Twitter hat in seiner offiziellen Ankündigung, auf Anfrage Tweets oder Konten in einzelnen Ländern zu sperren, einen wichtigen Aspekt bewusst weggelassen: Nutzer können die Blockade eigenmächtig über eine Einstellung in ihrem Twitter-Konto umgehen.
Twitter
wird für seine kontroverse Entscheidung, Tweets in einzelnen Ländern auf Anfrage zu zensieren, kein
IP-Geoblocking einsetzen. Das hat uns Rachel Bremer, Twitters europäische Pressesprecherin, soeben bestätigt.
Stattdessen dient die von Nutzern in ihren Kontoeinstellungen gemachte Länderangabe als Grundlage für eine eventuelle regionale Sperrung. Twitter legt das aktuelle Land zwar ausgehend von der IP-Adresse des Anwenders fest, erlaubt diesem aber, die Einstellung manuell zu verändern.
“Geotargeting auf IP-Basis ist keine perfekte Technik und wir wollen sicherstellen, dass Nutzer die Ortsangabe verändern können, wenn diese nicht stimmt”, so Bremer.
Dieses vermeintlich kleine Detail stellt die gesamte Meldung in ein neues Licht. In der Praxis bedeutet dies, dass (nach dem heutigen Stand) Twitter-Nutzer selbst in repressiven Staaten problemlos auf durch ihre Regierungen zensierte Tweets zugreifen können, indem sie in ihrem Twitter-Konto ein anderes, die freie Meinungsäußerung berücksichtigendes Land auswählen. Twitter macht ihnen dies sogar sehr leicht, weil es im Kontext eines blockierten Tweets auf diese Hilfe-Seite verweist, auf der dieser Sachverhalt zwar nicht direkt ausgesprochen, aber impliziert wird.
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Der Erfolg des US-Shoppingclubs für Designerprodukte Fab.com regt wieder mal die Fantasie und Übernahmehoffnungen deutscher Gründer an.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie inspiriert vom Erfolg eines US-Konzepts diverse deutsche Nachahmer nahezu gleichzeitig auf den hiesigen Markt stürmen. Das war bei Groupon genauso zu beobachten wie bei Birchbox, AirBnb und Pinterest. In der zu Ende gehenden Woche nun wurde deutlich, welches US-Startup sich hiesige Webunternehmer als nächstes vorknöpfen: Fab.com, ein Shoppingclub für Designerprodukte mit Sitz in New York.
Das von dem ehemaligen Xing-Mitarbeiter Jason Goldberg ursprünglich als Community für Homosexuelle gegründete Startup richtete sich im vergangenen Jahr neu aus und fokussiert sich seitdem darauf, zeitlich limitierte Sonderangebote für Designergegenstände anzubieten. Rasante Wachstumszahlen zeigen, dass Goldberg damit einen Nerv getroffen hat.
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Twitter räumt sich das Recht ein, künftig Tweets für Nutzer in einzelnen Ländern zu sperren, sofern es Beschwerden gibt. Für Anwender ist dies ein Schlag ins Gesicht.
[Update] Twitter hat in seiner Ankündigung einen entscheidenden Aspekt nicht erwähnt: Blockierte Tweets lassen sich durch eine einmalige Änderung in den Kontoeinstellungen sichtbar machen. Hält sich das Unternehmen an sein Wort, ist der Schritt weit weniger besorgniserregend als ursprünglich angenommen. Mehr dazu in diesem Artikel [Update Ende]
Bisher galt bei Twitter eine klare Regel: Eine veröffentlichte Kurznachricht konnte aus jedem Land der Welt angezeigt werden – solange nicht – wie in China – die Website von Twitter vollständig zensiert wird. Hatten Regierungen, Firmen oder Individuen rechtliche Bedenken in Bezug auf einen einzelnen Tweet, war ihre einzige Möglichkeit, Twitter dazu zu bringen, diesen oder den gesamten Account komplett zu löschen. Angaben dazu, wie häufig dies vorkam, sind mir nicht bekannt.
In Zukunft aber räumt sich der Microbloggingdienst die Option ein, Tweets für Anwender aus einer spezifischen Region zu sperren. In einem Blogbeitrag beschreibt das Unternehmen aus San Francisco diesen Sachverhalt, mit dem es unterschiedlichen nationalen Gesetzgebungen Rechnung tragen möchte.
