Thema: Marketing

 

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Massenphänomen Smartphone-Messaging:
In der Kontaktliste fehlen Unternehmen – aber nicht mehr lange

Chat-Apps wie Path Talk und Kik sowie asiatische Anbieter haben erkannt, dass sich das “WhatsApp”-Prinzip auch für den Dialog zwischen Konsumenten und Unternehmen beziehungsweise Händlern einsetzen lässt. Die Vorteile für Nutzer sind groß, das Potenzial für Marketing und besseren Kundenservice ist riesig.

Ende September veröffentlichte das Unternehmen hinter dem weitgehend gescheiterten mobilen sozialen Netzwerk Path eine neue App. Es war eine Überraschung. Nicht nur, weil das Startup aus San Francisco in seiner schieren Unsterblichkeit damit den angeblich über sieben Leben verfügenden Katzen Konkurrenz macht, sondern auch, weil das neue Produkt – eine Messaging-App namens Path Talk – auf einer ziemlich bestechenden Idee basiert:

Mit ihr kann man Geschäfte und Restaurants per Chatnachricht kontaktieren und zum Beispiel nach Preisen oder Öffnungszeiten fragen oder einen Tisch reservieren. Path nennt dies “Place Messaging” und verspricht eine Antwort in etwa fünf Minuten. Das Benutzererlebnis ähnelt dabei dem, das User von klassischen Chatservices wie WhatsApp oder Facebook Messenger her kennen. Nur dass sie nicht Freunde oder Bekannte kontaktieren, sondern Gewerbetreibende.  » weiterlesen

Mundpropaganda:
RewardMe will Brücke zwischen Geschäften und dem Netz schlagen

Das Göttinger Startup RewardMe gibt Betreibern stationärer Geschäfte sowie Gastronomen die Möglichkeit, Kunden zu Empfehlungen im sozialen Netz zu animieren und anschließend den Erfolg ihrer Kampagne zu messen. Für Onlinehändler ist das natürlich nichts Neues.

RewardMeRund 15 Jahre des ernstzun ehmenden Onlinehandels haben dazu geführt, dass Händler heute auf eine Vielzahl von Tracking-Technologien und Affiliate-Modellen Zugriff haben, um die von ihren Kunden im Netz verbreiteten Empfehlungen und Meinungen überwachen und beeinflussen zu können. Allein Amazons bekanntes Affiliate-Programm dürfte hunderttausende Mitglieder haben, die auf ihren Websites und Blogs auf Produkte des E-Commerce-Riesen verweisen und für erfolgreiche Vermittlungen Provisionen einstreichen. Im stationären Handel allerdings sind den Akteuren aufgrund des Medienbruchs weitgehend die Hände gebunden. Inwieweit Kunden ihren Shoppingbesuch oder ihre Schnäppchen so toll finden, dass sie davon ihren Freunden berichten, liegt weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der Händler. Das Göttinger Startup RewardMe hält diesen Zustand für verbesserungswürdig und hat einen entsprechenden Lösungsvorschlag.  » weiterlesen

Stampay:
Kundenkarten-System als Mittel zur Eroberung des Point of Sale

Mit unterschiedlichen Methoden wollen Startups den Point of Sale erobern. Das Augsburger Startup Stampay versucht es über ein Kundenbindungs- und Bonuskarten-System – und kann einige namhafte Referenzkunden vorweisen.

StampayDeutsche lieben Kundenkarten. Sich als Startup dieses Segments anzunehmen, ist zwar nicht unbedingt hochgradig fantasievoll. Dass es aber bei der Digitalisierung von Kunden- und Loyalitätskarten einiges zu holen gibt, hat in den letzten Jahren das Ludwigshafener Jungunternehmen Stocard gezeigt. Während der Dienst aus Baden-Württemberg die existierenden Bonuskarten verschiedener Händler in einer App zusammenfasst, setzt Stampay aus Augsburg auf ein eigenständiges System – und zeigt dabei erste Fortschritte. » weiterlesen

Kundenservice im Social-Media-Zeitalter:
Wie Unternehmen es versäumen, unzufriedene Kunden wieder glücklich zu machen

Aus Sicht von Kunden, die von einem Dienstleister enttäuscht wurden, wirkt es glasklar, wie sich ein Gefühl von Zufriedenheit wiederherstellen ließe. Doch viele Firmen sind blind dafür. Sie versäumen es dadurch, die Loyalität ihrer Bestandskunden zu erhöhen.

KundenserviceIn den letzten Wochen hatte ich das (nicht dramatische) Pech, mehrmals von Servicedienstleistern im Stich gelassen worden zu sein. Einmal benötigte die Freischaltung einer mobilen Datenflat rund zehn Tage, ein anderes Mal wartete ich über vier Stunden auf eine Online-Speisenbestellung. Ich erspare mir an dieser Stelle die Nennung der Anbieter, denn damit würde ich implizieren, dass es bei deren Konkurrenten keine derartigen Vorfälle gäbe. Dem ist garantiert nicht so.

