Sieben Thesen zum Journalismus

Ein Patt bei dieser Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten – das war zu erwarten. Dass allerdings nicht einmal über die Ausgangssituation Einigkeit erzielt werden konnte, dass Weghören zur Königsdisziplin wurde, das war weniger zu erwarten. Ein offensichtlich notwendiger Nachtrag zur Mediensituation von Klaus Jarchow.

Sieben Thesen zum Journalismus

Herrgott, sie stehen mitten in einer Medienrevolution – und sie merken es nicht! Die Diskussion zum Journalismus im Web 2.0, veranstaltet vom DJV am Donnerstag, dem 11. Januar, ließ mich einigermaßen ratlos zurück (Aufzeichnung hier). Ratlos deshalb, weil ich mir das Unwissen gewisser Mitglieder der journalistischen Zunft nicht so groß vorgestellt hätte. Vielleicht aber waren es auch nur besonders vorsintflutliche Exemplare, die jetzt den guten, alten Presserat, der schon bei den Holzmedien nicht funktionierte, als Qualitätsinstrument ins Netz transferieren möchten.

Eine Kurzkritik des Abends, bevor es an die Thesen geht: Generell redeten die Blogger links vom Moderator und die Steinzeit-Fraktion rechts vom Moderator aneinander vorbei (erste Ablaufschilderungen gibt es hier und hier und hier). Da hatten wir links Don Alphonso, Thomas Knüwer und Michaela May, die ebenso freundlich wie vergeblich versuchten, den Herren vom Druckgewerbe klar zu machen, dass die fehlende Recherchetiefe und mangelnde Qualität doch in den Printmedien zum Dauerzustand würde, wofür es handfeste ökonomische Gründe gäbe, die auch bei einer immer renditegeileren Verlagsseite zu suchen seien, und dass die Blogs also – im Gegenzug – eher als eine Art qualitatives Korrektiv wirken würden. Blogs seien unter anderem eben auch eine Folge defizitärer Altmedien.

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“Your medium is dying!”

Jetzt macht sich auch noch Nelson von den Simpsons lustig über die Printbranche. Seht selbst!

(youtube.com, Video, 0:19 Minuten)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

“Fühlen Sie sich persönlich auch als Teil der Weblog-Community?”

UmfrageDas ist eine Frage der kurzweiligen Umfrage der Forschergruppe Online-Kommunikation am Institut für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich (IPMZ) zum Thema Blogs. Die Untersuchung richtet sich an private sowie berufliche Blogger und geht sowohl auf den Umgang mit dem eigenen Blog als auch auf das Verhältnis zu anderen Blogs ein. Als Gegenleistung für die Teilnahme können die Umfrageergebnisse angefordert werden. Da ein beachtlicher Teil der Leser von zweinull.cc selbst bloggt, habe ich mich entschieden, den Link zur Umfrage hier zu veröffentlichen. Die auf der Startseite angegebene Ausfülldauer von 15 Minuten ist schweizerisches Zeitmaß, ein hektischer Deutscher schafft das in sieben bis acht Minuten ;)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

medienlese.com präsentiert:
Das DJV-Bullshit-Bingo

Heute abend diskutieren in Berlin Journalisten und Blogger auf Einladung des DJV zum Thema “Regeln oder Anarchie? – Journalismus im www“. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert mittlerweile auch der Livestream. Und das eröffnet für uns Daheimgebliebene die Teilnahme am DJV-Bullshit-Bingo:

medienlese-djv-bingo.png

medienlese-djv-bingo.png

Ausdrucken und immer dann, wenn eines der aufgelisteten Buzzwords auf dem Podium genannt wird, durchstreichen. Wer zuerst vier durchgestrichene Wörter in einer Reihe hat, gewinnt!

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Symbolbild “Rentner”

Rentner Blick Symbolbild

Das ist ein Screenshot von Blick Online am 10.01.2008, 18:00 Uhr. Was bloss ist auf diesem Symbolbild zu sehen? Ist es ein Rentner? Die Autobahn? Die Polizei? Gar der Teufel?

