Thema: Marketing

 

Alle 82 Artikel zum Thema Marketing auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Startup-Videos:
Wann sie sich lohnen und wie man sie macht

Spätestens der spektakuläre Erfolg des DollarShaveClub hat gezeigt, dass schon ein einzelnes Video einem Startup zum Durchbruch verhelfen kann. Doch junge Unternehmen sollten sich genau überlegen, wann sich eine Investition lohnt und wie sie am besten vorgehen.

DollarShaveClubKnapp zehn Millionen Mal wurde das Video von DollarShaveClub bis heute angeklickt, allein vier Millionen Menschen sahen es in den ersten vier Wochen. Der virale Streifen verhalf dem Startup mit seinem Subscription-Modell für Rasierklingen innerhalb kürzester Zeit zum Erfolg. Dabei lagen die Produktionskosten für das Video angeblich bei gerade einmal 4.500 Dollar. Ganz vom Himmel fiel dieser Erfolg trotzdem nicht: Einer der Gründer war nicht nur Schauspieler, sondern auch jahrelang als Leiter im Video-Marketing tätig.

Den großen Anteil, den das Video am Erfolg des Startups hatte, wird auch ohne konkrete Zahlen niemand bezweifeln. Deutlich kritischer sollte man jedoch sein, wenn Produktionsfirmen auf den Zug aufspringen und mit 101 Statistiken zu Online-Videos auf Kundenfang gehen. Denn derart pauschal dürften Videos angesichts der doch recht hohen Produktionskosten und der zweifelhaften Pauschalaussagen zur Steigerung der Conversion-Rate längst nicht immer die beste Wahl für Startups sein. Immerhin halten einige der erfolgreichsten Startups wie Pinterest, Codecademy, Evernote, Soundcloud und Wooga zumindest ihre Startseiten bis heute von den beliebten Demo- oder Image-Videos frei. » weiterlesen

Produktankündigungen ohne Marktstart:
Kontraproduktive Hinhaltetaktik

Egal ob im Hardware- oder Software-Bereich: Häufig kündigen Firmen aufmerksamkeitsstark neue Produkte oder Dienste an, auf die Konsumenten und Nutzer dann noch Monate oder länger warten müssen. In vielen Fällen schaden sie sich dabei.

Am gestrigen Donnerstag präsentierte Sony die PlayStation 4. Oder zumindest Pläne, die vierte Generation der Spielkonsole tatsächlich auf den Markt bringen zu wollen. Das Produkt selbst wurde nicht gezeigt. Auch zum Preis und zum genauen Veröffentlichungstermin gab es keine genauen Informationen. Von einem wagen US-Start zum Weihnachtsgeschäft 2013 war die Rede. Die Konsole jetzt schon vorzustellen, sei angesichts der fehlenden Details eindeutig zu früh, so die Meinung von Kritikern – besonders in Anbetracht der Tatsache, dass seit dem Release des Vorgängermodells bereits sieben Jahre verstrichen sind. Ein paar Monate mehr oder weniger hätten da keinen großen Unterschied gemacht, so der Tenor.

Das Phänomen voreiliger Produktpräsentationen ist in einer Zeit, in der Technologiefirmen wie Popstars gefeiert werden und in einem von immer schneller drehenden Innovationszyklen geprägten globalen Wettbewerb miteinander stehen, eher die Regel als die Ausnahme. Im Hardwarebereich, aber auch im Software- und Websegment. In den meisten Fällen jedoch schneiden sich die Unternehmen ins eigene Fleisch, wenn sie der Presse überhastet neue Produkte und Dienste vorstellen, die dann noch viele Monate auf sich warten lassen. » weiterlesen

Last.fm:
Lieber ein Schrecken ohne Ende statt ein Ende mit Schrecken

Kein anderer Internetdienst quält sich und Nutzer so sehr mit wiederholten funktionellen Einschnitten wie Last.fm. Jetzt ist es wieder soweit – zum vierten Mal in weniger als vier Jahren.

Die typische Entwicklung eines Onlinedienstes verläuft so: Er startet mit einer funktionell meist recht beschränkten Version, dem “Minimum Viable Product”, und wird je nach Akzeptanz bei der Zielgruppe sukzessive ausgebaut und erweitert. Den umgedrehten Weg gehen wenige Angebote. Kaum verwunderlich, immerhin verbindet man mit einem anhaltenden Schritt-für-Schritt-Rückbau nicht gerade unternehmerische Prosperität. Nur ein bekannter Webservice schafft es, sein Angebot Jahr für Jahr ein bisschen zu limitieren und damit jedes Mal aufs Neue negative Presse zu produzieren: Last.fm, ein Pionier im Bereich der Musikdienste mit Streaming-Funktion.

