Alle 316 Artikel zum Thema Social Networks auf netzwertig.com:
Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe.
Es ist nicht lange her, da
beschrieb ich am Beispiel GetGlue und foursquare, wie leichtfertig Startups das Vertrauen ihrer Nutzer aufs Spiel setzen. Dass es nur eine Frage der Zeit war, bis das nächste eigentlich sympathische Jungunternehmen sich einen Schnitzer auf Kosten seiner Anwender leisten würde, daran bestand kein Zweifel. Jetzt ist es passiert, und zwar ausgerechnet bei
Path, dem aufstrebenden “privaten” sozialen Netzwerk, das seit einiger Zeit in Early-Adopter-Kreisen
für Furore sorgt und sich erfolgreich als auf die Interaktion im geschlossenen Kreis basierendes Gegenstück zu Facebook
positionieren konnte:
Der Entwickler Arun Thampi hat festgestellt, dass die iPhone-App von Path bei Neuregistrierungen das gesamte Smartphone-Adressbuch der Nutzer auf die eigenen Server lädt, ohne um Erlaubnis zu bitten oder Anwender darüber in Kenntnis zu setzen. Auf diese Weise soll es Path-Mitgliedern leichter gemacht werden, ihre Freunde und Familie zu finden und als Kontakte hinzuzufügen, so die Rechtfertigung von Path-Mitgründer Dave Morin, einem ehemaligen Facebook-Angestellten, als Kommentar zu Thampis Blogeintrag. Gleichzeitig kündigte Morin an, den Adressbuchabgleich künftig wie in der Android-App als freiwillige Option anzubieten.
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Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.
Facebook hat wie erwartet
sein Börsenprospekt veröffentlicht und damit den baldigen Gang aufs New Yorker Handelsparkett offiziell gemacht. Eine interaktive Version der Unterlagen
gibt es beim Wall Street Journal, eine kompakte Übersicht der wichtigsten Fakten
hat PandoDaily und
die größten Anteilseigner listet AllThingsD.
Der IPO wird damit in einigen Monaten erfolgen. Während ich an dieser Stelle nicht auf die Eignung des finanzwirtschaftlichen Marktumfelds eingehen werde, glaube ich wie Stephan Koß bei LinkedInsider, dass der Zeitpunkt für diesen Schritt nicht schlecht, aber auch nicht optimal ist. Denn in den letzten Monaten haben sich die Rahmenbedingungen im Social Web merklich verändert, und das nicht unmittelbar zugunsten von Facebook.
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Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Schafft Google hier eine breitere Aufmerksamkeit für soziale Technologien, oder suggeriert es lediglich eine hohe Relevanz der eigenen Plattform, ohne dass sein Netzwerk davon wirklich profitiert?
Google geht es bei der in den letzten Wochen viel diskutierten Verschmelzung seiner Suchmaschine mit dem sozialen Netzwerk Google+ nicht um eine direkte Konfrontation mit den bereits etablierten Plattformen Facebook und Twitter. Vielmehr scheint es das primäre Ziel des Unternehmens zu sein, einen Weg zu finden, mit dem sich eine neue Anwedergruppe erreichen lässt: Internetnutzer, die zwar die Suche verwenden, aber noch nicht (mit signifikanter Aktivität) in sozialen Netzwerken vertreten sind. Google betreibt durch die Verknüpfung von Suche und Netzwerk also in erster Linie Neukundengewinnung durch Zielgruppenerweiterung. Als Lockmittel dient eine erhöhte Sichtbarkeit der eigenen Person im Internet.
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Pinterest erfreut sich zunehmender Popularität. Das von dem US-Dienst zum Speichern und Teilen von Fotos, Bildern und Videos eingesetzte Follower-System mit der Möglichkeit zum selektiven Abonnieren einzelner Nutzerinteressen setzt Maßstäbe.
Einer der in den letzten Wochen in der US-Tech-Presse am meisten bejubelten Dienste ist Pinterest. Der im März 2010 von Paul Sciarra, Evan Sharp und Ben Silbermann gegründete Service aus dem kalifornischen Palo Alto erlaubt das Bookmarken von Fotos und Videos, auf die Nutzer während ihrer Reise durch das Netz stoßen. Anwender können einander folgen und mit wenigen Klicks die Fundstücke anderer Nutzer auf ihre eigene Pinterest-Pinnwand übernehmen.
Im Gegensatz zum üblichen Muster, bei dem ein Startup aus dem Silicon Valley von den lokalen Blogs “hochgeschrieben” wird, hat sich Pinterest nach einem ruhigen Start aus eigener Kraft eine loyale Nutzerschaft aufgebaut, die anders als bei jungen Social-Web-Angeboten üblich, zu einem großen Teil aus Frauen besteht. Mittlerweile gehört Pinterest zu den zehn führenden Social-Networking-Sites in den USA und kann seit Sommer 2011 auf ein exponentielles Wachstum der Anwenderzahlen blicken.
