Top Innovationspsychologie:
Warum der Umgang mit Disruptionen so schwierig ist

Andreas Göldi, 1. Juli 2009 um 13.37 Uhr, 14 Kommentare Kommentare

Offensichtlich tun sich die Eliten in Wirtschaft, Politik und Kultur reichlich schwer mit dem Internet und den Veränderungen, die es mit sich bringt. Warum bereitet Führungspersönlichkeiten der Umgang mit disruptiven Technologien so grosse Probleme? Die Antwort liegt nicht im systematischen Versagen der Eliten, sondern in ganz gewöhnlichen menschlichen Verhaltensweisen.

Die Wirtschaftsgeschichte ist gepflastert mit den Leichen einst stolzer Konzerne, die das Mitziehen bei einer neuen Technologiewellen nicht schafften. Wirtschaftstheoretiker bezeichnen radikale Technologien wie das Internet, die die Spielregeln grundlegend verändern, gern als “disruptiv”. Und derzeit erleben gleich mehrere Branchen eine kräftige Disruption, allen voran die Medienindustrie, deren Geschäftsmodelle an allen Fronten bröckeln.

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Linkwertig:
Facebook, HTML 5, FriendFeed, Free

Markus Spath, 3. Juli 2009 um 9.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Facebook
Facebook ist sehr bemüht, einen Privacy-GAU wegen der neuen Ausrichtung am öffentlichen Publizieren zu verhindern. Ein ‘Übergangs-Tool’ soll sicherstellen, dass alle wissen was sie tun.

» Improving Sharing Through Control, Simplicity and Connection
» Live Blog: The Facebook Privacy Conference Call

 

HTML 5
HTML 5 wird keine vereinheitlichte Wiedergabe von Audio- und Videofiles haben. Die diesbezüglichen Anforderungen wurden aus dem Draft der Spezifikation entfernt, weil keine Einigung über das Format erzielt werden konnte.

» W3C Drops Audio and Video Codec Requirements From HTML 5

 

FriendFeed
FriendFeed lanciert Suche in Echtzeit. Nach Eingabe eines Suchbegriffs kann man sich zurücklehnen und zusehen, wie neue Ergebnisse eintreffen.

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“Leistungsschutz”:
Linkverbot!

Peter Sennhauser, 3. Juli 2009 um 8.41 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

In Deutschland verlangt Burda einen “Leistungsschutz” für Medien. In den USA wird das Kind bereits beim Namen genannt: Ein Linkverbot für News für 24 Stunden. Dort eine Idee aus der Mottenkiste, die hierzulande verfangen könnte.

Wenn die Geschäftsmodelle von gigantischen Industrien durch neue Technologien in Stücke gerissen werden, kommen die Betroffenen auf irrwitzige Ideen.

Als nichts anderes muss es bezeichnet werden, wenn “die vierte Gewalt”, die diesen “Titel” aufgrund ihrer angeblichen Unabhängigkeit von Staat und Wirtschaft lange wie eine Monstranz vor sich her getragen hat, sich urplötzlich genau denen an die Brust wirft und Schutz vor dem bösen Volk und angeblichen Trittbrettfahrern verlangt.

Konkreteste Idee bisher: Nachrichten- oder News-Texte von Zeitungen sollen mindestens vierundzwanzig Stunden lang nicht verlinkt werden dürfen. Das sind die jüngsten und bisher konkretesten Vorschläge aus Lobbyisten- und Anwaltskreisen in den USA.

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Internet-Vorurteile:
Fünf Aussagen über das Web,
die niemand mehr hören will

Martin Weigert, 2. Juli 2009 um 12.32 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Es gibt Vorurteile rund um das Web, die immer wieder auftauchen. Ein Versuch, mit fünf gängigen Aussagen ein für alle Mal aufzuräumen.

Gähnen
Gähnen

Obwohl ich jederzeit für eine lebhafte Diskussion zu haben bin, gibt es Augenblicke, in denen mir die Lust fehlt, mich über ein schon hundertmal besprochenes Thema erneut auszulassen. Gerade was das Web betrifft, existieren leider einige weit verbreitete Vorurteile und Annahmen, auf die ich immer wieder stoße und die schnell zu einem Streitgespräch führen. In solchen Situationen wünsche ich mir meist einen Link, auf den ich anstelle einer ohnehin vorhersehbaren Diskussion verweisen kann.

Diesen Wunsch werde ich mir erfüllen und meine persönlichen Antworten auf fünf regelmäßig wiederkehrende Pauschalaussagen rund um das Leben und Arbeiten im digitalen Zeitalter geben (und damit ein letztes Mal zur Diskussion stellen).

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Linkwertig:
Flickr, Shopify, Yello, Joost, Yahoo 360

Markus Spath, 2. Juli 2009 um 9.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Flickr und Twitter
Flickr unterstützt jetzt Twitter offiziell, Fotos können also auch getwittert werden.

» Twitter your Flickr
» Twitter in the API

 

Shopify
Shopify baut aus und transformiert sich in eine E-Commerce-Plattform.

