Über Personalia und Stühlerücken schreiben wir hier ja praktisch nie, aber heute müssen wir: Marcel Weiss hört bei netzwertig.com auf und widmet sich einem neuen Projekt. Martin Weigert übernimmt die Redaktionsleitung, außerdem konnten wir einen neuen Gastautoren gewinnen.
Marcel schrieb seit Sommer 2007 für Blogwerk, anfangs in unserem Produktivitätsblog imgriff.com, seit April 2008 dann als “Gründungsredakteur” für das damals neu gestartete netzwertig.com. Die Ausrichtung dieses Blogs stammt in weiten Teilen von ihm, und Marcel hat zusammen mit Martin Weigert, Markus Spath und Andreas Göldi dafür gesorgt, dass es längst eines der meistgelesenen und einflussreichsten im deutschen Sprachraum ist – mit einer Top-Platzierung in den Deutschen Blogcharts (aktuell Platz 13) und zuletzt fast 14.500 Feedabonnenten und über 1.000 Followern bei Twitter. Kurzum: Marcel hat einen super Job gemacht, dafür danken wir ihm und wünschen ihm alles Gute für seine neue Aufgabe:
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Google lanciert mit dem Google Apps Marketplace einen Marktplatz für Business-Applikationen.
Google hat heute Nacht auf der Entwicklerkonferenz Campfire One den Google Apps Marketplace vorgestellt.
Der Google Apps Marketplace ist eine Art App-Store für (primär) Business-Anwendungen, auf der Softwareunternehmen und Entwickler Anwendungen anbieten können, die von Benutzern von Google Apps – also der aus Gmail, Google Calendar, Google Docs, Google Sites und Google Talk bestehenden Suite, die unter der eigenen Domain verwaltet wird – integriert werden können und die sich wie die nativen Anwendungen von Google verwalten und benutzen lassen. Die Anwendungen können, natürlich nur nach Authorisierung, auf die Daten wie Kontaktdaten oder Kalender der Benutzer zugreifen und mit hoffentlich sinnvollen Funktionen bereichern.
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Apple
Die Electronic Frontier Foundation hat das iPhone Developer Program License Agreement veröffentlicht, das alle Entwickler von iPhone-Apps akzeptieren müssen, über das sie dann aber nicht sprechen dürfen.
» All Your Apps Are Belong to Apple: The iPhone Developer Program License Agreement
Location-Wars
Twitter aktivierte kurzzeitig die Anzeige von Geoinformationen auf der Webseite, Facebook wird im April mit dem Sharen der Aufenthaltsorte der Freunde beginnen.
» Just In Time For The Location Wars, Twitter Turns On Geolocation On Its Website
» Facebook Will Allow Users to Share Location
Browser-Wars
Nachdem Microsoft von der EU dazu verpflichtet wurde, neben dem IE auch andere Browser zur Auswahl anzubieten, nutzt Mozilla den Anlass, um auf Open To Choice allgemein über die Bedeutung von Browsern zu informieren.
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Die Entwickler waren fleissig. Für das vor einem Monat gestartete Google Buzz gibt es schon zahlreiche Anwendungen. Ein Überblick.
Rund um populäre Anwendungen wie Twitter entwickelt sich im Laufe der Zeit überlicherweise ein ganzes Ökosystem an komplementären Diensten wie Widgets, (Zähl-) Chiclets, Clients für jede nur denkbare Plattform, Top-User-Listen, Aggregatoren, Verzeichnisse oder Suchmaschinen.
Das vor genau einem Monat gestartete Google Buzz hat unter den Entwicklern dieser Dienste eine regelrechte Goldgräberstimmung ausgelöst – in einem Affentempo wurde für Google Buzz fast das gesamte Spektrum an Drittanwendungen entwickelt. Nicht ohne Grund. Die Rezepte sind bekannt, einige Funktionen sind schnell implementiert und First Mover können gegenüber den Nachzüglern signifikante Vorteile haben.
Ein Überblick über die Drittanwendungen nach einem Monat Buzz:
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Google Public Data Explorer
Google hat einen Public Data Explorer lanciert, mit dem verschiedene öffentliche Datensets dynamisch visualisiert werden können.
» Google Public Data Explorer
» Statistics for a changing world: Google Public Data Explorer in Labs
Werbung
Ars Technica mit einem beherzten Plädoyer gegen Ad-Blocker.
» Why Ad Blocking is devastating to the sites you love
Usability
MasterNewMedia stellt einige Möglichkeiten vor, mit denen man die Usability seiner Webseite verbessern kann.
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Spannende Neuigkeiten von PaperC, einer jungen Plattform zum kostenlosen Lesen von Fachbüchern: In Kürze will der Dienst seinen Nutzern erlauben, sich Inhalte aus verschiedenen Titeln als Print-on-Demand-Buch nach Hause schicken zu lassen.
