Thema: Lohas

 

Alle 6 Artikel zum Thema Lohas auf netzwertig.com:

Öko-Lifestyle:
Gruene Unterhaltung

Wohlfühl-Heft mit grünen Themen: Das Schweizer Magazin Gruen setzt auf Ökologie und Ethik. Gesucht wird ein umweltbewusster Lebensstil – ohne mahnenden Zeigefinger.

Sanfte Medizin, sexy Mode aus Biostoffen und umweltschützende Hollywood-Stars: Das Schweizer Magazin Gruen wendet sich an die vielgepriesene Zielgruppe der Lohas. Diese Liebhaber eines nachhaltigen und gesunden Lebensstils (“Lifestyle of Health and Sustainability”) geben ihr in überdurchschnittlicher Menge vorhandenes Geld für gute Qualität aus, wollen das Richtige tun, die Umwelt retten – aber nicht auf Fortschritt und lustvollen Konsum verzichten. Klar, dass solche Leute Kaufratgeber brauchen, Orientierung im Produkt-Dschungel. Was in Deutschland nicht recht funktionieren mochte – Burdas Ivy kam über zwei Testausgaben nicht hinaus – wird nun in der Schweiz versucht: Mit ecoLife und Gruen suchen gleich zwei grüne Magazine umweltbewusste Käufer. Die erste Ausgabe von Ringiers Gruen haben wir uns näher angeschaut:

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Ivy-Aus:
Kein schöner Leben

Keine Zukunft für Ivy: Heft und Internetseite von Burdas Medienmarke für ökologisch korrekten Lifestyle haben laut Verlag “keine ausreichende Perspektive”.

Ivy3,67 Millionen Lohas – auf Nachhaltigkeit, gesunden Lebensstil und Verantwortung ausgerichtete Konsumenten – soll es in Deutschland geben, hatte man bei Burda errechnet und mit Ivy gleich die passende Medienmarke dazu kreiert. In den USA funktioniert es doch auch, dort ist das Internetportal TreeHugger erfolgreich und es gibt mit Good das Magazin fürs korrekt-grüne Leben. Der Ökotrend wurde in Deutschland spätestens offensichtlich, als auch Discounter mehr oder weniger ökologisch korrekte Waren in die Regale räumten. Auftritt Ivy: Mit Internet-Community und einem Magazin stürzte sich Burda im Herbst vergangenen Jahres auf die Lohas. Erst kam eine Ausgabe an den Kiosk, dann noch eine – richtig überzeugt schien der Verlag dabei nicht.

Jetzt steht die Zukunft des “Testprojekts Ivy” fest:

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Lohas-Zeitschrift:
Ringier sieht grün

Jetzt kommen die Luxus-Ökos doch noch zu ihrer Zeitschrift: In der Schweiz startet Ringier SI Gruen als Beilage der Schweizer Illustrierten.

SI GRUENWährend Burdas Ivy sich nach zwei Ausflügen an den Kiosk mittlerweile selber als “neues Online-Magazin” bezeichnet, lässt Ringier drucken: Am 27. Oktober startet SI Gruen, das “erste grüne Lifestyle Magazin der Schweiz”. Richtig beweisen muss sich das Heft am Kiosk allerdings nicht, es erscheint als Dreingabe der Schweizer Illustrierten. Damit erreicht SI Gruen aus dem Stand eine verkaufte Auflage von rund 225.000 Heften, die Kommunikationsabteilung freut sich schonmal über ein “Millionenpublikum”.

Vier bis sechs Ausgaben des Magazins sind nach Angaben des Verlags für das kommende Jahr geplant. Das von einem Team um Urs Heller, Verlagsdirektor der Schweizer Illustrierten, entwickelte Heft soll “lustvoll und glaubwürdig über den gegenwärtigen Megatrend des ‘green lifestyle’” berichten.

Nur ein kleiner Schnitzer findet sich in der Medienmitteilung:

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Noch ein Versuch für Ivy:
Was sagt eigentlich Chuck Norris dazu?

Fantastische 21 Millionen Deutsche sollen “Lohas” sein, nachhaltig- und gesundheitsbewusste Konsumenten. Trotzdem tut sich Burda mit Ivy, der Zeitschrift zum grünen Lifestyle, bisher schwer.

Cover der zweiten Ivy
Wer ist eigentlich Jack Johnson?

“Crazy! Sexy ist das neue cool” – oder so ähnlich rief es Ivy auf der Probenummer aus, die wir Anfang Dezember auf medienlese.com vorgestellt haben. Jetzt ist Ivy zurück, eine zweite Ausgabe liegt testweise an Kiosken in München und im Rheinland. Thema diesmal: “Das gute Leben.” Auf der Webseite bittet die Redaktion: “Kaufen Sie’s einfach (es kostet 2,50 Euro), erzählen Sie anderen davon”, denn noch immer ist nicht klar, ob Ivy nun regelmäßig erscheint oder nicht. “Wir testen erst, ob es in Deutschland genügend Menschen gibt, die so denken wie wir …” Prominente Unterstützung für die zweite Ausgabe liefert Richard Dean Anderson, besser bekannt als MacGyver. Immer wieder taucht er im Heft auf und redet vom guten Leben, das er führt. Was für eine hervorragende Idee – weshalb wir uns auch für unsere kleine Rezension Unterstützung geholt haben: Chuck Norris.

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Spaßkonsumenten:
Burda-Bauch grübelt noch

Die Chefredakteure von Ivy wollen die Magazinlandschaft umkrempeln – nur der Verlag zögert noch.

Noch ist nicht raus, ob Ivy regelmäßig erscheint. Mittlerweile hat auch die taz die erste Testnummer vorgestellt:

“Wir sind stolz auf unsere Oberflächlichkeit”, sagt Michalis Pantelouris. “Es gilt als wahnsinnig politisch, über arme chinesische Fabrikarbeiter zu sinnieren, aber viel größere Auswirkungen hat doch die Entscheidung, welches T-Shirt ich kaufe – das ist Konsumentenmacht.”

Lars Gaede, taz: “Öko muss nicht weh tun”

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Neue Zielgruppe:
Öko-Luxus für Luxus-Ökos

Die Weltverbesserer sind los, sie wollen nachhaltige Produkte und sie haben das entsprechende Geld in der Tasche. Auf Utopia, TreeHugger und Ivy wird ökologisch korrekt geklickt. Burdas Ivy gibt es nicht nur im Internet, am Kiosk liegt jetzt auch das Magazin.

Grün, grün, grün

Eine kaufkräftige Elite hat die Nachhaltigkeit für sich entdeckt, findet bio chic und kanne es sich leisten, ein paar Euro mehr zu bezahlen für das Gefühl, damit etwas Gutes zu tun. Die passenden Medien-Produkte zum Bio-Zeitgeist starten jetzt auch in Deutschland: Utopia (Internet) und Ivy (Print und Internet). Die Werbekunden, so hört man, sollen begeistert sein.

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