Microsoft übernimmt FAST, besitzt damit Musik-Sharing-Dienst Ezmo

ezmo.gifLaut Silicon Alley Insider wird Microsoft ein Übernahmeangebot an den norwegischen Suchmaschinen-Spezialisten FAST machen. Demnach wollen die Redmonder 1,2 Milliarden US-Dollar für die an der Osloer Börse notierte Firma zahlen, deren Suchtechnik sich hauptsächlich an Geschäftskunden richtet. Warum dies eine Meldung bei zweinull.cc wert ist? FAST befindet sich auch im Besitz von Ezmo, einem Dienst, mit dem man einfach und legal Musik mit seinen Freunden teilen kann (siehe zweinull.cc-Bericht). Ezmo ist seit einiger Zeit auf dem deutschen Markt aktiv, wo es mittlerweile mit simfy starke, einheimische Konkurrenz hat. » weiterlesen

Gruner und Jahr:
Europas größter Zeitschriften-Dampfer

Als Offensive gegen den Springer-Verlag gegründet, schrieb Gruner + Jahr Pressegeschichte. medienlese.com blickt auf bewegte Hamburger Verlegerfreundschaften und die Strategien von Europas größtem Verlagshaus.

Gruner und Jahr
Gruner und Jahr Pressehaus am Baumwall in Hamburg (Bild cc:SusanneK)

Baumwall 11. Nähe Landungsbrücken. Hamburg. Der Hauptsitz von Gruner + Jahr. Einem Verlag, den es schon länger als die Bundesrepublik gibt. Zumindest, wenn man mit dem Henri-Nannen-Verlag beginnt. Am 1. August 1948 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Stern im Stern-Verlag Henri Nannen. Nannen bekam im Juli 1948 von der britischen Militärregierung die Genehmigung zur Umbenennung der Jugendzeitschrift Zick-Zack in Stern. Einsilbig, deklinierbar und positiv besetzt. Sterne leuchten. ?’Geben Sie mir den stern’, das kann man am Kiosk knapp und präzise sagen?, verkaufte Nannen dem damaligen amerikanischen Pressecontroller Wing-Commander Baker den neuen Titel. Das erste Cover der 16-seitigen Ausgabe zierte die junge Hildegard Knef. Im Heu.

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Ein bisschen Retail-Nostalgie

Die Feiertage habe ich grösstenteils in meiner alten Heimatstadt St. Gallen verbracht. Beim Spazierengehen durch die Innenstadt kam mir plötzlich der Gedanke, einmal darüber nachzudenken, was eigentlich aus all den Ladengeschäften geworden ist, die früher für mich wichtig waren.

Und beim Nachrechnen wurde mir schlagartig deutlich, wie stark sich viele Branchen durch die technologischen Entwicklungen der letzten zwanzig Jahre verändert haben:

- Die Plattenläden, wo wir uns als Teenies immer endlos neue CDs anhörten: Alle bis auf zwei verschwunden. Und die verkaufen wohl mehr DVDs als Musik. iTunes lässt grüssen.

- Die kleinen Computerläden, wo ich mir früher meine Maschinen von VC 20 über Amiga bis zum dicken PC gekauft habe: Alle acht (!) weg. » weiterlesen

Drei +1 realistische Prognosen für das Web 2.0 im Jahr 2008

Aktualisiert

Tech-Firmen, die 2008 das Web aufmischen könntenIn zahlreichen Blogs wurden in der vergangenen Woche Prognosen darüber abgegeben, wie sich das Web 2.0 im Jahr 2008 entwickeln könnte. Drei dieser Prophezeiungen erschienen mir besonders realistisch, und zwar die von Marcel Weiß (neunetz), Andreas Göldi (Medienkonvergenz) und Isaac Garcia (GigaOm).

Marcel Weiß erwartet, dass 2008 eine große Zahl US-amerikanischer Startups hierzulande ihre Zelte mit deutschen Versionen aufschlagen werden, allen voran natürlich Facebook:

“Je länger ich darüber nachdenke, desto schwärzer sehe ich für die meisten deutschen Startups. Es gibt Ausnahmen (…), aber oft kommt mir das Grauen bei Ideen, von denen ich höre. Werden 2008 die technisch und konzeptionell durchdachteren US-Angebote auf den (u.a.) deutschen Markt drängen, wird das hier ein Massaker.” » weiterlesen

DRM-freie Musik bei Sony BMG:
Neuer Dummheitsrekord in der Musikbranche

Man würde es eigentlich kaum für möglich halten, aber Sony BMG scheint tatsächlich heute wieder mal einen neuen Rekord für gehirntote Geschäftskonzepte in der Musikbranche aufgestellt zu haben. Neulich liess das Musiklabel verlautbaren, dass zukünftig endlich auch DRM-freie Musik angeboten werden soll, wie das u.a. Konkurrent EMI schon seit einiger Zeit macht. Heute nun wurden die Details des Plans bekanntgegeben, und einmal mehr fragt man sich, ob die Entscheidungsträger bei Musiklabels eigentlich grundsätzlich den Einsatz ihres Gehirns ablehnen.

Die Konsumenten werden nämlich die DRM-freie Musik nicht einfach so herunterladen können. Nein, vielmehr müssen sich die Musikfreunde in einen physischen Musikladen begeben und dort einen “Platinum Musicpass” zum Album ihrer Wahl erwerben (Einzelsongs gibt es nicht), und zwar etwa für den Preis einer CD ($12. » weiterlesen

Wikia Search:
Vielversprechendes Experiment, holpriger Start

Das Jahr ist noch jung, aber wie vermutet erleben wir heute bereits vielleicht eine der wichtigsten Produktneuerungen: Wikia, das halbkommerzielle Vehikel von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, veröffentlichte heute seine Suchmaschine Wikia Search in einer Alpha-Version.

