Thema: Social Networks

 

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Belohnungskarusell:
Wie Facebook Millionen zur Prokrastination verleitet

Prokrastination steht für viele gleichbedeutend mit “Facebook”. Wir werfen einen Blick auf den Zusammenhang zwischen typischem Aufschiebeverhalten und der Kommunikation in sozialen Netzwerken - im zweiten Teil unserer Serie zum Thema Prokrastination. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet diesen hier.

FacebookEs gibt im Programm „Liebe“ des Kabarettisten Hagen Rether eine Stelle, an der er über Langeweile spricht und das Unbehagen, das für die Meisten davon ausgeht. Unter dem Stichwort „Horror Vacui“ beschreibt Rether eine Angst vor Leere, vor dem Zurückfallen auf sich selbst; eine gesamtgesellschaftliche Unfähigkeit mit Langeweile umzugehen und sie zu ertragen, infolge derer die Langeweile das letzte Tabu bleibt. Langeweile in der Gestalt von leerer, mit nichts zu füllender Zeit tritt kaum jemals auf, denn alles, was langweilt, wird gemieden. Dabei scheint Langeweile aufgrund von Abwesenheit jeder Ersatzbefriedigung in einem Arbeitsprozess ein nicht unwichtiger Baustein zu sein, um festgesetzte Ziele letztendlich zu erreichen. » weiterlesen

Internationalen Wettbewerb unterschätzt:
Die deutsche Medienriesen und ihre gefloppten sozialen Netzwerke

Deutschlands Medienriesen ist das Kunststück gelungen, ihre während der Web-2.0-Euphorie für vergleichsweise viel Geld gekauften sozialen Netzwerken allesamt gegen die Wand zu fahren. Ihr großer Fehler war der Glaube, dass Ländergrenzen im Social Web auf Dauer eine Rolle spielen.

studiVZ

Die RTL-Gruppe will sich also von ihrem 2009 übernommenen sozialen Netwerk wer-kennt-wen.de (wkw) trennen. Auch mit einem Relaunch vor einigen Monaten ließ sich der kontinuierliche Verlust von Seitenaufrufen nicht stoppen.

Damit kann man mit Gewissheit konstatieren, dass die drei einstmals bedeutsamsten deutschen Social Networks für Privatanwender allesamt von ihren Besitzern gegen die Wand gefahren wurden. Holtzbrinck war nicht in der Lage, dem Abstieg der VZ-Netzwerke etwas entgegenzusetzen, ProSiebenSat.1. musste beim Niedergang seines ebenfalls im Zuge des Web-2.0-Hypes gekauften Dienstes lokalisten zusehen, und RTL konnte nichts dagegen machen, dass es für wkw genauso dynamisch abwärts ging, wie das Angebot zuvor bestimmte Regionen Deutschlands mit viel Kraft einnahm.

Ohne Schadenfreude ist festzustellen, dass die deutschen Medienkonzerne vollständig dabei versagt haben, etwas Nachhaltiges aus ihren Millionenakquisitionen zu machen. » weiterlesen

Ein erster Blick auf Facebooks neue App:
Paper ist keine Nachrichten-App, sondern Facebook für die mobile Generation

Facebook hat in den USA seine neue iPhone-App Paper veröffentlicht. Sie befördert nicht nur Nachrichteninhalte ins Rampenlicht, sondern liefert alle wichtigen Funktionen des sozialen Netzwerks – ernsthaft optimiert für das mobile Zeitalter.

Pünktlich zum zehnten Geburtstag und gemäß Ankündigung aus der vergangenen Woche hat Facebook am Montagabend seine iOS-Applikation Paper veröffentlicht. Vorerst steht diese allerdings nur für Nutzer mit einem US-amerikanischen App Store-Konto zum Download bereit.

Ich möchte mit einer Klarstellung beginnen, was Paper nicht ist, nämlich eine reine Nachrichten-App beziehungsweise ein Newsreader. Stattdessen handelt es sich bei Paper um eine alternative mobile Benutzeroberfläche für das soziale Netzwerk, abzüglich einiger einst für die Browser-Version von facebook.com konzipierter Elemente, die nicht hinterfragt ihren Weg in die herkömmliche mobile App fanden. Funktionen, die auf den relativ kleinen Smartphone-Bildschirmen eher Ballast darstellen. » weiterlesen

Ein Blick in die Zukunft:
Facebook, das Jahr 2017 und der Milliardenkonzern, der sich neu erfand

Facebook wird gerne der baldige Tod prognostiziert. Doch was genau würde es bedeuten, wenn das soziale Netzwerk tatsächlich seine Nutzer verliert? Ein Blick in die Zukunft zeigt: Das Unternehmen ist auf eine solche Entwicklung vorbereitet.

