Thema: voip

 

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Kommunikations-App Wire:
Wer viel verspricht, enttäuscht sehr leicht

Das Startup hinter der neuen deutsch-schweizerischen Kommunikations-App Wire rühmt sich mit seiner Branchen-Erfahrung und hat große Ambitionen. Doch das Resultat sorgt für Ernüchterung.

WireAls in der vergangenen Woche die in Berlin und im Schweizerischen Zug beheimatete Kommunikations-App Wire an den Start ging, wirkte das Ganze im ersten Moment sehr mächtig: Ein Team von 50 Leuten soll schon seit längerem an der App gearbeitet haben, die Gründung fand bereits im Herbst 2012 statt. Bei einigen der führenden Köpfe handelt es sich um ehemalige Skype-Leute. Dessen Mitgründer Janus Friis gehört zu den Geldgebern. Zudem ist zu hören, dass Angestellte dazu angehalten worden waren, bis zum Debüt nicht zu verraten, wer ihr Arbeitgeber ist. Ziel war augenscheinlich, mit einem lauten Knall, hochkarätigen Initiatoren und einer Präsenz in Europas junger Startup-Hauptstadt Berlin aus dem Stand für Furore zu sorgen.

Doch gerade weil es sich bei Wire nicht um ein Vorhaben von drei unbedarften, auf ihre eigenen Ersparnisse zurückgreifenden Gründern handelt, ist das Resultat der Arbeit dürftig. Gleich mehrfach tritt der Dienst in Fettnäpfchen, die man Neulingen durchaus noch verzeihen könnte, die bei auf ihre Erfahrung pochenden alten Füchsen und der gewählten “Big-Bang”-Launchstrategie aber negativ auffallen:

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Bitcoin:
Das Voice-over-IP der internationalen Finanzbranche

Bitcoin regt die Fantasie von Spekulanten und Utopisten an. Ein ganz realistisches Einsatzgebiet der virtuellen Währung sind internationale Geldtransfers. Bitcoin könnte hier für die Finanzwelt das erledigen, was Voice-over-IP im Telekommunikationssektor vollbracht hat.

Bitcoin

Es ist leicht, angesichts der Hysterie über den steigenden Wert der virtuellen Währung Bitcoin und die damit verbundenen Aussichten auf schnellen Reichtum durch gewieftes Spekulieren die eigentliche Frage aus dem Blick zu verlieren: Welche dauerhafte Rolle können Bitcoins in der Finanzwelt übernehmen, wenn erst einmal der Neuigkeitseffekt verschwunden ist und einer nüchternen Sicht auf die Kryptowährung Platz gemacht hat. Da die Geldeinheiten nun bereits vier Jahre lang existieren und durch den jüngsten Hype immer mehr Menschen auf sie aufmerksam werden, dürften Bitcoins nicht so schnell wieder in den weiten des Webuntergrunds verschwinden.

Fred Wilson, seit längerem ein gegenüber Bitcoin optimistisch gestimmter Investor aus New York, hat die mögliche künftige Bedeutung von Bitcoin auf die meines Erachtens nach bisher treffendste Art zusammengefasst: “Ich interesse mich für Bitcoin schlicht und einfach, weil ich glaube, dass es das Finanz- und Transaktionsprotokoll des globalen Internets werden kann und wahrscheinlich werden wird”. » weiterlesen

Sichere Skype-Alternative aus Deutschland:
PhoneCrypt ermöglicht verschlüsselte VoIP-Gespräche für Profis

Wer akribisch wichtige E-Mails verschlüsselt, der muss eigentlich auch die Finger von Skype lassen. Das Münchner Sicherheitsunternehmen SecurStar hat mit PhoneCrypt Desktop Free eine kostenfreie Gratis-Alternative mit integriertem Abhörschutz veröffentlicht.

