Thema: Digg

 

Alle 8 Artikel zum Thema Digg auf netzwertig.com:

Digg sollte StumbleUpon kaufen

Marcel Weiss, 9. Oktober 2008 um 9.49 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

eBay will StumbleUpon verkaufen, so lauten die Gerüchte. Om Maliks Idee: Digg sollte zuschlagen.

Gerüchte besagen, dass eBay sein SocialBookmarking/Discovery-Dienst StumbleUpon wieder verkaufen will. Nicht erstaunlich, richtig integriert oder überhaupt von eBay genutzt wurde die im April 2007 gemachte Akquistion nie.

Om Malik spielt in diesem Licht einen interessanten Gedanken durch: Seiner Meinung nach sollte eBay StumbleUpon an Digg veräußern für einige Anteile am dadurch entstehenden SocialMedia-Gorilla.

Die Idee ist meiner Meinung nach ausgesprochen clever. Digg ist bereits mit über 30 Millionen Unique Visitors pro Monat der einzige, richtig große Hit im ‘Social News’-Bereich. Der einzige Dienst, der einen ähnlichen Erfolg in Sachen Reichweite verzeichnen kann, ist StumbleUpon, das mit über sechs Millionen angemeldeten Nutzern um Größenordnungen größer ist als selbst delicious.

Die Verbindung der Daten der User-Bewertung der beiden größten Dienste in dem Gebiet der sozial gepowerten Entdeckung neuer Websites könnte ungeahnte Möglichkeiten mit sich bringen. Nicht nur für die User, die über die exzellente Empfehlungsengine von StumbleUpon etwa noch besseres Material zum Diggen vorgelegt bekommen könnten. Erst diesen Sommer hat digg seinen eigenen Empfehlungsalgorithmus eingeführt. Eine Verbindung aus Digg und StumbleUpon wäre außerdem ein Monster von einer Site, ein “Social Media Powerhouse”, wie es Malik bezeichnet.

» Why Digg Should Buy StumbleUpon - GigaOM

Gerücht:
Google übernimmt Digg für 200 Mio. Dollar

Markus Spath, 23. Juli 2008 um 14.24 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Laut TechCrunch stehen Verhandlungen zwischen Google und dem sozialen Newsaggregator Digg kurz vor dem Abschluss. Angeblich soll Google Digg für 200 Millionen Dollar übernehmen.

Wirklich überraschend wäre das nicht. Google hat eine lange Geschichte im Schlucken von Unternehmen (Blogger, Picasa, Writely, YouTube, JotSpot, Jaiku, usw. ). Einige wurden wegen der Technologie übernommen und gingen in eigenständigen Produkten auf. Andere beließ man weitestgehend intakt als selbständige Plattformen.

Ein Indikator ist das jüngste Experimentieren von Google mit an Digg angelehnten Bewertungsfunktionen in den Suchergebnissen. In einem Feature, das nur zufällig ausgewählten Benutzern zugänglich war, konnten Suchergebnisse bewertet und kommentiert werden, ebenso wie die Bewertungen und Kommentare der anderen.

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Warum Digg in Deutschland derzeit keine Chance hätte

Martin Weigert, 13. März 2008 um 13.50 Uhr, 20 Kommentare Kommentare

Die führende Social-News-Plattform Digg möchte innerhalb der nächsten 12 bis 24 Monate mit einer deutschen Version starten. Das berichtete das Handelsblatt gestern unter Berufung auf Äußerungen des Digg-Gründers und -CEO Kevin Rose. Bei Digg tragen User Links und kurze Beschreibungen zu Nachrichtenartikeln von Onlinezeitungen und Blogs sowie Videos, Bilder und Podcasts ein, die von anderen bewertet werden. Populäre Meldungen landen auf der Digg-Startseite und liefern den jeweiligen Quellen eine ordentliche Besuchermenge. Digg gilt als Pionier im Bereich der Social News, hat rund drei Millionen registrierte Mitglieder und fand international und in Deutschland unzählige Nachahmer. » weiterlesen

Digg dick in der Krise

Martin Weigert, 4. Juli 2007 um 14.41 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

digg2.gifDigg, die weltweit größte Social-News-Community, steckt in der Krise. Bei Digg können Nutzer Links zu Nachrichten und Blogmeldungen einstellen und diese bewerten. Die populärsten Artikel landen auf der Startseite. Digg gilt als Vorbild für eine Reihe von ähnlichen Diensten in Deutschland, z.B. YiGG, Webnews und Readster.

