Thema: Print

 

Alle 12 Artikel zum Thema Print auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Digitaler Lesezirkel:
tabcircle sagt abgegriffenen Zeitschriften den Kampf an

Das fränkische Startup tabcircle möchte Unternehmen verschiedener Branchen dazu bringen, Kunden und Gästen anstelle von abgegriffenen Magazinen lieber digitale Lektüre für ihre Smartphones und Tablets bereitzustellen.

tabcircleIn gastronomischen Einrichtungen, bei Dienstleistungsunternehmen sowie Ärzten liegen oft Zeitungen und Magazine aus, mit denen sich Gäste, Kunden beziehungsweise Patienten Wartezeiten vertreiben können. Fehlende Aktualität, begrenzte Auswahl sowie ein – nett ausgedrückt – nicht mehr ganz druckfrischer Zustand der vorhandenen Print-Titel kommt dem theoretischen Lesespaß allerdings leicht in die Quere. tabcircle, ein Startup aus dem frankischen Ebensfeld, sieht erheblichen Verbesserungsbedarf und will das altehrwürdige Lesezirkel-Prinzip in das Zeitalter des digitalen Lesekonsums hieven. » weiterlesen

Linkwertig:
De:Bug, OD, Cebit, Piraten

De:Bugged
Bummer: De:Bug – eines der ersten Magazine aus Deutschland, das die Netzkultur wirklich inkorporierte – verabschiedet sich.

Nein, kein Witz. Zeit, Abschied zu nehmen.

» De:Bug verabschiedet sich

 

Open Data
Eine neue Studie dokumentiert eine Korrelation zwischen Offenheit und Reichtum einer Gesellschaft. Deutschland befindet sich dabei im respektablen schlechteren Mittelfeld:

» Why the wealthiest countries are also the most open with their data

 

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Ökonomisch waghalsig, aber mutig:
Blogger will Printmagazin veröffentlichen

Der Blogger und Journalist Daniel Höly möchte mit Hilfe der Crowd ein alle drei Monate erscheinendes Printmagazin für Digital Natives auf den Markt bringen. Was nach ökonomischem Selbstmord klingt, kann zumindest kurzfristig funktionieren.

shiftWenn ein junger Mensch mit Idealen und Leidenschaft ein schwieriges Projekt verwirklichen möchte, dann ist es kein guter Stil, dieses Vorhaben zu kritisieren. Mit diesem Beitrag mache ich zwar genau das, allerdings in der Gewissheit, dass ich ihm damit bei der Realisierung seines Anliegens sogar helfe.

Wieder einmal versucht sich nämlich jemand daran, ein Printprodukt mit Bezug zur digitalen Welt auf die Beine zu stellen. Zuletzt scheiterte das Zürcher Startup Mag20 an diesem Vorhaben, und im vergangenen Jahr strich die “personalisierte Tageszeitung” Niiu die Segel, um später als iPad-App wiederaufzuerstehen. Doch der Journalist und Blogger Daniel Höly möchte dennoch das Experiment wagen, ein gedrucktes Produkt auf den Markt zu bringen, welches an eine Online-Community gekoppelt wird und dessen Inhalte zum Teil aus Abstimmungen selbiger resultieren sollen. Zielgruppe des auf den Namen Shift getauften Magazins sind netzaffine junge Erwachsene. Bei Basicthinking präsentiert der 26-jährige Initiator sein mutiges Unterfangen, für das er derzeit eine Crowdfundingkampagne durchführt (unsere redaktionelle Richtlinie schließt lediglich Berichte über Crowdinvesting-Vorhaben aus). » weiterlesen

Medienkonsum im Wandel:
Das Bedürfnis nach der gedruckten Zeitung ist nicht angeboren

Nichts fällt Anhängern der gedruckten Zeitung so schwer wie sich vorzustellen, eines Tages Nachrichten nicht mehr auf Papier sondern auf anderen Wegen zu beziehen. Sie vergessen, wie anpassungsfähig der Mensch ist.

Die gedruckte Tageszeitung gehört zu dem Segment der Printprodukte, das am deutlichsten von den Folgen der Digitalisierung betroffen ist. Schon jetzt gehen Werbeeinnahmen und Auflagen deutlich zurück, besonders in den USA, aber auch in Deutschland. Spätestens seit der Insolvenz der Frankfurter Rundschau sowie dem Ende der Financial Times Deutschland erkennen selbst die größten Print-Verteidiger in Deutschland, dass gedruckte Nachrichten vor einer unsicheren Zukunft stehen. Zumal das letzte tagesaktuelle Zeitungsprodukt auf Papier nicht erst verschwinden wird, wenn der allerletzte Leser sich von dem Medium verabschiedet, sondern deutlich früher. Spätestens dann, wenn der Auflagen- und Umsatzrückgang ein Niveau erreicht hat, bei dem die traditionell mit der Produktion von Zeitungen verbundenen hohen Fixkosten die Herstellung wirtschaftlich unattraktiv machen.

