Top U2 und Grönemeyer contra Streaming:
Altehrwürdigen Musikern steht ihre Nostalgie im Weg

Die Band U2 will zusammen mit Apple ein neues Musikformat entwickeln, das Hörer wieder zu Käufern macht. Auch Branchenkollege Herbert Grönemeyer stört sich am Streaming-Modell. Altehrwürdige Musiker glauben noch immer, die Uhren zurückdrehen zu können.

MusikDas Flatrate-Modell von Musikstreaming-Diensten, bei dem Nutzer einen niedrigen monatlichen Pauschalbetrag zahlen und dafür unbegrenzten Zugriff auf viele Millionen Musikstücke erhalten, ist manchen Musikern schon immer ein Dorn im Auge. Denn im direkten Vergleich mit den Einnahmen aus Musikverkäufen fallen die Streaming-Erlöse üblicherweise mickrig aus.

Besonders kritisch wird das All-You-Can-Eat-Konzept von ergrauenden Branchenikonen gesehen, die es aus der Vergangenheit gewohnt sind, allein mit dem Vertrieb eines neuen Albums Millionen zu erwirtschaften. Die irische Rockband U2 etwa will sich nicht damit abfinden, dass der digitale Musikkonsum vom Kauf- zum Mietmodell geht (nichts anderes sind Streaming-Flatrates). Zusammen mit Apple plant sie die Entwicklung eines neuen Musikformats, das Konsumenten wieder in Käufer von Singles und Alben verwandeln soll. Es gehe um ein “interaktives, audiovisuelles Musikformat mit Piracy-Schutz”. Totz aller gescheiterten Versuche und offensichtlichen Nachteile für Hörer sieht die Band die Rettung der Musikindustrie also noch immer in DRM. Die 100 Millionen Dollar, die Bono und Kollegen gerade für ihre missglückte Alben-Verschenk-Aktion von Apple kassiert haben sollen, scheint an ihrer Haltung, dass Musiker wirtschaftlich besser gestellt werden müssen, nichts zu ändern.  » weiterlesen

 

Linkwertig:
iOS 8, Google 2.0, Post-Innovation, Tim Cook

iOS 8
t3n hat stolze 30 Tipps für iOS 8 zusammengestellt.

Solltet ihr euer iPhone verlieren, könnt ihr es orten lassen, selbst wenn der Akku den Geist aufgegeben hat.

» 30 Tipps, Tricks und clevere Features

 

Google 2.0
Nach Google+ setzt Google nun die mittelfristige Hoffnung auf ein Google 2.0, das u.a. Flughäfen und Städte planen wird.

» Larry Page wants a Google 2.0

 

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Sunbeat:
Schweizer Startup entwickelt UV-Strahlenmesser im Mini-Format

Ein Startup aus dem Kanton Zürich entwickelt einen smarten UV-Strahlenmesser, der an Kleidung angesteckt oder von Partnern in existierende Produkte integriert werden kann. Per App lässt sich so das Sonnenbrand- und Hautkrebsrisiko verringern.

SunbeatWearable-Trend hin oder her – die meisten am Körper tragbaren Smart Devices lassen mich kalt. Im Gegensatz zu leidenschaftlichen Gadget-Anhängern, für die das Ausprobieren neuer Hardware ein kurzweiliges Hobby darstellt, fehlt mir das Interesse an Spielereien mit digitalen Gerätschaften als Selbstzweck. Entscheidendes Kriterium ist deshalb, inwieweit ein Wearable mich davon überzeugen kann, meine subjektive und tatsächliche Lebensqualität so signifikant zu erhöhen, dass sich die Anschaffung und der zusätzliche Aufwand (Akku, Pflege, ein weiteres Gerät auf das man aufpassen muss etc.) lohnt. Bislang ist das extrem selten der Fall – auch nicht bei der Apple Watch (wobei sich das ändern kann, wenn ich sie vor mir sehe).

Doch ein Schweizer Startup hat es geschafft, mich beim erstmaligen “Kontakt” mit dessen Wearable-Entwicklung sofort äußerst neugierig zu machen: Sunbeat heißt das Produkt, ein tragbarer UV-Strahlungsmesser. » weiterlesen

Startups wollen das Auto schlauer machen:
Vimcar präsentiert elektronisches Fahrtenbuch

Immer mehr Startups wollen Automobilen mit Hilfe einer Hardware-Software-Lösung mehr Intelligenz verleihen. Mit Vimcar steigt auch der bekannte Berliner Business Angel Christophe Maire in diesen Markt ein.