Der schon zehn Jahre alte, von einer Reihe Deutscher und Österreicher gegründete Dienst, der 2007 vom US-Medienkonzern CBS für 280 Millionen Dollar übernommen wurde, begann mit seiner Demontage im Frühjahr 2009, als die Funktion personalisierter Radiostreams für Nutzer außerhalb der USA, Großbritannien und Deutschland kostenpflichtig wurde. Drei Euro pro Monat kostete das Anhören der interpreten- und genrespezifischen Radiokanäle fortan für alle Anwender, die nicht in den drei Ländern lebten.

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Startups und ihr Auftreten:
Die falsche Bescheidenheit
von Gründern in Deutschland

Traditionelle deutsche Tugenden färben auch auf die Art ab, wie hiesige Gründer sich und ihre Startups verkaufen. Manchmal mehr schlecht als recht.

Es ist ein schwieriges Thema: Wie selbstbewusst sollen Gründer eines Startups auftreten, wie sehr sollen sie sich von ihrem Vorhaben überzeugt zeigen und wie dick sollen sie in ihrer Kommunikation gegenüber Presse, Investoren, frühen Nutzern und sonstigen Stakeholdern auftragen? Wer zu viel verspricht und dann die daraus resultierenden hohen Erwartungen nicht erfüllen kann, verspielt leicht die eigene Glaubwürdigkeit – auch für künftige Projekte. Sowohl bei Color-Gründer Bill Nguyen als auch bei Airtime-Macher Sean Parker wird die Branche deutlich genauer hinsehen, wenn sie das nächste Mal irgendetwas mit viel Risikokapital revolutionieren wollen. Auch bei der Berliner Produktivitätssuite Wunderkit stimmten Ambitionen und Realität nicht überein – durch eine offene, einsichtige und transparente Kommunikation gelang es dem verantwortlichen Startup 6Wunderkinder jedoch, nachhaltigen Schaden von dem Unternehmen abzuwenden.

Das krasse Gegenteil zum vor allem in den USA üblichen Übertreiben, was die eigenen Ziele und Marktpotenziale sowie das an den Tag gelegte Selbstbewusstsein angeht, sind Gründer, die ihr Unternehmen kleiner machen als nötig, und unbewusst die Erwartungen möglichst auf ein minimales Niveau absenken. Diese Praxis ist besonders bei deutschsprachigen Startups verbreitet und wird regelmäßig in Anfragen und Pitches deutlich, die wir per Mail erhalten. Während US-Amerikaner ein Talent fürs Verkaufen quasi schon als Kind eingeimpft bekommen, gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine gewisse Zurückhaltung als Tugend. Wer sich zu sehr in den Mittelgrund spielt, gilt schnell als Unsympath.

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Marken werden zu Medien:
Wieso Konsumgüterhersteller Newsrooms betreiben könnten

Globale Konsumgüterhersteller zeigen sich experimentierfreudig, was die Zielgruppenansprache im digitalen Zeitalter angeht – und schlüpfen dabei in die Rolle von Medien. Die Vorstellung, ein Markenartikler könnte ein journalistisch arbeitendes Onlineangebot betreiben, ist dabei nicht abwegig.

Stellen wir uns vor, ein politisches, gesellschaftliches oder anderweitig nachrichtenrelevantes Ereignis von globaler Bedeutung sorgt für Rekordzugriffe auf führende Nachrichtensites und für bisher nie dagewesene Mengen an Retweets und Empfehlungen bei Facebook. Reporter in Newsrooms rund um den Globus machen Überstunden, um den Informationsbedarf der Menschen zu befriedigen. Ein solcher Newsroom, in dem besonders viele Redakteure an Artikeln zum Thema feilen, Interviews führen und Social-Media-Inhalte rund um das Ereignis kuratieren, fällt in einem entscheidenden Punkt aus der Reihe: Er und seine in ihm tätigen Journalisten gehören nicht zu einem klassischen Verlag, sondern zu einem Konsumgüterhersteller wie Coca Cola, Pepsi, Unilever oder Procter & Gamble. Was unvorstellbar klingen mag, könnte schon bald Realität werden. » weiterlesen

Little Bird:
Meinungsführer und Experten einfach finden

Little Bird ist ein neues Tool, mit dem man Experten und Influencer zu einem bestimmten Thema im Social Web einfach finden kann. Ein erster Test zeigt die Nützlichkeit als Ideenquelle für alle.

