Die mobile Applikation ist tot, es lebe das mobile Web

Kein Zweifel: Es bewegt sich was im Markt für Mobiltelefone. Die Verkäufe von leistungsfähigen Smartphones steigen weiter massiv an, mit Wachstumsraten von 50-60% pro Jahr. Die Tarife für Datenübertragung werden laufend attraktiver. Und hinzu kommt die Aussicht auf viel neue Funktionalität: Googles neue Android-Plattform steht kurz vor dem Markteintritt, und bald soll ein Entwicklungstoolkit für Apples iPhone rauskommen.

Eigentlich müsste man meinen, dass sich Entwickler von mobilen Applikationen über diesen Trend nur freuen können. Aber da würde man sich vermutlich täuschen. Einige Artikel aus dieser Community zeichnen ein düsteres Bild und stellen fest: Das Zeitalter der lokal auf Mobilgeräten installierten Applikationen neigt sich möglicherweise seinem vorzeitigen Ende zu.

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Wir linken Love

Das ist Service: Courtney Love rotzt ein Tagebuch ins Internet und Vanity Fair übersetzt es auf der eigenen Webseite ins Deutsche. Nur den Link haben sie vergessen…

Courtney Love
Courtney Love (Bild Keystone)

Courtney Love, die “raue Künstlerin” (Spiegel) schreibt Tagebuch auf MySpace – und die deutsche Vanity Fair übersetzt das dort Geschriebene und veröffentlicht es auf der Webseite als eigenen Artikel. Einfach eine Überschrift und einen knackigen Einstieg drüber geschrieben (“durchgeknallt”, “irre”, “Viel Spaß!”) und fertig ist der schicke Online-Content, der mit viel Wohlwollen noch als Zitat durchgehen könnte.

Was im Internet allgemein üblich ist, nämlich das Verlinken der Quelle, gilt anscheinend nicht für Vanity Fair. Der erwartungsfrohe Leser, der auf das gülden schimmernde “Courtney Love” im Text klickt und dahinter das Original-Blog erwartet, landet doch nur auf Loves Eintrag bei “Vanity Faces”.

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48 Alternativen zu YouTube (und Stage6) – Neuauflage

Am 22. Juni letzten Jahres veröffentlichten wir eine Liste mit 50 Alternativen zu YouTube. Zu diesem Zeitpunkt war die Gründungswelle im Bereich der Videoportale auf ihrem Höhepunkt. Im Wochentakt tauchten neue Portale auf, die es mit YouTube und anderen Branchengrößen wie Dailymotion oder Yahoo Video aufnehmen wollten. Auch der Videospezialist DivX versuchte es mit einer eigenen Videoplattform. Stage6 hob sich von der Konkurrenz ab, indem es, statt auf den üblichen Flashplayer zu setzen, den hauseigenen DivX-Player verwendete und damit die Clips in deutlich besserer Qualität darstellen konnte als die meisten Wettbewerber. Wie DivX gestern bekannt gab, wird Stage6 noch in dieser Woche vom Netz genommen. Bereits im Juli 2007 gab es Hinweise darauf, dass die operativen Kosten die ursprünglich prognostizierten Aufwendungen für den Serverbetrieb und den anfallenden Datenverkehr weit überstiegen. Nun zieht DivX die Notbremse und will sich fortan seinem Kerngeschäft mit DivX-Lizenzen für Unterhaltungselektronik widmen. » weiterlesen

Vor zehn Jahren:
«Wahn in der Datenbahn»

Ärgernis, Zeitvergeudung, Schrottplatz: Vor genau zehn Jahren schimpfte das Nachrichtenmagazin Facts über das Internet. Wir sehen uns an, was seitdem passiert ist und sprechen mit Peter Hossli, dem Autor der Internet-Schmähschrift.

Wahn in der Datenbahn, Seite 1
Facts 1998: «Wahn in der Datenbahn», Artikel bei Hossli.com, Bilder aus dem Heft mit freundlicher Genehmigung von Tamedia auf medienlese.com

«Das Internet ist ein Ärgernis. Wer etwas sucht, ertrinkt im Datenmeer. Das Netz vergeudet die Zeit der Surfer sinnlos. Ohne technisches Fachwissen schafft niemand den Anschluss. Geld ist im World Wide Web nicht zu machen. Das globale Dorf ist in Wahrheit ein titanischer Schrottplatz.» Sechs Thesen von Peter Hossli, erschienen als Einstieg in einen Artikel des Schweizer Nachrichtenmagazin Facts im Februar 1998. Überschrift: «Wahn in der Datenbahn.»

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Google Trends:
Wie steht es um Web 2.0, Blogs, Datenschutz & Co?

Google TrendsDie von Suchmaschinen am Ende eines jeden Jahres veröffentlichten Statistiken über häufig recherchierte Begriffe werden immer mehr zu wichtigen Trend- und Erfolgsmessern. Die Idee dahinter ist so simpel wie einleuchtend: Was häufig im Netz gesucht wird, bewegt die Menschen. Von Vorteil ist hier Googles Dominanz im Suchmaschinenmarkt: 90 Prozent aller Internetsuchen in Deutschland werden über Google durchgeführt, in den USA sind es immerhin mehr als die Hälfte. Bei Analysen des Suchverhaltens von Google-Nutzern kann man sich somit sicher sein, dass jeder Nutzertyp und jede soziale sowie demografische Gruppe enthalten ist. Umso schöner, dass das Unternehmen mit Google Trends Teile seiner Suchstatistik 365 Tage im Jahr zur Verfügung stellt. Damit können Nutzer sich die Entwicklung der Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff über einen längeren Zeitraum anzeigen lassen. » weiterlesen

Google Trends:
Wie steht es um Web 2.0, Blogs, Datenschutz & Co?

