Geht die Gründungswelle dem Ende zu?

Wenn ich meine täglichen Lesestunden in nationalen und internationalen Web-2.0-Blogs und -Magazinen der letzten Wochen rekapituliere, so verstärkt sich mein Eindruck, dass wir den Höhepunkt der Gründungswelle im Web 2.0 überschritten haben. Dabei handelt es sich erst einmal um ein rein subjektives Bild, bei welchem ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen lassen. Auch spreche ich nicht vom Platzen irgendeiner Blase oder davon, dass keine interessanten und spannenden Startups mehr das Tageslicht erblicken – ich weiß von einer Reihen von innovativen Anbietern, die derzeit ganz heimlich vor sich hin testen und wo ich nur auf das Ok warte, diese endlich in einem Posting vorstellen zu können. Was in meinen Augen jedoch merklich abgenommen hat, ist die reine Quantität an handfesten und ernstzunehmenden Web-Startups. » weiterlesen

Yahoo-Suche:
Jetzt besser als Google?

Das derzeit häufig geprügelte Web-Portal Yahoo kündigte heute an, eine neue Version seiner Suchmaschine herausgebracht zu haben. Normalerweise lösen solche Ankündigungen nur kräftiges Gähnen aus, aber fairerweise kann man es ja mal kurz ausprobieren, was die Yahoo-Kollegen da hingekriegt haben. Gegen Google haben sie ja eh keine Chance. Denkt man.

Aber schauen wir uns mal ein paar typische Suchen mit willkürlich gewählten Themen an, im direkten Vergleich Yahoo vs. Google:

- “Welt”: Beide finden die gleichnamige Zeitung relevanter als den Wikipedia-Artikel zur Welt als solcher. Da freut sich der Verlag. Bei beiden schafft es auch die Zeitschrift “PC-Welt” in die Top 10. Google hat besser gefilterte Resultate, Yahoo mehr doppelte Treffer. Sieger: Google.

- “Lokführerstreik”: Yahoo bringt als zweiten Treffer einen Artikel vom Juni, der das Ende des Streiks ankündigt. Schön wär’s. Google bringt zusätzlich ein paar eher irrelevant scheinende Blogs, sonst sind die Treffer etwa gleichwertig. Sieger: Unentschieden.

- “Angela Merkel”: Beide führen die offizielle Homepage der Kanzlerin als Top-Treffer, Wikipedia als Nr. 2. Yahoo hat ein paar mehr redundante Treffer, dafür aber ein paar Informationen mehr aus Diskussionsgruppen. Sieger: Unentschieden.

- “Bill Clinton”: Yahoo listet in den ersten zehn Treffern alle wesentlichen offiziellen Quellen auf, dazu Mediensites wie die New York Times und CNN und auch eine Linksammlung zu “The Unofficial Bill Clinton”. Ausserdem werden noch verfeinerte Suchabfragen vorgeschlagen. Google hat sehr ähnliche Inhalte unter den ersten zehn, aber auch ein paar klar irrelevante Treffer wie z.B. einen Twitter-Feed von einem Witzbold, der sich als Bill Clinton ausgibt. Sieger: Yahoo.

- “Christoph Blocher”: Wiederum sehr ähnliche Inhalte, aber Google bringt auch einen prähistorischen Artikel aus der BusinessWeek von 1997 in den ersten zehn. Yahoo hat dafür gleich auch einen direkten Link auf ein Youtube-Video auf der ersten Seite, wo Blocher seine Liebe zu Kuhscheisse erklärt. Priceless. Sieger: Yahoo.

- “Blinddarmentzündung” (gewidmet meiner Schwester Barbara, die gerade mit einer solchen im Krankenhaus liegt): Yahoo will uns in den Werbelinks auf die Gesundheitsseite der Konkurrenz von Microsoft schicken. Merkwürdig. Sonst kriegt man diverse medizinische Artikel. Google ebenso. Für Erheiterung sorgt bei Google die Werbung: “Infos zu Blinddarmentzündung. Jetzt bei eBay mitbieten & kaufen!”. Na fein. Sieger: Unentschieden.