“Influencer” haben durch Social Media-Kanäle einen ganz eigenen Status erhalten: Menschen, die auf Twitter, Facebook oder Google+ ein grosses Publikum haben, einen exzellenten Ruf geniessen, deren Wort (beziehungsweise Tweet) etwas zählt und die damit zum Erfolg eines neuen Produkts oder eines Startups beitragen können. Das Problem: Wie finde ich diese Menschen und Organisationen? Wie es Little Bird-Gründer und CEO Marshall Kirkpatrick gegenüber Wired ausdrückte:

«They all wanted to know who they should have on their radar when it came to the social web.»

Little Birds Versprechen ist simpel: Der Service will für jedes beliebige Wissensgebiet die Top-Experten finden, weltweit oder für einen bestimmten Ort. Little Bird fokussiert sich dabei vor allem auf Twitter und will nicht nur die wichtigsten Influencer finden, sondern auch die Leute, die den Influencern als Quelle dienen. Wie immer werkeln geheime Algorithmen unter der Motorhaube, die meinen Sachverstand um Welten übersteigen. Also belassen wir es dabei, die Resultate zu bewerten.

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Dropbox:
Meister des Empfehlungsmarketings

Dropbox gilt als Vorzeigebeispiel dafür, wie man neue Nutzer über bestehende Mitglieder akquiriert. Mit einer an Studenten gerichteten Kampagne profiliert sich der Speicherdienst einmal mehr als Meister des Empfehlungsmarketings.

Das US-Startup Dropbox hat sich nicht nur einen Namen gemacht, weil es Cloudspeicher und der Synchronisation von online abgelegten Daten über verschiedene Zugangsgeräte hinweg Massentauglichkeit verschaffte, sondern auch, weil es dafür von Beginn an auf ein geniales Empfehlungssystem setzte: Nutzer, denen es gelang, eine andere Person zu Dropbox zu bringen, erhielten pro geworbenem Mitglied 250 Megabyte zusätzlichen Speicher – geworbene User konnten sich ebenfalls über die gleiche Menge an Extra-Storage freuen. Im April erhöhte das mittlerweile fünf Jahre alte Jungunternehmen aus San Francisco die Prämie von 250 auf 500 Megabyte.

Wie groß der Anteil der Dropbox-Nutzer ist, die über einen persönlichen Empfehlungslink zu dem Service gekommen sind, ist nicht bekannt. In Branchenkreisen gilt es jedoch als unbestritten, dass Dropbox’ rasantes Wachstum unter anderem auf das cleverer Empfehlungssystem zurückzuführen ist. Nach wie vor sind Tweets und Status Updates von Usern, die ihr Speicherlimit erreicht haben und nun neue Mitglieder werben möchten, um dies zu ändern, allgegenwärtig.

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Standortbasiert Links teilen:
Neues Startup yumy
zeigt den perfekten PR-Pitch

yumy erlaubt das einfache Teilen von Links mit Menschen in der unmittelbaren Umgebung. Ganz nebenbei liefert das Startup aus Wien den perfekten PR-Pitch.

Eines unserer Prinzipien ist es, das Abschreiben von Pressemitteilungen zu vermeiden. Doch heute machen wir eine Ausnahme. Jedoch nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil uns das österreichische Startup yumy den perfekten E-Mail-Pitch geschickt hat. Die Mail von Mitgründer Patrick Schubert ist so hervorragend strukturiert, auf das Wesentliche fokussiert und gleichzeitig in höchstem Grade informativ, dass sie fortan von uns als uneingeschränkte Empfehlung für alle Jungunternehmen angeführt wird, die sich und ihr Produkt erstmalig bei uns vorstellen.

yumy ist ein kostenfreier Dienst, der allen Personen dient, die Menschen in der unmittelbaren Umgebung Links zukommen lassen wollen. Aber bevor ich nun doch in das gewohnte Muster verfalle und das clevere Angebot mit eigenen Worten beschreibe, folgt hier die ungekürzte E-Mail-Präsentation der Wiener. Unser Wunsch an alle Kommunikationsexperten sowie PR-Berater im Startup-Segment: Macht es ähnlich.

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Demontage des Textlogos:
Twitter zu verstehen, ist schwer

Twitter verzichtet in seinem Logo künftig auf die Darstellung des Firmennamens. Stattdessen soll der stilisierte Vogel zum ultimativen Markenzeichen werden. Eine rätselhafte Entscheidung.

