Top Streit-Thema Individualbeförderung:
Warum WunderCar den Konflikt um Uber entspannt beobachtet

Während Uber den geballten Zorn der Taxibranche auf sich zieht, glaubt der Konkurrent WunderCar, mit seinem Konzept weniger Aggressionen zu provozieren. Zudem bedrohe die von dem Startup aus Hamburg vorangetriebene Bewegung eher die Automobilbranche, sagt Gründer Gunnar Froh.

WunderCarDie aktuelle Aufregung um Uber wirft nicht nur die Frage auf, wie myTaxi sich künftig verhalten wird. Auch WunderCar, ein anderes, noch ganz junges Startup aus Deutschland, muss eine Entscheidung treffen, wie es sich angesichts der aufgeheizten Stimmung positioniert. Es könnte zwar versuchen, sich in die derzeit umfassende Medienberichterstattung zum Fall Uber “einzuschleichen”, um ebenfalls von der großen Aufmerksamkeit zu profitieren. Dann allerdings bestünde die Gefahr, dass auch der Dienst aus Hamburg ins Visier des Establishments geraten würde. Vielleicht ist das der Grund, warum die Norddeutschen bislang auf aktive PR mit Anknüpfung zur aktuellen Debatte verzichtet haben.  » weiterlesen

 

Blendle:
So komfortabel und fair kann Paid Content sein

Der aus den Niederlanden stammende Dienst Blendle bietet Usern zentralen Zugriff auf die Inhalte führender Printtitel. Ein näherer Blick auf den Prozess zum Kauf von Texten zeigt, wie komfortabel und fair Paid Content im Netz sein kann.

Lange waren Bezahlschranken für journalistische Medien verpönt, mittlerweile haben sie sich aber zumindest bei den großen Verlagsmedien auf recht breiter Front durchgesetzt. Und immerhin ein Viertel der Internetnutzer in Deutschland zahlt gelegentlich für redaktionelle Onlineinhalte.

Doch abgesehen von den verbreiteten Abomodellen, bei denen ein monatlicher Pauschalbetrag fällig wird, leidet das Bezahlschranken-Konzept noch immer unter dem hohen Aufwand, der mit dem Einzelerwerb von Artikeln verbunden ist. Neben dem notwendigen Zeitinvestment stehen einem solchen Verfahren auch die erheblichen mentalen Kosten für Leser im Weg, die laufend abwägen müssen, ob sie für den jeweiligen Text wirklich zahlen wollen. Auch ein von Google vor einigen Jahren lanciertes System, das das Bezahlen von Inhalten auf Artikelbasis vereinfachen sollte, scheiterte an der Komplexität und den Herausforderungen dieses Vorhabens. Doch das holländische Startup Blendle hat nun einen Einsatz entwickelt, der tatsächlich in der Praxis funktionieren kann. » weiterlesen

Startup Flying gibt auf:
Scheitern mit Stil

Das Startup hinter der Vielflieger-App Flying gibt auf. Der dafür gewählte Weg begeistert. So begräbt man ein Projekt mit Stil.

Gerade den Deutschen wird gerne nachgesagt, keine Kultur des Scheiterns zu besitzen. Entrepreneure, die ein ehrgeiziges Vorhaben frühzeitig abbrechen müssen, ziehen es deshalb meist vor, während der Abwicklung möglichst wenig Aufmerksamkeit zu generieren. Und eigentlich gilt dies für Startup-Macher überall auf dem Planeten. Oft verschwinden Dienste deshalb auch sang- und klanglos von der Bildfläche. Nicht so aber die 2012 in Hamburg gegründete und konzipierte Vielflieger-App Flying, die, wie eben in Linkwertig berichtet, aufgrund einer Finanzierungslücke begraben wird. » weiterlesen

Linkwertig:
Flying, Vernetzung, Apple, Hasselhoff

Flying
Flying – der unersetzliche Begleiter aller Vielflieger – wird eingestellt.

Nutzer der App sollen die Möglichkeit bekommen, ihre bisherigen Flüge als CSV-Datei herunterladen zu können.

» Hamburger Start-up Seat 4a stellt Flying-App ein

 

Vernetzung
Laut McKinsey ist Deutschland ganzheitlich betrachtet weltweit am besten vernetzt.