Die Probleme bei Digg begangen Anfang Mai diesen Jahres, als ein Zensurversuch der Digg-Betreiber bei den Usern zu einem Sturm der Entrüstung führte. Ein Nutzer hatte einen Artikel veröffentlicht, dessen Überschrift einen geheimen Code zur Entschlüsselung von HD-DVDs enthielt. Digg löschte den Beitrag. Davon bekamen andere Wind, die dann eigene Meldungen einstellten, die den HD-DVD-Key sowie Zensurvorwürfe beinhalteten. Mehrere Tage lang war die Startseite von Digg gefüllt mit Artikeln zu diesem Thema. Der Imageschaden und Vertrauensverlust für Digg war enorm. » weiterlesen

Nach der Digg-Revolte - YiGG-Gründer im Interview

Martin Weigert, 4. Mai 2007 um 14.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Die User-Revolte bei Digg hat deutlich gemacht, wie leicht ein Web-2.0-Angebot mit Fokus auf User Generated Content außer Kontrolle geraten kann. Enrico Kern, Mitbegründer der deutschen Social-News-Plattform YiGG, im Interview mit zweinull.cc:

Hallo Enrico. Digg-Chef Kevin Rose hat sich dem Druck der Community gebeugt und den gelöschten Artikel mit dem HD-DVD Key wieder veröffentlicht. Hast Du Verständnis für seine Entscheidung?
Verständnis ist vielleicht das falsche Wort. Sagen wir mal, ich kann das nachvollziehen :)

Wie beurteilst Du den Vorfall? Wird hier eine dauerhafte Gefahr für Social-News-Plattformen deutlich oder ist das eher etwas, aus dem man lernen kann?
Ob es sich hier nun um eine Social-News oder eine “alte” Nachrichten-Plattform handelt, spielt glaube ich keine Rolle. Auch im Web 2.0 muss man sich an Gesetze halten. Wir stellen doch auch keine Raubkopien zum Download bereiten oder dulden das auf unseren Seiten, es ist schließlich illegal.

Das Problem mit dem HD-DVD Key ist simpel… es ist ein Netzphänomen. Die kleinen Leute gegen die riesige Unterhaltungsindustrie, welche uns mit DRM (Digital Rights Management) und anderen Beschränkungen zusetzt, weil sie Jahre lang jeden Trend verschlafen hat. Jeder freut sich da ein bisschen, dass die es wieder versemmelt haben. Nichtsdestotrotz hat die Industrie das Recht auf ihrer Seite und auch das Kapital…

Noch schreit die Digg-Community, doch was macht sie, wenn ihr Lieblingsportal mit Klagen überschwemmt wird? Soviel wird Digg nicht auf der hohen Kante haben. Im besten (oder schlimmsten?) Fall wird Digg dadurch ein günstiger Übernahmefall für den lieben Murdoch.

Welche Konsequenzen zieht YiGG aus dem Vorfall?
Auch bei uns werden erste Stimmen laut von wegen “ah seht Euch Digg an, fangt ja nicht auch damit an”. Hier muss man aber sagen, dass Digg wohl überreagiert hat. Z.B. wurden Benutzer ohne eine Verwarnung direkt entfernt, ohne darauf hingewiesen worden zu sein, warum eigentlich.

Illegaler Inhalt ist auch auf YiGG unerwünscht. Wir stehen natürlich in der Pflicht, das Angebot danach abzusuchen. Aber auch uns entgeht mal etwas, oder es ist einfach nicht ersichtlich, wo z.B. Rechte Dritter verletzt werden. YiGG ist jedenfalls Kooperationsbereit, wenn sich jemand in seinen Rechten verletzt fühlt, nur muss die Beanstandung auch ersichtlich sein. Oft kommen aber auch immer direkt die Schreiben von Anwälten, da bleibt uns meistens nichts anderes übrig, als zu reagieren. Das ist eben unser lustig kaputtes Abmahnungs- und Mediengesetz in Deutschland. Die Kleinen gelten als Futter für die großen Fische.