Twitter hat eine ganze Reihe von Baustellen, an denen es arbeiten muss. Konkurrenten wie Facebook und Google+ versuchen von zwei Seiten, den Microbloggingdienst zu bedrängen und dessen Einsatzszenarien selbst abzudecken. Die erste Umsatzmilliarde in Dollar wird erst für 2014 erwartet – acht Jahre nach der Gründung und das, obwohl bereits jetzt über eine Milliarde Dollar an Venturekapital in das Unternehmen aus San Francisco gepumpt worden sind. Auf den Durchbruch in den Mainstream wartet Twitter in vielen Ländern noch immer. Selbst im Heimatmarkt USA nutzen lediglich acht Prozent der Onlinepopulation den Dienst auf täglicher Basis (eine genaue Definition für “Nutzung” existiert nicht). In Deutschland gibt es gerade mal 600.000 aktive Twitter-Konten. Und auch bei seiner Entwicklerplattform hat der Dienst eigentlich alle Hände voll zu tun – während Facebook seine Plattform mit einem App Center auf ein neues Niveau heben will, pflegt Twitter zur Entwicklergemeinde ein eher gespaltenes Verhältnis und lässt an einem Verständnis für die Kraft des Plattformansatzes zweifeln.

Es gibt also viel zu tun. Umso überraschender ist, mit welchen Nebensächlichkeiten sich das gereifte Startup aus Kalifornien in der vielleicht wichtigsten Phase seiner Geschichte befasst. In einem aktuellen Blogbeitrag gibt der Service bekannt, die Bezeichnung “Twitter” aus seinem Logo zu entfernen und künftig auf den bekannten, hellblauen (oder alternativ weißen) Twitter-Vogel als universelles Markenzeichen zu setzen. Parallel veröffentlicht der Dienst eine Reihe von Richtlinien zur Nutzung des Twitter-Logos im Umfeld von Produkten und Websites. Eine veränderte Darstellung des Zwitschervogels ist genauso unerwünscht wie der Verweis auf Twitter mittels des alten, textbasierten Twitter-Logos, egal ob in ausgeschriebener Form oder abgekürzt mit dem prägnanten blau-weißen “t”.

Nichts gegen eine Modernisierung der Corporate Brand oder des Markenzeichens von Firmen. Aber Twitters aktueller Schritt gibt Rätsel auf.

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Influencer Marketing in Deutschland:
Klout-Konkurrent PeerIndex
belohnt digitalen Einfluss

In den USA erhalten digitale Multiplikatoren über die Reputationsplattform Klout Vergünstigungen und Sonderangebote. Der Londoner Wettbewerber PeerIndex will mit PeerPerks auch Europas digitale Influencer belohnen.

Klout, das umstrittene Werkzeug zur Reputationsmessung, mit dem wir uns wohl einfach anfreunden müssen, hat gestern eine interessante Kooperation mit der aus Hongkong stammenden Fluggesellschaft Cathay Pacific bekannt gegeben: Passagiere am Flughafen von San Francisco, die eine Klout-Score von mehr als 40 vorweisen können, erhalten kostenfrei Zugang zur Business Lounge von Cathay Pacific – selbst wenn sie mit einer anderen Gesellschaft fliegen.

Damit erweitert das kalifornische Internetunternehmen das Angebot von sogenannten “Perks”, also Vergünstigungen für Onlinenutzer mit einer besonders hohen digitalen Reichweite. Bisher jedoch können nur Nutzer in den USA in den Genuss derartiger Goodies kommen. Gut vernetzte, einflussreiche Klout-Anwender in Europa profitieren also derzeit noch nicht direkt von ihrer hohen Klout-Score (sofern diese nicht schon von Firmen intern eingesetzt wird).

Der aus London stammende Klout-Konkurrent PeerIndex sieht hier seine Chance und hat die Belohnungsplattform PeerPerks gestartet. Unternehmen und Marken erhalten dort die Gelegenheit, besonders reichweitenstarke und populäre Twitter-, Facebook- und LinkedIn-Anwender mit Rabatten, Verlosungen und anderen Spezialangeboten zu beglücken. “Je präsenter man in den sozialen Medien ist, desto mehr Dinge erhält man”, so das Versprechen der neuen Website, die auf dem von PeerIndex durchgeführten Scoring von Social-Web-Nutzern basiert. Was bei Klout die Klout-Score ist, stellt bei dem britischen Pendant der PeerIndex dar.

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