Oliver Gehrs fordert eine Weltwoche für Deutschland

Eben habe ich mir den endlos langen Vortrag von Mitteboy und Dummy-Macher Oliver Gehrs am Medienforum Mittweida (5.-7.11.07) angeschaut, der zwar schon drei Wochen im Netz steht, aber das was er sagt, ist aktuell genug, um es auch jetzt noch anzuschauen.

Link: sevenload.com

Nach einer Stunde und elf Minuten im Video fordert Gehrs, der offenbar die Grünen wählt, auch für Deutschland ein Wochenblatt, das tatsächlich auch selbst aktuelle Themen aufgreift und sich nicht nur an dem orientiert, was die anderen schreiben und alles auf den Mainstream runterbricht:

Ich würde zum Beispiel gerne so ein Blatt in Deutschland haben wie die Weltwoche. In der Schweiz, natürlich nicht nach diesem politischen Rechtsruck in der Schweiz, die ist ja von diesem Roger Köppel, auch ein Wahnsinniger, übernommen worden, der Welt-Chefredakteur war und der die jetzt da so auf Blocher-Kurs trimmt. Aber was ich meine, ist, wenn ihr die Weltwoche kennt oder euch mal kauft – das ist ein Blatt, ein Wochenblatt, das ist nicht so mega-dick, muss es auch gar nicht sein. Das wählt seine Geschichten aus, das macht nicht das volle Programm, sondern die machen auch Sachen so, die woanders irgendwie nicht stehen. Man muss ja nicht wie die, zum Beispiel, Nahtoderfahrungen auf den Titel, aber auch, warum nicht? Guckt sie euch mal an, ich find, so ein Blatt, das dann auch noch sehr deutlich ist in seiner Formsprache, sehr “jetzig”, wie manche sagen, sehr jetzig.

Das würde auch Deutschland gut zu Gesicht stehen und ich glaube auch, dass das hier Erfolg hätte. Und ich glaube, dass es aus unserer Ecke kommen muss. » weiterlesen

Erste deutschen OpenSocial-Applikation kommt von moviemates

moviematesmoviemates, eine Film-Community, die vor kurzem in den Kommentaren zu diesem Beitrag von einem Leser hervorgehoben wurde, gibt heute in einer Pressemitteilung bekannt, die erste deutsche OpenSocial-Applikation veröffentlicht zu haben. Als Beispiel wird eine Implementierung bei Ning vorgestellt. Die dort integrierte moviemates-Applikation zeigt ausgewählte Lieblingsfilme und Lieblingsschauspieler des Profilinhabers. Filme können innerhalb der Applikation von anderen Ning-Nutzern bewertet und rezensiert werden, eine Registrierung bei moviemates ist dafür nicht notwendig. Während die von moviemates “OpenSocial Gadget” getaufte Entwicklung nichts Weltbewegendes bietet (wie überhaupt die wenigsten Widgets und Applikationen), so gebührt der Seite der Ruhm als Early Adopter unter den deutschen Internetangeboten. Es gab zwar die ein oder andere Ankündigung bezüglich OpenSocial-Vorhaben, aber meines Wissens nach ist moviemates tatsächlich der erste Dienst, der eine vorzeigbare Applikation zu bieten hat. Glückwunsch.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog zweinull.cc veröffentlicht. Im Mai 2008 wurden zweinull.cc und netzwertig.com zusammengeführt.

Warum es der Musikbranche schlecht geht

Bekanntlich geht es den Plattenfirmen (oder wie immer man diese Unternehmen heutzutage nennt) ziemlich schlecht. Die CD-Verkäufe gehen weiterhin massiv zurück, und die zukünftig wichtigsten Online-Vertriebskanäle sind fest in der Hand von Apple und vielen, vielen Raubkopierern. Und weiterhin hat man nicht den Eindruck, dass die Branche eine klare Vorstellung davon hat, wie sie ihre Zukunft gestalten will.