Screen Shot 2014-09-18 at 13.18.13Das Automobil ist eine bislang von der um sich greifenden digitalen Revolution noch einigermaßen vernachlässigte Domäne. Freilich ändert sich dies gerade. Selbstfahrende Autos, Googles und Apples Smart-Car-Systeme Android Auto und CarPlay sowie das Hightech-Cockpit samt Riesendisplay von Tesla sind einige der Faktoren, die öffentlichkeitswirksam das Image des Automobils als IT-freie Zone beseitigen.

Auch immer mehr Startups erkennen das Potenzial dieses in seinen Ausmaßen gigantischen Marktes. Verschiedene Firmen entwickeln Services, mit denen sich die meisten modernen Fahrzeuge zumindest teilweise in “Smart Cars” verwandeln lassen. Die Kombination aus einem Aufstecker für die in modernen Kfz befindliche OBD-2-Diagnosebuchse sowie einer Smartphone-App macht’s möglich. » weiterlesen

Linkwertig:
iOS 8, iPhone 6, IoT, Selfies

iOS 8
Ars Technica hat wie immer die offizielle Einschätzung vom neuen iOS 8:

» iOS 8, thoroughly reviewed

 

iPhone 6
Und auch die ersten Reviews von den neuen iPhones sind da:

» Reviewed: iPhone 6 Is a Thin, Sexy Phone with a Killer Camera
» The iPhones 6
» iPhone 6 Review: It’s a Winner

 

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Aufstieg der Film- und Serienflatrates:
Der mögliche Anfang vom Ende des Synchronisierens

Mit dem Aufstieg von Film- und Serien-Flatrates, der durch das Debüt von Netflix einen neuen Schub erhält, haben immer mehr Zuschauer die Wahlmöglichkeit zwischen synchronisierter Fassung und Originalton. Es könnte der Beginn eines schleichenden Bedeutungsverlusts der Praxis des Synchronisierens darstellen.

Knight RiderSeit gestern ist Netflix in Deutschland verfügbar, seit heute in Österreich, und die Schweiz folgt in den nächsten Tagen. Für Serien- und Film-Fans verändern sich dadurch zwar nicht unbedingt die Vorzeichen – mit Watchever, Maxdome und anderen Diensten existieren bereits zahlreiche Flatrate-Anbieter für den ungebremsten Videogenuss. Dennoch hat die bekannte Marke Netflix eine Zugkraft, die das plattformübergreifende On-Demand-Streaming von Bewegtbildinhalten, unterstützt von einer eifrigen Presseberichterstatttung, als Thema in ein bisher nicht gekanntes Rampenlicht befördert.

Es gibt deshalb Grund zur der Annahme, dass das in Deutschland noch ein Nischendasein fristende abobasierte Videostreaming von klassischen TV-Inhalten sich demnächst in ein Massenphänomen verwandeln könnte. Daraus ergibt sich eine interessante Fragestellung: Könnte der Wandel im Mediennutzungsverhalten und die Verbreitung von Online-Streaming an der unantastbaren Synchronisierungskultur rütteln, die im deutschsprachigen Raum herrscht? » weiterlesen

Mobiles Bezahlsystem CurrentC:
Der große Gegner von Apple Pay heißt Walmart

Apple Pay hat in den USA eine Reihe führender Launch-Partner. Walmart, das umsatzstärkste Unternehmen der Welt, gehört aber nicht dazu: Der Handelsgigant entwickelt gemeinsam mit anderen Schwergewichten einen eigenen mobilen Bezahldienst namens CurrentC. Dieser soll die Kreditkarteninstitute überflüssig machen.

CurrentCApple Pay hat gute Chancen, das mobile Bezahlen nach Jahren einer Odyssee aus überzogenen Erwartungen und darauffolgenden Enttäuschungen endlich an einen Punkt zu bringen, an dem es einen Status der Allgegenwärtigkeit erreicht (oder es folgt die nächste Enttäuschung).

