Alle 11 Artikel zum Thema Silicon Valley auf netzwertig.com:
Beim österreichisch-britischen Startup Buffer, mit dessen Dienst sich Tweets und Facebook-Updates zeitversetzt publizieren lassen, zeigen alle Erfolgsindikatoren nach oben. Gerade hat das Unternehmen, das jetzt im Silicon Valley weilt, die ersten 50.000 Dollar Umsatz erwirtschaftet.
Organisierten Twitter-Anwendern die Möglichkeit geben, Tweets mit Linkempfehlungen dosiert über den Tag verteilt zu veröffentlichen – mit diesem Ziel schufen der Österreicher Leonard Widrich und der Brite Joel Gascoigne zu Jahresbeginn den Onlinedienst Buffer. Buffer-Anwender installieren eine Browsererweiterung, die es ihnen erlaubt, Links besuchter Websites zum Versand über Twitter vorzubereiten. Der Service verteilt diese Tweets dann über den Tag in einer zuvor vom Nutzer definierten Frequenz.
“Gibt es für einen derartigen Service tatsächlich eine Nachfrage?”, werden sich manche gefragt haben. Knapp ein Jahr nach dem Start können Widrich und Gascoigne, die mittlerweile ins Silicon Valley umgesiedelt sind, darauf mit einem klaren “Ja” antworten.
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Keine Woche vergeht ohne schillernde Medienberichte zum Berliner Startup-Boom. Doch wann begann eigentlich der Hype um die Hauptstadt?
Foto: stock.xchng
Hätte man mir vor zwei Jahren erklärt, dass Ende 2011 Berlin hinsichtlich des Potenzials für junge Startups mit dem Silicon Valley verglichen wird und kaum ein Tag vergeht, an dem regionale, überregionale und internationale Publikumsmedien oder Tech-Blogs den Aufstieg Berlins
zur neuen Internethauptstadt in Europa nicht thematisieren – ich hätte mich zwar gefreut, aber es wahrscheinlich nicht geglaubt.
Doch genauso ist es gekommen. Der Beweis für die letzten drei Tage: Mike Butcher greift bei TechCrunch Europe das Aufblühen der Hauptstadt im Zusammenhang mit einem Bericht über die veränderten Rahmenbedingungen europäischer Blogs auf, Om Malik vom US-Blog GigaOm berichtet über Amazons Bestreben, sich in Berlin niederzulassen und so die steigende, durch den Startup-Boom verursachte Nachfrage nach technischer Infrastruktur besser bedienen zu können und Berlins Stadtmagazin Tip ruft mit Blick auf die Ereignisse in der Stadt und mit einem lässigen Foto des Amen-Gründerteams auf dem Titel die Revolution der Nerds aus.
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Wappwolf will häufig durchgeführte Arbeitsprozesse mit Hilfe von zu Workflows verbundenen Apps in der Cloud automatisieren. Um besseren Zugang zu Kapital zu erhalten, verlagert das Startup aus Wien sein Hauptquartier ins Silicon Valley.
Trotz aller Aufbruchstimmung auf dieser Seite des Atlantiks: Das Silicon Valley ist nach wie vor die erste Adresse, was Unternehmensgründungen im Internetbereich sowie die Maximierung globaler Erfolgschancen betrifft. Und manch europäisches Startup entschließt sich daher, die Koffer zu packen und an die US-Westküste zu ziehen.
Gerade unter Österreichern scheint dies eine populäre Alternative zum Verweilen in heimischen, risikokapitalarmen Gefilden darzustellen. Wir erinnern uns an Jajah, den 2005 von Roman Scharf und Daniel Mattes in Wien gegründeten VoIP-Dienst, der sechs Monate später mit einem millionenschweren Investmentversprechen von Sequoia Capital ins Silicon Valley umsiedelte (hier unser Interview mit Scharf)
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500.000 Tweets wurden seit dem Launch von Buffer Anfang des Jahres über den Dienst verschickt. Am Wochenende zieht das österreichisch-britische Gründerduo hinter dem Tool zum Verwalten und zeitversetzten Publizieren von Twitter-Nachrichten ins Silicon Valley.
Vor genau drei Monaten berichteten wir über Buffer, ein junges Startup des österreichisch-britischen Gründerduos Leonard Widrich und Joel Gascoigne.
