Alle 326 Artikel zum Thema Social Networks auf netzwertig.com:
Kaum eine Behauptung ist häufiger im Netz zu hören als die, Facebook stünde das gleiche Schicksal bevor wie MySpace. Der Vergleich ignoriert, dass es sich um völlig verschiedene Produkte handelt.
Es ist einer der am inflationärsten angewendeten Vergleiche in der Geschichte des Internets: “Facebook wird eines Tages das Schicksal von MySpace erleiden”. Obwohl wir immer mal wieder in Beiträgen über die Social-Networking-Landschaft auf die zahlreichen Unterschiede zwischen beiden Unternehmen hingewiesen haben, fehlt uns bisher noch ein spezifischer Artikel, der ein für alle Mal darlegt, warum diese Analogie schlicht falsch ist. Das wird zwar die künftige Gleichsetzung der Entwicklung beider Angebote nicht verhindern, aber immerhin können wir bei sämtlichen künftigen Diskussionen (ob hier, bei Twitter oder anderswo) dann auf diesen Beitrag verweisen, statt die Diskussion aufs Neue beginnen zu müssen. Packen wir’s an:
Erst einmal: Die Prognose eines bevorstehenden Facebook-Niedergangs analog zu dem von MySpace ist nicht falsch – ebensowenig, wie zu behaupten, dem iPad wird es eines Tages so ergehen wie dem Yps Magazin, oder dem Überraschungsei wie der Langspielplatte, oder Google wie ChatRoulette. Kein Unternehmen und keine Marke existiert für alle Ewigkeit, weshalb faktisch jede Firma und jede Brand irgendwann nicht mehr den Nerv der Konsumenten trifft und durch eine zeitgemäßere Lösung ersetzt wird.
Doch wer den überstrapazierten Vergleich beider Angebote bemüht, bezieht sich dabei natürlich nicht auf den allgemeinen Lebenszyklus von Firmen, Diensten oder Marken, sondern setzt die Funktionalität von MySpace und Facebook gleich und schlussfolgert davon ausgehend, dass Facebook eines Tages die Nutzer so davonrennen werden, wie sie es einst bei MySpace taten, und damit das Angebot in die Bedeutungslosigkeit treiben.
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Seit heute steht Microsofts neues soziales Netzwerk So.cl allen Anwendern offen. Was der Softwarekonzern damit will, ist unklar. Er weiß aber: Ohne Starthilfe durch Facebook geht es nicht.
Im Dezember lancierte Microsoft mit So.cl durchaus überraschend ein neues soziales Netzwerk. Bisher war es nur mit einer Einladung zugänglich. Seit dem heutigen Montag steht es allen Interessenten offen. Wer einen ausführlichen Review sucht, den verweisen wir an dieser Stelle auf t3n oder ReadWriteWeb. Auch wenn der Fokus des Angebots auf Schülern und Studenten liegt, die So.cl zur kollaborativen Recherche im Netz verwenden sollen, signalisieren Aussagen wie “Express yourself” oder “Socialize” auf der Homepage, dass So.cl durchaus als vollwertiges soziales Netzwertig zu verstehen ist. Die wiederkehrende Frage im Presseecho zu So.cl lautet: Was will Microsoft eigentlich mit So.cl?
Das können wir an dieser Stelle leider auch nicht beantworten. Wirklich interessant am Launch von So.cl ist zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur eins: Dass sich Anwender entweder über ihre Windows-Live- oder Facebook-Benutzerdaten registrieren können. Nun gehört eine Login-Option über Facebook mittlerweile bei tausenden Webdiensten zum guten Ton. Dass jedoch ein frisch gestartetes Social Network, das viele der von Facebook massentauglich gemachten Funktionen mitbringt, von Facebooks “Registration-Plugin” Gebrauch macht, unterstreicht dessen Rolle als Quasi-Standard der persönlichen Identifikationssysteme im Internet. Und hilft vielleicht zu verstehen, warum Facebook selbst schon lange nicht mehr einfach nur ein Social Network darstellt (und wieso es überhaupt zu einem Mega-Börsengang in der Lage ist).