Generell haben die User im Web 2.0 mehr Macht als je zuvor. Doch Macht heißt auch Verantwortung. Wie siehst Du das?
Auf jeden Fall stehen auch die Nutzer in der Verantwortung. Damit die Plattform nutzbar bleibt, müssen die User auch mithelfen. Große Plattformen entwickeln sich schnell zu einer Spielwiese für «Trolle«. Man braucht sich nur mal die Kommentare auf YouTube anschauen.

Es gilt auch, einen neuen Benutzer in die Community richtig einzuführen und ihn nicht als Teil seiner Kapitalmaschine zu sehen, wie das bei einigen üblich ist.

Aber das Zusammenspiel der Benutzer alleine ist schon eine Hürde. Es gibt so viele verschiedene Leute, dass es praktisch unmöglich ist, alle unter einem Dach zusammenzubringen und dazu zu bewegen, sich zu lieben. Hier muss man dann sehen, das sachlich diskutiert wird und sich nicht alle gegenseitig die Köpfe einschlagen. Ich selbst komme auch nicht mit jedem Benutzer klar, und sobald man mal seine Meinung sagt, ist man gleich für immer abgrundtief böse ;)

In Deutschland gibt es immer mehr Social-News-Plattformen. Derzeit spekuliert man auch über eine Öffnung von Shortnews für Blogs. Wie möchte sich YiGG hier weiter profilieren?
YiGG wird viele neue Funktionen erhalten. Allerdings werden wir uns für deren Einführung sowohl optisch als auch von der Usability her neu positionieren. Bei uns ist erst mal aufräumen angesagt. Auch die Verbesserung der Stabilität und Geschwindigkeit des Dienstes steht auf dem Programm. Zeitnah werden wir einige verbesserte Web- und Blog-Tools vorstellen, u.a. ein dem Wordpress ähnliches Plugin für den Firefox, gemixt mit StumbleUpon-Funktionalität. Auch an unserer API wird noch fleißig geschraubt. Dort ist noch genug Platz für neue Funktionen. Außerdem möchten wir die Klickraten unserer Top-Beiträge verbessern. Dazu lassen wir uns etwas einfallen, um mehr Besucher auf diese Artikel aufmerksam zu machen.

Bei YiGG wird die Community stark in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. Wir hören uns nicht nur “ja und nein” an sondern setzen von der Mehrzahl für gut befundene Vorschläge der Benutzer auch zeitnah um. Kommt es nicht an, wird es eben wieder entfernt. Bei uns ging es nie ums simple Klonen, sondern ums Verbessern. Lieber Feature-Overkill als plumpe Copy-Cat.

Hast Du abschließend einige Zahlen für uns?
Na klar. Im Schnitt werden auf Yigg pro Tag ca. 1.200 neue Nachrichten eingestellt, vielen davon automatisiert (Gruppen-RSS-Feeds, die Gruppeneigentümer abonnieren können etc.). Der aktive Anteil (also mit Benutzeraktivität) liegt bei rund 290 bis 360 täglich, davon 100 aktiv aus Blogs durch unser Plugin und noch mal 20 bis 40 durch manuelles Einstellen.

Täglich besuchen 45.000 bis 55. 000 Besucher YiGG, die Mehrzahl davon über Google. Und bevor jetzt einige Blogger anfangen, sich Gedanken zu machen: Ja, es gibt dennoch im Schnitt nur wenig Klicks, weil sich diese hohe Anzahl an Benutzern auf momentan über 100.000 Nachrichten im System verteilt. Hinzu kommt auch, dass viele angemeldete Benutzer auf YiGG nur lesen und selten bewerten.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Der Fall Digg und die Diktatur der Nutzer

Martin Weigert, 3. Mai 2007 um 15.40 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mitmachen ist im Internet zwar schon seit der Entstehung von Mailinglisten, Newsgroups und Foren möglich, doch ein richtiger Massentrend wurde es erst mit dem Web 2.0. Dementsprechend ist das Feld des vom Nutzer generierten Inhalts noch ein relativ unerforschtes. Welche Geschäftsmodelle sich durchsetzen werden, wie die Qualität der durch User erstellten Inhalte zu bewerten ist und welche Nachteile das Mitmach-Web hat, darüber wird derzeit noch viel spekuliert. Seit gestern ist man um eine weitere Erkenntnis reicher: Internetangebote, die stark auf User Generated Content setzen, können sehr leicht außer Kontrolle geraten.