Eine Reihe von weiteren “Super-Symbolfotos” sind im Blog von Stefan Niggemeier zu finden.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Xobni bringt den Social Graph zu Outlook – zweinull.cc hat Einladungen

XobniTrotz der zunehmenden Verbreitung von Social Networks ist der Stellenwert von E-Mail als schnelles und praktisches Kommunikationsmittel nicht gefährdet. Internetriesen wie Yahoo und Google haben erkannt, dass die E-Mail-Postfächer und -Adressbücher ihrer Nutzer wie geschaffen dafür sind, Social-Networking-Funktionen drumherum zu bauen. Wer wie Facebook bereits ein erfolgreiches soziales Netzwerk sein Eigen nennt, versucht dagegen, seinen Messaging-Tools zusätzliche Funktionalität zu verleihen. Die seit mehr als einem Jahrzehnt etablierte E-Mail hat damit gute Chancen, im Jahr 2008 zu neuem Glanz und ungewohnter Aufmerksamkeit zu gelangen. Auch Xobni Insight könnte seinen Anteil daran haben. Xobni Insight ist ein kostenloses Plugin für Outlook 2003 und 2007, das in der US-amerikanischen Bloggerwelt bereits für einiges an Aufsehen gesorgt hat. » weiterlesen

Satire-Blog gemobbt:
Ordnung in Österreich

Ein österreichischer Medienkünstler bloggt als virtueller Doppelgänger eines Zeitungsherausgebers und muss nach kurzer Zeit sein satirisches Blog einstellen – aus Furcht, in Grund und Boden geklagt zu werden. Wo liegen die Grenzen von Meinungsfreiheit und Medienvielfalt in Österreichs hochkonzentrierter und monopolisierter Medienlandschaft?

Kronen-ZeitungÖsterreichs erster Skandal um ein Weblog war nach einem Monat wieder vorbei: In einer Pressekonferenz vor österreichischen Medien gesteht der 25-jährige Wiener Medienkünstler Philip Drössler, dass er der Fälscher ist. 24 Einträge umfasst sein Blog “Aus österreichischer Sicht“, in dem er als vermeintlicher Chefredakteur der meistgelesenen Tageszeitung ?Gedanken zu den Ereignissen in unserem schönen Land? bloggte. Das Original, Kronen Zeitung-Herausgeber Hans Dichand, hatte seinem virtuellen Doppelgänger zuvor gedroht, ihn auszuforschen und ?zu zwingen, mit dieser einmaligen verbotenen Handlung aufzuhören?.
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Umfrage der Uni Zürich:
Warum bloggen Sie?

Umfrage Uni Zürich

Die Universität Zürich will es wissen: Im Rahmen eines Forschungsprojekts führt sie eine Umfrage zu Weblogs durch, weil es über das Thema Weblogs “bislang nur wenige wissenschaftliche Befunde” gibt. Wer die 15 Minuten investiert, kriegt danach auch die Forschungsergebnisse zugeschickt, wenn er das will.

Los geht’s mit diesem Link – macht mit und verteilt den doch etwas, dann macht die Aktion auch Sinn.

http://www.unipark.de/uc/blogger
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Euphorie um DataPortability – Aber wem nützt es eigentlich?

Aktualisiert

DataPortabilityMehr als überschwänglich reagierte die internationale Blogosphäre auf die gestrige Meldung, Google, Facebook und Plaxo würden der Initiative DataPortability.org beitreten, die für eine Social-Networking-Landschaft eintritt, in der User ihre persönlichen Daten und Freunde von Anbieter zu Anbieter mitnehmen können. Die Arbeitsgruppe möchte Standards und Lösungen entwickeln, die von Communities und Social-Media-Diensten umgesetzt und integriert werden, damit Nutzer ihren Social Graph bequem in der virtuellen Hosentasche immer dabei haben, egal bei welcher Community sie sich morgen niederlassen. Die euphorische Reaktion vieler Tech-Blogger und IT-Theoretiker verwundert nicht, ist diese Öffnung der bis heute größtenteils geschlossenen Social Networks doch ein Traum zahlreicher Web-2.0-Aktivisten. » weiterlesen

“Krieg und Frieden” im ZDF:
Version Schwarzwaldklinik

Robert Dornhelm verflimt den größten Roman aller Zeiten: Krieg und Frieden von Lew Tolstoi. Das ZDF zeigt den “26 Millionen teuren Europudding” in vier Teilen. Die Kritiken sind vernichtend – von jenen, die die Produktion überhaupt gesehen haben.

Krieg und Frieden
(Bild ZDF)

Für bild.de meldete Uli Schüler aus St. Petersburg:

Es ist die teuerste, aufwendigste und größte deutsche TV-Produktion des Jahres!

Aber wurden die 26 Millionen Euro, die der Gebührenzahler jedenfalls teilweise finanziert hat, sinnvoll ausgegeben?
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