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In der Debatte über Google+ werden immer wieder zwei gängige Irrtümer sichtbar. Zeit, mit ihnen aufzuräumen.
Als Verfasser eines recht intensiv diskutierten Beitrags, indem ich das Scheitern von Google+ prognostizierte, musste ich mich in Gesprächen in den letzten Wochen mehrmals Fragen rund um die soziale Google-Plattform sowie meine Haltung zu dem Dienst stellen. Während ich die Diskussion über die Zukunft des ambitionierten Projekts an diesem Punkt nicht nochmals aufrollen möchte – auch weil es nicht wirklich neue Erkenntnisse gibt – halte ich es für wichtig, zwei gängige Irrtümer rund um Google+ zu thematisieren, die auch mir im Austausch über das Google-Netzwerk häufiger begegnen. Beide beeinflussen die Sichtweise auf das Angebot. » weiterlesen
Das dezentrale Social Network diaspora ist über den Nischenstatus bisher nicht hinausgekommen. Eine Teilnahme am renommierten Y-Combinator-Programm soll dies ändern – und könnte gleichzeitig den bisherigen diaspora-Gedanken beschädigen.
Gut zwei Jahre ist es nun her, dass das dezentrale soziale Netzwerk diaspora für Schlagzeilen in der Tech- und Mainstreampresse sorgte. Auf eine erfolgreiche Crowdfunding-Finanzierung mittels Kickstarter, die deutlich über den Erwartungen lag, folgte im Herbst 2010 die Veröffentlichung des Quellcodes und der Launch einer gehosteten Version in geschlossener Beta-Phase. Doch der ultimative Durchbruch für das von vier New Yorker Studenten initiierte Vorhaben, das wir bei netzwertig.com intensiv begleitet haben, blieb bis heute aus. Das Netzwerk mit dem Alleinstellungsmerkmal, dass jeder technisch versierte Anwender seinen eigenen diaspora-Server aufsetzen und damit eine gewisse Kontrolle über persönlich Daten ausüben kann (aber nicht muss), hat seine Rolle als Nischenangebot für Facebook-Überdrüssige, die auch bei Google+ keine Zuflucht fanden, bisher nicht verlassen können. Der Selbstmord des Mitgründers lya Zhitomirskiy im November 2011 führte zu einer zeitweiligen Entwicklungspause und stellte die zwei verbliebenen diaspora-Gründer Max Salzberg und Daniel Grippi vor die Frage, ob und wie es mit dem Projekt weitergehen kann.
Ein aktuelles Businessweek-Porträt, das die Entstehungsgeschichte des einst als Facebook-Killer angepriesenen Social Networks detailliert wiedergibt, enthüllt nun, zu welchem Entschluss Salberg, Grippi und die zwei jüngst als neue Co-Founder hinzugezogenen Mitstreiter Dennis Collinson und Rosanna Yau gekommen sind: Sie werden sich im Juni unter die Fittiche von Y Combinator (YC) geben, dem weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Startup-Inkubator (oder “Accelerator”). Das Unternehmen aus Mountain View investiert jedes Jahre kleine Geldbeiträge in Dutzende handverlesene Startups und hilft ihnen innerhalb von drei Monaten mit Know-how und einem enormen Kontaktnetzwerk, ein fertiges Produkt aufzubauen und die Chancen auf Venture Capital zu maximieren.
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Die mobilen Apps von Xing und LinkedIn eignen sich zur schnellen Vernetzung auf Konferenzen. Was ihnen bisher fehlt, sind nachträglich durchsuchbare Angaben zu Standorten und Zeitpunkten der Kontaktaufnahme.