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Vier Monate nach der ersten Vorstellung gibt Facebook den offiziellen Startschuss für Apps, die auf externen Sites stattfindene Nutzeraktionen automatisiert veröffentlichen können. Anders als beim gescheiterten Werbesystem Beacon wird dieses Mal der Mehrwert für die Anwender hervorgehoben.
Rund vier Monate, nachdem Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz f8 die Fähigkeiten der neuen Open Graph Apps
präsentiert und ein gutes Dutzend Anwendungen scharf geschaltet hat, die automatisch von Nutzern durchgeführte Aktivitäten bei dem Social Network veröffentlichen, wurde in der Nacht der offizielle Startschuss für das neue App-Protokoll gegeben.
Ab sofort können Entwickler ihre von den neuen Möglichkeiten Gebrauch machenden Apps zur Freigabe an Facebook übermitteln. Außerdem stehen Nutzern nun
über 60 derartige Apps zur Verfügung (die Liste ist jedoch nicht vollständig – deutsche Anbieter wie
simfy,
myVideo oder
Tape.tv fehlen).
Das Besondere bei dieser Art der Facebook-App ist, dass sie Aktivitäten der Nutzer automatisch im Ticker sowie in Form einer App-spezifischen Box auf dem neuen Timeline-Profil (“Chronik”) veröffentlichen, sofern Anwender dem bei der Installation zugestimmt haben.
Die wenigen seit September verfügbaren Apps beherrschten lediglich die Aktionen “lesen” und “hören”. Jetzt kommen weitere Verben wie “kaufen”, “wollen”, “lieben”, “probieren” oder “sehen” hinzu, von denen App-Entwickler Gebrauch machen können.
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Erst im Oktober wurden die VZ-Netzwerke von grundauf überarbeitet. Jetzt kündigt das Unternehmen unter Führung der neuen Chefin Stefanie Waehlert bereits eine Neuausrichtung an. So sollen neue Zielgruppen angesprochen werden.
Rund zweieinhalb Monate
ist der Relaunch der VZ-Netzwerke nun her. Seitdem können Mitglieder zwischen der bisherigen und der aufgefrischten Oberfläche wählen. Der Rückgang bei den Besucherzahlen konnte aber trotzdem nicht gestoppt werden. 77,3 Millionen Visits verzeichneten
studiVZ,
meinVZ/freundeVZ und
schülerVZ laut
IVW im Dezember – 7,93 Prozent weniger als im Vormonat. Der
vor Jahren eingesetzte Schrumpfkurs des Berliner Unternehmens hat sich damit zwar etwas verlangsamt,
der Abstand zur Marke null wird aber weiterhin kleiner. Die Domain
wannstirbtstudivz.com visualisiert die äußerst missliche Lage, in der sich die VZ-Gruppe derzeit befindet. Demnäch hätte der Dienst in wenigen Monaten keine Nutzer mehr.
Uns interessierte, wie man bei den VZ-Netzwerken diese Endzeitszenarien kommentiert. Wir sprachen dazu mit der neuen Pressesprecherin des Unternehmens, Sweelin Heuss. “Weder die VZ Netzwerke, noch die Plattform studiVZ, werden im März 2012 eingestellt”, unterstrich Heuss als Reaktion auf die düsteren Prognosen, die im Netz die Runde machen. Allerdings ließ sie wissen, dass derzeit unter Führung des neuen CEO Stefanie Waehlert fieberhaft an einer neuen Ausrichtung gearbeitet werde.
Waehlert, die zuvor die Geschicke von lokalisten, einem anderen, mit dem Abstieg kämpfenden sozialen Netzwerk leitete, trat im Oktober die Nachfolge von Clemens Riedl an, der nur Tage nach dem Relaunch überraschend seinen Abschied bekannt gab.
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Die Idee eines dezentralen sozialen Netzwerks klingt gut auf Papier, setzt sich in der Praxis aber nicht durch. Doch nun ist es ausgerechnet Facebook, das die Hoffnung auf ein stärker verteiltes Social Web nährt.
Illustration: stock.xchng
Seit Jahren stehen dezentrale, verteilte soziale Netzwerke auf der Wunschliste mancher Netzbeobachter und -aktivisten. Der Gedanke: Angesichts der Winner-Takes-It-All-Tendenzen im Social Web sowie des enormen Einflusses auf gesellschaftliche und politische Vorgänge, der von einer 800 Millionen Menschen bei sich versammelnden Onlineplattform ausgeht, ist es riskant, wenn ein einziges Unternehmen mit zentraler und damit für koordinierte Eingriffe von außen anfälligen Infrastruktur das digitale Zuhause für die Weltbevölkerung darstellt.
