Bisher waren Googles Anwendungen für Unternehmen eine ziemlich isolierte Angelegenheit. Das wird sich jetzt ändern: Mit dem Apps Marketplace stellt Google einen einfachen Weg vor, kompatible Software zu finden und mit Google Apps zu integrieren. Und damit tritt der Suchmaschinenriese frontal gegen Salesforce.com und Microsoft an.
App Stores sind gross in Mode: Nach zahlreichen Mobiltelefonanbietern greift nun auch Google das Konzept des einfach zu nutzenden Applikations-Marktplatzes für sein Enterprise-Segment auf. Der gerade vorgestellte Apps Marketplace konzentriert sich ganz auf die Sphäre der Geschäftsanwendungen, wo bisher Player wie Salesforce.com dominiert haben.
Der Google Apps Marketplace ist eine Art App-Store für (primär) Business-Anwendungen, auf der Softwareunternehmen und Entwickler Anwendungen anbieten können, die von Benutzern von Google Apps – also der aus Gmail, Google Calendar, Google Docs, Google Sites und Google Talk bestehenden Suite, die unter der eigenen Domain verwaltet wird – integriert werden können und die sich wie die nativen Anwendungen von Google verwalten und benutzen lassen. Die Anwendungen können, natürlich nur nach Authorisierung, auf die Daten wie Kontaktdaten oder Kalender der Benutzer zugreifen und mit hoffentlich sinnvollen Funktionen bereichern.
Wer Google Docs vom iPhone aus verwenden wollte, musste sich bisher mit einer stark beschnittenen Variante begnügen. Ein Bearbeiten von Dateien war überhaupt nicht möglich. Office2 schafft nun Abhilfe.
Office2
Lange habe ich auf diesen Moment gewartet: Eine vollwertige iPhone-Applikation für Googles Textverarbeitungsdienst Google Docs. Doch nicht von Google selbst kommt die Anwendung, sondern von der britischen Entwicklerschmiede Byte Squared.
Office2, ausgesprochen “Office Squared”, heißt die Büro-Anwendung für Apples Smartphone, die als die erste mir bekannte App eine vollständige Unterstützung von Google Docs beinhalted.
Office2 fungiert also nicht nur als lokales Textverarbeitungswerkzeug für das iPhone, sondern ermöglicht die Synchronisation mit dem persönlichen Google Docs-Konto. Nach der Eingabe der Login-Daten erhalten Nutzer Zugriff auf sämtliche in Google Docs abgelegten Word- und Excel-Dateien, können diese bearbeiten, grundlegende Formatierungsprozesse vornehmen und neue Dokumente anlegen. Außerdem erlaubt Office2 das Versenden von Dateien per E-Mail. » weiterlesen
Der Start von Google Buzz hat dem Internetgiganten viel Lob und ebenso viel Kritik eingebracht. Vermutlich war beides geplant.
Die Zahl an Medien- und Blogberichten rund um Googles Neuentwicklung Buzz ist atemberaubend. Das Spektrum der Beiträge, die in den letzten Tagen via Twitter, über abonnierte RSS-Feeds sowie in Form von Shared Items im Google Reader über meinen Bildschirm flimmerten, reicht von Lobeshymnen über Anwendungstipps, detaillierte Tutorials zur Feinabstimmung bis hin zu kritischen Kommentaren und Postings voller Enttäuschung.
Die Internetgemeinde scheint gespalten: Die einen lieben Buzz, die anderen halten es für völlig mangelhaft und überladen. Christian Stöcker von Spiegel Online bezeichnet den Buzz-Start gar als “Desaster”.
Google kann viel. Nur im Social-Web-Bereich lief es bisher stockend. Mit Google Buzz soll sich dies ändern.
Social Networking gehörte bisher nicht zu den Stärken von Google. Während das Vorzeige-Unternehmen neben der Suche in zahlreichen weiteren Sektoren Markterfolge und -führerschaften erzielen konnte (z.B. Onlinevideo, Werbung, E-Mail, Online-Textverarbeitung), verliefen Vorstöße in den Bereich sozialer Netzwerke bisher nur mäßig.
