Thema: Journalismus

 

Alle 88 Artikel zum Thema Journalismus auf netzwertig.com:

Linkwertig:
Big Brother Awards, Netzneutralität,
Open Data, Journalismus

Big Brother Awards
Am Montag wurden in Wien die 12. Österreichischen Big Brother Awards verliehen. Vizekanzler Pröll, die Staatsanwaltschaft, EU-Kommissarin Malmström, ITworks und T-Mobile wurden für ihr Engagement im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ausgezeichnet.

» Österreichische Big Brother Awards vergeben

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Netzneutralität
mrtopf möchte in einer Serie eine verständliche Einführung in die Themen rund um Netzneutralität geben und erklärt im ersten Teil die benötigten technischen Grundbegriffe.

In diesem Blogpost geht es zunächst um Peering, Transit, Bandbreite und der Struktur des Netzes generell, mit der ich auch beginnen will.

» Netzneutralität: Wie funktioniert das Internet? Teil 1: Die Struktur

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Freiwillige Micropayments:
Flattr belohnt Meinung
vor Qualität und Aufwand

Seit über einem halben Jahr wird der Micropaymentdienst Flattr nun eifrig in der deutschsprachigen Blogosphäre eingesetzt. Immer deutlicher wird: Nutzer belohnen über Flattr primär Meinung und Kreativität, weniger Aufwand und Tiefe von Inhalten.

Wie man für ein Butterbrot Tausende von Lesern gewinnt: — Mit einer Textanzeige auf netzwertig.com. Schluss mit Pageimpressions, TKP und CPC: für weniger als 35 Euro erscheint Ihr Text in drei Artikeln an dieser Stelle und erreicht dreimal über 22`000 interessierte Leser. — Textanzeige

Während des Verfassens meiner Analyse über die Eigenheit des Social-Web-Schwarms, nicht immer der beste Qualitätsindikator für Inhalte im Netz zu sein, spielte ich kurz mit dem Gedanken, auch Flattr in meine Beobachtung mit einzubeziehen. Allerdings entschied ich mich dagegen, denn selbst wenn es einen Zusammenhang zwischen der Tweet-, Like- und Flattr-Bereitschaft gäbe, so spielt die Anzahl von Flattr-Klicks momentan bei Diensten zur Aggregation von im Web populären Inhalten noch keine Rolle.

Ein aktueller Blogeintrag der taz veranlasst mich aber dazu, dass Thema nun doch noch einmal aufzugreifen: diesmal nicht aus der Perspektive der Social-News-Aggregatoren, sondern in Hinsicht auf Flattr und dessen Fähigkeit, eine nachhaltige Lösung zu bieten, um Onlineinhalte im Web (teilweise) refinanzieren zu können.

In meinem Beitrag stellte ich fest, dass das beste Social-Media-Potenzial häufig die Inhalte besitzen, in die am wenigsten Arbeit gesteckt wurde. Natürlich ist dies absichtlich überspitzt und ich mache an anderer Stelle auch deutlich, dass dies nicht heißt, dass qualitativer Content (= interessanter Content, in dessen Erstellung viel Zeit investiert wurde) nicht auch fleißig bei Twitter und Facebook weiterempfohlen wird. Unterstreichen will ich mit dieser Aussagen jedoch die Tatsache, dass eben auch ein Posting, das in seiner Anfertigung nicht mehr als 15 Minuten in Anspruch genommen hat, zum meistgelesenen Artikel in der Twittersphäre avancieren kann.

Interessanterweise zieht die taz im erwähnten Blogbeitrag ein sehr ähnliches Fazit, allerdings nicht im Hinblick auf die “Sharability” ihrer Artikel, sondern auf die Bereitschaft der Nutzer, sich für Texte mit einem Flattr-Klick zu bedanken – die taz gehört zu den wenigen etablierten Zeitungsmarken, die bisher mit dem schwedischen Service experimentieren. Die taz stellt fest:

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Hyperdistribution:
Die Sprache als Hindernis

Hyperdistribution kennt so gut wie keine Grenzen. Nur die Sprache. Den maximalen Effekt erzielt, wer auf Englisch publiziert.