Ich möchte mit diesem Beitrag ohnehin nicht die Probleme ansich thematisieren, sondern den Umgang der Unternehmen mit der Krisensituation. Genau genommen ihr Versäumnis, meine Frustration als Kunde durch eine nette Geste zu entschärfen. Dabei wäre das extrem einfach gewesen. » weiterlesen

“Fake Likes”:
Klickfarmen bringen Facebooks Anzeigensystem aus dem Gleichgewicht

Dass es bei Facebook Klickbetrug und gefälschte Likes gibt, ist bekannt. Der Videoblogger Derek Muller beschreibt nun aber, wie vor allem legitime Seitenbetreiber, die Facebooks Anzeigenplattform nutzen, unter dieser Problematik leiden.

Über Facebook ziehen gerade dunkle Wolken auf. Grund ist dieser neunminütige Clip des renommierten YouTube-Videobloggers Derek Muller. Darin beschreibt er überzeugend und anhand von Erfahrungen mit eigenen Pages, dass Facebooks einige Monate nach dem Börsengang verkündete Maßnahmen gegen gekaufte “Likes” keinen nachhaltigen Effekt erzielen konnten.

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WeWant:
Eine Meinungsplattform für Konsumenten, die nicht nur meckern wollen

WeWant bringt Verbesserungsvorschläge von Konsumenten und die betreffenden Unternehmen und Organisationen zusammen. Das Stuttgarter Startup will auf diese Weise nichts Geringes als eine bessere Welt schaffen.

WeWantOtto-Normal-Verbraucher sind bekannterweise die besseren Politiker, Bundestrainer, Unternehmenslenker und Komiker. Ob am Stammtisch, in der Büro-Cafeteria oder bei Twitter – Meinungen, Verbesserungsvorschläge und Kritiken zu Produkten, Firmen oder Personen im öffentlichen Rampenlicht sind überall zu hören, wo Menschen aufeinandertreffen und sich unterhalten. Das Stuttgarter Startup WeWant hat im November einen Service lanciert, der all diese Reaktionen zentral sammeln und den jeweiligen “Betroffenen” zugänglich machen möchte. » weiterlesen

Kernkompetenz in der digitalen Welt:
Wir müssen lernen, uns selber besser zu verstehen

Wir Menschen würden in einer vernetzten, komplexen Welt davon profitieren, uns selber besser zu verstehen. Damit Maschinen nicht die einzigen mit dieser Kompetenz sind.

PsychologieJeder Mensch sollte in Zukunft grundlegende Programmierkenntnisse besitzen, so lautet eine häufig aus der IT- und Netzbranche zu vernehmende Parole. Diese Empfehlung ist grundsätzlich sinnvoll, selbst wenn man darüber diskutieren kann, ob sich wirklich jede und jeder von ihr angesprochen fühlen muss. Ich glaube aber, dass in der vernetzten Digitalära noch eine andere, nicht durch eine Lobby vorangetriebene Disziplin mehr Beachtung in der Bevölkerung erhalten sollte: Psychologie. Ein grundlegendes Verständnis über das eigene Verhalten und Empfinden ist meines Erachtens nach eine wichtige Kenntnis, um in einer zunehmend von hyperintelligenten Maschinen gesteuerten Welt eine Autonomie über Entscheidungen zu behalten. Oder um sich wenigstens im Klaren darüber zu sein, warum diese Autonomie gerade den Bach heruntergeht. » weiterlesen

iBeacon und standortbasiertes Marketing:
Im stationären Handel weht ein frischer Wind

Apples Positionierungssystem iBeacon lässt den Durchbruch für standortbasiertes mobiles Marketing in greifbare Nähe rücken. Konsumenten, die lieber “unsichtbar” bleiben wollen, müssen dafür schlicht Bluetooth abschalten.

iBeaconWebsites und Onlineshops haben einige Vorteile gegenüber dem stationären Handel. Dazu gehörte bislang auch die Fähigkeit, Nutzeraktivitäten genau zu verfolgen und zu analysieren. E-Händler können exakte Informationen darüber erhalten, wer welche Sektionen wie oft, wie lange und wofür aufgerufen hat, und mittels Cookies feststellen, was Kunden sonst so bei ihrer Reise durch das Web interessiert. Offline-Geschäfte träumten bisher von derartigen Möglichkeiten. Für sie waren die meisten Kunden Bücher mit sieben Siegeln. Doch nun wird aus diesem Traum Realität. Denn mittlerweile gibt Technologie zur direkten Kommunikation mit und Positionsbestimmung von Kundschaft im stationären Handel ihr großes Debüt, maßgeblich befeuert von Apples mit iOS 7 eingeführtem Feature “iBeacon“. » weiterlesen

Anwender und die Gewohnheit:
Wie Startups sich mit smarten Kniffen ihre Nutzer angeln

Wenn die Verwendung einer App bei Nutzern zur Gewohnheit wird, haben Startups das große Los gezogen. Ein neues Buch beschreibt, wie Gründer und Entwickler dieses Ziel erreichen – und es illustriert gleichzeitig das Problem der heutigen Webwirtschaft.