FacebookWir schreiben das Jahr 2017. Anders als früher können Menschen nicht mehr bei ihrem ehemaligen morgendlichen Ritual beobachtet werden, die Facebook-App zu öffnen und ausgiebig durch ihren Feed zu scrollen. Denn Facebook, so wie man es einst kannte, existiert nicht mehr. Was Wissenschaftler und Beobachter zum Höhepunkt der Facebook-Euphorie prognostizierten, trat nach und nach ein: erst verging den Jugendlichen die Lust auf das soziale Netzwerk, das ihnen einfach nichts Neues mehr bieten konnte. Später verloren auch die meisten anderen Mitglieder das Interesse an der blau-weißen Website und App. Doch anders, als diese Zeilen vermuten lassen, führte diese Entwicklung nicht zum Aus für das Unternehmen hinter dem Social Network. Im Gegenteil: Das Vertrauen der Anleger in die Facebook-Aktie ist groß, denn die kalifornische Firma freut sich über stetige Umsatz- und Gewinnsprünge. Facebook Inc kann jedes Quartal Milliardenprofite vorweisen. Wie passt das zum Niedergang der Site, die einst mehr als die Hälfte der Onlinebevölkerung magisch anzog? » weiterlesen

taper.me:
Ein Instagram mit Musik

taper.me will das Sharing von visuellen Inhalten mit einem Soundtrack ergänzen. Sowohl die aus der Schweiz stammende App als auch die Idee sozialer Musikdienste generell verlangen noch nach Arbeit.

Mit vielen Musikstücken verbinden wir Erinnerungen an ganz besondere Lebensmomente: Der alte Sommerhit führt uns zurück in einen tollen Urlaub und die Schnulze lässt die Nervosität vor dem ersten Date wieder aufkommen. Der Ansatz, Momente mit einem Song zu verbinden, ist die Grundlage von taper.me, einer neuen App für iOS aus der Schweiz. Die Umsetzung lässt sich als Instagram mit Musik beschreiben: Man teilt ein Foto in einem öffentlichen Stream und fügt zusätzlich einen auf Spotify verfügbaren Song hinzu. Im Gegensatz zu beispielsweise SoundTracking wird dabei stets das ganze Lied angehängt und nicht nur ein Ausschnitt

“Wir alle teilen so viele Bilder und Videos wie noch nie. Gleichzeitig hören wir mehr Musik denn je. Während sich die meisten Social-Music-Apps im Kern um die Entdeckung neuer Songs drehen, fokussieren wir uns auf Musik als Mittel fürs Storytelling”, beschreibt der Gründer Daniel Jörg, Kommunikationsstratege und international aktiver Musiker, die Idee. » weiterlesen

LinkedIn:
Unterschätzter Gigant

Gerne wird LinkedIn als digitaler Lebenslauf oder simples Geschäftsnetzwerk bezeichnet. Doch die Ambitionen des Unternehmens sind viel größer. Nach und nach treten sie zu Tage.

Manche Webunternehmen entwickeln sich zu Giganten, indem sie alles um sich herum niederwalzen, Nutzer magnetisch anziehen und ihre Expansion mit hochtrabenden Visionen garnieren. Facebook fällt in diese Kategorie. Eine andere Art von Onlinedienst dagegen wächst langsamer, schleicht sich regelrecht heran und sorgt dafür, dass die in Wirklichkeit nicht minder ambitionierten Ziele erst sukzessive zu Tage treten. LinkedIn ist ein derartiger Kandidat. Trotz kontinuierlicher Vorstöße in neue Territorien wird das Unternehmen aus der Google-Stadt Mountain View gemeinhin noch immer “nur” als Geschäftsnetzwerk oder gar abwertend als digitaler Lebenslauf oder Online-Rolodex wahrgenommen. Und das trotz eines Börsenwerts von derzeit 22,6 Milliarden Dollar. Doch jüngste Neuerungen des 238 Millionen Mitglieder bei sich versammelnden Dienstes machen klar, dass LinkedIn-Gründer und Chairman Reid Hoffman weitaus mehr will, als die Visitenkarte zu ersetzen. » weiterlesen

Keine Machtkonzentration:
Im Messenger-Markt bleibt für alle ein Stück vom Kuchen

Facebook steht sinnbildlich für das typische “Winner-Takes-It-All”-Phänomen der Webökonomie. Doch im Boom-Segment der Smartphone-Messenger gelten andere Regeln. Hier bleibt für alle ein Stück vom Kuchen.

KuchenVielleicht kennt ihr das auch: Ihr tauscht euch per Smartphone-Chat-App – beispielsweise Kik – mit einem Freund oder einer Freundin aus. Die Konversation endet irgendwann. Stunden später schickt euch die gleiche Person einen “interessanten Link” – über eine andere Messenger-App, in der sich dann die weitere Kommunikation abspielt. Etwa im Facebok Messenger. Parallel plant ihr in einem WhatsApp-Gruppenchat eine gemeinsame Unternehmung. Auch dort ist euer vorheriger Gesprächspartner dabei, zusammen mit zwei anderen guten Bekannten. Später erhaltet ihr von einer dieser Personen ein sich selbst zerstörendes Foto via Snapchat.