Reisevorbereitung leicht gemacht — Mit Memonic Reisetipps im eigenen Online-Notizbuch speichern, mit Freunden diskutieren und unterwegs jederzeit und überall darauf zugreifen. — Textanzeige

Hyperdistribution ist eine beliebte Strategie für Onlineinhalte (und der Gegensatz zur “Paywall”). Bei der Hyperdistribution geht es darum, durch eine radikale Erhöhung der Reichweite die direkten und indirekten Möglichkeiten zur Monetarisierung von journalistischen Inhalten zu verbessern. Wie das ganz praktisch aussehen kann, hatten wir in diesem Artikel beschrieben.

Aufgrund von bald zwei Milliarden Internetnutzern kennt die Hyperdistribution im Netz in der Theorie kaum Grenzen. Es wird niemals gelingen, ausnahmslos alle an einem Thema interessierten User zu erreichen – egal, wie Spitz die Zielgruppe ist. In der Praxis allerdings existiert ein Faktor, der Hyperdistribution in ihre Schranken weist: die Sprache.

Je weniger Menschen die Sprache beherrschen, in der ein Artikel oder Video seinen Weg ins Nezt findet, desto geringer ist die Zahl maximal zu erreichender Nutzer. Oder andersherum: Je verbreiteter die für Onlineinhalte eingesetzte Sprache ist, desto besser funktioniert Hyperdistribution und desto mehr Nutzer können dabei mithelfen, einen Artikel oder Clip in alle Ecken des globalen Netzes zu tragen.

In letzter Zeit beobachte ich ein Phänomen, das genau dieser Eigenheit Rechnung trägt: Sites veröffentlichen einzelne Beiträge auf Englisch, obwohl sie eigentlich eine andere Muttersprache besitzen.

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Linkwertig:
foursquare, Polar Rose, Journalismus, Oracle

foursquare
foursquare hat in der Nacht die Version 2.0 seiner iPhone-Applikation veröffentlicht. Die Unterschiede zur Vorgänger-Variante sind eher gering, ein neuer Schwerpunkt liegt auf To-Dos und Tipps. Außerdem gibt es nun einen “Add to foursquare”-Button für Websites mit Ortsangaben.

» Foursquare really, really wants you to create a to-do list

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Gesichtserkennung
Apple hat das Schwedische Startup Polar Rose, das etwa auf Facebook und Flickr zur Gesichtserkennung in Fotos eingesetzt wurde, übernommen.

» Apple buys Polar Rose for a rumoured $22 million

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Journalismus
Merzedes Bunz beschreibt recht undogmatisch, wie sich ein ‘moderner’ Journalismus unter den Bedingungen sozialer Medien redefinieren kann.

» The rise of collaborative journalism – 5 points on how social media changed the news

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Debatte um Hyperlinks:
Wie der Link beschädigtes
Vertrauen ersetzt

Autor Nicholas Carr und diverse US-Kollegen sinnieren über die Nachteile von Hyperlinks. Sie vergessen, dass der Link in Zeiten von Kostendruck, Klick-Besessenheit und Quantitäts-Fokus für den Onlinejournalismus sogar noch wichtiger wird.

Im Netz gibt es kaum etwas Natürlicheres als Links. Sie sind für mich elementarer Bestandteil einer jeden Website und eines jeden Artikels. Ohne Verweise, sowohl als Quellennachweis als auch zu Sites mit weiterführenden Informationen, wäre das Internet für mich nur halb so unterhaltsam und lehrreich. Habt ihr schon einmal einen ganzen Abend bei Wikipedia verbracht und seid von Eintrag zu Eintrag “gesurft”? Ich mehrmals. Links sei dank, die auf sinnvolle Weise im Zusammenhang stehende Informationen verknüpfen und somit Wissen nicht mehr als einzelne, isolierte Objekte betrachten.