- “Henry Blodget”: Zum berüchtigten Internet-Analysten bringen beide Suchmaschinen diverse Medienlinks, aber Yahoo hat keinen Link zu Blodgets neuem Blog unter den ersten 10. Sieger: Google.

- “Blogwerk”: Auch da wieder kein grosser Unterschied. Google hat ein paar Blog-Treffer mehr, dafür ist Yahoos Liste eher etwas aktueller. Sieger: Unentschieden.

- “Cambridge”: Bei Yahoo erfährt man gleich in den ersten drei Treffern, dass es unter diesem Namen eine Stadt in England, eine berühmte Uni und eine Stadt in den USA gibt. Bei Google stehen ungefähr die gleichen Resultate, aber weniger schlau sortiert. Sieger: Yahoo.

- Und zuletzt noch der unvermeidliche Ego-Search nach “Andreas Göldi”: Beide Suchmaschinen finden die relevantesten Websites, Yahoo zusätzlich noch einen Link auf einen Lehrer an der Sekundarschule Frenkendorf, der so heisst wie ich. Google ist eher vollständiger. Sieger: Google.

Mit anderen Worten: Die beiden Suchmaschinen schenken sich nichts. Ein klarer Sieger ist nicht auszumachen. Wer mehr Wert auf Resultate aus der Blogosphäre legt, ist weiterhin mit Google besser bedient, dafür scheint Yahoo oft aktueller zu sein. Google filtert doppelte Site-Treffer besser aus, aber Yahoo integriert Multimedia-Quellen etwas besser.

Für einige der Suchbegriffe habe ich auch noch Microsofts Suchmaschine “Live Search” getestet. Resultat: Signifikant schlechtere Resultate. Microsoft bleibt klar hinter den beiden Konkurrenten zurück.

Wer aber Yahoo oder Google benutzt, hat derzeit echt keinen Grund, zu einer anderen Suchmaschine zu wechseln. Schade für Yahoo, dass der Trend klar Richtung Google zeigt. Die Markenstärke des Marktführers ist kaum angreifbar, und Yahoo ist auch in dieser neusten Version nicht besser, sondern nur gleichwertig.

Second Life:
Ein Besuch im Austria House

Für einen kleinen Pauschalbetrag von 9.600 Euro und für 3.600 Euro jährlich leistet sich Österreich eine Absteige im Spiel Second Life. Mein Avatar ist etwas rumgelaufen dort und hat Fotos gemacht.

Was war das ned für ein Geschrei im Blätterwald Anfangs 2007, als in den Redaktionen Second Life gespielt wurde und sich die Avatare gegenseitig ausfragten, von welcher Zeitung sie denn seien. Irgendwann ebbte der Medienhype aber wieder ab, einige Late Adopter ausgenommen. Der Idee aber, dass dort jede Agentur, jede Zeitung, jede Firma und jeder Staat sein virtuelles Häuschen aufzustellen hat, konnten sich nicht alle verwehren. Nicht nein gesagt hat zum Beispiel Österreich (siehe “Österreichs Web 2.0-Spaß in Second Life“)

Mein Avatar war da und hat Fotos gemacht. In Räumen, so gross wie Kathedralen. Die so einsam und verlassen sind, als hätte eine grausame Krankheit alle Menschen dahingerafft.

Austria House 4 011

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Österreichs Web 2.0-Spaß in Second Life

Österreichs “virtuelle Amtsstube” in Second Life ist so aktuell wie die Zeitung vor einem halben Jahr. Dennoch behauptet der Bundeskanzler, Österreich beweise dadurch “einmal mehr seine Vorreiterrolle auf dem Sektor E-Government”. Bleibt zu hoffen, dass dieses Beispiel nicht Schule macht.