PhoneCryptNie waren die Zeiten für verschlüsselte Onlinedienste besser als heute, im Lichte des NSA-Überwachungsskandals. Das dachte sich auch der 2001 gegründete Münchner Sicherheitsspezialist SecurStar. Das Unternehmen entwickelt kryptographische Hard- und Software und beliefert damit nach eigener Aussage zahlreiche Industriegrößen, die sich vor Wirtschaftsspionage und anderweitiger Überwachung schützen wollen. Unter der Marke PhoneCrypt bieten die Münchner einen Art sicheres Skype, das über eine “militärstarke Verschlüsselung” geschützte, IP-basierte Telefongespräche erlaubt. Bislang richtete sich PhoneCrypt als kostenpflichtiges Produkt primär an gewerbliche Kunden. Doch als direkte Reaktion auf den Merkel-Abhörskandal entschlossen sich die Bayern, nun auch eine kostenfreie Version von PhoneCrypt Desktop anzubieten. » weiterlesen

Aufstieg der Smarthone-Messenger:
Skypes große verpasste Chance

Während Smartphone-Messenger mit Chat-, VoIP- und Videofunktionen rasant Anhänger gewannen, schaute das vor allem für den Desktop konzipierte Skype nur zu. Nun verspricht der Microsoft-Dienst Anpassungen. Wahrscheinlich zu spät, um Services wie WhatsApp und Viber in die Quere zu kommen.

SkypeKaum eine Woche vergeht, ohne dass eine der zahlreichen populären mobilen Messenger-, VoIP- und Video-Apps für Smartphones erreichte Meilensteine oder andere Neuigkeiten von größerer Tragweite bekannt gibt. Ob WhatsApp, Line, WeChat, Viber, Hangouts oder Kik – das Segment boomt und verzeichnet viele hundert Millionen aktive Anwender (siehe). Selbst Facebook – freilich mit einer eigenen spezialisierte Chat-App namens Messenger präsent – gerät durch den Aufstieg der von Beginn an für die mobile Nutzung optimierten Applikationen in Bedrängnis. Ein Dienst allerdings hat diese Entwicklung trotz idealer Voraussetzung komplett verschlafen und versucht erst jetzt, verlorenen Boden gut zu machen: Skype. » weiterlesen

Perch:
Video-”Standleitung” für Teams und Firmen mit mehreren Büros

Das kanadische Startup Perch will die Mitarbeiter von Firmen mit mehreren Büros über einen iOS-basierten Dauerstream näher zueinander bringen. Möglich wird dies mit der Voice- und Video-over-IP-Technologie des deutschen Startups C2Call.

PerchWenn Firmen eine bestimmte Größe erreichen, ist der Schritt zum Eröffnen von Niederlassungen in Schlüsselmärkten naheliegend. Doch damit entstehen Herausforderungen in Bezug auf die Kommunikation zwischen den verschiedenen Büros. Dutzende, wenn nicht hunderte Lösungen für Telefon- und Videokonferenzen existieren mittlerweile, um nicht am selben Ort angesiedelte Kollegen, Team-Mitglieder oder Projektgruppen möglichst problemfrei miteinander in Kontakt zu bringen. » weiterlesen

iOS 7 integriert VoIP:
Apples ungewöhnliche Schüchternheit bei FaceTime Audio

FaceTime Audio ist eine der praktischsten Neuerungen von iOS 7. Doch Apple verzichtet darauf, die Funktion anzupreisen. Warum?

FaceTime AudioWie im Vorfeld durchsickerte, hat Apple seine Videotelefoniefunktion FaceTime in iOS 7 um eine Nur-Audio-Komponente erweitert. Diese erlaubt datenbasierte Gespräche mit iOS- und Mac-Nutzern, ohne dass dabei wie bisher bei FaceTime ein Videobild übertragen wird. FaceTime Audio funktioniert sowohl über WLAN als auch mobile Datenverbindungen. Mit der Integration eines videofreien VoIP-Features öffnet Apple FaceTime für zahlreiche neue Anwendungsfelder und Einsatzszenarien im Alltag, in denen am Traffickontingent zehrende, einen Blick auf das Display beziehungsweise in die Kamera erfordernde Videotelefonie eher hinderlich erscheint.

