Der Westen:
News für Kinder

Wie ich bei Martin lese, hat der Westen Kindernachrichten im Angebot.

Eine schöne Sache – und im alltäglichen Einheitsbrei eine willkommene Abwechslung. Man erfährt zum Beispiel, dass Forscher bei einigen Vögeln das sogenannte FOXP2- Gen ausgeschaltet haben. Oder dass Arbeitsminister Olaf Scholz Jura studiert hat und Fachanwalt ist für Arbeitsrecht. Und seinen Amtseid ohne religiöse Beteuerung geleistet hat.

Echt grossartig ist aber der Text über den russischen Präsidenten Wladimir Putin:

Er ist nicht groß, aber sehr sportlich. Als Kind wurde Wladimir Putin oft gehänselt. Mit 13 Jahren begann er, Judo zu trainieren. Beim Kampfsport lernte der Junge, sich durchzusetzen. Außerdem joggt und schwimmt er jeden Tag. Und er fährt Ski und reitet.

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Alle Seiten und Dienste, über die zweinull.cc berichtet hat

zweinullJeder Blogartikel bei zweinull.cc, der sich in mindestens zwei Zeilen auf eine bestimmte Seite oder einen speziellen Web-2.0-Service bezieht, erhält neben den herkömmlichen Schlagworten auch einen Tag mit dem Namen des jeweiligen Internetangebots. An dieser Stelle möchte ich auf die Liste aller Dienste hinweisen, über die wir seit dem Start dieses Blogs berichtet haben. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird auch in Zukunft niemals komplett sein. Wer aber neugierig ist, welche Seiten bei zweinull.cc bereits in mehr als ein paar Worten Erwähnung gefunden haben, darf sich gerne umschauen. Den Link zur Liste findet ihr auch in der rechten Leiste neben “Seiten und Dienste”.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Merkel dies, Merkel das

Merkel Netzeitung

Dienstagmorgen, 8:17 Uhr, Netzeitung. Angela Merkel, amtierende Bundeskanzlerin von Deutschland, nimmt von Sonntag bis heute am 21. Parteitag der CDU Deutschlands teil. Gestern war die erste Plenarsitzung, heute die zweite. Ist was aufregendes passiert? Ich glaube nicht.

Trotzdem muss Angela Merkel der Netzeitung gleich für drei Titel dienen und ist mit drei (vier) Bildern auf der Hauptseite vertreten. Die Texte heissen “Merkel hatte von Schröder die Nase voll“, eine Kolumne von Graf Nayhauß, “Merkel in der Mädchenrolle“, eine Beobachtung von Tilman Steffen und “Merkel zentriert sich in Hannover“, eine Presseschau.

Ohne näher auf die Inhalte einzugehen: War das nun ein Parteitag oder ein Event, bei dem es um die prominente Bundeskanzlerin ging?

Bild: Screenshot netzeitung.de (rote Kreise: medienlese.com)

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Die Deutschen kommen

Vom DOK-Video Die Deutschen kommen – und wie lieb wir sie haben, das im Ende Januar 2007 im Schweizer Fernsehen lief, ist nun eine untertitelte Fassung auf YouTube zu sehen. Gut angekommen ist der Film bei den YouTube-Nutzern aber bisher nicht: 4 Bewertungen, Durchschnitt 1 von 5 Sternen (öde):

Schweizer Deutsche

Im Film, den ich ganz interessant finde, sieht man Schweizer, für die alle Deutsche grundsätzlich arrogant sind (eine seltsam arrogante Haltung). Deutsche, die schweizerdeutsch lernen. Deutsche, die vor den deutschen Steuereintreibern flüchten. Deutsche, für die es kein Spass ist, Fussball zu gucken in der Schweiz. Deutsche, die nie mehr in Deutschland wohnen möchten wollen und nur zum Einkaufen nach Deutschland gehen. Deutsche, die unbedingt eingebürgert werden möchten. Und noch ein paar Deutsche und Schweizer mehr.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

Medienblogcharts 11/07 Schrumpft die Blogosphäre?

Die Medienblogcharts zeigen weiterhin einen Rückgang der Verlinkungen. Durchs ganze Tableau ziehen sich die Negativ-Zähler – mit einigen Ausnahmen, darunter medienlese.com: Wir haben weitere drei Plätze gutgemacht. Am unteren Ende der Charts stossen nicht weniger als sechs Neue in die Top-50 vor.

Bild
Der Long Tail bleibt: Die Top-Ten-Medienblogs und ihre Verlinkungen durch andere Blogs in Woche 44 (hellblau) und Woche 17 dieses Jahres. Die Namen ändern, die Kurve bleibt.

Ist die deutsche Blogosphäre vielleicht dem gleichen Schicksal ausgeliefert wie Fantasien in Michael Endes Unendlicher Geschichte? Schrumpft sie? Natürlich freuen wir uns, dass medienlese.com weiterhin hoch im Kurs der Blogger steht und Monat für Monat weitere zusätzliche verlinkende Blogs verzeichnen kann. Aber insgesamt scheint die Lust am Verlinken in deutsch(sprachig)en Landen seit drei Monaten abzunehmen.

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OpenID – Was bringt es?

Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht hin und wieder vor Logins von Webseiten steht, von denen man zwar dunkel in Erinnerung hat, dass man sich irgendwann mal dort registriert hat, sich aber partout nicht mehr an den Benutzernamen und das Passwort erinnern kann (“war es jetzt mausibaerli22 oder doch schnuckihasi32?“).

Gegen die Flut an Passwörter helfen sogenannte Single-Sign-On-Systeme, welche auf “ein Login für alles” setzen und nun scheinbar auch bei Webdiensten allmählich Verbreitung finden. Dabei setzt sich das von Brad Fitzpatrick entwickelte OpenID-Protokoll immer mehr als Quasi-Standard durch – vor wenigen Tagen erst war auf Techcrunch zu lesen, dass mittlerweile sogar schon Google mit OpenID experimentiert, nämlich auf deren hauseigenem Blogdienst Blogger.com. Dort ist es bald vielleicht schon möglich, sich für die Kommentarfunktion per OpenID zu identifizieren. Ebenso hat der französische Mobilfunkanbieter Orange im September mit der Ankündigung aufhorchen lassen, seinen mehr als 40 Millionen Kunden künftig als OpenID-Provider zur Verfügung zu stehen – auch wenn sich diese Meldung bei genauerer Betrachtung als weit weniger spektakulär herausstellt als sie zunächst klingt. Zeit dennnoch für zweinull.cc, OpenID genauer unter die Lupe zu nehmen. » weiterlesen

Welt am Sonntag:
Titelseite verkauft

Heute lungerte ich auf der Suche nach Lesestoff in der Bäckerei rum. Zuerst guckte ich in den Spiegel, aber da stand “Magie des Forschens” neben gezeichneten Kindern. Also eine Sonntagszeitung. Da man nicht das halbe Blatt durchlesen kann, während einem die beschäftigungslose Bäckerin in den Rücken starrt, muss man sich wohl oder übel nach der Titelseite richten. Also, FAS, Tagesspiegel, BamS? Hm. Die B.Z. berichtet, dass sich Eisbärinnen in “die Höhle der guten Hoffnung” zurückgezogen haben, ein neuer Knut droht. Vielleicht die WamS? Was ist denn das? Ein Weihnachtsthema? Die Welt ist voller Wünsche? Karstadt erfüllt Wünsche?

Wams Titelwerbung

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Neue Zielgruppe:
Öko-Luxus für Luxus-Ökos

Die Weltverbesserer sind los, sie wollen nachhaltige Produkte und sie haben das entsprechende Geld in der Tasche. Auf Utopia, TreeHugger und Ivy wird ökologisch korrekt geklickt. Burdas Ivy gibt es nicht nur im Internet, am Kiosk liegt jetzt auch das Magazin.

Grün, grün, grün

Eine kaufkräftige Elite hat die Nachhaltigkeit für sich entdeckt, findet bio chic und kanne es sich leisten, ein paar Euro mehr zu bezahlen für das Gefühl, damit etwas Gutes zu tun. Die passenden Medien-Produkte zum Bio-Zeitgeist starten jetzt auch in Deutschland: Utopia (Internet) und Ivy (Print und Internet). Die Werbekunden, so hört man, sollen begeistert sein.

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medienlese.com – der Wochenrückblick

Keine Krähen, Abgang verpasst, Geld von Belgien, Schleichwerbung.

Der Schweizer Textkünstler Christoph Geiser (“kein morgen | kein wind | keine krähen | in den ästen | wartet laub | den mond | vergass ich | zwischen den gittern wächst | frost | die steine waren noch warm | als ich starb”, Zuger Tagblatt, 2. Juni 1971) blitzte vor dem Presserat ab mit einer Beschwerde gegen einen Artikel aus dem inzwischen eingestellten Facts. Die implizite Unterstellung, er benütze seine sexuelle Orientierung zur Beschaffung von Fördermitteln, entbehre jeglicher tatsächlichen Grundlage. Der Text von Daniel Arnet nannte sich “Die Subventionskünstler” und nannte die Schweizer Literaturförderung ein dunkles Kapitel. Wer ein Gesuch schreiben könne und Modethemen verwurste, habe alle Chancen, Steuergelder abzusahnen. Talent brauche es kaum.

Der Ringier-Verlag baute einige wenige Stellen ab (“Es besteht ein grosszügiger Sozialplan. Wenn immer möglich werden den Betroffenen intern Stellen angeboten.”) und will ab Februar nicht mehr mit dem Karikaturisten des hauseigenen Boulevardblatts Blick zusammenarbeiten. Der “geniale”, aber “schon beim Tagi völlig überbezahlte Nico mit seinen horrenden Lohnforderungen” habe “wohl den Abgang verpasst” (persoenlich.com Kommentare).

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Direktor für Anderes

Man kann über Google sagen, was man will: Lustige Stellenbezeichnungen haben sie allemal dort. Im Moment hat der Suchmaschinengigant gerade einen Management-Job als “Director of Other” zu vergeben.

Googleother

Das ist nicht etwa ein Scherz oder Fehler. “Other” bezeichnet die 10% der Ressourcen, die Google nach eigenen Angaben in völlig neue Geschäftsideen steckt (wozu möglicherweise auch Googles neue Energie-Initiative gehört). Könnte also ein ziemlich interessanter Job sein, wenn auch der Job-Title auf der Visitenkarte etwas albern klingt. » weiterlesen

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