Von Markus Kirchsteiger

Das österreichische Bundekanzleramt hat eine “virtuelle Amtsstube” (SLURL ) im Online-Spiel Second Life eingerichtet. Auch wenn dafür ein Pauschalbetrag von 9,600 ? sowie laufende Kosten von 300 ? pro Monat anfallen: Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) ist begeistert vom Web 2.0 und beantwortet eine parlamentarische Anfrage des Nationalrates mit Euphorie. Das Bundeskanzleramt sei ständig bemüht, “innovative neue Technologien anzuwenden und damit neue Zielgruppen zu erschließen”:

Daher wurde auch als erste Behörde weltweit eine virtuelle Amtsstube im SL eröffnet. Österreich beweist dadurch wieder einmal mehr seine Vorreiterrolle auf dem Sektor von E-Govemment.

Ein Blick auf die Inhalte dieser “virtuellen Amtsstube” lässt allerdings den Wunsch aufkommen, dass das virtuelle Österreich in Second Life nicht zum Beispiel für andere Staaten wird. Next Horizon, das dafür zuständige Unternehmen, hat nämlich ein wichtiges Prinzip des Internets nicht wirklich verinnerlicht: Aktualität.

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Online Office:
Adobe Top, Microsoft Flop

Am 20. September stellte ich die Frage, wer angesichts der zunehmenden Popularität von Online-Textverarbeitung den Web-Office-Anbieter Zoho kaufen könnte. Am Rande erwähnte ich einige weitere Dienste in diesem Bereich, unter anderem auch Buzzword. Gestern wurde bekannt, dass Adobe das Unternehmen hinter Buzzword übernimmt und sich damit nach Google (Google Docs) und Yahoo (Zimbra) ein weiterer Technologiegigant seinen Anteil am erwartet großen Kuchen der Online-Office- bzw. Online-Software-Services sichern möchte. » weiterlesen

eBay im Sinkflug, Zennström tritt zurück:
Was wird aus Skype?

So schnell kann’s gehen im Internet-Business: Gerade noch war die allgegenwärtige Auktionsplattform eBay der unangefochtene König des eCommerce. Viele waren der Meinung, dass eBay nicht nur Online-Verkäufe, sondern die ganze Weltwirtschaft revolutioniert hat bzw. noch revolutionieren wird.

Ein paar Monate später sieht es schon wesentlich düsterer aus: eBays Besucherzahlen zumindest in den USA befinden sich im Sinkflug. Im Januar benutzten noch 80.7 Mio. User die Plattform, im August waren es noch 79.7 Mio. — während gleichzeitig die Zahlen der Konkurrenz deutlich stiegen. eBay musste gar Platz 5 im amerikanischen Ranking an Fox Interactive (u.a. MySpace) abgegeben.

Die Experten rätseln über die Gründe: Hat eBay den Anschluss verpasst und hätte früher ins Social Networking einsteigen sollen (denn mit seinen unzähligen treuen Usern wäre eBay da hervorragend positioniert gewesen)? Hätte man die antiquitiert wirkende Website früher auffrischen sollen? Oder sind die User einfach auktionsmüde geworden und kaufen sich lieber wieder was auf konventionellem Weg?

Und jetzt auch das noch: Heute ist Niklas Zennström zurückgetreten, der Gründer und bisherige CEO des von eBay vor zwei Jahren aufgekauften Internet-Telefonieanbieters Skype. Zennström wird sein Ausscheiden bei Skype (ausser in finanzieller Hinsicht) wohl kaum gross stören, er ist sowieso schon lange voll bei seinem neuen Startup engagiert, der Video-Plattform Joost.

Skype hatte es in letzter Zeit nicht leicht. Einem massiven Systemausfall im August folgen nun offenbar enttäuschende Geschäftszahlen. Die ursprünglichen Skype-Gründer und -Investoren bekommen vom Earn-Out, der zum Zeitpunkt der Akquisition auf maximal $1.7 Mia. festgelegt wurde, nur $530 Mio. Immer noch nett, aber weit von den erhofften Resultaten entfernt. eBay macht ausserdem eine Abschreibung von $1.4 Mia. auf Skype, fast 2/3 des ursprünglichen Cash-Kaufpreises. Die genauen Umsatzzahlen für Skype hat eBay noch nicht bekanntgegeben, aber man darf angesichts der Umstände davon ausgehen, dass sie nicht schön sein werden.