Die Zwei haben sich mit ihrem Webdienst vollständig dem Thema des zeitversetzten Twitterns verschrieben: Buffer erlaubt das automatisierte Versenden von Tweets zu einem vordefinierten Zeitpunkt. Nutzern soll so die Möglichkeit gegeben werden, Kontinuität und Regelmäßigkeit in ihr Zwitscherverhalten zu bringen, selbst wenn sie gerade keine Gelegenheit haben, ihre Twitter-Follower aktiv zu unterhalten.
Zu unserem Bericht im April gab Leonard Widrich die Zahl der Buffer-Anwender mit ungefähr 3.000 an. Heute, drei Monate später, sind es laut seiner Aussage fast 20.000. Er und sein Mitgründer freuen sich außerdem über das Erreichen der Marke von 500.000 mit Hilfe von Buffer versendeten Tweets.
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Der Österreicher Roman Scharf hat nach dem Verkauf des von ihm mitbegründeten VoIP-Dienstes Jajah eine Plattform gestartet, die Crowdsourcing mit der Reichweite des Social Web verknüpft. Im Interview blickt er auf eine aufregende Zeit zurück und plaudert über sein neues Projekt.
Roman Scharf ist passionierter Serienunternehmer. 2005 startete er nach zwei vorhergegangenen Gründungen in Wien zusammen mit Daniel Mattes den VoIP-Dienst
Jajah. Nach gut einem halben Jahr siedelten die zwei mit Jajah ins Silicon Valley um. Ende 2009 verkauften sie ihr Startup
für gut 200 Millionen Dollar an den spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica. Für Roman Scharf bedeutete dies jedoch nicht, fortan die Füße hochzulegen. Mit
Talenthouse zieht der Österreicher gerade von der US-Westküste aus eine Onlineplattform auf, die Crowdsourcing und digitales Marketing revolutionieren soll.
Im Interview mit netzwertig.com erklärt Roman Scharf, wie es sich anfühlte, kurze Zeit nach dem Launch von Jajah einen Anruf von US-Investoren zu erhalten, wieso aus Jajah kein Dienst in der Größenordnung von Skype geworden ist und warum Crowdsourcing eine clevere und effektive Form des digitalen Marketings darstellt. » weiterlesen
Im Silicon Valley heißt es, große Brötchen zu backen – sagt VC George Zachary. Ein paar der Ratschläge, die er für Gründer in petto hat, gelten durchaus auch in Europa.
Auf der Heimfahrt von einem “Mixer”-Anlass auf dem Microsoft-Campus in Mountain View habe ich mir in den letzten 30 Minuten überlegt, was diese eigenartige Energiestimmung im Silicon Valley ausmacht, die an solchen Veranstaltungen regelmässig alle Beteiligten ergreift. Amerikanischer Enthusiasmus? Das Showtalent? Die Ungezwungenheit, in der alle freimütig über eigene Flops reden?
Der grösste Unterschied ist die vermeintliche Umkehrsicht von Chancen und Risiken. Wo sich in Europa überall Gründer versammeln, die händeringend Investoren suchen, scheint es hier mit der ausgeprägten VC-Kultur umgekehrt. An den Mixern geben Venture-Capitalists wie heute George Zachary von Charles River Ventures – der bei Yammer und Twitter an Bord ist – den Startups Ratschläge, wie sie die richtigen Investoren finden:
ResearchGATE, das weltweit größte Social Network für Wissenschaftler, verlagert seine Zentrale von Boston nach Berlin. Ein bekannter US-Investor riet dazu, die deutsche Hauptstadt der Alternative Silicon Valley vorzuziehen.
Das Berlin sich sukzessive zu Deutschlands Startup-Mekka entwickelt, ist kein Geheimnis. Mittlerweile scheint über den Daumen gepeilt jedes zweite oder dritte Internetunternehmen, über das wir berichten, aus der Hauptstadt zu kommen. Jüngstes Anzeichen für eine sich abzeichnende (und für die hiesige Internetwirtschaft förderliche) Clusterbildung in Berlin:
ResearchGATE, das weltweit größte Social Network für Wissenschaftler, welches im September eine siebenstellige Series-A-Finanzierungsrunde mit den zwei namhaften Silicon-Valley-Investoren Benchmark Capital und Accel Partners bekannt geben konnte, verlagert nach einem Bericht von Welt Online seine Firmenzentrale von Boston nach Berlin.