Morris und Paris HiltonDa fragt man sich natürlich schon, wie es so weit kommen konnte. Ein paar interessante Einblicke gibt ein Artikel im neuen Wired. Doug Morris, CEO des grössten weltgrössten Musikkonzerns Universal Music Group, gibt darin Einblicke in sein Denken (Morris ist die Person rechts im Bild. Das links ist eine Angestellte der Konkurrenz). Um es vorwegzunehmen: Er bringt dem digitalen Zeitalter nicht viel Sympathie entgegen.

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Kopf hoch:Traditionelle Medienkonzerne sind nur die zweitschlechteste Branche

Wer die Sendung “Mad Money” auf CNBC noch nicht kennt, sollte sich diese sehr ungewöhnliche Börsenshow mal antun. Moderator Jim Cramer, so eine Art Stefan Raab unter den Börsenkommentatoren, bedient täglich seine umfangreiche Fangemeinde mit Börsentipps, die in Inhalt und Stil alles andere als konventionell sind. Die Sendung ist sicher Geschmackssache und oft nicht lange auszuhalten, aber langweilig und trocken ist sie garantiert nicht. Und etwas Unterhaltung ist im derzeit düsteren Börsenklima sicher nicht falsch.

In einer neuen Kolumne zieht Jim Cramer über eine seiner derzeit am wenigsten geliebten Branchen her: Die traditionellen Medienkonzerne. In einst höchst begehrte Aktien wie die von Time Warner, New York Times oder Gannett sollte nur investieren, wer noch einen Verlustbringer zum Steuern sparen braucht, so Cramers vernichtendes Fazit. Mit diesen Titeln hat man in letzter Zeit nur Geld verloren. Und anders als die meisten Technologieaktien haben sie sich seit der letzten Börsenkrise kaum erholt.

Das Bild sieht tatsächlich traurig aus: Während der Dow-Jones-Index in den letzten Jahren immerhin 47% zugelegt hat, verdiente man nur gerade mit Time-Warner-Aktien magere 4.5%. Die Zeitungskonzerne McClatchy, New York Times und Gannett verloren hingegen 50-80% ihres Börsenwerts.

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Der Newsfeed auf dem Weg zum Social-Network-Standard

NewsfeedBesser spät als nie dachten sich wohl die Verantwortlichen bei MySpace, als sie sich entschieden, dem weltweit größten Social Network eine Newsfeed-Funktion zu spendieren. Laut TechCrunch soll diese ab Donnerstag nach und nach für alle Benutzer freigeschaltet werden. Der Newsfeed, beim englischsprachigen MySpace ” Friend Updates” genannt, wird MySpace-User über Neuigkeiten von ihren Kontakten auf dem Laufenden halten. Dazu gehören Aktualisierungen im Profil, Blogeinträge sowie neu hinzugefügte Fotos und Videos. MySpace wird verschiedene Möglichkeiten anbieten, um den persönlichen Newsfeed und die bei seinen Freunden angezeigten Neuigkeiten über die eigene Person individuell einzustellen. Auch wird man explizit Kontakte auswählen können, die keine News erhalten sollen. » weiterlesen

Im Test:
SLM – Das Second Life Magazin

Geben wir es doch zu: Auf ein Magazin zu Second Life haben wir schon ewig gewartet. Jetzt liegt eine erste Ausgabe vor.

SLM - Second Life Magazin

Im Test die Ausgabe 12/2007.

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“Rich vs. King”:
Warum Unternehmer sich selber feuern sollten

Jungunternehmer, die eine Firma starten, haben unterschiedlichste Motive für dieses Wagnis: Man will die Welt verändern, tolle Produkte entwickeln, in seinem eigenen Stil arbeiten können, eine ganz besondere Unternehmenskultur aufbauen, sein Hobby zum Beruf machen, und so weiter.

