Zielgruppe Endanwender:
SAP startet Mitfahr-App TwoGo

Der Trend, Fahrzeuge gemeinsam zu nutzen und damit die Umwelt und den Gelbeutel zu schonen, weitet sich aus. Selbst Europas führender Softwarehersteller SAP will in dem Markt mitmischen – und gibt sich mit dem gerade gestarteten Dienst TwoGo ganz im Stile eines Startups.

TwoGoWährend die USA eine bemerkenswerte Zahl an wegweisenden IT- und Internetfirmen mit internationaler Bedeutung hervorgebracht haben, kann Deutschland nur ein einziges echten Riesen vorweisen: SAP, milliardenschwerer Softwarehersteller aus dem baden-württembergischen Walldorf. Auch wenn der Konzern als nach Umsatz größter europäischer IT-Anbieter wahrlich kein kleines Licht in der Technologielandschaft darstellt, so gilt das 1972 gegründete Unternehmen heute nicht gerade als Quelle aufregender, einfallsreicher Dienste und Produkte. Kein Wunder, fokussiert es sich zumeist auf dröge betriebswirtschaftliche Software, die zwar eine wichtige Rolle für den reibungslosen Ablauf alltäglicher Prozesse spielt, aber in puncto Medienwirkung, Stammtischtauglichkeit und Weltveränderungspotenzial gegen Google, Facebook und Apple blass aussieht.

Umso interessanter ist die gerade erfolgte Lancierung eines mobilen Ridesharing-Dienstes namens TwoGo. Die Website und dazugehörigen Apps für iPhone und Android präsentiert der IT-Gigant in Sachen Gestaltung und Sprache ganz im Stile typischer, jung-dynamischer Startups. Das ist kein Zufall: TwoGo konkurriert als mobiler Mitfahrdienst mit hiesigen Jungunternehmen wie Flinc und Wundercar (seit dessen Neupositionierung), sowie mit etablierten Mitfahrgelegenheits-Portalen wie Mitfahrgelegenheit.de. » weiterlesen

Über ein Dutzend smarte Geräte steuern:
IFTTT wird zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge

2011 ging IFTTT als Dienst an den Start, um verschiedene Online-Apps miteinander interagieren zu lassen. Heute unterstützt der Service eine schnell steigende Zahl an smarten, internetfähigen Geräten. IFTTT wird zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge.

IFTTT

Außenstehenden prägnant zu erklären, was genau IFTTT macht, ist nicht leicht. Ich benutze in Artikeln zu dem US-Dienst gerne die Analogie des “digitalen Klebebands”. Dass jemand ohne Vorwissen anhand dessen aber versteht, was man mit IFTTT anstellen kann, erwarte ich natürlich nicht. Womöglich erübrigt sich das Thema jedoch bald. Denn immer deutlicher wird, in welche Richtung sich das Angebot entwickelt: zum Steuerungsorgan aller mit dem Internet verbundenen Geräte; zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge (IdD).

Im Laufe der letzten Monate hat das Unternehmen die Zahl der mit dem persönlichen IFTTT-Konto verknüpfbaren Smart Devices und IdD-Produkte kontinuierlich erhöht. Weiterhin lässt sich der Service natürlich auch dafür nutzen, um reine Web- und Smartphone-Apps zusammenzuschalten und automatisiert miteinander interagieren zu lassen. Doch je vielfältiger das in unserem Alltag vorkommende Spektrum an digitalen, mit dem Internet verbundenen Geräten ist, desto stärker rücken bei IFTTT Einsatzszenarien in den Vordergrund, bei denen ausgelöste Aktionen nicht allein die konventionelle Nutzung von PCs, Smartphones oder Tablets betreffen.

Die folgende Zusammenstellung von mit IFTTT steuerbaren und zusammenschließbaren IdD-Produkten verdeutlicht, wie weit die Metamorphose von IFTTT zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge bereits vorangeschritten ist.  » weiterlesen

Linkwertig:
Pew, Inbox, Minority Report, Kartoffelsalat

Slow Media
Netzpolitik fasst eine Studie vom Pew Research Institute zusammen.

Der allgemeine Trend jedoch lautet: Wenn jetzt nicht gegen Netzneutralitätsverstöße, Totalüberwachung, unpassendes Urheberrecht und marktbeherrschende Internetfirmen vorgegangen wird, mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen, politischen und technologischen Mitteln, dann wird es ein freies Netz bis 2025 sicher nicht (mehr) geben.

» Die Zukunft des Internets

 

Inbox
Mit Inbox gibt es endlich wieder einmal die Zukunft von E-Mail.

Statt sich mit antiquierten Dingen wie in MIME kodierten Dateianhängen herumzuschlagen … soll die E-Mail der Zukunft nur noch vom Sender zum Empfänger gelangen.

» Inbox statt E-Mail mit IMAP und MIME

 

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Öffentliche Parkplätze teilen und finden:
ParkTag will die innerstädtische Mobilität verbessern

Apps zur temporären Vermietung oder Anmietung von Privatparkplätzen gibt es einige. Das Berliner Startup ParkTag widmet sich mit seiner mobilen App öffentlichen Parkplätzen – ohne dabei auf das kontroverse Marktplatz-Modell einiger US-Wettbewerber zu setzen.

