Schöne Seiten am Sonntag

Am Dienstag ist es soweit: Die Society for News Design zeichnet die am besten gestalteten Zeitungen der Welt aus. Im vergangenem Jahr bekam die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung die Auszeichnung “World’s Best-Designed Newspaper”.

WamS vs. FAS
Ausgezeichnetes Editorial Design: WamS und FAS

Zum 29. Mal veranstaltet die Society for News Design (SND) den Wettbewerb “Best of Newspaper Design”. Am vergangenen Wochenende wurden die knapp 15.000 Nominierungen gesichtet. Über die höchste Auszeichnung wird aber erst an diesem Wochenende entschieden, am Dienstag sollen die Gewinner feststehen. Die Datenbank mit allen Preisträgern soll bis zum 20. Februar online sein. Im vergangenen Wettbewerb wurden 1747 Auszeichnungen vergeben.

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Zattoos neue “Tech Preview” mit elektronischer Programmzeitschrift

zattoo.gifZattoo, der Internet-TV-Dienst mit Wurzeln in der Schweiz und den USA, gehörte im vergangenen Jahr zu meinen favorisierten Webangeboten. Zattoo streamt im nationalen TV-Netz verfügbare Fernsehsender kostenlos über das Internet auf den Desktop. Doch so toll es ist, Fußballspiele, Nachrichten oder andere Programme nebenbei auf dem Rechner verfolgen zu können – das Entdecken interessanter Sendungen war mit Zattoo bisher recht umständlich. Dafür musste man entweder der Reihe nach durch alle angebotenen Sender zappen, was aufgrund der kurzen Werbeunterbrechungen und des Ladevorgangs beim Umschalten seine Zeit braucht, oder auf externe Quellen (z.B. TV-Magazin) zurückgreifen. In Zukunft wird dies nicht mehr nötig sein. » weiterlesen

Abt. Die gelungene Pressemitteilung

Ein Nachteil, wenn man als Blogger auf irgendwelchen Top-100-sonstwas-Listen auftaucht, ist die Tatsache, dass man plötzlich von PR-Agenturen mit allerlei Pressemitteilungen bedacht wird. Die meisten derartigen Meldungen sind leider zu irrelevant, um überhaupt als Inspiration für eine Recherche in Frage zu kommen.

Gelegentlich freut man sich aber auch mal über wirklich unterhaltsame Exemplare, auch wenn der Unterhaltungswert oft unfreiwilig ist. Heute fand ich folgende dramatische Headline in meiner Inbox:

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Filmvorschau:
Bloody Thursday

Nach trautem Buchzirkel und liebervoller Politkomödie wird es jetzt richtig blutig. Ein alter Bekannter kehrt zurück, im Waisenhaus wird es überirdisch und im Westen warten acht Oscarnominierungen

Bodycount sucht Anspruch: “John Rambo”

John RamboAlter Mann, was nun? (Bild Warner)

Er kann es nicht lassen. Seine Karriere schien vorbei, die letzten Erfolge lagen Jahre zurück. Sylvester Stallone ließ sich nicht beirren und sorgte für einen sechsten Rocky. Die Kritiker nahmen es wohlwollend, an den Kinokassen klingelte es. Jetzt wartet Stallone mit einem neuen Rambo auf. Von ihm selbst in Szene gesetzt, auf seine Fans abgestimmt und brutal bis auf die Knochen.

“John Rambo” hat sich mittlerweile im vietnamesischen Dschungel zur Ruhe gesetzt. Erst als die stereotypisch dauerbrutale burmesische Militärregierung christliche Missionare in Gefangeschaft nimmt, bahnt sich der ehemalige Green Beret seinen Weg. Mit Pfeil und Bogen, Machete, Fäusten und zu viel Adrenalin.

Die L.A Times rechnet nach: 236 Tote, davon 83 mit bedecktem Oberkörper, 0 ohne, 40, die von Rambos Verbündeten getötet werden und 136 Gute, die von Bösen getötet werden. Sexszenen: 0.