Was man aber als Motivationsfaktoren am häufigsten findet, sind die zwei klassischen Kernmotive des Unternehmertums: “Sein eigener Chef sein” (Kontrolle) und “Viel Geld verdienen” (Profit). Viele denken, dass das beides möglich ist und orientieren sich an Vorbildern wie Bill Gates oder Steve Jobs, die sowohl viel Geld gemacht haben als auch immer noch die einflussreichsten Personen in ihren Firmen sind.

Die meisten Jungunternehmer haben Angst davor, irgendwann die Kontrolle über die eigene Firma zu verlieren. Besonders wenn externe Geldgeber mit im Spiel sind, ist diese Gefahr real, denn gerade beispielsweise Venture Capitalists sind dafür bekannt, dass sie gern mal die Gründer an der Unternehmensspitze ablösen. Macher Firmengründer fürchtet, dass ein von aussen kommender angestellter Manager das Unternehmen ruinieren könnte, so dass man am Schluss weder als eigener Chef noch als Millionär dasteht.

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Stellt diese Laufschrift ab!

Menschen sind Gewohnheitstiere. Einige von ihnen beschweren sich sogar über eine Laufschrift, in der steht, dass ihr TV-Gerät bald nicht mehr funktionieren wird.

Sie sind ein Sklave Ihrer Gewohnheiten

So berichtet es Peter Traxler in der gestrigen NZZ am Sonntag. Heute, am 26.11.2007, soll Tausenden das Fernseh-Blackout drohen, weil sie es verpasst haben, trotz einer seit Monaten laufenden, breit angelegten Aufklärungskampagne von der analogen Antenne auf die digitale Antenne zu wechseln. Die Änderung war frühzeitig angekündigt und “seit Anfang Oktober läuft seit Anfang Oktober ununterbrochen eine Schrift über den Bildschirm, die auf die Deadline am 26. November hinweist”.

Doch:

Statt umzusteigen hätten sich viele Zuschauer über die Laufschrift beschwert.

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WhatsYourPlace verkauft virtuelle Grundstücke – das hat was!

WYPIn letzter Zeit sind mir diverse Mashups unter die Augen gekommen, die auf Googles Kartendienst Google Maps aufbauen. Das Problem: Häufig wird die Karte als elementarer Bestandteil des Dienstes prominent in den Vordergrund gestellt, was mich persönlich überhaupt nicht anspricht. Zum einen entsteht dadurch eine hohe Verwechslungsgefahr mit anderen Anbietern, die auf Google Maps setzen, zum anderen ist das Navigieren auf einer Karte nicht sonderlich bequem, was der Benutzerfreundlichkeit schadet und den Nutzwert verringert. Auch WhatsYourPlace (WYP) macht sich Google Maps zu Nutze, aber für die Geschäftsidee dieses Startups aus München liegt auch nichts näher: Bei WYP können Nutzer virtuelle Grundstücke erstehen. » weiterlesen

maquari:
3D-Community mit Verlängerung in Blogs & Social Networks

maquariDie StageSpace AG plant für morgen den Start ihrer neuen 3D-Community maquari. Das Karlsruher Unternehmen betreibt unter der Marke StageSpace eine 3D-Welt zur Integration in bestehende Social Networks. Bisher konnten User auch direkt über die Website von StageSpace in die virtuelle Welt eintauchen. Mit dem Start von maquari erfolgt eine deutliche Trennung der Aktivitäten. StageSpace fungiert als White-Label-Lösung für die Betreiber von sozialen Netzwerken, die ihren Benutzern eine 3D-Komponente anbieten wollen. maquari launcht als 3D-Social-Network für alle interessierten Internetnutzer. Ich hatte die Möglichkeit, mich in der Test-Version umzuschauen. An einigen Stellen wird zwar noch gearbeitet, aber was ich bisher gesehen habe, macht einen durchaus guten Eindruck. » weiterlesen

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