Shopify … ist eines der ersten kommerziellen Shoppingsysteme, das sich als Plattform begreift – und neben einer API (Programmierschnittstelle) nun auch einen App Store für ergänzende Module und Applikationen herausgebracht hat.

» Shopify wird zur Shopify-Plattform mit App Store und API

 

Yello
Der Stromanbieter Yello kooperiert mit Google, der Stromverbrauch kann als Widget auf der persönlichen Startseite iGoogle angezeigt werden.

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Das Beste:
Juni 2009 auf netzwertig.com

Marcel Weiss, 1. Juli 2009 um 9.46 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Heute stellen wir Euch die besten, populärsten und lesenswertesten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem Juni 2009:

Analysen

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Linkwertig:
bit.ly, Social Media Newsrooms, venteria

Markus Spath, 1. Juli 2009 um 9.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

bit.ly
Der URL-Verkleinerer bit.ly hat ambitionierte Pläne. Der Dienst verzeichnet jede Woche 150 Millionen Klicks und kann dadurch Stimmungen und Trends mehr oder weniger in Echtzeit registrieren. Auf Bit.ly Now werden die populärsten Links bald aggregiert und semantisch annotiert.

» Bit.ly’s Grand Plans, And Their Inevitable Clash With Digg: Bitly Now

 

Social Media Newsrooms
Schnöde Company-Blogs waren gestern, wer heutzutage etwas auf sich hält, der offeriert einen Social Media Newsroom. Klaus Eck listet 21 Beispiele des netten Formats.

Für Kunden, Blogger und Journalisten bietet ein solcher PR 2.0-Raum vielfältige Informationen. Neben Medien wie (möglichst lizenzfreie) Fotos, Podcasts, Slideshares und Videos zeigen immer mehr Unternehmen auch ihre Engagements auf den verschiedensten Portalen.

» 21 Beispiele für den Social Media Newsroom

 

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Überraschung:
Werbedienstleister Global Gaming Factory kauft The Pirate Bay

Martin Weigert, 30. Juni 2009 um 10.03 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Global Gaming Factory X (GGF), schwedischer Software- und Werbedienstleister für Internetcafés- und Gaming-Events, übernimmt den berühmt-berüchtigten Torrenttracker The Pirate Bay. GGF will damit eine führende Rolle in der digitalen Distribution von Inhalten einnehmen und Pirate Bay offenbar auf legale Beine stellen.

aktualisiert

The Pirate Bay, der umstrittene Torrentsuchdienst und -tracker, wird an den schwedischen Werbe- und Softwaredienstleister Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dies gab das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Stockholm soeben in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Laut schwedischen Medienberichten beträgt die Kaufsumme rund 60 Millionen schwedische Kronen, zirka 5,6 Millionen Euro. Ungefähr die Hälfte soll bar, der Rest in Form von Aktien gezahlt werden.

GGF ist der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter von Werbe- und Softwaredienstleistungen für Internetcafés und Gaming-Events. » weiterlesen

Linkwertig:
YouTube, Musikindustrie, Firefox, Google

Markus Spath, 30. Juni 2009 um 9.00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

YouTube
YouTube hat ein neues Reporters’ Center, auf dem inspirierte Bürgerjournalisten Tipps von Profis und andere Materialien finden können.

» YouTube Reporters’ Center
» Helping You Report the News

 

Musikindustrie
Umair Haque rechnet am Beispiel Michael Jackson vor, in welche strategische, inhaltliche und moralische Sackgasse sich die Musikindustrie manövriert hat.

» Michael Jackson and the Zombieconomy

 

Firefox
Firefox 3.5 steht schon in den Startlöchern, Webware hat deshalb eine nette Entwicklungsgeschichte des Browsers zusammengestellt.

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Kulturflatrate:
Pro und Contra

Marcel Weiss, 29. Juni 2009 um 22.25 Uhr, 33 Kommentare Kommentare

Die Kulturflatrate, eine zentral eingesammelte und an Rechteinhaber ausgeschüttete Pauschalabgabe auf online verteilte Kulturgüter, wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an.

Vor einigen Tagen war ich auf ego.fm zu einer Sendung zum Thema Kulturflatrate zu hören. Die gesamte Sendung kann man hier anhören. Das Interview mit mir kann man auch hier bei uns herunterladen. Ich hatte vor der Podiumsdiskussion auf der re:publica 09 zum Thema einige Argumente vorbereitet, die leider durch das Abbügeln jeder Diskussion vom Moderator nie angesprochen werden konnten. Im Folgenden werde ich die Argumente für und gegen die Kulturflatrate ausführen.

Ein Hinweis: Der folgende Text ist recht lang. Wer keine Zeit oder Lust hat, ihn komplett zu lesen, kann auch für die wesentlichen Punkte lediglich das Fazit am Ende lesen.

Auffällig ist in letzter Zeit, dass die Debatte rund um die Kulturflatrate an Fahrt aufgenommen hat. So steht neben den Grünen auch die SPD einer Kulturflatrate zumindest nicht ablehnend gegenüber:

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