Zwar schneidet Deutschland in der Studie “Global flows in a digital age: How trade, finance, people, and data connect the world economy” in keiner der fünf Kategorien am besten ab, erreicht aber in allen Bereichen hohe Werte und kommt so auf das beste Gesamtergebnis

» Deutschland weltweit am besten vernetzt

 

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Google Glass als Alltags-Gadget:
Das wird vorläufig nichts

Noch immer versucht Google, seine Datenbrille Glass als Produkt für Alltagsszenarien zu positionieren. Doch dieses Ziel kann sich das Unternehmen erst einmal abschminken.

GlassVor einer Woche hätte ich mir Google Glass zulegen können. Da wurde die ambitionierte Datenbrille nämlich erstmals einen Tag lang frei in den USA verkauft – wo ich mich gerade befinde. Doch ich habe auf den Erwerb des Apparats verzichtet. Erstens sind mir 1.500 Dollar für ein solches Gerät zu teuer. Zweitens versuche ich als Minimalist, die Zahl meiner Gadgets zu verringern, anstatt mir immer mehr Gerätschaften zuzulegen. Insofern kommen für mich Wearables erst dann in Frage, wenn sie meine existierende Digitalausrüstung vollständig ersetzen. Drittens hat der Sehaufsatz bereits vor seinem breiten Marktstart ein ziemlich makelhaftes Image. Google Glass steht für den derzeit besonders in der Gegend um San Francisco und das Silicon Valley eskalierenden Konflikt zwischen der Reichtum anhäufenden Tech-Elite und den “Normalbürgern”, die explodierende Miet- und Lebenshaltungskosten sowie Existenzängste um den Schlaf bringen. » weiterlesen

Das große Entbündeln:
Für jeden Zweck eine eigene App

Social Networks und Clouddienste wie Facebook, Dropbox, LinkedIn und Twitter ändern unisono ihre Strategie und beginnen damit, für besondere Einsatzszenarien separate Apps bereitzustellen. Die Spielregeln des Ökosystems werden neu geschrieben.

AppsDie Webwirtschaft ist trotz aller vorgezeichneten Pfade immer noch für handfeste Überraschungen gut. Was sich gerade rund um die führenden sozialen Netzwerke und an Endkonsumenten gerichteten Clouddienste abspielt, hat vor zwei Jahren wohl niemand geahnt: Anstatt dass sie immer mehr Dienste unter einem Dach vereinen, setzen sie auf die große Entbündelung. Die Devise lautet nicht länger “eine Anwendung für alles”, sondern “für jeden Service eine eigene App”.

Facebook machte den Anfang und bietet mittlerweile neben der Haupt-App verschiedene Special-Interest-Anwendungen, von Instagram und WhatsApp über Paper bis Messenger. Wie ernst es CEO Mark Zuckerberg mit der Multi-App-Strategie ist, zeigt der Plan, die Chatfunktion komplett aus der Original-Applikation zu entfernen. Auch der Cloudpoinier Dropbox verfolgt den Ansatz verschiedener, durch eine einheitliche Nutzerverwaltung zusammengehaltener Apps, die jeweils für ein bestimmtes Anwendungsszenario die beste User Experience bieten sollen. LinkedIn sieht ebenfalls viel Potenzial darin, bestimmte Services auszulagern. Mit Pulse, LinkedIn Contacts und Cardmunch bietet das Geschäftsnetzwerk bereits einige Standalone-Apps. Ein bis zwei weitere sollen 2014 folgen. Selbst Twitter folgt dem Trend – mit Vine betreibt der Microblogginganbieter eine Video-App. Zudem versuchte er sich an einer eigenen Musik-App – diese allerdings wurde wegen ausbleibendem Erfolg schon wieder eingestellt. Aber es dürfte nicht lange dauern, bis der Zwitscherdienst die nächste separate App veröffentlicht. Twitter News vielleicht?! » weiterlesen

Linkwertig:
EU, QS, FAZ, MOOC

Last Exit Europe
tech.eu hat die europäischen Tech-Exits im ersten Quartal analysiert und aufbereitet:

» Everything you’ve always wanted to know about tech exits in Europe

 

Quantified Self
Nike tötet das FuelBand und hofft, sich eher als Plattform fürs ‘Quantified Self’ zu etablieren.