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Mit Panda, Popstar und Probeabo

Laut eigenen Aussagen ist Österreich nur ein Jahr nach seiner Gründung die meistgelesene Tageszeitung des Landes – hinter der Kronen-Zeitung. Rekordverdächtige Zuwächse sieht Gründer und Chefredakteur Wolfgang Fellner auch bei den Abonnements. Wir wissen, warum…

Hauptzutat für Fellners magische Auflagensteigerung: Die potenziellen Käufer und Leser sollen gar nicht merken, dass sie eine Zeitung kaufen. Anstelle von anständigem Journalismus gibt es für ein paar Euro oder sogar gratis irgendein Extra, auf das ganz Österreich schon gewartet hat. Für diese Sonderzugaben braucht die Zeitung wohl ein eigenes Lagerhochhaus, wie das aktuelle Werbeprospekt vermuten lässt, das in den letzten Wochen den österreichischen Haushalten per Post zukam. Eindeutiges Highlight ist ein exklusives Filmchen für die Herzen der Österreichinnen und Österreicher:

Pandadvd

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Xing-CEO:
“Vielen Social Networks steht 2008 ein schwieriges Jahr bevor”

Xing Logo Viel hat sich in den letzten Monaten beim Hamburger Business Network Xing getan. Drei europäische Netzwerke für Geschäftskontakte wurden akquiriert, ein Newsfeed gelauncht, eine Beteiligung an Googles OpenSocial-Initiative angekündigt und im Januar für nicht zahlende Mitglieder Werbung eingeführt. Was steht bei Xing für 2008 auf dem Programm? Unternehmensgründer und CEO Lars Hinrichs im Kurzinterview mit zweinull.cc. » weiterlesen

Carla Bruni und Nicolas Sarkozy:
Gemeinsam gegen die Medien

Carla Bruni, neue Ehefrau des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, hat dem Wochenmagazin L’Express das erste Interview nach der Hochzeit gegeben und äussert darin Medienkritik. Die Beziehung gegenüber den Journalisten hat inzwischen einen Kampfzustand erreicht.

Wo war noch mal die Liste? Ah, hier. Mit dieser Äusserung

La plainte justifiée de mon mari n’est pas contre un organe de presse, bien sûr, mais contre les “nouveaux moyens de désinformation”. Internet peut être la pire et la meilleure des choses. A travers son site Internet, Le Nouvel Observateur a fait son entrée dans la presse people. Si ce genre de sites avait existé pendant la guerre, qu’en aurait-il été des dénonciations de juifs?

sollte Carla Bruni eigentlich Einlass finden. Spiegel Online übersetzt den letzten Satz so:

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“Tausendreporter”:
Das musst Du nicht lesen!

Wo bleiben nur die Nutzer? Stern.de hat eine eigene News-Community. Lust aufs Mitmachen hat aber kaum jemand – und ein Großteil der “Top News” ist schlicht Spam.

Tausendrepoter

“Der gefaltete WC-Rollenhalter von FrischForm”, das ist eine der “Top News” des Tage auf “Tausendreporter”. Auf der Seite stellen die Nutzer ihre eigenen Nachrichten ein, wenn genügend andere Nutzer den Beitrag gut finden und für ihn abstimmen, landet er auf der Startseite. Bei “Tausendreporter” genügen dafür seit Wochen vier oder fünf Stimmen.

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Erst die Sprachkritiker, jetzt die Blognörgler

Nur noch Stillstand, Selbstzerfleischung, Langeweile, Werbemüll? Statt jetzt frustriert den Blog-Blues zu schieben lohnt es sich, auf Trüffelsuche durch die Blogosphäre zu ziehen.

Kaum ist beim Bastian Sick und den anderen Sprachnörglern der Glamour verflogen, stürmen die nächsten Misanthropen die Bühne von Blogville. Das, was der Don A. dort schreibt, ist dabei nur ein Beispiel von vielen: In der kleinen Bloggeria Alemania hat die Zeit der Selbstzerfleischung begonnen, der Virus der Sinnfragen grassiert und viele geben sich hemmungslos der Melancholie mit dem Gestus von digital Desillusionierten hin, die stirnlockenwerfend den Zwergwuchs und das viele Mittelmaß beklagen. Allerdings handelt es sich um einen gefühlten Zustand, keinen faktischen. Hier der Jammer in extenso:

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Wer klickt denn da? Werbung messen ist auch online eine Kunstform

Das Internet ist das am besten messbare Werbemedium, so hört man immer wieder. Schliesslich muss man nicht nur hoffen, dass der/die Konsument/in eine Werbebotschaft gesehen hat, im Internet weiss man, ob er oder sie genug interessiert war, um auf die Anzeige zu klicken. Darum machen Google und andere Firmen Milliardenumsätze mit einem rein klickorientierten, also erfolgsbasierten Preismodell.

Aber wer klickt eigentlich wirklich auf Anzeigen, und wie oft? Reichen die Click-Throughs wirklich als Erfolgsmassstab aus?

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