Alle 49 Artikel zum Thema Geschäftsmodelle auf netzwertig.com:
Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat offenbar großen Gefallen an der Zielgruppe der Schüler und Studierenden gefunden. Nach der Komplettübernahme von studiVZ, der Gründung von schülerVZ und dem Investment in Bookya, einem Büchermarktplatz für Studenten, wurde mit Tutoria gerade eine neue, auf Schüler ausgerichtete Plattform gestartet. Tutoria ist ein Dienst, der Fach-Experten mit jungen Leuten zusammenbringt, die Nachhilfe benötigen. Lernende, die über die Seite einen passenden Tutor gefunden habe, laden ihr Guthaben auf und können anschließend damit Nachhilfestunden buchen. Einen Teil der Vergütung zwackt sich Tutoria als Provision ab, der Rest geht an den Tutor. Detaillierte Angaben zu Preisen oder Provisionen für Tutoria sind auf der Seite im Augenblick noch nicht zu finden. » weiterlesen
Immer deutlicher wurde in den letzten Wochen, dass die Monetarisierung großer Social Networks mittels Werbung ein schwieriges Unterfangen ist. Auf der einen Seite steht die geringe Empfänglichkeit der Mitglieder sozialer Netzwerke für Werbebotschaften, die über klassische Formate wie Banner oder Textlinks distribuiert werden. Die Folge sind niedrigen Klickraten und die grundsätzliche Hinterfragung eines positiven Werbeeffektes. Auf der anderen Seite befinden sich die Nutzer, die neuartigen Anzeigenformen kritisch gegenüberstehen und mit Unterstützung von Blogs und Medien auf die Barrikaden gehen, wenn es ihnen zu bunt wird. Facebook und studiVZ können ein Lied davon singen. Alternativen müssen also her, die Social Networks neue Erlösquellen verschaffen, ohne ihre Mitglieder zu verprellen. Ein mögliche Lösung: E-Commerce. Facebook macht gerade einen großen Schritt in diese Richtung. » weiterlesen
mymuesli hat die von deutsche-startups organisierte Wahl zum Startup des Jahres gewonnen. Die aus 24 Web- und Startup-Experten bestehende Jury hat Konzepte, Geschäftsmodelle und die bisherige Entwicklung von zehn durch die Leser nominierte Web-Startups aus Deutschland unter die Lupe genommen. Neben mymuesli gehörten Bab.la, Brands4Friends, Guut.de, hiClip, Luupo, Netmoms, Platinnetz, Smava und Verwandt.de zu den Nominierten. Die Idee und Umsetzung von mymuesli überzeugte 11 der 24 Jurymitglieder, die für das von Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock gegründete Unternehmen stimmten. mymuesli ist ein Onlineshop, in dem man aus einer Vielzahl von Zutaten ein individuelles Müsli mischen und bestellen kann. » weiterlesen
In der aktuellen Ausgabe von “Zehn Fragen” bei deutsche-startups.de stellt sich heute Frank Lemser, Geschäftsführer des Deutschland-Reiseführers German Places, dem Fragenkatalog von Alexander Hüsing. Was Frank Lemser auf die Frage, worauf er im Internet verzichten könne, antwortet, verschlug mir kurzzeitig die Sprache: “Flicker-Flacker Werbung auf Webseiten, Viren, Spyware und Spam. Aber zum Glück gibt es ja Technologien und Software mit denen man sich diese Dinge vom Halse halten kann.” Klar, Viren & Co mag niemand, aber sich als Webunternehmer so negativ über Werbung zu äußern – das Lebenselixier für viele Startups und Internetangebote – und im selben Atemzug das Blockieren von Anzeigen zu propagieren, lässt mich doch stark an der Vernunft dieses Herrn zweifeln. » weiterlesen
Construktiv, die Betreiberfirma von Mister Wong, hat schon häufiger gezeigt, dass sie gerne Neues ausprobiert. Diese Tradition setzt man fort und startet mit Wong SL eine Plattform, auf der jeder themenrelevante Textlink-Werbung auf Mister Wong schalten kann. Interessenten können entweder einzelne Tags oder ganze Themengruppen buchen und aus einer Laufzeit von 30, 90 oder 180 Tagen wählen. Die Anzeigen tauchen auf, wenn ein Mister-Wong-User auf einen der gebuchten Tags klickt oder nach einem zum Thema passenden Stichwort sucht. Die Textanzeigen erscheinen bisher rechts auf der Seite unter der Tag-Box und oberhalb der “Power-User”. Zu den genauen Preisen habe ich keine Informationen. Eine Registrierung bei Wong SL (das SL steht natürlich für Sponsored Links) war angeblich heute schon möglich, momentan geht es aber nicht. Wie turi2 weiß, läuft die Abrechnung über Paypal. » weiterlesen