Wenn eBay da nicht aufpasst, könnte Skype in die Geschichte eingehen als typische Bubble-Firma: Viele User, viel Begeisterung, hohe Bewertung, aber leider kein Businessmodell, das dazu passt. Disruption ist prima. Aber wenn man sein Hauptprodukt gratis weggibt, bleibt immer die Frage, wie man am Schluss als Firma überlebt. Das mussten schon Netscape und unzählige Web-1.0-Firmen erleben.

“Ethik 2.0″ – Braucht Online-Journalismus neue Regeln?

Für gedruckte Presseerzeugnisse gilt der Pressekodex: Eine Zeitung oder Zeitschrift, die sich “danebenbenimmt” und bei der Berichterstattung unethisch arbeitet, kann vom Presserat eine Rüge erhalten. Doch wie ist es im WWW? Sind dort neue “Spielregeln” erforderlich?

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Paradox, wenn eine Online-Veranstaltung ausgerechnet in der “Print-Academy Heidelberg” stattfindet… (Bild: W.D.Roth)

Bei Online wird alles anders, so dachte man einst. In mancher Hinsicht stimmt dies. So kann man für journalistische Online-Angebote bislang nicht besonders erfolgreich Geld verlangen. Andererseits genießt Online längst höchste Aufmerksamkeit, was auch der Grund dafür ist, dass dieser Bericht über eine Online-Veranstaltung des Deutschen Journalistenverbands hier auf Medienlese.com erscheint und nicht etwa im gedruckten Verbandsorgan. Ungeachtet der Ansicht des 1. Landesvorsitzenden des DJV Baden-Württemberg Karl Geibel:

Journalisten sehen Blogs nicht als vertrauenswürdiges Medium an

Der dritte Kongress der Reihe Besser online ging unter dem Stichwort Ethik 2.0 primär der Frage nach, ob im Web andere, neue Regeln für Journalismus und Qualität gelten als auf totem Baum. Schließlich agieren die Online-Ableger etablierter Printmedien oft auf qualitativ niedrigerem Niveau, zeigen klickstark Boulevard und Busen, wo das Stammmedium eigentlich auf ernste Politik- und Wirtschafts-Themen setzt. Geht online also alles, oder herrscht Wildwest und es sind neue Regeln erforderlich?

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Medienblogcharts 9/07:
Verlinkungstendenz:
Negativ

An jedem ersten Montag im Monat erscheinen hier die medienlese-Medienblogcharts: Die Top 50 der Medienblogs in deutscher Sprache. Im September zeigt die Verlinkungstendenz steil nach unten: Die meisten Top-Blogs haben massiv Querverweise verloren.

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Verlinkungsgewinne und -verluste der Top 50 Medienblogs im September: Nur zehn Blogs legten zu, die meisten andern verloren massiv an Aufmerksamkeit.

Es ist ein Schlachtfeld: Mit wenigen Ausnahmen – darunter medienlese.com – haben praktisch alle Medienblogs im September massive Einbussen an Verlinkungen von andern Blogs hinnehmen müssen. Der flaue Blogsommer hat sich nachträglich in den Technorati-Rängen bemerkbar gemacht, jetzt, wo die deutlich spärlicheren Verlinkungen sich in der Statistik niederschlagen. Die kollektive Bilanz aller Top-50 Medienblogs im deutschsprachigen Raum beträgt minus 177 Drittblog-Verlinkungen.

Grade mal zehn der Top 50 Medienblogs konnten zwischen Kalenderwoche 35 und Kalenderwoche 39 weitere Drittblogs auf sich aufmerksam machen und erhielten von diesen zusätzliche Links – allen voran das “Swiss Metablog” mit 67 neuen Verlinkungen und einem Sprung von Rang 27 auf Rang 19 der Charts; auf dem zweiten Platz der Gewinner liegt medienlese.com mit Linksetzungen aus 45 neuen Blogs, was uns allerdings, hart an der Grenze zu den TopTen, nur einen Rang auf 13 vorwärts bringt.