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Die entscheidende Ursache für den Medienwandel:
Das Internet ist überlegen

Verfechter der alten Medienwelt suchen gerne Schuldige für die Veränderungen ihrer Branche. Dabei kann man den tatsächlichen Grund kaum übersehen: In den Augen der Nutzer ist das Internet allen anderen Medienträgern ganz einfach überlegen.

Wer am Donnerstagvormitag bei Facebook oder Twitter zugegen war, hatte kaum eine Möglichkeit, Videoclips des Traumtors von Zlatan Ibrahimovic im Länderspiel Schweden-England aus dem Weg zu gehen. Kein Wunder, spricht man doch bereits jetzt von einem der spektakulärsten Tore des Fußballs. Sowohl in meiner Twitter-Timeline als auch in meinem Facebook-Newsfeed gab es kein Entkommen von durch Nutzer primär bei YouTube hochgeladenen Mittschnitten von TV-Aufnahmen, die Ibrahimovis Wunderwerk aus allen nur denkbaren Perspektiven zeigten.

Am gestrigen Abend dann hatte ich im Hintergrund die Nachrichten von BBC World News laufen. Als es zum Sport kam, wurde nochmals das Tor des derzeit bei Paris Saint Germain unter Vertrag stehenden Superstars thematisiert. Doch zu sehen bekamen es die Zuschauer nicht. Stattdessen schloss der Moderator mit dem Vermerk, dass alle, die das Tor noch nicht kennen, es sich unbedingt im Internet anschauen sollten!

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Schicksal der gedruckten Tageszeitung:
Wie man sich die Zukunft
schönreden kann

Deutsche können nicht auf die gedruckte Tageszeitung verzichten, so das Ergebnis einer repräsentativen Untersuchung im Auftrag des Handelsblatts. So einfach kann man seine Sorgen ausblenden.

“Die gedruckte Tageszeitung ist für viele unverzichtbar”, so titelt das Handelsblatt in einem Artikel, der die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Online-Marktforschungsinstituts Mafo im Auftrag des Handelsblatts wiedergibt. 64 Prozent der befragten Deutschen “legen immer noch Wert auf eine Tageszeitung aus Papier”, so die Kernbotschaft. Besonders populär sei die Printzeitung bei den Lesern zwischen 46 und 65 Jahren, wo fast 70 Prozent das Papier nicht missen wollen. Und war das noch nicht genug Balsam für die gescholtene Printseele, dann ist es hoffentlich die Anmerkung, dass die Printaffinität mit dem Bildungsgrad zunimmt. Nur ein Drittel der Menschen, die weniger als einen Realschulabschluss vorzuweisen haben, legen Wert auf eine gedruckte Zeitung.

Selten sieht man eine überflüssigere Umfrage. Sicherlich spricht nichts dagegen, im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen zum Medienkonsum auch die Präferenzen zu Print unter die Lupe zu nehmen. Aber extra eine separate Studie in Auftrag zu geben, die nur Ergebnisse zu Tage fordert, die ohnehin Allgemeingültigkeit haben, ist eigenartig und legt unweigerlich die Vermutung nahe, dem Handelsblatt ginge es allein darum, sich das eigene Schicksal schönzureden. Oder der Artikel wirkt einseitiger, als die vollständigen Studienresultate es sind.

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Mag20:
Publikationsplattform mit Printableger der viralsten Beiträge

Das Zürcher Startup Mag20 animiert Hobby-Autoren, Artikel online zu publizieren. Die Texte, die bei Facebook, Twitter und Google+ besonders populär sind, werden anschließend in einem wöchentlichen Printmagazin abgedruckt.

Dass die Gattung der Printprodukte unsicheren Zeiten entgegenblickt, darüber herrscht im Gegensatz zu der Frage, welche Arten von Printprodukten in welchem Maße betroffen sein werden, mittlerweile weitestgehend Konsens. Und doch gibt es junge Unternehmer, die der Meinung sind, auch heute noch mit gedruckten Inhalten ein wirtschaftlich tragfähiges Geschäftsmodell aufbauen zu können. Der Schweizer Markus Bucheli ist ein solcher. Mit Mag20 hat er in Zürich gerade ein neues Publikationshaus gegründet, das sich an der Schnittstelle von User Generated Content, Social Media und Printmagazinen positioniert.