Wikia0
Das Alpha als Versionskennzeichnung scheint auch angemessen, denn wer sich einen fixfertigen Google-Killer aus dem Wikipedia-Umfeld erwartet hat, wird sicher enttäuscht sein.

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Nielsen Online:
schülerVZ war wachstumsstärkste Website 2007 in Deutschland

schülerVZDie Internetmarktforscher von Nielsen Online haben im Auftrag der Frankfurter Allgemeine Zeitung untersucht, welche etablierten Websites im vergangenen Jahr die größten Besucherzuwächse in Deutschland verzeichnen konnten. Laut Nielsen Online ist Holtzbrincks Schülernetzwerk schülerVZ mit einem Besucherzuwachs von 333 Prozent im Jahresverlauf die wachstumsstärkste Internetmarke des Jahres 2007. Der zweite Platz wird von Computerbild eingenommen, gefolgt von Deutschlands größtem Social-Bookmarking-Dienst Mister Wong, der um 138,9 Prozent zulegte. Zwei weitere Web-2.0-Anbieter finden sich auf den Rängen 8 und 9: studiVZs Besucherzahlen legten auf hohem Niveau 119,2 Prozent zu, die der Video- und Fotoplattform sevenload um 109,9 Prozent. Die bereits Ende Dezember veröffentlichte Pressemitteilung mit den absoluten Zahlen gibt es hier als PDF.

via Internet World Business / InternetHandel-Blog

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Medienblogcharts 12/07:
Das hört ja gut auf…

Weiter gehts mit den Linkverlusten: Auch im letzten Monat des Jahres 2007 zeigten die Linkzahlen der Top 50 deutschsprachigen Medienblogs in eine Richtung: Nach unten.

Naja. Man soll sich nicht zu sehr auf Listen verlassen, mahnen uns die Frauen völlig zu Recht: Diese Schwanzvergleiche sagen doch eigentlich gar nichts aus… Nun, die Vergleiche vielleicht nicht, aber möglicherweise die absoluten Zahlen. Im Fall der Medienblogcharts, die wir seit bald einem Jahr monatlich erheben, sagen sie:

Die Deutsche Blogosphäre verlinkt immer weniger.

Oder sagen sie möglicherweise:

Es gibt immer weniger Blogs

? Oder ganz einfach:

Blogregistriersuchmaschinenanbieter Technorati ist unzuverlässig und am Ende

? Nun, wir wären Journalisten, wenn wir aus den nur in der zeitlichen Relativität deutbaren Zahlenbergen eine absolute Aussage zusammenbasteln würden. Tun wir aber nicht, wir machen unbeirrt weiter mit den Vergleichen und ärgern uns ein klein wenig:

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medienlese – der Wochenrückblick

Die volle Wahlfreiheit, der Blogger als Schwein, gute Vorsätze.

Deutschlands Medienwoche war geprägt von einer Debatte um Jugendkriminalität. Weil es in Frankfurt, in München, Berlin und nochmal München zu Gewalttaten in U-Bahnen kam, kümmerten sich die Medien (und dann auch noch die Politik) fast ausschliesslich um diese Fragen. Auf bild.de konnte man dazu Stellung beziehen und entscheiden, was mit den Gewalttätern passieren soll. Abschieben? Wegschliessen? Umerziehen? Vorbildlich auch, dass bild.de ihren Usern die volle Wahlfreiheit liess. Wer wollte, konnte für alle drei Optionen gleichzeitig sein. Was wieder mal beweist, wie sinnlos Umfragen im Internet oft sind.

Die NZZ las ein offenbar schlechtes Journalismus-Lehrbuch über Videojournalismus. SRM. nervte sich über “die Mogelpackung”: “Von herkömmlichem Fernsehjournalismus unterscheidet er [der Videojournalismus] sich vor allem darin, dass der Journalist zu einer Art eierlegender Wollmilchsau mutiert, die nahezu alles kann – er ist zunächst Reporter, Kameramann und Tontechniker und dann auch noch sein eigener Redaktor und Cutter.” Dass das Buch nicht gut ist, kann ja sein, allerdings ist diese angeblich eierlegende Wollmilchsau keine Unmöglichkeit. Einige Blogger beweisen bereits, dass sie solche Schweine sein können.

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Xing:
Premium-Mitglieder sind jetzt wieder King

Xing LogoNachdem alles so aussah, als würde das Business Social Network Xing nach dem Einführen von Werbung auf der Plattform und dem erst nachträglich erfolgten Hinzufügen einer Opt-Out-Möglichkeit für Premium-Mitglieder die Profile von zehntausenden Premium-Usern als Werbeträger verwenden können, sorgen die Hamburger doch noch einmal für eine Überraschung: In einer Unternehmensmitteilung wurde heute verkündet, dass auf den Profilen von zahlenden Mitgliedern ab sofort prinzipiell keine Anzeigen mehr platziert werden, auch nicht für Basis-Mitglieder, die Xing kostenlos nutzen:

Die XING-Plattform ist somit für alle Premium-Mitglieder werbefrei. Dies betrifft sowohl die eigene Profilseite als auch die Nutzung der XING-Plattform an sich. Basis-Mitglieder sehen Werbeeinblendungen auf der Startseite, den Profilseiten von anderen Basis-Mitgliedern, den Such- und den Suchergebnisseiten sowie weiteren Seiten. » weiterlesen

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