Wie regelmäßige netzwertig.com-Leser schon bemerkt haben mögen: Es ist Berlin Web Week und damit Konferenzzeit. In der vergangenen Woche besuchte ich die
re:publica, heute und morgen halte ich mich auf der
NEXT Berlin auf. Neben den Vorträgen stehen für mich bei derartigen Veranstaltungen primär die persönlichen Kontakte im Vordergrund – die man natürlich auch für später irgendwie festhalten möchte. Klar, spezialisierte Apps gibt es zu Tausenden, doch meist haben diese keine hinreichend große Marktdurchdringung, als dass sie sich im Praxiseinsatz ür das Festhalten der Kontaktdaten der aktuellen Gesprächspartner eigenen. Also landet man am Ende wieder bei der
guten alten Visitenkarte oder verbindet sich direkt über die Smartphone-Apps von Xing oder LinkedIn.
In Bezug auf den mobilen, standortbasierten Kontaktaustausch mittels der zwei Geschäftsnetzwerke kam mir auf der re:publica eine Idee: Wenn ich auf einer Konferenz eine Kontaktanfrage an ein anderes Xing- oder LinkedIn-Mitglied schicke, dann ist das Risiko groß, dass ich mich in einem halben Jahr nicht mehr erinnern kann, wo ich dieser Person eigentlich begegnet bin (was zur Einordnung aber wichtig sein kann). Häufiger kommt es dagegen vor, dass ich mich Monate nach einem Event an den Vertreter von Startup XYZ entsinne, ohne dass mir der Name der Person oder des Unternehmens einfällt. Bisher zwingen mich beide Business Networks dazu, aufwendig mein Xing- bzw. LinkedIn-Adressbuch in der Hoffnung zu durchforsten, die entsprechende Person an ihrem Foto zu erkennen, und liefern mir zu den Personen in besagter Kontaktliste keinen Kontext darüber, ob ich diese auf einem Event kennengelernt habe.
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Der soziale Micropaymentdienst Flattr erweitert sein Angebot um eine Follow-Funktion und einen Stream mit Empfehlungen der Kontakte. Damit avanciert das Startup zu einem sozialen Netzwerk rund um Onlineinhalte.
Eines muss man dem sozialen Micropaymentdienst Flattr wirklich lassen: Das Team um die Gründer Peter Sunde (mittlerweile nur noch beratend aktiv) und Linus Olsson wird trotz einer zumindest hierzulande wahrnehmbaren, abflachenden Begeisterung für den Service des Experimentierens mit neuen Features und Ideen nicht überdrüssig – im Gegenteil: In letzter Zeit scheint das Startup aus Südschweden das Innovationstempo stark anzuziehen. Das wiederum ist notwendig, will das Unternehmen sein Ziel erreichen, 2012 das gesamte Netz flatterbar zu machen.
Erst Anfang April überraschte Flattr mit einer spannenden Kooperation mit dem US-Dienst Socialvest, die es Anwendern erlaubt, beim Einkaufen in führenden Onlineshops ohne zusätzliche Kosten Guthaben anzuhäufen, das anschließend per Flattr an die Erschaffer belohnenswerter Inhalte verteilt werden kann. Nun, wenige Wochen später, präsentieren die Nordlichter eine weitere potenziell signifikante Funktionalität: ein Follower-System inklusive Social Stream.
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Xing hat den Startschuss für die Beta-Phase seiner Entwicklerschnittstelle gegeben. Über 1000 Interessierte können die Funktionalität des Geschäftsnetzwerks nun in ihre Anwendungen integrieren. Inhaltlich haben Entwickler freie Hand.
Wie von uns angekündigt, hat Xing in dieser Woche das
Entwicklerportal und die API für interessierte Developer geöffnet. Vorerst wird die Schnittstelle als geschlossene Beta-Variante angeboten, zu der gestern über 1000 Interessierte Zugriff erhalten haben, die sich seit Dezember in eine Warteliste auf dev.xing.com eingetragen haben. Der offizielle Launch soll bereits in einigen Wochen erfolgen, erklärte uns der zuständige Xing-Produktmanager Björn Minkmar heute in einem Telefonat.
Das Ziel des Geschäftsnetzwerks aus Hamburg ist es, mittelfristig die komplette Funktionalität der Website auch über die API anzubieten, so Minkmar, der anmerkt, dass “ein Konkurrent” (womit er natürlich LinkedIn meint) die externen Entwicklern bereitgestellten Funktionen deutlich stärker begrenzt.