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WWW
Harte Nummer für alle Schweizer: Das World Wide Web wurde genau genommen in Frankreich und nicht in der Schweiz erfunden.
» Tim Berners-Lee. Confirming The Exact Location Where the Web Was Invented
Nuklearkraft
Und 20 Jahre später sinniert Peter Glaser sehr poetisch über die Auswirkungen des WWW:
Alles passiert sofort. Früher gab es einen Zustand, dann kam eine Veränderung, dann ein neuer Zustand. Jetzt ist Veränderung der Zustand. Die digitale Welt, ohnehin schon voller Wunder, wird nun magisch. Denn Zauberei bedeutet nichts anderes als dass alle Wünsche unverzüglich verwirklicht werden.
» Die Nuklearkraft des Netzes
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Berlin is quickly becoming an European hotspot for young and innovative Internet companies. Here are 15 startups that you might hear about in the future.
We usually don’t publish articles in English. This one is an exception. Tell us if you like it so that we know whether you want to see more of those exceptions in the future // Diesen Artikel gibt es auch auf Deutsch.

Photo: stock.xchng, varil
The fact that Berlin has become
one of the hottest places for startups in Europe is no real news anymore. Both international tech blogs as well as mainstream news sites have covered the rise of the German capital as an excellent city to launch young, ambitious and internationally focused web and mobile companies. But typically, in most of the articles the same startups are being mentioned over and over again:
SoundCloud,
Wooga,
Amen,
Readmill.
Here at netzwertig.com we regularly report about fresh, smart and disruptive startups from the German speaking countries, including Berlin. In the past we have covered dozens of web companies coming from the German capital. Here is a summary of 15 innovative Berlin-based startups and services that we wrote about recently (and that have already launched, at least in private beta). Check out their sites, most of them are fully available in English.
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Immer mehr Unternehmen erkennen, welches Kriterium heute maßgeblich über Erfolg oder Misserfolg entscheidet: ob Produkte und Dienste schön sind und die Sinne ansprechen. Nicht nur Apple baut darauf.
Die westliche Welt steht vor dem Eintritt in eine neue Ära: Eine Zeit, in der Design und Ästhetik nicht mehr länger nur die Leidenschaft einer kleinen, gutbetuchten Minderheit darstellen. Nach einem Jahrhundert des Wohlstandsaufbaus und der Befriedigung grundlegender Konsumbedürfnisse durch stark marketinggetriebene, aber nicht immer emotional berührende Produkte verändert sich der Anspruch von Konsumenten: Güter und Dienste müssen nicht mehr nur ihre kommunizierte Aufgabe erfüllen, sondern dies auf eine schöne, die Sinne betörende Art erledigen.
Kein Unternehmen hat dies so gut und frühzeitig verstanden wie Apple. Waren Ästhetik und Eleganz bisher Merkmale von Luxusherstellern mit einer exquisiten, stark begrenzten Zielgruppe, hat Apple Schönheit als Qualitätskriterium und übergreifendes Konzept der Harmonie aus Hardware, Software und Design für gute, nicht billige aber dennoch für viele erschwingliche Produkte massentauglich gemacht. 37 Millionen verkaufte iPhones und 15,4 Millionen verkaufte iPads im Weihnachtsquartal sprechen ebenso eine deutliche Sprache wie die Tatsache, dass im rückläufigen Notebook-Markt ausgerechnet das optisch und in puncto Form beeindruckende MacBook Air deutlich Zuwächse verzeichnen kann.
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Mit dem Ansatz, das zweisprachige Web als Basis für ein Online-Wörterbuch zu verwenden, erfreut sich Linguee wachsender Beliebtheit. Gerade hat das Startup aus Köln die Marke von zwei Millionen Suchanfragen pro Tag durchbrochen.
Als Linguee, das Kölner Startup mit dem gleichnamigen Onlinewörterbuch, im September eine komplett überarbeitete Version seines Dienstes veröffentlichte, kündigte das Team um die Gründer Gereon Frahling und Leonard Fink an, innerhalb einiger Jahre zur weltweiten Nummer eines im Wörterbuch-Markt aufsteigen zu wollen – nach Bekanntheit und Besucherzahlen. Außerdem bereiteten sie die Nutzerschaft auf den bevorstehenden Launch einer kostenpflichtigen Pro-Variante vor.
