Hit-Artikel aus der Statistik:
Die Klick-Jünger

Wird mein Text auch gut geklickt? Wie die Statistiken der Online-Portale Journalisten konditionieren.

Die Blattmacher im Internet haben mächtige Tools, die ihnen endlich genau sagen, wann welche Artikel wo ziehen – und welche Themen von den Lesern lieber liegen gelassen werden. Bei der herkömmlichen Zeitung war das bisher Bauchgefühl und wurde nur mittels teuren, aufwendigen und nicht ganz zweifelsfreien Studien exemplarisch gemessen.

Als Journalist hat man heute Daten genug bei der Hand, gewissermaßen ein deppensicheres Manual, wie man einen Hit-Artikel schreibt.

Schreibt Robert Misik auf taz.de. Die Folge von davon:

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Neuer Service für Journalisten:
Anonym wütend sein im Internet

Sind Sie Journalist und frustriert? AngryJournalist.com bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihren Ärger ins Internet zu schreiben. Und es kommt noch besser: anonym.

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Das ist Zorn (Bild cc:dave_apple)

Ich glaube ja, ein Grossteil der Journalisten, die sich gegen die Möglichkeiten im Internet wenden, machen das nur, weil sie glauben, die selbst nicht zu beherrschen. Weil sie nicht wissen, wie das geht, ins Internet zu schreiben. Nun ist aber Abhilfe da. Die Website AngryJournalist.com liefert allen unterbezahlten, überarbeiteten, frustrierten, stinksauren und ignorierten professionellen Medienschaffenden die Möglichkeit, öffentlich und anonym Dampf abzulassen.

Die Frage, die zu beantworten ist, lautet: “Why are you angry today?”, “Warum bist du heute wütend?”. Wir sammeln mal einige gelungene Antworten:

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Gibt es “goldene Regeln” für den Startup-Erfolg?

In diesem Blog ging es schon ab und zu mal um die Frage, wie aus einem Startup eine erfolgreiche Firma wird. Und die bisherige Antwort war: Es gibt scheinbar keine einfachen Antworten.

Zum Glück gibt es ja aber reichlich Business-Literatur, die fertige Rezepte anbietet. Meistens preisen solche Bücher “Die 10 Regeln zum Erfolg”, die “7 Geheimnisse besonders erfolgreicher Startups” oder “15 Dinge, die High-Performance-Firmen immer tun” an. Oder so ähnlich. Das sind allerdings meistens die unseriöseren Vertreter ihrer Gattung.

Interessanter sind da schon wissenschaftlich fundierte Werke wie zum Beispiel “Good to Great” von Jim Collins. In selbigem Buch hat der Autor mit einer grossen Forschungsgruppe Dutzende von Unternehmen analysiert, um den Erfolgsgeheimnissen der Erfolgreichsten auf die Spur zu kommen. Und wie bei den weniger seriösen Büchern kommt dabei am Schluss eine Handvoll einfach verständliche Rezepte heraus. Starke, aber bescheidene Führung muss man haben, “Big Hairy Audacious Goals” und dergleichen mehr, liest man bei Collins.

Muss man sich also nur die besten und fundiertesten Bücher heraussuchen, deren “goldenen Regeln” folgen, und schon wird man erfolgreich? Wenn es nur so einfach wäre…

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Warum MySpace als Social Network versagt hat

MySpaceStellt euch Folgendes vor: Ihr erhaltet auf der Pinnwand eures frei zugänglichen studiVZ- oder Facebooks-Profils einen Eintrag von einem Freund, den ihr seit langer Zeit als Kontakt habt. Dessen Kommentar enthält neben einem die Neugier weckenden Text eine Adresse, die scheinbar zu einem anderen Nutzerprofil führt. Ihr kopiert die URL in die Adresszeile des Browsers und landet anschließend auf der Startseite von studiVZ/Facebok. Dort werdet ihr erneut zur Eingabe eures Passworts aufgefordert. Spätestens da erkennt ihr, dass etwas nicht stimmt. Ihr überprüft die Adresse, die euch euer Freund geschickt hat, und stellt fest, dass diese auf einen Server in China verweist. Euch wird klar, dass es sich um eine klassische Phishing-Seite handelt, die es darauf anlegt, an eure Zugangsdaten zu gelangen. Ihr schreibt eurem Freund eine Mail und stellt ihn zur Rede. Seine Antwort: Er hat diesen Eintrag gar nicht auf eurer Pinnwand hinterlassen. » weiterlesen

Zoomer.de gestartet:
Und es hat Zoom gemacht

Heute ist Zoomer.de gestartet, das neue Nachrichtenportal des Holtzbrinck-Verlags (Tagesspiegel, Zeit, StudiVZ). Ulrich Wickert verspricht im Begrüßungs-Video “das erste echte Internet-Nachrichtenportal” – die Netzeitung wird sich bedanken.

mit Florian Steglich

Zoomer.de
Zomtec ist gestern, Zoomer ist heute (Screenshot)

Seit heute ist Zoomer im Netz – unser erster Eindruck: Auf Zoomer.de finden sich “echte” Nachrichten. Die Unabhängigkeit des Kosovo, die Ermittlungen in Sachen Steuerhinterziehung, die Wahlen in Hamburg. Da ist erstmal nichts zu sehen von Britney-Britney-Balla-Balla.