Google TrendsDie von Suchmaschinen am Ende eines jeden Jahres veröffentlichten Statistiken über häufig recherchierte Begriffe werden immer mehr zu wichtigen Trend- und Erfolgsmessern. Die Idee dahinter ist so simpel wie einleuchtend: Was häufig im Netz gesucht wird, bewegt die Menschen. Von Vorteil ist hier Googles Dominanz im Suchmaschinenmarkt: 90 Prozent aller Internetsuchen in Deutschland werden über Google durchgeführt, in den USA sind es immerhin mehr als die Hälfte. Bei Analysen des Suchverhaltens von Google-Nutzern kann man sich somit sicher sein, dass jeder Nutzertyp und jede soziale sowie demografische Gruppe enthalten ist. Umso schöner, dass das Unternehmen mit Google Trends Teile seiner Suchstatistik 365 Tage im Jahr zur Verfügung stellt. Damit können Nutzer sich die Entwicklung der Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff über einen längeren Zeitraum anzeigen lassen. » weiterlesen

Eulenspiegel:
Satire (Ost)

Frisch aus dem Edeka Dresden Hauptbahnhof auf den Lesetisch der medienlese: Der Eulenspiegel! Einst begehrte Mangelware, doch auch heute nicht vergessen. Im Osten Deutschlands. Im Westen kennt man dagegen nur das Exemplar, dem die Eulen fehlen.

Eulenspiegel Titel 3/08

Eulenspiegel Titel 3/08


Ausgabe 3/08: Was steht da? Der Ossi grinst, der Wessi muß am Artikelende nachsehen

Es gibt einige Arten von Zeitschriften, bei denen Deutschland (Ost) auch heute, 18 Jahre nach dem Fall der Mauer, besser aufgestellt ist als Deutschland (West). Dazu gehören Technik-Fachzeitschriften und Satiremagazine. Bei beiden mußte man im Osten einfach besser sein: Technik galt im Osten mehr, während sie im Westen seit Jahren vorzugsweise mit dem vorgesetzten Adjektiv “Sch…” bezeichnet wird; Satire führte wiederum sehr schnell zu einer ausgiebigen Führung durch die Backsteingebäude von Bautzen, wenn sie auch für Parteifunktionäre verständlich war.

Die Titanic ist zwar rot und links, doch ein Westblatt und die Nummer zwei der deutschen Satirezeitschriften mit einer Druckauflage von knapp 100.000. Der Klassiker, die “Eule”, ist bis heute meistverkaufte Satirezeitschrift Deutschlands mit einer Druckauflage von monatlich knapp 140.000.

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Facebooks Newsfeed wird Web-Informationszentrale

facebook_logo.gifÜber die zunehmende Bedeutung des Newsfeeds für Social Networks haben wir bereits zu einem früheren Zeitpunkt berichtet. Das Vorhandensein einer aggregierten und selektierten Auswahl von Informationen über Neuigkeiten seiner Kontakte ist mittlerweile Standard bei den meisten größeren sozialen Netzwerken. Neben Facebook und MySpace haben unter anderem Xing, kaioo sowie lokalisten eine Newsfeed-Funktion in ihre Plattformen integriert. Allein studiVZ konnte sich bisher noch nicht zur Implementierung durchringen. Dort wird eine mögliche Einführung im Moment geprüft. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Diekmann mit Videoblog, Blogger und Sex, Einkaufsbummel der Publigroupe.

Der Chefredakteur der deutschen Bild-Zeitung, Kai Diekmann, produzierte eine erste Folge eines Videoblogs. Mit einer nicht sehr grossen Handykamera stellte er sich an einem “Media-Get-Together” vor allerlei Leute aus Medien und Politik und überraschte seine Gesprächspartner mit der Aussicht, bald im Internet zu sehen zu sein. Sein gleich am Anfang des Videos verkündetes Motto lautet “Jetzt wird immer zurückgeschossen” und hört sich an wie eine Kampfansage gegen das Bildblog, dem der Springer-Verlag absurderweise verbieten will, Beschwerden beim deutschen Presserat einzureichen (ebenso repressiv die taz: “Nehmt dem Mann die Kamera weg!“). Der “journalistische Anstandswauwau” des Springer-Verlags (Die Presse), nach einer Leserbefragung aus 4/5 Lesern bestehend, die ihre “kritische Haltung gegenüber Bild” (Vorurteile?) gerne untermauert haben möchten, vermeldete Diekmanns neue Tätigkeit (noch) nicht.
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“Schneller steif, länger steif”:
Spam in der Tageszeitung?

Schrecksekunde bei der morgendlichen Zeitungslektüre: Spam! Nicht nur im Posteingang auf dem Computer, jetzt auch auf dem Frühstückstisch!

Es ist doch nur Werbung

Wofür hier wohl geworben wird – günstige Pharmazeutika aus dem asiatischen Raum? Muntermacher aus dem ehemaligen Ostblock? Garantiert diskreter Internet-Versand?

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