus

Martin Weigert, 4. September 2009 um 15.26 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Langsam erholt sich die Welt von den Folgen der Finanzkrise. Immer mehr Unternehmer und Vordenker erkennen, dass nur nachhaltiges, auf Innovation ausgerichtetes Wirtschaften eine Lösung für die sich offenbarenden Schwächen des Kapitalismus sein kann. Ein Großteil des Optimismus speist sich dabei aus dem Web.

Seit einiger Zeit verbreitet sich im Netz ein neuer Optimismus. Angetrieben von der Digitalisierung, verstärkt durch die Einsichten aus der Finanzkrise, und realisiert von immer mehr Firmen, nimmt eine wachsende Zahl von Entrepreneuren, Vordenkern und Meinungsführern eine neuartige Sichtweise auf Unternehmertum an. Eine Sichtweise, die von Nachhaltigkeit und Innovation gekennzeichnet ist.

Im Juli prägte Ökonom und Harvard Business-Blogger Umair Haque den Begriff “Generation M”. Damit bezeichnete er einen aufstrebenden, aktiven Teil der Gesellschaft, der sich mit den Dingen auseinandersetzt, die für unsere Zukunft wirklich eine Rolle spielen: “Doing meaningful stuff that matters the most.”

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Cash ohne Zeitung:
Schweizer Gratispresse -1

Ole Reißmann, 17. März 2009 um 19.34 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Ringier stellt die Gratiszeitung Cash ein – drei Jahre früher als geplant. Die Schweizer Wirtschaftszeitung erscheint künftig nur noch digital. 23 Mitarbeiter müssen gehen.

Es war sowieso vorgesehen: Cash, die tägliche kostenlose Schweizer Wirtschaftszeitung, verzichtet künftig auf Papier und wird zur reinen Online-Marke. Angesichts der Anzeigenkrise beschloss der Ringier-Aufsichtsrat am Dienstag das Aus der Gratiszeitung noch für Ende dieser Woche – drei Jahre früher als geplant. So konsequent der Schritt ins Netz ist, so bitter ist er auch für 23 Mitarbeiter, 16 in der Redaktion und 7 im Verlag: Sie verlieren durch die Umstellung ihren Job. Der Schweizer Journalistenverband impressum protestiert:

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Reputation Management:
Die Weißwäscher kommen

Klaus Jarchow, 2. März 2009 um 13.22 Uhr , 10 Kommentare Kommentare

Überwachen, Kontrollieren, Regulieren: Reputation Management verspricht Maßnahmen gegen unliebsame Inhalte im Web 2.0 – wenn das nur so einfach wäre.


“Revolvermänner” nennt sich unmissverständlich eine Essener Agentur für ‘Reputation Management’, die im Auftrag von Privatpersonen und bedrohten Firmen ein schnelles und “permanentes Controlling im Internet” durchsetzen will. Manches klingt in meinen Ohren allerdings wie ein Werbetext von ‘Moskau Inkasso’, verfasst also von jenen unmissverständlich freundlichen, wohlgebauten Herren mit den Blumenkohlohren und der gewissen Beule unter der Achsel: “Im Fall einer Schädigung Ihrer Online Reputation haben wir für jede erdenkliche Situationen einen praxiserprobten Maßnahmenkatalog, der schnell und effektiv greift“. So werben Revolvermänner des Netzverkehrs heutzutage für sich.

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Rettungsrezepte:
Mit dem Strom schwimmen

Jeff Jarvis, 10. Februar 2009 um 16.25 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Das Geschäftsmodell für Journalismus ist leckgeschlagen: Die Leser wandern ins Netz ab, dort fehlen die Einnahmen. Mit den üblichen Lösungsvorschlägen kann Jeff Jarvis wenig anfangen.


Die unzähligen verzweifelten Vorschläge, wie man Zeitungen oder den Journalismus generell retten könne, wirken auf mich wie angestrengte Versuche, gegen den Strom der Zeit zu schwimmen – sie wollen etwas erzwingen, was im Internet-Zeitalter ganz einfach nicht geschehen wird. Ich ziehe es vor, nach Modellen für einen Journalismus zu suchen, der mit dem Strom schwimmt. Das heißt, Wege zu finden, wie man Vorteil aus den Gesetzmäßigkeiten der Online-Wirtschaft zieht, statt diese zu bekämpfen. Schauen wir uns doch mal die üblichen Rettungspläne an:

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Lesetipp:
Kaffee-Hokuspokus

Ole Reißmann, 23. Juli 2008 um 10.12 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Warnung vor dem Wunderkaffee: Wired geht der Geschichte einer legendären Kaffeemaschine nach, mit der Starbucks Schlagzeilen machen will. Und besseren Kaffee.

Starbucks (Bild Keystone)Eine wahre Zaubermaschine, edelstahlglänzender Hybrid aus French press und Staubsauger, die ultimative Art der Kaffeezubereitung, computergestützt und programmierbar, das ist Clover. Von der sagenumwobenen Maschine existieren vielleicht 250 Exemplare, vor allem in den USA. Mittlerweile wurde die Firma von Starbucks gekauft, die 11.000 Dollar teuren Clovers sollen dem Kaffee-Absatz in den Starbucks-Filialen helfen. Das Kaffeeimperium ist in den USA derart omnipräsent, dass zuletzt die Schließung von 600 Cafés bekannt gegeben werden musste – erstmals in der Firmengeschichte.

Es geht hier um Kaffee? Genau, das wahre schwarze Gold, den Treibstoff der Redaktionen. Kaffee geht alle an, vier Tassen werden pro Tag und Kopf in Deutschland getrunken. Schweizer mögen aufschreien: Was, das nennt ihr Kaffee? Was liegt also näher, als über das beliebte Heißgetränk zu schreiben? Zum Beispiel über die Starbucks-Schließungen und die Einführung von Clover. Qualität statt Masse … die Badische Zeitung schreibt zum Beispiel viel gutes über die Wundermaschine. Doch Vorsicht!

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iPhone-Wahnsinn:
Überall dieselben Bilder

Ole Reißmann, 18. Juli 2008 um 21.25 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Großer Hype um kleines Telefon: In jedem Absatzland der gleiche Anblick. Erst stundenlanges Anstehen, dann Gedränge und Geschubse und schließlich entrückte Gesichter glücklicher Käufer.

Der erste Mensch auf dem Mond, der Ausbruch der Golfkriege – die ganze Welt saß gebannt vor dem Fernseher. In den vergangenen Tagen gab es, zumindest in den Medien der reichen Länder, ein Thema von ähnlicher Ausstrahlung: Die Einführung eines Multimedia-Handys geriet zum transnationalen Medienereignis.

iPhone in Frankreich (Bild Keystone)

“L’iPhone en quête de nouveaux marchés”, neue Märkte für das iPhone: Seit gestern gibt es Apples neues Telefon auch in Frankreich. Beim Anbieter Orange auch ohne Vertrag mit einer Prepaid-Karte, das kleine Modell für 509 Euro. Das Entfernen des SIM-Locks kostet nochmals 100 Euro. Seit Juni 2007 wurden bereits 150.000 iPhones in Frankreich verkauft, meldet die französische Zeitung Le Monde.

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