» Nike fires majority of FuelBand team

 

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Uber und die Taxibranche:
Wie myTaxi unfreiwillig zum Verteidiger des Establishments wird

Ungewohnte Situation für myTaxi aus Hamburg: Weil die Taxibranche mit Uber ein neues Feindbild hat, wird der innovative Dienst der Norddeutschen plötzlich zum Vertreter und Verteidiger des Establishments.

myTaxiDas US-Beförderungsstartup Uber hat mit der im vergangenen Jahr eingeleiteten Expansion nach Berlin in ein Wespennest gestochen. Lokale Taxiunternehmer beobachten den Neuling argwöhnisch, weil dieser “taxiähnliche” Dienstleistungen anbietet, ohne die dafür gemäß Personenbeförderungsgesetz notwendige Erlaubnis vorweisen zu können. Mit einer kürzlich vom Taxiunternehmer Richard Leipold erwirkten einstweiligen Verfügung droht den Kaliforniern, die mittlerweile in Metropolen von 35 Ländern die spontane Bestellung von Limousinen und kleineren Fahrzeugen inklusive Chauffeur anbieten, ein vorläufiger Stopp der Berlin-Aktivitäten – auch wenn Uber in der Spreestadt erst einmal weitermachen und “alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen” will, um die Verfügung anzufechten. » weiterlesen

Exklusiv:
Dropbox kauft deutsch-amerikanisches Foto-Startup Loom

Das von drei Deutschen in San Francisco gegründete Startup Loom veröffentlichte im vergangenen Jahr eine Art Dropbox für Fotos. Jetzt hat Dropbox ihr Unternehmen gekauft – um darauf aufbauend die in der vergangenen Woche vorgestellte App Carousel weiterzuentwickeln.

LoomSummary in English at the end of the article.

Als Dropbox in der vergangenen Woche die Foto- und Video-Galerie-App Carousel veröffentlichte, wird manchen die funktionelle und visuelle Parallele zu einem existierenden Dienst namens Loom aufgefallen sein. Die Ähnlichkeit ist kein Zufall: Der Cloudspezialist aus San Francisco hat das deutsch-amerikanische Startup Loom vor zwei Monaten heimlich übernommen.

Im Sommer vergangenen Jahres, als die drei deutschen Loom-Gründer Jan Senderek, Philipp Wein und Daniel Wagner mit ihrer Anwendung für den cloudbasierten Abgleich von Fotos zwischen iOS- und Mac-Geräten ins Netz gingen, war ihr Dienst laut Mitgründer und CEO Senderek die einzige Lösung überhaupt, die Synchronisation und Galerie-Funktion vereinte. Schnell erkannte das Trio, dass es mit Loom ein Produkt entwickelt hatte, das auf eine erhebliche Nachfrage stieß. Nicht nur das Nutzerfeedback zeigte dies, sondern auch das sofort vorhandene Interesse von Investoren. Schon mit zwei anderen vorherigen Startups, Eeve und Popset, hatten sich die Loom-Macher dem Thema Smartphone-Fotos gewidmet, dabei jedoch nicht den erhofften Erfolg erzielt. » weiterlesen

Rehype:
Marktplatz für gescheiterte Startups

Viele neue Startups werden gegründet – doch nicht alle überleben. Was passiert aber mit all den “toten” Startups? Das Konstanzer Startup Rehype bietet einen Online-Marktplatz für gescheiterte Internetprojekte und Applikationen an.

RehypeWir lieben die Gründung von Startups, Innovation und neue Ideen. Erfolgsgeschichten werden gerne erzählt, Scheitern eher nicht. Doch trotzdem scheitern Startups täglich oder werden insolvent. Was tut ein Entwickler, der ein Internetprojekt aufgebaut hat, aber keine Zeit mehr dafür hat? Wo bleiben Brands, Domains, Quellcodes eines Unternehmens, das keine Anschlussfinanzierung bekommt? Wo gehen wertvolle Informationen über Märkte hin? Das Startup mit dem wohlklingenden Namen Rehype möchte mit einem Online-Marktplatz für Internetprojekte und Applikationen eine Antwort darauf geben. » weiterlesen

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