Thema: filesharing

 

Alle 15 Artikel zum Thema filesharing auf netzwertig.com:

Urheberrecht:
Es gibt kein ‘geistiges Eigentum’

Entgegen der verbreiteten Annahme handelt es sich beim Urheberrecht nicht um mit Privateigentum vergleichbares ‘geistiges Eigentum’, sondern um ein Monopolrecht auf Verwertung der geschützten Werke.

“Raubkopie”

“Enteignung”

“Piraterie”

“Filesharing ist Diebstahl”

Das sind die Kampfbegriffe und Aussagen in der Urheberrechtsdebatte, die den Blick auf das Wesentliche verstellen. Sie alle fußen auf einem Bild, das nicht der Wahrheit entspricht: Urheberrecht ist geistiges Eigentum, ist das Gleiche wie Eigentum an physischen Gütern.

» weiterlesen

Opera Unite:
Jeder Rechner ein Server

Mit Opera Unite kann man den eigenen Browser zum Webserver machen.

Der Browser-Hersteller Opera hat heute ein neues Feature seines gleichnamigen Browsers vorgestellt, das potentiell das Internet verändern kann.

Opera Unite erweitert Opera in der kommenden Version 10 um einen Webserver. Statt wie sonst üblich auf Webanwendungen auf Servern zuzugreifen, können Browser mit Unite direkt mit anderen Browsern kommunizieren. Im Prinzip eine Weiterentwicklung von P2P vom reinen Filesharing mit speziellen Clients hin in Richtung Browser und allgemeiner Webeinsatz.

» weiterlesen

Tauschbörsen & Co.:
Zeit, Tacheles zu reden

Immer wieder tauchen Studien auf, die belegen wollen, warum Filesharing und illegale Downloads sich doch nicht negativ auf die Medienbranche auswirken. Statt solche Märchen zu verbreiten, wäre es angebrachter, das Kind bei seinem Namen zu nennen.

Es hat sich zu einer Mode entwickelt, durch Studien oder Untersuchungen belegen zu wollen, dass Filesharing und “illegale” Downloads nur geringe, keine oder womögliche sogar positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben. Und es ist durchaus legitim, die Folgen der Digitalisierung auf die Medienmärkte zu untersuchen, statt blind den Behauptungen der Betroffenen zu vertrauen.

Das Problem ist aber, dass nicht selten die eigene Interpretation der jeweiligen Studie dafür herhalten muss, um aufzuzeigen, wie harmlos Tauschbörsen & andere, nicht autorisierte Angebote für die Musik-, Film- und Buchindustrie angeblich sind. Wie oft bin ich in letzter Zeit nicht auf Berichte und Blogpostings mit Überschriften wie “Music Sale losses due to Gaming/DVDs, not P2P” (Sinngemäß: Einbruch im Musikgeschäft wegen Spielen und DVDs, nicht aufgrund von Tauschbörsen), “Musik-Piraten sind eifrigste Musik-Käufer” oder “Buch-Piraterie harmloser als gedacht” (ja das war bei uns) gestoßen.

» weiterlesen

Urteil im Pirate-Bay-Prozess:
Schuldig

Das Urteil im Pirate-Bay-Prozess wurde heute bekannt. Peter Sunde: Schuldig. Fredrik Neij: Schuldig. Gottfrid Svartholm: Schuldig. Carl Lundström: Schuldig. Dazu kommt Schadenersatz in Höhe von insgesamt 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro).

Die Pirate-Bay-Betreiber wurden der Beihilfe zu Verstößen gegen das Urheberrecht für schuldig befunden. Das Schwedische Gericht folgte der von der Anklage geforderten Schadenshöhe von 10 Millionen Euro nicht, sprach aber die Haftstrafen von jeweils einem Jahr für die Angeklagten aus.

Die Angeklagten haben bereits Berufung angekündigt. Peter Sunde, einer der Angeklagten, hat betont, dass diese Entscheidung nicht das Ende bedeutet. Die endgültige Entscheidung könnte noch Jahre auf sich warten lassen.

» weiterlesen

History repeating:
Buchhandel kündigt Massenklagen gegen Filesharer an

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels kündigt Massenklagen gegen Filesharer an, welche urheberrechtlich geschützte E-Books teilen. Er will, so scheint es, den Gang der Musikindustrie komplett wiederholen.

Das war mir entgangen. Spiegel Online berichtet über präventives Säbelrasseln des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels pünktlich zur Einführung von massentauglichen E-Books in Deutschland:

“Wir werden in aller Schärfe gegen den illegalen Download, gegen den Diebstahl im Internet, vorgehen” und “die Gerichte mit Tausenden von Verfahren beschäftigen”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis, zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse am Donnerstag. “Die Politik zwingt uns zu diesem Schritt.” Sie neige zur Bagatellisierung dieses “organisierten Verbrechens”.

Das ist natürlich starker Tobak für jeden, der sich mit dem Thema ein bisschen beschäftigt. Zum einen zeigt die Politik bei Gesetzesänderungen im Themenfeld Urheberrecht eine starke Tendenz zugunsten der Urheber und Rechteinhaber und zum Nachteil der Konsumenten. Zum anderen handelt es sich bei Filesharing nicht um Diebstahl, geschweige denn um ‘organisiertes Verbrechen’.