PaperC, der Leipziger/Berliner Dienst, bei dem Studenten und andere Interessierte kostenlos Fachbücher lesen können, hat nach einem guten Start im Vorjahr weiterhin einen Lauf. Erst vor wenigen Tagen verkündete das junge Unternehmen eine
Kooperation mit dem renommierten O’Reilly Media Verlag, außerdem
wird an der Behebung von Schwächen gearbeitet,
die wir im Oktober moniert hatten, und heute flatterte bereits die nächste Neuigkeit in unseren Posteingang:
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Die Entwickler von mite öffnen ihre Bücher und veröffentlichen ihre Ein- und Ausgaben, Nutzerzahlen, Neuanmeldungen und Conversion Rates. Ein interessanter Anhaltspunkt für alle angehenden Gründer.
Der Zeiterfassungsdienst
mite ist nicht nur eine der am besten designten Anwendungen aus dem deutschen Sprachraum, seine Entwicklung ist auch spannend zu beobachten. Einerseits, weil der Service regelmässig neue Features entwickelt und diese auch
im Blog kompakt kommuniziert, andererseits, weil er
seit Mitte 2008 ein rein kostenpflichtiges Angebot ist. Im
Zeitalter der Gratismentalität, in dem es sich kaum ein Dienst leistet, nicht zumindest eine stark eingeschränkte kostenlose Version anzubieten, ein gewagtes Unterfangen.
In einem eben veröffentlichten (update) Blogeintrag macht das Unternehmen etwas für deutsche Startups noch Ungewöhnlicheres: Es lässt seine Hosen runter und veröffentlicht detaillierte Zahlen zu Neuanmeldungen, Conversion Rates, Nutzerzahlen und Ein- bzw. Ausgaben, um angehenden Gründern einen Anhaltspunkt für ihre eigene Planung zu geben. Uns hat mite vorab einen Blick auf die Zahlen gewährt:
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OStatus
Mit OStatus formiert sich ein neues Protokoll, oder genauer ein neues Bündel bestehender Protokolle, mit dem sich verteilte soziale Netzwerke realisieren lassen. Egal welchen Dienst man selbst verwendet, man könnte auch die Status-Updates der Freunde auf anderen Diensten verfolgen und darauf reagieren.
Plattformübergreifend Echtzeitkommunikation auf Basis offener Standards… schöne neue Welt
» OStatus – the next generation of OpenMicroBlogging
» OStatus
YouTube
Digitaler Film dokumentiert, wie Google sukzessive das Design von YouTube assimiliert hat.
Vorbei die Zeiten, in denen YouTube bunte, unaufgeräumte Video-Seiten hatte oder der User auf Hauptnavigation und Kategorien hingewiesen wurde. Das neue Design stellt ganz klar die Suche in den Vordergrund. Zudem wird die Playlist zum Standard
» YouTube Redesign: vollends assimiliert
Social Media
Drew McLellan hat ein ‘Social Media Cheat Sheet’ gebastelt, das einen bequemen Überblick über die Vor- und Nachteile einiger populärer Dienste bietet.
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: runtastic – die eigenen Sportdaten sammeln und analysieren; Tweebate – Bundestagsdebatten diskutieren; und KvisMe – via Twitter Fragen stellen.
runtastic
Der nächste Evolutionsschritt nach dem Lifestreaming könnte das sich nach verschiedenen (verstärkt impliziten) Metriken selbst quantifizierende Subjekt werden. Mit
runtastic gibt es jedenfalls eine Plattform, die das Erfassen, Analysieren und Sharen der eigenen Sportdaten ermöglicht. Auf Basis der gesammelten Daten werden verschiedene Ansichten und Statistiken bzw. ein Sporttagebuch generiert. Wer z.B. seine Aktivitäten mit der frisch geschlüpften iPhone-App aufzeichnet, bekommt neben dem Streckenverlauf als Map auch ein Geschwindigkeits- und Höhenprofil generiert. Auf der Webseite können alle Aktivitäten auch auch manuell eingegeben werden.
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Facebook tritt den deutschen Datenschutz mit Füßen – und erzielt gerade dadurch enormes Mitgliederwachstum. studiVZ-Geschäftsführer Clemens Riedl sieht einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Anbieter.
Facebook wächst in Deutschland ungebremst, und studiVZ steht unter Zugzwang. Clemens Riedl, Geschäftsführer der VZ-Gruppe, äußerte sich auf der Cebit zum Vorpreschen des US-Netzwerks. Für den studiVZ-Boss ist eindeutig, warum Facebook hierzulande derartige Mitgliederzuwächse verzeichnen kann: durch die Missachtung der deutschen Datenschutzgesetze.
Riedl sieht in der Tatsache, dass Facebook dem in Sachen Datenschutz sehr viel liberaleren US-Recht folgt, eine klare Benachteiligung der VZ-Netzwerke: “Deutsche Unternehmen werden durch deutsche Gesetze benachteiligt.”, so zitiert ihn das studiVZ-Watchblog VZlog. Einen Beleg dafür sieht Riedl in Facebooks aggressivem Verschicken von Einladungen an potenzielle Mitglieder. Auch das Sammeln von Daten über Nicht-Mitglieder oder die Tatsache, dass Facebook User dazu animiert, ihre Profile möglichst weit zu öffnen, was zu einer entsprechend großen Aufmerksamkeit und Außenwirkung führt, dürften ihn zu dieser Aussage veranlasst haben.
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