Buzz ist eine Art Social Network und Microblogging-Service mit Verankerung in Gmail. Mit Buzz erhalten Gmail-Nutzer Inhalte von den Usern, denen sie folgen – nämlich die, mit denen sie am häufigsten E-Mail- oder Chat-Konversationen haben. Sowohl privates als auch öffentliches Publizieren (mit Suchmaschinenindexierung in Echtzeit) von Status-Updates oder anderen Inhalten wie Fotos oder Links ist möglich.
Die deutschen Presseverlage schießen aus allen Rohren auf Google. Die Bevölkerung scheint desinteressiert.
Wie oft wurden in den letzten Jahren Horrorszenarien über die “Datenkrake” Google veröffentlicht? Mit vorhersehbarer Regelmäßigkeit schießt die deutsche Presse gegen Google. Nicht selten kommen dabei Artikel voller Halbwahrheiten und Fehler heraus wie jüngst in der Brand Eins geschehen.
Googles Nexus One ist nicht der Einstieg der Suchmaschinenfirma ins Hardware-Business. Es ist vielmehr der Einstieg Googles als Dienstleister und Werbefirma in den Alltag der Smartphone-Benutzer.
Google Nexus One
Seit die ersten Gerüchte über die Materialisierung eines Google-Phones aufgetaucht sind, werden sie begleitet von der Frage: Was ist Googles Strategie im Hardware-Markt?
Fast zwei Wochen nach der Pressekonferenz und dem Verkaufsstart des Nexus One ist die Antwort noch immer Interpretationssache.
Google vs. China
China hat auf die Ankündigung von Google die erwartbare Antwort gegeben: Alle Firmen seien in China willkommen, solange sie sich an die chinesischen Gesetze halten.
Denken vs. Internet
Interessantes Interview: Alexander Kluge spricht mit der FAZ über die Auswirkungen des Internets auf unser Denken. Anders als viele andere seiner Generation fühlt sich Kluge von den Daten nicht überflutet, man müsse sich nur seine eigenen Gärten der Ruhe anlegen.
Anfang dieses Jahres beschäftigte ich mich mit der immer wieder gerne gestellten Frage, welches Webunternehmen/welcher Dienst zum nächsten großen Ding werden könnte. Elf Monate später ist es an der Zeit, erneut einen Blick auf meine Zusammenstellung von damals zu werfen.
Mein Eindruck: Wenig hat sich verändert. Meine sechs Anwärter auf den Titel “nächstes großes Ding” – Facebook, Twitter, Spotify, Skype, Hulu und Google – sind alle noch im Rennen. Mit dem Erwachsenwerden des Webs haben sich in vielen Sektoren tonangebende Anbieter etabliert, die sich nun nicht mehr so leicht von der Spitze drängen lassen. Wobei mit Amazon und Apple zwei weitere Unternehmen ihre Zähne zeigen.
Mit der Integration von Twitter und Facebook in die Suche, Google Goggles, Google Chrome Beta für Mac und Linux, Extensions für Google Chrome, Living Stories und Google Public DNS hat Google in den letzten Tagen ein Feuerwerk an neuen Features und Produkten gezündet. Ein Überblick:
Echtzeit-Suche
Die wohl massivste Neuigkeit der letzten Tage ist die Integration von Echtzeit-Nachrichten in die Suchergebnisseiten. Quellen dafür sind Facebook, MySpace, FriendFeed, Jaiku, Identi.ca und natürlich Twitter, die letzten Meldungen werden automagisch aktualisiert. Neben den Status-Updates werden auch Artikel aus Blogs und anderen Nachrichtenmedien erfasst.
Unter google.com -> Show options -> Latest kann man sich auch nur die Echtzeit-Ströme anzeigen lassen.
Social Networks basieren meist auf den sozialen Verbindungen ihrer Mitglieder. frents aus Berlin will Nutzer über die Dinge miteinander in Kontakt bringen, die sie besitzen. » weiterlesen
Verlage konkretisieren ihre Vorstellung vom Leistungsschutzrecht, Mozilla lanciert Prototyp eines Identitäts-Managers, Reuters veröffentlicht Social Media Guidelines und mehr. » weiterlesen