In eigener Sache:
Für die Meinungsfreiheit im Internet
Heute protestieren Websites mit einem «Blackout» gegen Gesetzesvorhaben, die grundlegende Funktionsweisen des Internets bedrohen können.
Am heutigen Mittwoch protestieren Anhänger eines nicht zensierten Internets weltweit gegen das Gesetzesvorhaben. SOPA und PIPA laufen darauf hinaus, dass eine kleine Interessengruppe auf nicht verhältnismäßige Art und Weise die Aktivitäten von hunderten Millionen von Menschen, von Organisationen und Unternehmen im Internet quasi nach Belieben einschränken kann und damit einen umfassenden Kollateralschaden zur Durchsetzung der eigenen Interessen in Kauf nimmt. Das betrifft auch uns in Europa: Websites außerhalb der US-amerikanischen Jurisdiktion würden SOPA genau so zu spüren bekommen.
Die englischsprachige Seite von Wikipedia geht heute wie diverse andere US-Angebote 24 Stunden lang offline, um gegen eine “zerstörerische Gesetzgebung” zu protestieren. Wikipedia-Gründer Jimmy Wales sieht mit dem Gesetz das Recht auf freie Meinungsäußerung bedroht – in den USA und auch im Ausland.
Wir, die Redaktion von netzwertig.com und das gesamte Team von Blogwerk, sprechen uns gegen derartige Eingriffe in die grundsätzliche Funktionsweise des Internets aus. Dass Urheberrechtsinhaber gegen Verstöße vorgehen, ist legitim. Dabei muss jedoch die Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Dies ist bei SOPA und PIPA nicht der Fall.
Wer sich über die geplanten Gesetzesvorhaben informieren will, findet hier weitere Infos:
- Umstrittenes US-Internetgesetz: Wikipedia schaltet ab – aus Protest
- SOPA kurz erklärt
- Wikipedia: Stop Online Piracy Act
(Foto: Flickr/philcampbell, CC BY 2.0)










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