Ob das Vorhaben zu einem Erfolg wird, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der Dienst in den USA macht. Ab Oktober werden eine Reihe von führenden Einzelhandelsketten in den Vereinigten Staaten das Bezahlen mit Apple Pay anbieten, darunter McDonald’s, Macy’s, Subway, Staples, Walgreens und Whole Foods. Expansionpläne gibt es zwar, allerdings muss Apple in jedem Land aufs Neue mit den jeweils wichtigsten Banken und Handelsfirmen verhandeln. In den USA sorgen eine ausgeprägte Affinität der Konsumenten für bargeldloses Bezahlen, die Popularität von Apples Smartphones sowie die derzeit beginnende, Händler in einen Beschlussmodus versetzende Ablösung von Magnetstreifen-Kreditkarten für eine ideale Ausgangssituation.  » weiterlesen

Linkwertig:
Uber, Netflix, LSR, Zeit

Uber
Sigmar Gabriel würde zwar gerne Google zerschlagen, findet andererseits aber Uber gar nicht schlecht:

Aus wettbewerblicher Sicht halten wir generell eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung bestehender Regelungen an die Anforderungen der digitalen Welt und die veränderten Mobilitätsbedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher für erforderlich.

» Sigmar Gabriel: Wirtschaftsministerium stellt sich auf Seite von Uber

 

Mehr Uber
Dazu passend: Uber ist in Deutschland anscheinend wieder erlaubt:

Das Landgericht Frankfurt hat das Verbot der Fahrervermittlung über die Taxi-App Uberpop wieder aufgehoben.

» Landgericht Frankfurt hebt Verbot von Uber auf

 

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Rocket Internet und Otto mischen mit:
Inkubatoren-Startups wollen ein Stück vom Selfstorage-Kuchen

Selfstorage ist ein Milliardengeschäft. Rocket Internet und die Otto Gruppe haben unabhängig voneinander Startups angeschoben, die das Segment nach dem üblichen Muster der Webökonomie aufmischen sollen.

Screenshot: Send & Storage

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte, gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Anzahl der Personen in einem Haushalt. Die Folge: Wohnungsknappheit und eine Notwendigkeit zu Kompromissen, etwa bei der Größe eines Apartments. Parallel zu dieser Entwicklung zieht es viele Leute zumindest temporär in andere Länder und Erdteile. Ihre Wohnungen werden entweder aufgeben oder landen nicht selten zur zeitweiligen Vermietung bei Airbnb und anderen Unterkunftsportalen. Daraus entsteht der Bedarf an einem Ort, an dem private Besitztümer untergestellt werden können.

Die Lösung heißt oft Selfstorage. Die Vermietung von kleinen Abstellflächen ist schon seit längerem ein Milliardengeschäft. Gemäß des Verbands Self Storage Association hat die Branche im vergangenen Jahr in den USA 24 Milliarden Dollar umgesetzt. Beim deutschen Pendant, dem Verband deutscher Selfstorage Unternehmen e.V., ist im Pressebereich von 50-prozentigen Wachstumsraten pro Jahr zu lesen. » weiterlesen

Feature Overload:
Spotify sollte seine App entbündeln

Die Ausgliederung einzelner Funktionen in separate Apps ist derzeit in Mode und kommt bei Nutzern nicht immer gut an. Im Bereich der Musik-Streaming-Apps aber wäre eine solche Strategie für alle involvierten Parteien eine Bereicherung.

SpotifyÜber den Sinn und Unsinn der momentan verbreiteten Ausgliederung einzelner Funktionen in separate Apps, die sogenannte Entbündelung, kann man sich vorzüglich streiten. Zwar profitieren User manchmal vom schnelleren Zugriff auf Kernfunktionalität. Gleichzeitig aber machen sich immer mehr App-Icons auf der begrenzten Fläche des Smartphone- und Tablets-PCs breit. Zudem stören sich viele Anwender daran, dass sie urplötzlich von einem Dienst wie Facebook zum Download des Messengers gezwungen werden, um mit Freunden chatten zu können – war dieses Feature doch zuvor Teil der Original-Facebook-App.

Doch obwohl sich der Nutzen der Entbündelungs-Welle aus User-Sicht unterm Strich in Grenzen hält, gibt es ein App-Segment, in dem sich eine Multi-App-Strategie auch für Anwender richtig lohnen würde. Musik. Ich wünsche mir von Spotify den Launch verschiedener Applikationen, die einzelne Features sowie musikalische Themenbereiche in einfach zugänglicher Form verfügbar machen. » weiterlesen

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