Zwar beschränkt die fehlende Unterstützung für andere Plattformen abseits von iOS und Mac OS X wie schon bei iMessage das maximale Potenzial von FaceTime Audio. Die nahtlose Integration der Funktion in das iOS-Adressbuch jedoch sorgt dafür, dass zumindest bei Anrufen zu Personen, die über FaceTime Audio erreicht werden können, der neue Service konkurrierenden VoIP-Apps wie Skype oder Viber vorzuziehen ist. Der Anrufer erspart sich einige Klicks und kann sicher sein, dass der Angerufene auch tatsächlich über das eingehende Gespräch informiert wird, sofern er verfügbar ist. Skypes App präsentiert sich diesbezüglich auf dem iPhone selbst bei aktivierten Push-Mitteilungen als sehr unzuverlässig. » weiterlesen

Durchbruch:
Die Befürworter der Bildtelefonie hatten doch Recht

Mehrfach versuchte die Telekombranche vergeblich, Bildtelefonie zu etablieren. Relativ unbemerkt haben sich Videogespräche mittlerweile doch zum Standard entwickelt – allerdings auf anderen Wegen als ursprünglich erwartet.

VideotelefonieJedes Mal, wenn ich beruflich oder privat ein Skype-Gespräch führe, stellt sich mir die Frage: “nur Audio oder auch Video?”. Als Anhänger des Home Office kann ich zwar den insbesondere in den Sommermonaten äußerst angenehmen Luxus eines leichteren Bekleidungsstils genießen, muss dann jedoch durchaus kleine Anpassungen vornehmen, sofern ich zum Skype-Call auch die Kamera des Rechners, Smartphones oder Tablets aktiviere. Und das geschieht immer häufiger. Mittlerweile führe ich die Mehrzahl meiner gelegentlichen VoIP-Telefonate mit zusätzlichem Bewegtbild. Weniger aus eigenem Antrieb, sondern weil meine Gesprächspartner nicht selten ihre Kamera wie ganz selbstverständlich einschalten und ich dies dann aus Höflichkeit ebenfalls mache.

Was auf den ersten Blick trivial klingen mag, ist nichts Geringeres als der späte Durchbruch einer seit mindestens anderthalb Jahrzehnten angepriesenen Technologie. Ende der 90er Jahre führte die Deutsche Telekom ISDN-Bildtelefone ein und hoffte, mit den im Zweierpack für 1798 Mark angebotenen Geräten eine neue Cash Cow gefunden zu haben. Telefongespräche um Live-Bilder der Gesprächspartner zu erweitern, galt zumindest kurzzeitig als die selbstverständliche Evolution der Telefonie. Doch Stand-Alone-Geräte floppten, und auch bei der Jahre später erstmalig lancierten UMTS-Mobiltelefonie lösten sich die Hoffnungen der Provider auf einen Videoboom vorerst nicht ein. Geringe Nachfrage und schlechte Übertragungsqualität bremsten den Erfolg und auch die Erwartungen. “Videotelefonie: Seit Jahrzehnten propagiert, seit Jahrzehnten ein Flop”, hieß es beim Schweizer Fernsehen sogar noch im vergangenen Jahr. » weiterlesen

Chat- und Telefonie-App iO:
Swisscom zeigt deutschen Netzbetreibern, wie man es besser macht

Während die Deutsche Telekom, Vodafone und andere internationale Netzbetreiber sich mit Joyn abmühen und dabei wenig Leidenschaft zeigen, veröffentlicht der Schweizer Wettbewerber Swisscom eine eigenständige Chat- und VoIP-App – und scheut sich nicht vor einer Kannibalisierung.

Telekommunikationsanbieter sehen sich unter Druck: Durch den verbreiteten Einsatz von Smartphone-Messengern und VoIP-Diensten brechen ihnen nach und nach die Einnahmen aus Kurznachrichten und Sprachtelefonie weg. Ihre bisherige Antwort kreiste primär um das gedankliche Durchspielen oder tatsächliche Implementieren protektionistischer Maßnahmen, sei es die Blockierung von P2P-Datenverkehr (und damit von Skype), die Begrenzung von Trafficvolumen oder die Schaffung eines selbst für Profis nur schwer zu durchschauenden Tarifdschungels, der den Vertrieb von aus Kundensicht nicht benötigten Leistungen befördert.