Entwickler und Gründer von Startups im an Endkonsumenten gerichteten Web- und Mobile-Segment sehen sich bei der Etablierung ihrer Angebote mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert: Es gibt extrem viele von ihnen, während Zeit und Aufmerksamkeit der Anwender begrenzt sind. Häufig wird der Produktnutzen aus Usersicht nicht sofort klar, was die Akquisition von Anwendern erschwert. Auch Abnutzungseffekte sowie sich schnell verändernde Trends innerhalb gewisser demografischer oder regionaler Gruppen gehören zu den Aspekten, die den Aufbau eines nachhaltig wirtschaftlichen Onlineprodukts erschweren. Doch es gibt ein Rezept, mit dem sich die Macher von Apps und Internetservices bis zu einem gewissen Grad von derartigen Unwägbarkeiten unabhängig machen beziehungsweise trotz dieser Erfolge feiern können: Indem sie die regelmäßige Verwendung der Dienste bei den Nutzern zu einer fest in ihrem Alltag verankerten Gewohnheit machen.

Im englischsprachigen Fachjargon wird dieser Zustand, bei dem User selbstverständlich in regelmäßigen Abständen und trotz aller Ablenkungen und Alternativen immer wieder eine bestimmte App aufsuchen, gerne mit dem Begriff “hooked” beschrieben – vom Haken (“hook”), mit dem User geangelt und anschließend nicht mehr losgelassen werden. Wenn Smartphone-Besitzer im Laufe des Tages wie besessen immer und immer wieder Facebook, Twitter, Pinterest oder WhatsApp öffnen – aus konkretem Anlass oder lediglich, um nachzuschauen, ob es dort etwas Neues gibt – dann sind sie “hooked”; der stetige Blick auf die App hat sich für sie zu einer Gewohnheit entwickelt, ähnlich wie das Einnehmen von Speisen oder das morgendliche Zähneputzen. Auch wenn sie täglich nach der Mittagspause und dem Abendessen Duolingo oder Busuu öffnen, um eine kurze Sprachlern-Aufgabe zu absolvieren, vor dem Beginn der Joggingrunde ohne großes Nachdenken Runkeeper oder Runtastic einschalten und beim Beobachten einer beeindruckenden Landschaftsszenerie immer ihr Mobiltelefon zücken, um einen Schnappschuss für Instagram oder Vine anzufertigen, handelt es sich um zur Gewohnheit gewordene Nutzungsmuster. Aus Anwendersicht ist dann kein bewusster Handlungsentschluss (“Ich muss heute noch Facebook checken”) mehr erforderlich – der Vorgang hat sich automatisiert. Für die betroffenen Dienste ist dies der Jackpot, der ihr Fortbestehen sichert. » weiterlesen

Content-Marketing via PR-Text:
Drei sind ein Trend

Auch Startups rüsten auf, was Medienarbeit und Content-Marketing angeht. Neuste Entwicklung: Pressemitteilungen, die wie objektive Artikel über einen Trend daherkommen und nebst dem eigenen Unternehmen auch gleich die ganze Konkurrenz in einem “Trend” darstellen.

PRDieser Text erschien zuerst bei unserem die Schweizer Webszene beobachtenden Schwesterblog startwerk.ch.

In Journalistenkreisen ist es ein unter Wehklagen wiederholte Tatsache: Die “Gegenseite”, also Quellen und Objekte der Berichterstattung, rüstet seit Jahren medial auf. PR-Agenten sind in Heerscharen anzutreffen, Kommunikationsprofis wollen jedes Zitat gegenlesen und selbsternannte Medienrechts-Experten erklären dem Blogger, was er angeblich schreiben darf und was nicht.

Mal vom letzten Beispiel abgesehen, ist die Entwicklung so schlecht nicht: Das Wissen um Bedürfnisse und Ansprüche von Journalisten hat zugenommen, das tägliche Seilziehen darum, was in den Medien mit Breitenwirkung publiziert wird, ist professioneller geworden: Journalisten müssen besser recherchieren, um Insider-Wissen und Skandale aufzudecken; PR-Leute müssen überzeugender Argumentieren und mehr echte Information preisgeben, um Journalisten dazu zu bringen, über ihren Gegenstand zu schreiben.  » weiterlesen