Was die Leser interessiert, landet vorne, was nicht klickt, wird abgeräumt. So werden keine weiteren Ressourcen an den Ausbau von Themen verschwendet, die dann doch niemand lesen mag. Stattdessen füttert die Redaktion dort zu, wo das Interesse der Schwarm-intelligenten User sich ballt.

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HD-DVD tot, Blu-ray siegt:
Interessiert das überhaupt noch jemanden?

Krieg der High-Definition-DVD-Formate HD-DVD (von Toshiba) und Blu-ray (von Sony)

tobt schon seit gut zwei Jahren. Leider hat dieser ziemlich verwirrende Konflikt auch dazu geführt, dass sich keines der Formate bei den Konsumenten durchsetzen konnte. Denn wer einen Player und Filme des einen Formats kaufte, musste damit rechnen, möglicherweise auf den Verlierer zu setzen.

Seit dieser Woche ist nun aber definitiv klar, wer der Sieger ist: Blu-ray. Den Stein ins Rollen gebracht hat wohl die Entscheidung des Filmstudios Warner Brothers vor ein paar Wochen, voll auf Blu-ray zu setzen. Den letzten Nagel in den Sarg von HD-DVD schlug diese Woche der Einzelhandelsriese Wal-Mart, der in den USA für etwa 20% der DVD-Verkäufe verantwortlich und damit mit Abstand der wichtigste Vertriebskanal ist. Wal-Mart wird nur noch Blu-ray verkaufen, und damit ist HD-DVD faktisch am Ende. Toshiba wird die Produktion angeblich schon bald einstellen. Eine grosse Niederlage ist die Durchsetzung von Blu-ray übrigens auch für Microsoft, denn der Softwarekonzern hatte voll auf HD-DVD gesetzt.

Der Sieg von Blu-ray ist im Prinzip eine gute Sache: Damit hat sich das modernere, leistungsfähigere Format durchgesetzt. Vor allem ist es gut, dass damit im Markt jetzt Klarheit herrscht und die Konsumenten endlich ohne Bedenken zugreifen können. » weiterlesen

Bruce-Bashing:
Prügel für die ARD

Miese Kritiken für die Styling-Show von Bruce Darnell – nicht weiter schlimm, wenn denn wenigstens die Quote stimmen würde. Doch nach den ersten Folgen ist sie, vorsichtig gesagt, miserabel.

Mit großem Brimborium hat das Erste “Bruce”, die Programm-Innovation am Frühabend, beworben. Genützt hat es wenig – und die Show fällt nicht nur bei den Zuschauern durch. Eine kleine Medienlese:

Die Show?

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Ein Blick auf Yahoos Innovationsfeuerwerk

YahooWie stellt ihr euch die Stimmung unter den Mitarbeitern eines ergrauten Unternehmens vor, welches gerade sieben Prozent seiner Belegschaft abbaut, ein Übernahmeangebot im zweistelligen Milliardenbereich erhalten hat und damit vor grundlegenden und wahrscheinlich einschneidenden Veränderungen steht? Ich würde auf eine Atmosphäre der Verunsicherung, Resignation und Niedergeschlagenheit tippen. Bei Yahoo jedoch scheint man diese Gefühle nicht zu kennen (oder sie gut verstecken zu können). Seit Microsofts Ankündigung vom 1. Februar, den in letzter Zeit gebeutelten Internet-Pionier übernehmen zu wollen, verging kaum ein Tag, an dem Yahoo nicht mit dem Launch eines neuen Dienstes, dem Relaunch eines bestehenden Angebots oder einer anderen wichtigen Meldung an die Presse ging. » weiterlesen

medienlese – der Wochenrückblick

Post Tower gesprengt, Colbert vs. Pocher, Echtheitsdebatten, Erwachsene fauler.

Am Valentinstag wurde der Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel “von der Polizei zu Hause abgeholt“, nachdem sie sein Büro und sein Haus durchsucht hatte. Später in der Woche trat dann der 64jährige “Top-Manager, dem Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorgeworfen wird“, zurück. In der gleichen Woche zog sich die deutsche Post auch aus der Onlinewelt “Second Life” zurück. Der “Post Tower” auf der “Post Island” wird wohl irgendwie sterben, ob er tatäschlich gesprengt wird, wie das CIO Weblog vermutet, sei mal dahingestellt. Nach dessen Angaben habe die Post mit dem Ein- und Ausstieg bei “Second Life” einen “mittleren sechsstelligen Betrag” verpulvert.

Stephen Colbert ärgerte sich über die deutsche Ausgabe von GQ und machte wegen Oliver Pocher den Hitler (war dann aber so schlau, zu glauben, dass Alphörner und Ricola klar Deutschland zuzuordnen sind).
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Die Gerüchteküche brodelt – jeder will jeden kaufen

Zwei Wochen ist es her, dass Microsoft sein Übernahmangebote an Yahoo publik gemacht hat. Wir haben uns seitdem mit der Berichterstattung zu diesem Thema zurückgehalten, da sich die Nachrichtenlage ohnehin stetig ändert. Die Beurteilung, welche Meldungen auf Tatsachen basieren und welche nichts weiter als gegenstandslose Gerüchte sind, fällt dabei schwer. Klar ist, dass Yahoo das ursprüngliche Angebote von Microsoft nicht akzeptiert hat und nun bestrebt ist, sich durch eine Kooperation mit anderen, milliardenschweren Unternehmen wie Google oder News Corp. vor einer feindlichen Übernahme durch den Redmonder IT- und Softwareriesen zu schützen. » weiterlesen

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