Doch so erstrebenswert ein alternativer Ansatz auch klingt, bei dem Kontrolle und Macht in Form einer dezentralen Serverstruktur auf viele Schultern und Anbieter verteilt werden, so utopisch erscheint er bisher. Nutzer zeigen keine Bereitschaft, die mit einem dezentralen Ansatz verbundenen Abstriche in puncto Funktionalität und Anwenderfreundlichkeit hinzunehmen, weshalb selbst ein ambitioniertes Projekt wie diaspora bis heute nicht vom Fleck gekommen ist. Bei einer mutmaßlich großen Zahl an Benutzern ist ohnehin nicht einmal ein Bewusstsein über die Problematik vorhanden.
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Die US-Internet-Avantgarde überschlägt sich mit Lob für das mobile Social Network Path, das Nutzern die Intimität verspricht, die sie bei Facebook zunehmend vermissen. Auch ein gewisser Elitismus treibt derzeit Neugierige zu dem Dienst.
Als das neue mobile Social Network Path Ende November 2011 seinen zweiten Anlauf startete, die Aufmerksamkeit neugieriger Netzwerker für sich zu gewinnen, sorgte es in den USA mit seiner unkonventionell und gleichzeitig sehr liebevoll gestalteten iPhone- und Android-App für eines der besten Echos in der Tech-Presse, die jemals beim Launch eines neuen Onlineservices zu vernehmen waren (siehe Techmeme).
Und weil ein hübsches Gewand den Spaß an einer App pauschal um ein Vielfaches erhöht, gelang es Path 2.0, die initiale Beachtung sofort in einige loyale Nutzer umzumünzen. Ein Blick in die Twitter-Suche genügt, um zu erkennen, dass bereits zahlreiche Personen den Dienst aus San Francisco verwenden, um selektiv private Fotos, Musik oder Standorte zu publizieren.
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Facebook hat 2011 seinen kometenhaften Aufstieg in Deutschland fortgesetzt. Den Meilenstein von 25 Millionen aktiven Nutzern wird das soziale Netzwerk verfehlen – aber nur knapp.
Eine der interessanteren Fragen des Jahres lautete: Wie viele aktive Nutzer wird Facebook nach seinem einzigartigen Aufstieg in Deutschland zum Jahresende vorweisen können?
Ende März versuchte ich mich an einem Blick in die Glaskugel. Zu diesem Zeitpunkt hatte das soziale Netzwerk in Deutschland gerade die Marke von 17 Millionen aktiven Anwendern durchbrochen und wuchs mit monatlich mehr als einer Million. Meine damalige Prognose: Zum Jahresende dürften sich mehr als 25 Millionen, im Extremfall vielleicht sogar 30 Millionen Deutsche regelmäßig bei Facebook blicken lassen.
Ein Blick auf die jüngsten, von futurebiz mittels Facebooks Anzeigentool erhobenen Zahlen zeigt: Der Extremfall ist nicht eingetreten, und bei meiner Schätzung der 25 Millionen war ich einen Tick zu optimistisch – aber auch nur einen Tick.
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Das Geschäftsnetzwerk Xing wird in Kürze eine Entwicklerschnittstelle veröffentlichen – ein überfälliger Schritt, erst recht angesichts der Bedrohung durch LinkedIn.
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Für Xing geht es 2012 vor allem darum, sich in seinem Kernmarkt Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht weiter von LinkedIn in Bedrängnis bringen zu lassen. Auch wenn es durchaus Grund zu der Vermutung gibt, dass das Geschäftsnetzwerk aus Hamburg früher oder später das gleiche Schicksal erleiden wird wie die von Facebook zur Bedeutungslosigkeit verdammten VZ-Netzwerke, scheinen die Norddeutschen zumindest noch ernsthaft gewillt zu sein, alles Erdenkliche für die Abwehr des LinkedIn-Vorstoßes im deutschsprachigen Raum zu tun:
Am Mittwochabend kündigte das Unternehmen neben den XING Beta Labs – einem Test-Programm für Beta-Features – und einigen kleineren Neuerungen eine Entwicklerschnittstelle (API) an. Unter dev.xing.com können sich Interessierte ab sofort in eine Warteliste eintragen, um rechtzeitig zum Start der Xing API informiert zu werden. Im besten Startup-Jubel-Ton verspricht die Ankündigungsseite: “It’s coming. Finally. And it’s coming soon. And it’s going to be awesome”. Zu lesen sind auf die vier Attribute “Inspiring”, “Innovative”, “Different” und “Magic”.
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