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Die Veröffentlichung von Xings angekündigter Entwicklerschnittstelle ist nur noch eine Frage von Tagen. Drittanbieter, welche die neue API einsetzen möchten, müssen sich auf einen Freigabeprozess einstellen.
Die Öffnung der
Xing-Entwicklerschnittstelle ist nach unseren Informationen nur noch eine Frage von Tagen. Die API, mit der Xing-Funktionalität in externe Anwendungen integriert werden kann, wurde Mitte Dezember von dem Geschäftsnetzwerk aus Hamburg
angekündigt. Einige ausgewählte Testpartner wie der Wohnungsmarktplatz loftville
experimentieren bereits mit der neuen Lösung.
Indem das Social Network Websites ermöglicht, Besuchern eine “mit Xing verbinden”-Funktionalität anzubieten, schließt es mit großer Verspätung auf den Konkurrenten LinkedIn auf, der auf diese Weise schon seit langem an vielen Stellen im Netz wichtige Anknüpfungspunkte schafft.
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Google+ ist der bisher erfolgreichste Versuch von Google, sich im Social Web zu etablieren. Doch acht Monate nach dem Start mehren sich die Zweifel, ob der Dienst die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen kann.
Mittlerweile besuche ich
Google+ nur noch aktiv, wenn ich einen netzwertig.com-Beitrag
auf unserem Google+-Profil verlinken möchte – keine besonders erheiternde Aufgabe, aber aufgrund einer fehlenden Schreib-API lässt sich dies bisher nicht automatisieren (Nachtrag, da diese Aussage missverstanden wurde: Ich bin deshalb mindestens einmal täglich bewusst bei Google+). Als ich mich gestern genau aus diesem Zweck bei Googles sozialem Netzwerk blicken ließ, fiel mir eine mir vorgesetzte Benachrichtigung über neue Google+-Mitglieder auf. Nur kannte ich diese Menschen überhaupt nicht.
Ich weiß nicht, ob der Feed mit Benachrichtigungen derartige Informationen schon länger anzeigt oder nicht. In jedem Fall macht der Schritt, Nutzer mittels der eigentlich für persönliche Ereignisse gedachten Benachrichtigungsfunktion über wildfremde Google+-Anwender zu informieren, einen recht verzweifelten Eindruck. Denn derartige, die Loyalität der Anwender aufs Spiel setzende Register zieht nur, wer alle legitimen Mittel zur Erhöhung des Nutzerengagements bereits ausgereizt hat.
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Mit seiner Abonnieren-Funktion und dem zugrunde liegenden, asymmetrischen Follower-Prinzip versucht Facebook, Twitter zu verdrängen. Zugpferd dieser Entwicklung sollen Prominente sein.
Facebook scheint sich zunehmend das Ziel gesetzt zu haben, den Konkurrenten Twitter komplett überflüssig zu machen. Zwar besteht zwischen beiden kalifornischen Unternehmen schon seit vielen Jahren ein vor sich hin brodelnder Wettbewerb um die User, aber bisher konnten beide aus einem großen Pool bisher nicht oder kaum im Social Web aktiver Nutzer fischen. Mittlerweile jedoch stößt Facebook in immer mehr Märkten an eine Wachstumsgrenze, weshalb das Umwerben der Nutzer des Kontrahenten sowie deren Zeitbudgets für das soziale Netzwerk an Attraktivität gewinnt.
Im Herbst veröffentlichte Facebook deshalb den Abonnieren-Button, der es Mitgliedern erlaubt, die öffentlichen Status-Updates anderer Nutzer in ihrem Feed zu beziehen, selbst wenn man mit diesen nicht über die Plattform “befreundet” ist. Ähnlich wie man bei Twitter mit einem Klick den Mitteilungen einzelner Anwender folgen kann, funktioniert dies seitdem auch bei Facebook – vorausgesetzt, Nutzer haben den “Subscribe”-Knopf für ihr Profil aktiviert und publizieren öffentliche Inhalte.
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