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Gastbeitrag:
Der Stand des Web 2.0 in Japan

Das Web 2.0 in JapanHeute gibt es zum ersten Mal einen Gastbeitrag bei zweinull.cc. Serkan Toto, Deutscher mit türkischen Wurzeln, schreibt im Moment in Tokyo an seiner Doktorarbeit in Betriebswirtschaft. Er spricht fließend Japanisch und beschäftigt sich intensiv mit der japanischen Internet- und Web-2.0-Szene, deren Entwicklung er in seinem Blog Tokyotronic beleuchtet und analysiert. Für zweinull.cc gibt Serkan einen Einblick in das, was im Land der aufgehenden Sonne im Moment unter dem Label Web 2.0 abläuft.

Der aktuelle Stand des Web 2.0 in Japan

Japan genießt weltweit einen Ruf als absolutes Technologie-Mekka. Da scheint es umso verwunderlicher, dass abgesehen von Videospielen bisher nur wenige Anwendungen aus dem Software- und Internetbereich ihren Weg in den Westen gefunden haben. » weiterlesen

“Das Schweigen der Quandts”

Das Vermögen der Quandts, eine der reichsten Unternehmerfamilien in Deutschland, soll auch aus fragwürdiger Zusammenarbeit mit den Nazis stammen. Dass in Fabriken Zwangsarbeiter beschäftigt wurden, so die NDR-Dokumentation “Das Schweigen der Quandts”, möchte die Familie weder kommentieren noch aufarbeiten.

Sonntag, 23:30 Uhr. Nicht Inge Meysel kommt im Ersten, wie es die Programmzeitschriften eigentlich voraussagen. Stattdessen läuft die Dokumentation “Das Schweigen der Quandts”. In der NDR-Produktion, die am Nachmittag auf dem Hamburger Filmfest uraufgeführt wurde, wird die Rolle der Akkumulatoren Fabrik Aktiengesellschaft (AFA) und anderer Unternehmen Günther Quandts im Dritten Reich kritisch beleuchtet – und wie die Familie mit dem schweren Erbe heute umgeht: Schweigen.

Fünf Jahre haben Autor Eric Friedler und Barbara Siebert recherchiert. Puzzleartig fügten sich dabei die Informationen aus verschiedenen Archiven zusammen, verdichteten sich viele kleine Hinweise zu einer erdrückenden Faktenlage. Neben Historikern kommen in der Dokumentation auch Zeitzeugen zu Wort: Ehemalige Zwangsarbeiter, die für Quandts Unternehmen arbeiten mussten.

Nach der Aufführung auf dem Hamburger Filmfest bekamen Thomas Schreiber, ARD-Koordinator Fiktion und Unterhaltung, und Eric Friedler viel Applaus. Sie haben eine packende Dokumentation präsentiert, aufwendig und gut produziert. Ein Film, der viele der Anwesenden sprachlos macht – und in den kommenden Tagen sicher einiges an medialer Aufmerksamkeit erhalten wird. Auf die einstündige Fassung soll eine um 30 Minuten erweiterte Version folgen, zu der es dann auch Pressearbeit geben soll.

Jetzt aber ist der Film erst mal draußen – ein echter Coup für die ARD. Viel bekannt gegeben wurde im Vorfeld nicht. Im Programm des Filmfestes fehlten Angaben zu Autoren und zum Namen der Unternehmerfamilie, die im Mittelpunkt der Doku steht, völlig. Ähnlich gut getarnt versteckt sich die Sendung im ARD-Programm hinter Inge Meysel. Angst haben die Macher trotzdem nicht: Der Film sei schließlich sauber recherchiert. Friedler wünscht sich für die ehemaligen Zwangsarbeiter und Geschädigten, dass die Familie Quandt die Geschichte ihrer Unternehmen anerkennen und hofft auf unabhängige Aufarbeitung.

Nachtrag 1.10.2007, 9 Uhr:

Beschreibung im Programm des Hamburger Filmfests:

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