Immer wieder erlebe ich im Alltag solche Szenarien. Dabei erfolgt die Wahl der jeweiligen Messenger-Anwendung scheinbar willkürlich. Manchmal basiert sie aber auch auf den aktuellen Umständen, unter denen das Gespräch erfolgt. Wenn sich der Chatpartner gerade bei Facebook aufhält, liegt es für ihn nahe, den dort gefundenen Artikel direkt per Facebook-Nachricht zu verschicken. Oder die Gruppenkommunikation findet deshalb bei WhatsApp statt, weil eine der Beteiligten wegen nur für WhatsApp aktivierten Push-Mitteilungen üblicherweise dort am schnellsten erreichbar ist.

Schon mehrfach habe ich mir über das beschriebene Phänomen Gedanken gemacht. Erst dieser Blogbeitrag des in San Francisco beheimateten Investors und Entrepreneurs Charles Hudson öffnete mir aber die Augen, was dieses spezifische Nutzungsverhalten eigentlich bedeutet: nämlich dass der Markt des mobilen Messagings nicht den gleichen “Winner-Takes-It-All”-Tendenzen unterliegt, die sich in vielen anderen Bereichen der Internetökonomie beobachten lassen. » weiterlesen

WhatsApp rückt Facebook weiter auf die Pelle:
David gegen Goliath

WhatsApp und Facebook befinden sich auf Kollisionskurs. Es ist das klassische David-gegen-Goliath-Szenario.

Facebook vs WhatsAppFür Anwender in Europa und auf einigen anderen Erdteilen kommt es wahrlich nicht überraschend, zu hören, welche Reichweite WhatsApp mittlerweile aufgebaut hat. Die US-Amerikaner hingegen haben den Aufstieg des pressescheuen Dienstes bisher primär von der Seitenlinie beobachtet – trotz der kalifornischen Herkunft – und sind jetzt ganz überrascht, dass selbst Social-Network-Gigant Facebook in der Gunst bestimmter Nutzergruppen hinter die Chat-App zurückfällt.

“Plötzlich sieht WhatsApp nach einer riesigen Bedrohung für Facebook aus”, so titelte Business Insider gestern, und verweist auf eine Reihe von aktuellen, sich als Indiz für diese These eignenden Meldungen. Aus diesen erfahren wir unter anderem, dass die Anwendung des Startups aus Mountain View in Südafrika das dominierende soziale Netzwerk ist und dass auch Israelis völlig auf den Dienst abfahren. » weiterlesen

Google+:
Zwei Jahre später und noch immer ein Flop

Seit über drei Jahren investiert Google immense Mittel in sein soziales Netzwerk Google+. Im Angesicht dessen hat es wenig erreicht.

FailVor anderthalb Jahren veröffentlichte ich einen vieldiskutierten Abgesang auf Google+. Heute bereue ich, den Beitrag mit dem zentralen Vermerk “Prognose” betitelt zu haben. Jedoch nicht, weil ich von meiner Analyse der schlechten Zukunftsaussichten des ambitionierten Google-Vorhabens abgerückt bin, sondern lediglich, weil die im Technologie- und Wirtschaftsjournalismus verbreitete Vorhersagerei zumeist purem Rätselraten gleich kommt und in den meisten Fällen allein und ausschließlich der Profilierung der Autoren dient. Mir ging es in dem Text jedoch darum, die Schwächen von Googles “sozialer Ebene” zu beschreiben und deutlich zu machen, warum sich der Internetriese und seine Führungsetage mit dem Projekt ein Problem ins Haus geholt haben. » weiterlesen

Social Music Network:
Warum Spotify und Deezer Facebook nachahmen sollten

Empfehlungen stehen derzeit hoch im Kurs der Musikstreaming-Anbieter. Noch haben aber weder Spotify, noch Deezer oder Rdio die Chance erkannt, ihre Plattform zu einem wirklich sozialen Musiknetzwerk auszubauen. Dabei bedarf es dazu eigentlich nicht viel.

Es war erstaunlicherweise Mark Zuckerberg, der mit Frictionless Sharing die Vision hatte, Musik aus allen Quellen für die eigenen Freunde auf Facebook verfügbar zu machen. Mein Kollege Martin Weigert erwartete vor gut einem Jahr deswegen den Durchbruch des Musikstreamings. Dazu gekommen ist es bisher nicht.

Frictionless Music hat sich auf Facebook nicht durchgesetzt – und leider auch nirgendwo sonst. Selbst Dienste wie Spotify, auf denen man einfach seine Freunde hinzufügen kann, machen es den Nutzern nach wie vor schwer, Musik mit anderen zu teilen. “Hör dir den Song an!” ist eigentlich alles, was man mit seinen Freunden will. Aber noch bietet hier kein Anbieter ansprechende soziale Funktionen, die sich im Idealfall präsentierten wie Facebook oder Instagram. Was uns fehlt, ist ein echtes Social Music Network. » weiterlesen