Doch mittlerweile gehen zahlreiche Provider in die Offensive und lancieren eigene Applikationen, um WhatsApp und seinen Artgenossen doch noch etwas entgegenzusetzen. Wie unterschiedlich man hierbei agieren kann, zeigt der Vergleich zwischen der Deutschen Telekom und dem Schweizer Pendant Swisscom. Beide Netzbetreiber halten ihre Kunden nun nämlich dazu an, sich eine mobile App zur unbeschwerten Kommunikation auf iPhone oder Android-Gerät herunterzuladen. » weiterlesen

FaceTime audio:
Apples neue VoIP-Funktion für iOS bringt Netzbetreiber in Bedrängnis

iOS 7 wird eine eingebaute VoIP-Funktion beinhalten – also ein FaceTime ohne Video. Es könnte auf herkömmliche Telefongespräche den selben Effekt haben wie iMessage auf SMS.

FaceTime audioApple hat im Rahmen der Keynote zu seiner aktuellen Entwicklerkonferenz diverse Neuerungen vorgestellt. Eine Kleinigkeit jedoch fiel in den meisten Berichten unter den Tisch, könnte aber eine bedeutende Tragweite erhalten: FaceTime audio. Wie der Name erahnen lässt, handelt es sich bei dem neuen Feature von iOS 7 um eine direkt in das Apple-Betriebssystem eingebettete VoIP-Funktion. Anders als bei FaceTime, womit sich kostenfreie, datenbasierte Videotelefonate mit anderen iOS-Anwendern führen lassen, wird FaceTime audio lediglich den Gesprächston übertragen.

FaceTime audio ist eine solche Produktdifferenzierung, bei der eine minimale Veränderung an einem bestehenden Produkt eine signifikante Auswirkung haben kann. Denn wo FaceTime bisher eher als Ergänzung zur bestehenden nummernbasierenden Telefonie zu sehen war, also einen komplementären Charakter besitzt, ist FaceTime audio ein waschechter Konkurrent des klassischen Handytelefonats. Es ersetzt selbiges und bietet sich in zahlreichen Alltagssituationen an, in denen niemand auf die Idee käme, extra ein Videogespräch zu initiieren. » weiterlesen

“Deutsches Google Voice”:
Regulatorischer “Eiertanz” und Kosten zwingen sipgate one in die Knie

Bei sipgate one konnten Nutzer kostenfrei eine deutsche Mobilfunknummer erhalten, diese auf bestehende Anschlüsse weiterleiten und sich Nachrichten automatisch transkribieren lassen. Doch das schwierige regulatorische Umfeld sowie hohe Kosten machen den Düsseldorfern einen Strich durch die Rechnung.

sipgate oneBevor Google mit selbstfahrenden Autos, Glass und Now die Fantasie von Technologiefreunden anregte, gehörte der webbasierte Telefonmanager Google Voice zu den innerhalb von Early-Adopter-Kreisen besonders hochgelobten Diensten des Internetunternehmens. Mit den neuen Schwerpunkten wurde es ruhiger um den bisher lediglich in den USA und Kanada verfügbaren Service, der angetreten war, um unter dem Motto “Eine Nummer für alle deine Telefone, für immer” die Telefonie zu revolutionieren. Nutzer von Google Voice erhalten eine einzige Telefonnummer, die sie mit Hilfe von Regeln je nach Anrufer an das private, dienstliche oder mobile Telefon weiterleiten und über eine Google Mail ähnliche Weboberfläche verwalten können.

Nach Deutschland gelangte Google Voice nie – abgesehen von einer in Gmail integrierten Telefonie-Funktion. Doch Anfang 2011 lancierte der 2004 gegründete Düsseldorfer VoIP-Dienstleister sipgate ein nicht unähnliches Angebot. Bei dem sipgate one genannten Dienst erhalten Anwender aus Deutschland eine 0157-Mobilfunknummer, welche auf eine beliebige Festnetz- und Handynummer sowie auf einen Skype-Benutzernamen weitergeleitet werden kann. Für die Verwaltung steht Usern eine Weboberfläche zur Verfügung, über die auch automatisch transkribierte Nachrichten vom Anrufbeantworter abgerufen werden können. Die Kernfunktionen von sipgate one sind kostenlos. Wer SMS versenden oder Anrufe in Fest- oder Handynetze initiieren möchte, zahlt dafür. » weiterlesen