Andreas Göldi erläutert im Blog Medienkonvergenz, warum Google nicht als Monopolist bezeichnet werden kann. Er zieht dafür sowohl die ökonomische als auch die juristische Perspektive des Monopolbegriffs heran, nennt gängige Definitionen und Monopol-Indikatoren der Wirtschaftswissenschaft und des Kartellrechts und belegt eindeutig und nachvollziehbar, warum Google aus keiner der beiden Sichtweisen ein monopolistisches Handeln, also ein Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung, vorzuwerfen ist. Während ich seine Analyse als solche für völlig korrekt halte, so wird in meinen Augen diese sehr klassische, “quadratische” Sichtweise auf das Treiben des Internetkonzerns den Zusammenhängen des globalen Internets und dessen Wirtschaft nicht gerecht und erzählt damit nicht die ganze Wahrheit. » weiterlesen
Wenn ich meine täglichen Lesestunden in nationalen und internationalen Web-2.0-Blogs und -Magazinen der letzten Wochen rekapituliere, so verstärkt sich mein Eindruck, dass wir den Höhepunkt der Gründungswelle im Web 2.0 überschritten haben. Dabei handelt es sich erst einmal um ein rein subjektives Bild, bei welchem ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen lassen. Auch spreche ich nicht vom Platzen irgendeiner Blase oder davon, dass keine interessanten und spannenden Startups mehr das Tageslicht erblicken – ich weiß von einer Reihen von innovativen Anbietern, die derzeit ganz heimlich vor sich hin testen und wo ich nur auf das Ok warte, diese endlich in einem Posting vorstellen zu können. Was in meinen Augen jedoch merklich abgenommen hat, ist die reine Quantität an handfesten und ernstzunehmenden Web-Startups. » weiterlesen
Wenn ein als “neuartiges Kommunikations-Tool” angepriesener Dienst auch nach anderthalb Jahren nicht richtig in die Gänge gekommen ist und über keine solide Nutzerbasis verfügt, dann stehen die Chancen schlecht, dass sich dies noch irgendwann ändern wird. Dies ist offensichtlich die Erkenntnis der Verantwortlichen bei ComBOTS, das 2006 aus der ehemaligen WEB.DE AG hervorging und als kostenloses Tool die Onlinekommunikation der Internetnutzer stark vereinfachten sollte. Heute gab das Unternehmen bekannt, den bestehenden Dienst einzustellen. Angesichts von Investitionen im zweistelligen Millionenbereich in die Entwicklung der Software sowie der Tatsache, dass viele andere Web-2.0-Dienste mit erheblich weniger Mitteln mehr erreicht haben, eine wirklich peinliche Sache. Mehr dazu bei heise online.
P.S. Ich bin diese Woche dienstlich unterwegs und habe daher etwas weniger Zeit für den Blog. Spätestens nächste Woche läuft es wieder wie gewohnt.
Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.
Nach dem Zusammenbruch der New Economy und dem Verschwinden zahlreicher Gratisdienste waren sich die Experten einig: Die Zeit der Kostenloskultur ging ihrem Ende zu. Wer fortan qualitative und hochwertige Dienste und Inhalte in Anspruch nehmen wollte, sollte zur Kasse gebeten werden. Doch mit dem Web 2.0 kam alles ganz anders.
Viele der zum ersten Online-Boom um die Jahrtausendwende entstandenen Webangebote hatten eines gemeinsam: Ihre Benutzung kostete nichts. Die Onlineausgaben der Zeitungen ermöglichten das kostenlose Lesen redaktioneller Artikel sowie die Recherche in Archiven. Unzählige SMS-Dienste warben mit gratis Kurzmitteilungen. An jeder Ecke des Internets entstanden kostenlose Webspaceanbieter, viele ohne nennenswerte Nutzungslimits. Xoom bot bereits im Jahr 2000 999 MB kostenlosen Speicherplatz. Selbst Domains wurden kostenfrei unter das Volk gebracht. Bei freecity erhielt man eine .de-Domain nach Wahl, bei Namezero gab es .com-, .net- und .org-Domains – sogar völlig anonym. » weiterlesen