» weiterlesen

Österreichischer Richter im Interview:
‘Illegaler Download’ ist
niemals Diebstahl

Die Futurezone des ORF hat ein sehr lesenswertes Interview mit Franz Schmidbauer, einem Richter am Landesgericht Salzburg, zum Thema Urheberrecht und Filesharing geführt. Darin spricht Schmidbauer einige Punkte zu diesem Themenkomplex angenehm deutlich aus.

Zum Beispiel, warum Download urheberrechtlich geschütztem Materials (Illegaler Download) nicht als Diebstahl bezeichnet werden kann:

» weiterlesen

P300:
Einfaches LAN- und VPN-Filesharing

Wer kennt das nicht: Man will nur mal schnell ein paar Dateien von einem Rechner zu einem anderen im lokalen Netzwerk übertragen. Einfache Sache eigentlich, doch dummerweise ist einer der beiden ein PC und der andere ein Mac. Oder man hat keine Admin-Rechte auf den Rechnern. Oder Windows ist einfach mal wieder schlecht gelaunt.

Abhilfe bei solchen und vielen ähnlichen Problemen schafft das LAN-Filesharing-Tool P300. Das Programm ist eine Art Schweizer Taschenmesser für lokalen Dateientausch, komplett mit Suchfunktion, einem Web-Interface und lokalem Chat.

P300 ist Java-basiert und läuft damit unter Windows, OS X und Linux. Die Software lässt sich direkt nach dem Herunterladen ohne jede weitere Installation starten. Wer mag, kann P300 sogar direkt vom Browser aus als Java WebStart-Prozess laufen lassen.

» weiterlesen

Pirate-Bay-Prozess:
Warum Spiegel Online verlogen argumentiert

Der aktuell stattfindende Pirate-Bay-Prozess ist der bislang wichtigste Prozess der Filesharing-Geschichte. Spiegel Online berichtet und beurteilt. Und zwar einseitig.

thepiratebay
thepiratebay
In einem Artikel mit der Überschrift “Pirate-Bay-Prozess: Warum die Datenpiraten verlogen argumentieren” wurde am Sonntag ein Artikel über den aktuellen Pirate-Bay-Prozess auf Spiegel Online veröffentlicht, der beispielhaft für die einseitige Berichterstattung stehen kann.

The Pirate Bay ist einer der größten Bit-Torrent-Tracker und Bit-Torrent-Suchmaschinen der Welt. Für alle wichtigen Informationen zum Hintergrund des Prozesses empfehle ich den Artikel von Janko Roettgers auf NewTeeVee.

» weiterlesen

Wie Musiker mit dem Web Geld verdienen:
Antworten auf Kritikpunkte

Zu den Aussagen in meinem Artikel “Wie Musiker in Zeiten des Internets Geld verdienen (können)” entstand eine rege Debatte in den Kommentaren und auf anderen Blogs rund um die geäußerten Thesen und Empfehlungen an die Musikbranche. In diesem Artikel versuche ich, auf die am häufigsten geäußerten Kritikpunkte einzugehen.

Die zwei wesentlichen Punkte meiner Ausführungen zur ökonomischen Situation und den daraus entstehenden Konsequenzen für Musiker lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Musikdateien können ohne Kosten kopiert und verbreitet werden.

2. Musiker können in Zeiten des Webs nicht nur ebenso gut, sondern auch besser verdienen als in den Zeiten, als es nur physische Tonträger gab, indem sie die Kosten für die Musikaufnahmen nicht durch den Verkauf der Kopien dieser Aufnahmen versuchen einzunehmen, sondern über andere Wege. Die erfolgversprechendste Strategie ist, die digitalen Musikaufnahmen stattdessen kostenfrei unter das Volk zu bringen, um so den eigenen Bekanntheitsgrad zu maximieren. Und diesen dann mit dem Verkauf knapper Güter in Einnahmen zu verwandeln.

Zur detaillierten Argumentation siehe den ursprünglichen Artikel.

Kommen wir nun zu den am häufigsten geäußerten Kritikpunkten. Die Kritikpunkte sind fett hervorgehoben, darunter stehen meine Antworten.

» weiterlesen

Wie Musiker in Zeiten des Internets Geld verdienen (können)

Noch einmal mit Gefühl: In diesem Artikel besprechen wir die grundlegende ökonomische Situation, in der sich die Musikindustrie befindet und welche Möglichkeiten Musiker haben, um heute Geld mit ihrer Musik zu verdienen.

Fangen wir ganz am Anfang an:

Es dürfte niemanden mehr geben, der bezweifelt, dass Musikaufnahmen mehrheitlich ihre Verbreitung in digitaler Form erfahren.

Die Eigenschaften digitaler Musikaufnahmen

Digitale Musikaufnahmen in Form von Musikdateien unterscheiden sich massgeblich von ihren physischen Verwandten:

  • Sie sind freie Güter. Das heißt, sie sind unbeschränkt verfügbar: Die digitalen Kopien einer Musikdatei können nicht mit einem Mal aufgebraucht sein.
  • Nichtrivalität im Konsum: Musikdateien können von vielen Personen konsumiert (angehört, gestreamt, heruntergeladen) werden, ohne dass dieser Konsum den Konsum anderer Personen beeinflusst.

» weiterlesen