Mir fällt nicht ein einziger Punkt ein, den ich an Hyperlinks kritisieren würde. Entsprechend unverständlich erscheint mir eine Diskussion zum Für und Wider von Links, auf die GigaOm verweist. Autoren und Blogger wie Nicholas Carr, Ryan Chittum oder Laura Miller sinnieren über die Schattenseiten der Anreicherung von Onlinecontent mit Links. Ihr Hauptkritikpunkt: Links lenken vom eigentlichen Text ab, strengen das Gehirn übermäßig an und werden ohnehin von einem Großteil der Leser ignoriert.

Ich möchte mich gar nicht weiter mit diesen Argumenten auseinandersetzen. Nicht, weil ich sie anzweifle. Es ist gut vorstellbar, dass man sich tatsächlich wie von Carr behauptet besser an den Inhalt eines soeben verschlungenen Beitrags erinnert, wenn man nicht zwischendrin Verweisen gefolgt ist oder zumindest mehrere neue Browser-Tabs für das spätere Lesen geöffnet hat.

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Prozessjournalismus:
Einen Abstellknopf gibt es nicht

Im Social Web fühlen sich Falschmeldungen und Gerüchte nicht nur pudelwohl, sie werden in kollaborativer Arbeit auch widerlegt. Einen Abstellknopf für derartigen “Prozessjournalismus” gibt es nicht.

www.news.de/promis — Sie möchten mitreden können? Den Link zum aktuellen Klatsch über Promis, Stars und Sternchen gibt es unter Promi News. — Textanzeige

Nachrichtenmeldungen, die sich nachträglich als völlig oder teilweise falsch erweisen, gehören mittlerweile zum Internetalltag. Aufgrund der Dynamik von Twitter, Blogs und Social Networks, dem redaktionellen Druck, Berichte als Erste zu veröffentlichen, sowie knappen Ressourcen, um eintreffende Meldungen auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, verbreiten sich immer wieder Enten im Netz. Oft kommen sie von Blogs oder tauchen bei Twitter auf, um dann auch von etablierten Nachrichtenmedien aufgegriffen zu werden.

Ob nun Falschmeldungen zum angeblichen Tod von Prominenten, inkorrekte Wahlergebnisse oder Berichte über eine angebliche Komplettblockade von Google in China – die Bandbreite an Gerüchten, die sich rasant im Social Web herumsprachen und später korrigiert werden mussten, ist groß.

Bisher wurden derartige Vorfälle als Schwäche des Netzes und vor allem des Echtzeitwebs angesehen. In einer Analyse zur bereits erwähnten Nachricht über eine Google-Blockade in China, die am Ende doch keine war, bringt Mathew Ingram bei GigaOm aber eine für mich neue Perspektive in die Diskussion, die mir sofort sehr sympathisch erschien:

Er sieht die Art, wie sich besagte China-Story entwickelte (Meldung über Blockade verbreitet sich über Twitter, Blogs und Nachrichtenportale; Zweifel tauchen in Blogs und bei Twitter auf; Google dementiert Stunden später), als natürliche Folge der neuen digitalen Gegebenheiten und versucht, der nachträglichen Korrektur von im Social Web verbreiteten Falschmeldungen durch die kollaborative Arbeit der Nutzer des Social Webs etwas Positives abzugewinnen.

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Linkwertig:
Wolfram Alpha, Yelp, Google, Facebook

Wolfram Alpha
Wolfram Alpha ermöglicht jetzt das Erstellen von Widgets, die auf die umfassenden Daten und Algorithmen der Suchmaschine zurückgreifen und in der Folge natürlich auf dem eigenen Angebot eingebettet werden können.

» Wolfram Alpha Widgets
» A Computational Knowledge Engine on Your Site: Wolfram Alpha Launches Widget Builder

 

Yelp vs. Groupon
Das eben in Deutschland gestartete Yelp wildert im Revier von Groupon und hat damit begonnen, lokale Deals zu testen.

» Yelp Gears Up To Take On Groupon, Starts Testing Local Deals

 

Google vs. Yelp
Google wiederum wildert im Revier von Yelp und hat Google Places ein Update spendiert. Die verschiedenen Kategorien bekamen hübsche Icons und lassen sich besser durchsuchen. Pikanterweise greift Google dabei oft auf die Inhalte von Yelp zurück.

