Alle 3 Artikel zum Thema Technischer Fortschritt auf netzwertig.com:
Experten streiten sich über die Frage, ob Informationstechnologie mehr Arbeitsplätze zerstört, als sie schafft. Sicher ist eines: Der Bedarf an menschlicher Arbeit wird sich radikal verändern. Das ist ein Grund zur Freude – wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden.
Foto: Flickr/ste3ve, CC-Lizenz
Der technische Fortschritt zerstört unsere Arbeitsplätze – so lautete der Tenor eines Kommentars zu unserem
Ende Oktober veröffentlichten Artikel über den Erfolg von
myTaxi, einer Smartphone-App, welche die Taxibestellung über Callcenter überflüssig macht. “Wenn die letzten Arbeitsplätze vernichtet sind, dann werdet ihr alle merken, dass man eure iPads nicht essen kann”,
kritisierte Leser Christoph Eisenmann die Entwicklung und schloss mit einem ironischen “Fortschritt über alles”.
Er ist garantiert nicht der einzige, der sich über die Auswirkungen der rasanten technischen Entwicklung auf die Arbeitsplatzsituation Sorgen macht. Dass Betroffene nicht unmittelbar begeistert davon sind, wenn Smartphone-Apps, Algorithmen oder Roboter ihnen ihre Jobs wegnehmen, ist nachvollziehbar.
Wissenschaftler sind sich uneinig darüber, inwieweit Informationstechnik mehr Arbeitsplätze zerstört, als durch sie in neuen Branchen geschaffen werden. Historisch hat zwar jeder strukturelle oder technologische Wandel statt zu einer anfänglich befürchteten Vernichtung lediglich zu einer Verschiebung von Jobs geführt, andererseits war keine Veränderung in der Vergangenheit derartig radikal und weitreichend wie die durch IT, das Internet und die Digitalisierung verursachte. Ein Blick zurück ist deshalb kein zuverlässiges Instrument für eine Prognose.
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Der technische Fortschritt lässt sich mit Regulierung und neuen Datenschutzgesetzen bremsen, aber nicht aufhalten. Es ist Zeit, dass wir uns dieser Erkenntnis stellen.
Der Kampf um die Daten der Menschen und darüber, was mit ihnen geschehen darf und nicht geschehen darf, ist in vollem Gange und wird in nächster Zeit noch an Intensität gewinnen.
Egal welche Position man in puncto Datenschutz und Privatsphäre im Kontext des Zusammenprallens der analogen und digitalen Welt einnimmt, so ist es an der Zeit, einer Tatsache ins Augen zu schauen: Alles, was technisch geht, wird kommen. » weiterlesen
Sprachpuristen kämpfen gerne gegen Einflüsse aus anderen Sprachen. Gleichzeitig reißt der technische Fortschritt immer mehr Barrieren der Verständigung zwischen Völkern nieder. Wäre die Welt mit einer oder wenigen Einheitssprachen ein besserer Ort?
Vor einigen tausend Jahren errichtete ein Volk in einem Land mit dem Namen Schinar einen Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reichen sollte. Doch weil Gott befürchtete, dass nach der Fertigstellung für die Menschen nichts mehr unerreichbar erscheinen würde und ihnen der Übermut zu Kopf steigen könnte, entschloss er sich, ihre bisher einheitliche Sprache zu “verwirren” und die Menschen über die ganze Erde zu verteilen. So konnten sie nicht mehr miteinander kommunizieren und ihren überdimensionalen Turm nicht weiterbauen. Damit waren die unterschiedlichen Sprachen dieser Welt geboren.
Die Erzählung stammt bekanntlich aus dem Alten Testament der Bibel und beschreibt den Turmbau zu Babel. Während es naturgemäß unterschiedliche Ansichten über die Glaubwürdigkeit dieser Sage gibt, stellt sie ein schönes Bildnis für die Frage dar, die ich in diesem Beitrag in den Raum werfen möchte:
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