In erster Linie handelt es sich bei Mag20 um eine Publikationsplattform für User Generated Content, bei der schreiblustige Autoren Texte zu Themen rund um die fünf zentralen Ressorts Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Technologie & Wissen veröffentlichen können. Artikel sollen eine Länge von 1.500 bis 10.000 Zeichen umfassen und werden händisch von der Mag20-Redaktion freigeschaltet. Die Mag20-Website ist werbefrei, weshalb Autoren für ihre publizierten Beiträge nicht vergütet werden. Mit einer Ausnahme: Sofern ihre Artikel es in das einmal pro Woche erscheinende Mag20-Magazin schaffen, welches als E-Paper sowie kostenfreies Printprodukt in einer Auflage von 50.000 Exemplaren in den größten Städten der Deutschweiz (Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Winterthur, Zug und Zürich) verbreitet wird.

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Printartikel online weiterempfehlen:
Paperboy erkennt über
180 Zeitungen aus D-A-CH

Mit Paperboy können Inhalte aus den Print-Versionen von Tageszeitungen per Smartphone in hochaufgelöster digitaler Form weiterempfohlen werden. Im Rahmen einer internationalen Expansion unterstützt der Dienst aus Zürich ab Dienstag zahlreiche renommierte Tageszeitungen aus dem deutschsprachigen Raum.

Aktualisiert

Im Frühjahr 2010 veröffentlichte das Schweizer Startup kooaba mit Paperboy eine iPhone-App für Print-Anhänger, die in Zeitungen und Magazinen gefundene Inhalte auf digitalen Wegen weiterempfehlen wollten. Bisher befanden sich in der Paperboy-Datenbank jedoch fast ausschließlich hochauflösende Digitalausgaben von Titeln der Alpenrepublik.

Am morgigen Dienstag wird kooaba, das bis heute 80.000 Downloads zählt und mittlerweile auch für Android-Smartphones zur Verfügung steht, offiziell seinen umfangreichen internationalen Launch bekannt geben. Dieser wird in mehreren Phasen von statten gehen und in der ersten Stufe vor allem für Nutzer in Deutschland und Österreich von Interesse sein:

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Romantisierung von Print:
Das Hoffen auf die
ewige Kraft des Papiers

Werden Zeitungs- und Zeitschriftenmacher zur Zukunft von Print befragt, neigen sie zu einer Romantisierung des Papiers und Ignoranz der technischen Entwicklung. Ein wenig mehr Offenheit wäre wünschenswert.

Foto: stock.xchng

Gründerszene hat heute ein kurzes Interview mit Gabriele Fischer veröffentlicht, der Gründerin und Chefredakteurin des Wirtschaftsmagazins Brand Eins. Die monatlich erscheinende Zeitschrift verkauft rund 100.000 Exemplare pro Ausgabe und erfreut sich auch in sonst eher den digitalen Medien zugewandten Kreisen einer großen Beliebtheit. “Den Blattmachern gelingt es, altbekannte Themen aus einer anderen Perspektive zu präsentieren”, so beschrieb imgriff.com-Kollege Thomas Mauch einst die Stärke der Brand Eins.

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Print hat doch Vorteile:
Die Sünden von Onlinemedien

Blogs und Nachrichtensites bieten unheimlich viel Gutes. Doch Klickwahn und Social-Media-Optimierung haben diverse Unsitten hervorgebracht.

Wer sich wie ich im Prinzip den gesamten Tag im Netz aufhält und täglich Hunderte Artikel liest oder überfliegt, der wird gezwungenermaßen Zeuge von gewissen Unsitten, die sich in der Welt von Onlinemedien und Blogs eingebürgert haben.

Nach und nach sammeln sich die Beispiele dafür an und der Drang wächst, diese öffentlich in Frage zu stellen. Hier kommt meine persönliche Liste der größten Sünden im Onlinejournalismus (Blogs inbegriffen).

Dass sich einer der Punkte früher oder später noch rächen wird – nämlich dann, wenn ich mich selbst zur entsprechenden Vorgehensweise hinreißen lasse – ist mir natürlich klar. Aber ab und an muss man einfach für den Moment leben.

Bitte ergänzt in den Kommentaren, was euch bei Artikeln im Netz besonders auf den Wecker geht.

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