» Google Pushes Further into Yelp’s Territory with Maps for Android Update

 

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Linkwertig:
Netzpolitik, Journalismus, Google Buzz, Brightkite

Netzpolitik
Der Chaos Computer Club ist in sich gegangen und stellt 11 durchaus sinnvolle Thesen zur Netzpolitik.

Dabei sollen die Netzbürger nicht bloß als statistische (Stör-)Größe in ausufernd wachsenden Datenbanken verbucht und verarbeitet werden. Im Gegenteil: Sie sind der Souverän und müssen im selbstbestimmten Umgang mit ihrem Netz ausgebildet werden.

» Forderungen für ein lebenswertes Netz

 

Leben im Netz
Und auch 137b zeitweise ist in sich gegangen und stellt sogar 42 durchaus anregende Thesen zum Internet auf.

31. Es bietet Vollbeschäftigung, denn in seiner Endlosigkeit gibt es stets genug zu tun.

» 42 finale Thesen zum Internet

 

Journalismus
Nicht nur in Deutschland, auch in den USA versuchen Zeitungsverleger seit einiger Zeit (auf abwegige Art durchaus einfallsreiche) Regelungen durchzusetzen, die ihnen unterm Strich Einnahmen garantieren sollen. Google hat dazu eine lesenswerte Stellungnahme abgegeben.

» Google To FTC: Government Role In Helping News Industry Should Be Limited

 

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Print hat doch Vorteile:
Die Sünden von Onlinemedien

Blogs und Nachrichtensites bieten unheimlich viel Gutes. Doch Klickwahn und Social-Media-Optimierung haben diverse Unsitten hervorgebracht.

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Wer sich wie ich im Prinzip den gesamten Tag im Netz aufhält und täglich Hunderte Artikel liest oder überfliegt, der wird gezwungenermaßen Zeuge von gewissen Unsitten, die sich in der Welt von Onlinemedien und Blogs eingebürgert haben.

Nach und nach sammeln sich die Beispiele dafür an und der Drang wächst, diese öffentlich in Frage zu stellen. Hier kommt meine persönliche Liste der größten Sünden im Onlinejournalismus (Blogs inbegriffen).

Dass sich einer der Punkte früher oder später noch rächen wird – nämlich dann, wenn ich mich selbst zur entsprechenden Vorgehensweise hinreißen lasse – ist mir natürlich klar. Aber ab und an muss man einfach für den Moment leben.

Bitte ergänzt in den Kommentaren, was euch bei Artikeln im Netz besonders auf den Wecker geht.

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Linkwertig:
Enquête-Kommission, The Upshot, Angry Birds

Internetpolitik
Gestern fand eine Anhörung der Enquête-Kommission zur Netzpolitik statt. netzpolitik hat die Stellungnahmen der Sachverständigen gesammelt und mit Wordle visualisiert, live mitgebloggt und das Video der Sitzung gepostet.

Insofern waren es aufschlußreiche vier Stunden, die hoffentlich auch zur Willensbildung beitragen und mehr Abgeordnete überzeugen konnten, eine gute Netzpolitik zu machen.

» Heute live: Anhörung der Enquete-Kommission zu Netzpolitik

 

Yahoo News
Yahoo wird heute ein Blog starten, in dem ein achtköpfiges Team über die wichtigsten Nachrichten berichten wird. Der Clou dabei: Die Themen werden algorithmisch auf Basis der Suchanfragen bei Yahoo generiert.

» The Upshot
» At Yahoo, Using Searches to Steer News Coverage

 

Nachrichtenschutzrecht
Gleichzeitig fordern einige amerikanische Verleger eine Art Schutzrecht für Nachrichten. Mitbewerbern soll es untersagt werden, auch über Nachrichten zu berichten, solange diese noch ‘heiss’ sind.

» US media companies try to resurrect ‘hot news’ to protect content

 

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