Thema: musikindustrie

 

Alle 5 Artikel zum Thema musikindustrie auf netzwertig.com:

Das Tablet kommt:
Steve Jobs als Messias einer Branche

Peter Sennhauser, 27. Januar 2010 um 11.22 Uhr , 40 Kommentare Kommentare

Der jüngste Apple-Hype hat eine neue Komponente: Eine ganze Branche erhofft sich von einem Gerät die Rettung.

Ich bin seit 20 Jahren Journalist. Ich lebe seit fünf Jahren in San Francisco, und ich habe an fast allen Keynotes und Pressekonferenzen teilgenommen, die Apple in dieser Zeit abgehalten hat.

Ich war jedesmal ein wenig entsetzt.

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Jaron Lanier in der FAZ:
Ideologien, wo keine sind

Marcel Weiss, 20. Januar 2010 um 0.41 Uhr , 54 Kommentare Kommentare

In der FAZ sind ein Interview mit Jaron Lanier und ein langer Essay von ihm erschienen. In beiden Texten setzt sich Jaron Lanier kritisch mit dem aktuellen Stand des Internets auseinander. Eine Replik.

Jaron Lanier, unter anderem “Internet-Pionier” und Erfinder des Begriffs “virtuelle Realität”, wurde in der FAZ interviewt und hat für sie auch einen Essay verfasst.

Die Reaktionen auf Laniers Aussagen in der FAZ sind in der deutschen Blogosphäre bisher verhalten ausgefallen. Einige meinen, das liege daran, dass Lanier anspricht, was viele nicht wahrhaben wollen. Ich glaube, es liegt viel eher daran, dass Lanier mit leicht anderer Wortwahl den Kulturpessimismus der hiesigen Konservativen eins zu eins wiederholt. Es sind die gleichen Thesen, die in der FAZ, angestossen von Schirrmachers Buch Payback, von verschiedenen Autoren vertreten werden. Aussagen, die man langsam leid ist, wieder und wieder zu widerlegen (und die Lanier teilweise bereits seit 2006 unter das Volk bringt, unter anderem bei SPON).

Nun denn, it’s a dirty job but someone’s gotta do it.

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Medienwandel:
Warum sich die Filmindustrie keine Sorgen machen muss

Martin Weigert, 15. Januar 2010 um 10.45 Uhr , 32 Kommentare Kommentare

Geht es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Medienwelt, werden Musik- und Filmwirtschaft oft ähnliche Schicksale nachgesagt. Dabei kann die Filmindustrie eigentlich deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken.

Die Musikindustrie war der erste Arm der Medienbranche, welcher von der Digitalisierung gründlich auf den Kopf gestellt wurde. Spätestens mit dem Aufkommen von Napster um die Jahrtausendwende herum entwickelte sich das illegale Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Songs und Alben zu einem Massenphänomen.

Vergleichsweise geringe Dateigrößen sowie ein Qualitätsunterschied zwischen CD und MP3, der nur von relativ wenigen, audiophilen Musikliebhabern wahrgenommen und geschätzt wurde, sorgten für einen dramatischen Strukturwandel, auf den die Plattenfirmen in keiner Weise vorbereitet waren.

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Internet-Sender Hobnox:
Entertainment 2.0

Felix Disselhoff, 1. Februar 2008 um 16.51 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Multimediale Bespaßung im Netz: Hobnox will das Medienunternehmen der Zukunft sein, mit eigenen Magazinformaten und User Generated Content.

Hobnox
Wieder mal Musik und Urban-Kultur: Web 2.0-Fernsehen Hobnox

Musik, Film und urbane Kultur – das sind die günstig produzierten Inhalte des Web 2.0-Fernsehens. Eine neue Seite mit solch schicken Shows ist Hobnox, der “neue digitale Hort für moderne Kultur per Web-TV”. Online-Entertainment inklusive Publishing-Plattform ?von Kreativen für Kreative? – das will Hobnox künftig in der Web-Landschaft sein. Auf der Seite sollen User auch ihre in Eigenregie erstellten Beiträge auf den vier verschiedenen Kanälen zeigen.

?Mit Hobnox entsteht ein internationales Medienunternehmen, das die heutigen Gegebenheiten des Unterhaltungsmarktes und die technologischen Möglichkeiten des Internets für Künstler und Publikum innovativ zusammenführt?, stapelt die PR nicht gerade tief. Na mal sehen:

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Visions trägt Kulturkampf ins Netz

Ole Reißmann, 18. August 2007 um 10.59 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

visions_kulturkampf.jpgAuf einer extra eingerichteten Webseite und auf dem Titel der September-Ausgabe ruft die Visions den Kampf der Kulturen aus. Durch “Shuffle Mode”, “Blog”, “Online-Shop” und “Einzelgang” von Musikern ohne Label ist die Musikkultur bedroht. Es geht um Raubkopien, um große wie kleine Labels und um Plattenläden.
Den Überblick über das große Durcheinander der Musikbranche gibt es gedruckt für 4,50? am Kiosk oder umsonst im Internet.

“Album”, “Musik-Mag”, “Plattenladen” und “Label” geht es an den Kragen und die Leser sollen sich entscheiden: Die gute, alte Musikkultur betrauern (“solange Du noch kannst!”) oder sich (wenn sie sich noch trauen) über eine frische, neue Musikkultur freuen. Dazu stehen auf der Kulturkampf-Seite diverse Foren bereit. Die Titelgeschichte gibt es hingegen nur als sperriges PDF.

Warum die Texte nicht gleich fürs Web aufbereiten? Die Antwort liegt in der Titelgeschichte, die nicht nur den Niedergang der Musikindustrie beschreibt, sondern auch Musikmagazinen eine düstere Zukunft zeichnet. Also werden Blogs heruntergeschrieben (“hohe Beliebigkeit”), man versichert sich der Bedeutung von kritischem Musikjournalismus in gedruckter Form (“Scharfsinn”) und klagt über Sabrina Setlur (auf dem Cover des WOM-Magazins) und Modestrecken (in der Spex).

Im zweiten Quartal 2007 haben rund 6.000 Leser weniger die Visions gekauft als noch zwei Jahre zuvor. So lässt sich das PDF erklären: Es ist so dermaßen unpraktisch, dass sich der geneigte Leser die vielbeschworene “Haptik” geradezu herbeiwünschen muss und gar nicht anders kann, als gleich zum nächsten Kiosk zu rennen. Die Visions kaufen und ein Stück Musikkultur retten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.