Wie aktuelle Zahlen andeuten, scheint das 2009 gegründete Jungunternehmen, dessen Produkt das “zweisprachige Web” durchsucht und Übersetzungen im Zusammenhang liefern kann, sich hinsichtlich das globalen Wachstums auf Kurs zu befinden: So haben die Rheinländer in der vergangenen Woche erstmals und gleich an mehreren Tagen die Marke von jeweils mehr als zwei Millionen Suchanfragen durchbrochen.
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Die Sendung mit der Maus
Der Verein Digitale Gesellschaft hat eine Broschüre verfasst, die Politikern das Internet erklären soll.
Unser Plan ist: Wir wollen die Broschüre drucken und an PolitikerInnen und EntscheidungsträgerInnen verteilen.
» Wie das Internet funktioniert
CDU/CSU
Ein wenig Verständnis stünde den Politikern jedenfalls nicht so schlecht; die CDU/CSU zum Beispiel schnappt sich die Causa Megaupload, um von einer deutschen Ausgabe der SOPA zu träumen.
“Das deutsche Urheberrecht ist ein Eckpfeiler des Rechtsstaates und der sozialen Marktwirtschaft. Es stellt sicher, dass kreative Leistung sich auch weiter lohnt.”
» CDU/CSU will Netzsperren wegen Megaupload
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Drei der vier deutschen Mobilfunkanbieter mit eigenem Netz planen, mit einem interaktiven Messaging-Dienst das wegbrechende SMS-Geschäft auszugleichen. Ob das Unterfangen tatsächlich zu einer neuen Cash-Cow der Provider werden kann, ist ungewiss.

Foto: Flickr/leyla.a, CC BY-SA 2.0
Wir hatten es am Dienstag schon kurz in Linkwertig
erwähnt:
Laut FOCUS Online arbeiten die Telekom, Vodafone und O2-Besitzerin Telefónica an einem gemeinsamen Messaging-Dienst. Basieren soll der neue, für das Frühjahr 2012 angekündigte Service auf dem vom Branchenverband GSMA entwickelten “
Rich Communication Suite“-Standard.
Mit dem Vorstoß sollen der wegbrechende Umsatz aus dem SMS-Geschäft abgefedert werden. Zwar nimmt die Zahl der versendeten SMS in Deutschland noch immer zu, die Erlöse hingegen sinken rapide: Laut einer aktuellen Studie wurden in Deutschland 2005 pro Mobilfunkanschluss 5,15 Euro mit Kurzmitteilungen umgesetzt, 2010 waren es nur noch 1,90 Euro. Der Hauptgrund hierfür sind SMS-Flatrates, die wiederum auch eine Folge der wachsenden Konkurrenz durch internetbasierte Chatdienste darstellen.
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Der Startup-Standort Berlin ist in aller Munde. Hier sind 15 junge, innovative Onlinefirmen und Dienste aus der Hauptstadt, von denen man noch einiges hören wird.

Foto: stock.xchng, varil
Die Kunde darüber, dass Berlin gerade zu Europas Startup- und Internethauptstadt
avanciert, dürfte mittlerweile dank einer regen Berichterstattung in den Mainstreammedien auch bei vielen weniger mit der Onlinewirtschaft befassten Menschen angekommen sein. Doch blickt man auf die zahlreichen Artikel bei Nachrichtenportalen und Zeitungen, fallen dort immer die gleichen Namen als Beispiel für aufstrebende Startups aus der Hauptstadt:
SoundCloud,
Wooga,
Amen.
In den letzten Monaten haben wir über viele innovative, junge Onlinefirmen und -angebote aus Berlin berichtet. Inwieweit diesen eine rosige Zukunft bevorsteht, hängt dabei nicht nur von der Attraktivität des Konzepts ab, sondern auch vom angestrebten Geschäftsmodell, von der Fähigkeit, Investoren zu gewinnen, sowie von der zielstrebigen, intelligenten Umsetzung durch die Gründer.
Ohne also genau prognostizieren zu können, inwieweit die einzelnen Startups in einem Jahr zur Speerspitze der hauptstädtischen Webkultur gehören werden, möchten wir an dieser Stelle auf 15 ganz frische, mindestens in geschlosser Beta-Phase befindliche Angebote hinweisen, denen wir uns in letzter Zeit in Beiträgen gewidmet haben. Sie alle besitzen die Chance, eines Tages deutschland-, europa- oder gar weltweit mit dem Aufstieg Berlins zum Internet-Hotspot assoziiert zu werden.
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