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Auch Deutsche, Schweizer und Österreicher haben in den USA ihr Glück als Startup-Gründer und Web-Worker gesucht. Mit Hilfe der Frage-Antwort-Community Quora sammeln wir Namen.
Anfang Oktober hatten wir Quora vorgestellt, den Frage-Antwort-Dienst aus den USA, dem es gelungen ist, eine äußerst illustre Nutzerschaft bei sich zu versammeln. Speziell Fragen rund um Web-, Tech- und Startup-Themen scheinen bei
Quora gut aufgehoben zu sein, wie auch
diese Übersicht über sehr ergiebige Quora-Threads rund um die Gründung von Internetfirmen zeigt.
Um auszuprobieren, wie gut die Plattform tatsächlich funktioniert, habe ich kurzlich selbst eine Frage bei Quora gestellt – eine, die mich in letzter Zeit ohnehin beschäftigt hat: Welche Startup-Gründer und Web-Worker mit Wurzeln in Deutschland, der Schweiz oder Österreich arbeiten im Silicon Valley (oder anderswo in der USA)? Als Kriterium habe ich zudem die Voraussetzung gestellt, dass die Personen vollständig in den USA wohnhaft sein oder dort zumindest eine Wohnung besitzen müssen und außerdem für ein Startup mit Konsumentenfokus tätig sein sollten (wobei ich beim letzten Punkt kompromissbereit bin).
Meine Frage findet ihr hier. Bisher gingen fünf Antworten ein. Die aktuelle Liste sieht damit so aus:
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Auch in San Francisco, dem Herz der globalen Internetbranche, kann Bürokratie zur Innovationsbremse werden. Was dem Startup UberCab gerade passiert ist, wäre in Deutschland vermutlich als “typisch deutsch” bezeichnet worden.
Wir Deutschen haben bekanntlich einen Hang dazu, das eigene Tun und Handeln kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig das, was außerhalb unserer Landesgrenzen geschieht, besonders positiv hervorzuheben. Gerade im Tech-Sektor neigen wir zur Schwarzmalerei, was die hiesige Internetbranche betrifft, und zu einer überschwänglichen Euphorie in Hinblick auf das, was in dem Sektor andernorts, vorrangig natürlich auf der anderen Seite des Atlantiks geschieht.
Das heißt nicht, dass es nicht tatsächlich Grund zur Kritik gibt. Immerhin kommen fast alle führenden Onlineangebote im für die Online- und Medienwelt zukunftsträchtigen Social-Web-Bereich aus den USA. Aber die Tendenz zur pauschalen Skepsis im Bezug auf digitale Dienste und Projekte aus dem deutschsprachigen Raum erschwert zumindest die objektive Sicht auf die Entwicklung. Auch wir bei netzwertig.com nehmen uns da nicht aus, wobei wir bestrebt sind, eine Balance zwischen Kritik und Lob/Optimismus herzustellen.
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In Deutschland und der Schweiz wirft man sich bekanntlich gern gegenseitig vor, provinziell zu sein. Das passt ja auch gut zur vermeintlichen Mentalität dieser Länder.
provinziell/Adj./ [.. winzi-ell] <lat.> veraltend oft abwertend vom kulturellen Geschehen, den (modischen) Neuerungen der Hauptstadt, einer Großstadt wenig berührt, kleinstädtisch beschränkt
Das Silicon Valley, dieser innovationsstrotzende Geburtsplatz der IT-Branche, wird hingegen aus europäischer Perspektive oft als Inbegriff der kreativen Weltoffenheit gesehen, als das pure Gegenteil deutschsprachiger Provinzialität.
Aber bei meinem Besuch dort letzte Woche fragte ich mich oft: Ist das wirklich wahr? Oder ist Silicon Valley nicht einfach Provinz mit einem glitzernden High-Tech-Anstrich?
Auf den ersten Blick ist das sicher nicht so, denn es gibt wohl nur wenige Weltgegenden, die einen bunteren Mix von Nationalitäten anziehen als diese gut 30 Meilen zwischen San Mateo und San Jose.
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