Ein User der weltweit bekanntesten Social-News-Plattform Digg hatte einen Artikel veröffentlicht, dessen Überschrift einen eigentlich geheimen Key zur Entschlüsselung von HD-DVDs enthielt. Digg entschied sich, den Beitrag zu löschen, um rechtlichen Reibereien aus dem Weg zu gehen. Eine Entscheidung mit fatalen Folgen: Andere Digg-Nutzer wurden auf die Löschung aufmerksam und posteten den Bericht erneut oder veröffentlichten Links zu Artikeln, die sich mit der Löschung des Originalbeitrags befassten. Da es in der Natur von Social-News-Plattformen liegt, dass die populärsten Artikel prominent auf der Startseite gefeatured werden, war diese schnell voll mit Meldungen zu dem Vorfall. Berichte auf der Startseite erzielen gleichzeitig die meisten neuen Leser, was die «Zensur bei Digg« in kurzer Zeit zu einer der Top-Nachrichten im Internet machte.

Und der Protest der User zeigte Wirkung: Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, entschied sich Digg-Gründer Kevin Rose, den umstrittenen Artikel samt des HD-DVD-Keys wieder bei Digg zu verlinken - zumindest für den Augenblick ein Sieg der Nutzer und eine nachvollziehbare Entscheidung von Kevin Rose, um nicht jedes Wohlwollen der Nutzer zu verlieren. Nun wird sich zeigen, ob Digg mit rechtlichen Schritten der hinter HD-DVD stehenden Unternehmen rechnen muss. Im schlimmsten Fall wird der Dienst mit hohen Schadenersatzforderungen konfrontiert und muss aufgeben, auch wenn das ein eher unwahrscheinliches Szenario ist. Sollte es aber dazu kommen, dann wären die Sieger (User) am Ende die Verlierer und die Diktatur der Nutzer hätte ein erstes Opfer gefunden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Topix:
Nachrichtenportal im Schatten der Anderen

Martin Weigert, 22. April 2007 um 10.08 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

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News-Aggregatoren im Netz sind angesagt. Mit der stetig steigenden Zahl an Onlinequellen entsteht bei vielen Usern der Wunsch, auf einen Blick sämtliche Nachrichten zu einem bestimmen Thema angezeigt zu bekommen. Google News erfüllt diesen Wunsch. Der Dienst durchsucht das Netz permanent nach neuen Artikeln und listet diese auf seiner Seite in Form einer laufend aktualisierten, individualisierbaren Newsübersicht.

Einen anderen Ansatz gehen Social-News-Portale. Dort werden die Nachrichten von den Usern selbst eingetragen. Jeder Eintrag kann von den Lesern bewertet werden. Die Beiträge mit den höchsten Bewertungen erscheinen auf der Startseite. Das weltweit führende Social-News-Portal Digg hat gerade seinen einmillionsten registrierten Anwender gefeiert. Auch bei FARK.com posten Nutzer die Nachrichten. Welche Schlagzeilen auf der Startseite veröffentlicht werden, darüber entscheiden dort aber die Betreiber der Seite. Die auf dem deutschen Markt dominierenden Social-News-Plattformen YiGG.de und Webnews lehnen sich stark am Original, Digg, an.

Dass das Thema aggregierter und sozialer News derzeit ganz heiß ist, wurde erneut deutlich, als MySpace vor einigen Tagen ein eigenes Nachrichtenportal startete. MySpace News sucht wie Google News nach Artikeln im Web und kategorisiert diese. Gleichzeitig können User selbst Links zu Nachrichten und Blogeinträgen posten. Die populärsten Schlagzeilen erscheinen auf der Hauptseite, die allerdings derzeit noch recht armselig daherkommt und z.B. eine News-Suche vermissen lässt.

Einer der in meinen Augen besten Anbieter für den schnellen Nachrichtenüberblick führt hingegen ein regelrechtes Schattendasein. Zumindest hierzulande liest und hört man fast nichts über die News-Community Topix mit Sitz in Kalifornien. Dabei bietet Topix einige praktische Features, die man sonst nirgends findet.

Topix kombiniert die automatisierte Nachrichtensuche à la Google News mit dem sozialen Aspekt von Digg & Co. Die Schlagzeilen werden dabei in chronologischer Reihenfolge angezeigt. Im Gegensatz zu anderen Social-News-Plattformen spielt es bei Topix keine große Rolle, welcher Beitrag gerade auf der Startseite verlinkt ist. Eine dementsprechend hohe Bedeutung hat die Suchfunktion, die die eigentliche Stärke von Topix ist.

Ein Beispiel: Du möchtest mehr über die Wirtschaftslage in den Niederlanden wissen und verwendest dafür Google News. Trotz der direkten Eingabe news.google.nl landest Du auf der deutschsprachigen Seite, da Deine Browsersprache Dich verrät und Google Dich hier bevormunden möchte. Du scrollst bis zum Ende der Seite und klickst auf “Nederland”. Doch leider sprichst Du kein Holländisch, weshalb Dir keine der bei Google News Nederland verlinkten Quellen nutzen.

Anders bei Topix: Du gehst zu www.topix.com und gibst im Suchfeld “Netherlands” ein. Schon landest Du auf der lokalen Seite für Nachrichten aus den Niederlanden. Alles ist in Englisch, worüber Du Dich freust. Nun suchst Du nach “economy”: 172 Headlines zu englischsprachigen Artikel aus aller Welt, die sich ganz oder teilweise mit Wirtschaftsthemen aus den Niederlanden befassen. Toll! Bekanntermaßen werden bei Google News nur Quellen aus dem jeweiligen Land angegeben.

Topix ist meines Erachtens nach der beste News-Aggregator, wenn es um den schnellen Überblick zu einem Sachverhalt in einem bestimmten Land geht. Intuitiv, einfach und immer auf Englisch. Es wäre angemessen, wenn der Dienst auch in Deutschland eine größere Beachtung finden würde.

Update:
Der größe Vorzug von Topix ist, gezielt und bequem nach Themen in einem bestimmten Land suchen zu können. Hinsichtlich Aktualität und Treffgenauigkeit der “Top News” muss man allerdings bei Topix noch ein bisschen üben, wie die Schlagzeile “Uganda’s Mountain Gorillas Increase In Number” bei den “German News” zeigt ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Social Spamming

Michael Osl, 10. April 2007 um 18.43 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Social Bookmarking Portale gewinnen zusehends an Bedeutung. Eine Platzierung auf der Startseite von Digg zum Beispiel ist dazu in der Lage, auf einen Schlag die Besucherzahlen einer Webseite enorm in die Höhe zu treiben. Auch wenn viele Server ob des Ansturmes dann recht schnell in die Knie gehen, der Andrang nur von kurzer Dauer ist und die web-affinen Benutzer eher nicht dazu tendieren, auf Anzeigen zu klicken, so erhält man doch meist eine große Anzahl von natürlichen Verlinkungen und Bekanntheit unter anderen Bloggern - der wahren Währung des Web 2.0.

Denn wer über Linkpopularität und Traffic verfügt, für den ist es dank Textlinks und AdSense ein leichtes, den Besucheransturm wieder zu Geld zu machen. Kein Wunder also, dass so mancher sich einen kommerziellen Nutzen davon verspricht, wenn er in Social Bookmarking Diensten prominent platziert ist. So startete kürzlich ein Dienst, der User dafür bezahlt, wenn diese auf digg.com ihre Stimme für eine Webseite abgeben oder kurz “diggen”, wie es in deren Jargon heißt. Dass dies in den Nutzungsbedingungen von Digg.com klar untersagt wird, braucht kaum extra erwähnt zu werden.

Was im ersten Moment wie eine Bedrohung für Social Bookmarking Portale wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung aber nur als ein äußerst kurzsichtiges Konstrukt: Erstens fällt es auf, wenn es ein qualitativ minderwertiger Beitrag plötzlich auf die Digg-Startseite schafft. Und selbst wenn er dort ist, wird er nicht von anderen Blogs verlinkt werden und ist durch Voting Funktionen schnell zu entlarven. Zweitens kann es nicht gut gehen, wenn plötzlich 100 Anbieter versprechen, einen Link auf die Startseite von Digg zu hieven. Der Preis würde recht bald in so astronomische Höhen schnellen, die klassische Angebote wie Google AdWords recht schnell wieder konkurrenzfähig erscheinen lassen.

Um seiner Webseite Popularität zu verschaffen stellt diese Art des “Marketings” also, gelinde gesagt, keine besonders kluge Masche dar. So bleibt nur zu Hoffen, dass dieses ganze Geschäftsmodell genauso schnell wieder in der Versenkung verschwindet, wie es aufgetaucht ist.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

 
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