ParkTagIn San Francisco sorgten in den letzten Wochen Startups für Kritik, die Autofahrern des “Teilen” eines öffentlichen Parkplatzes gegen Entgelt erlauben. Den Offiziellen der Pazifikstadt missfällt diese kommerzielle Nutzung der für die Allgemeinheit gedachten Fläche, weshalb sie Anbieter wie ParkModo, Sweetch und Monkey Parking zur Einstellung ihrer fragwürdigen Aktivitäten zwingen wollen.

Aus Deutschland, genauer gesagt aus Berlin, kommt mit ParkTag jetzt ein ähnlicher Dienst. Allerdings verzichtet die für iPhone und Android angebotene App auf das Modell der kostenpflichtigen Überlassung von Parkplätzen am Straßenrand. Stattdessen helfen sich Mitglieder der ParkTag-Community ohne unmittelbare Vergütung dabei, langes Umherfahren im Viertel zu vermeiden. Für das Konzept sind daher anders als bei den genannten Marktplätzen wenig Akzeptanzprobleme zu erwarten. » weiterlesen

iOS 8:
Neue Märkte für Apple

Eine der wesentlichen Grundlagen für Apples Erfolg ist die Fähigkeit, Trends vorauszusehen oder sogar selbst zu setzen. Die neue Version 8 des Betriebssystems iOS passt dazu. Für normale User ist das nicht unbedingt sofort erkennbar, aber im Hintergrund gibt es viele Änderungen, die darauf zielen, neue Geschäftsfelder zu erschließen.

iOS 8Apples Erfolg beruht auf mehreren Stärken. Zum einen hat das Unternehmen die Kontrolle über das Zusammenspiel von Hardware und Software, weil es beides selber herstellt. Dadurch gibt es weniger Fehler und weniger Probleme mit der Sicherheit. Zum anderen setzt es auf ein ansprechendes und einfaches Design, das gut aussieht und von den Benutzern geschätzt wird. Die wichtigste Stärke aber ist die Fähigkeit, Trends vorauszuahnen und entsprechend zu reagieren oder sie sogar selbst zu setzen. Dadurch hat Apple es seit Ende der neunziger Jahre geschafft, zu einem Konzern der ersten Liga zu werden.

Nun wird Apple im Herbst eine neue Version 8 von iOS herausbringen, das auf den mobilen Geräten der Firma genutzt wird. Im Gegensatz zur Vorgängerversion, iOS 7, ist es für normale User diesmal keine Revolution, eher eine Weiterentwicklung. Beim Vorgänger hatte Apple demgegenüber ein ganz neues Design eingeführt, was ein Risiko war, aber von den Kunden gut angenommen wurde.

In iOS 8 wurde das Design nicht wesentlich umgestellt. Es enthält Verbesserungen an Stellen, die nicht unbedingt sofort auffallen, aber das Erlebnis des Umgangs mit den Apple-Geräten als Ganzes flüssiger und angenehmer machen. Selbstverständlich hat Apple auch wieder neue Funktionen eingebaut, und die schon bestehenden an vielen Stellen optimiert – auch hier mit dem Gedanken, sie einfacher bedienen zu können. Diese Funktionen sind in den letzten Wochen oft beschrieben worden und sollen hier nicht wiederholt werden. » weiterlesen

Linkwertig:
Forgotten Results, Shopping Express, Unternehmensengel

Digitale Demenz
Mit Forgotten Results gibt es das erste Projekt, das zwangsvergessene Artikel sammelt.

» Forgotten Results

 

Google Shopping Express
Google investiert eine halbe Milliarde Dollar in den eigenen Lieferdienst, um Amazon nicht davonlaufen zu lassen.

Damit stellt der Internetkonzern Einkäufe aus angeschlossenen Geschäften selbst zu.

» Google steckt 500 Millionen Dollar in eigenen Lieferdienst

 

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In den Fußstapfen von Klout:
Reputami “warnt” Hotels, wenn Meinungsbildner reservieren

Das Kölner Startup Reputami analysiert und aggregiert das Feedback von Hotel- und Restaurant-Gästen. Es lässt sich dafür innovative Lösungen einfallen. Künftig verrät es Hoteliers und Gastronomen im Vorfeld, sofern Online-Multiplikatoren einen Besuch planen.

ReputamiViele Leserinnen und Leser von netzwertig.com haben eine nennenswerte Sichtbarkeit in sozialen Medien. Sie sind Multiplikatoren. Ob man es mag oder nicht: Firmen interessieren sich speziell dafür, was diese Personen im Netz so von sich geben, denn meist wird ihnen ein gewisser Einfluss zugerechnet. Ein Blogbeitrag oder Tweet, der hart mit einem Produkt ins Gericht geht, oder ein öffentliches Lob für eine gelungene Dienstleistung, könnte andere User in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen. Wenn Menschen mit einer ausgeprägten Präsenz und Reputation in sozialen Medien demnächst ein Hotelzimmer buchen oder einen Tisch in einem angesagten Restaurant reservieren, ist es möglich, dass sich das Personal im Vorfeld explizit darauf einstellt. Zumindest dann, wenn der jeweilige Hotel- oder Gastronomiebetrieb den Online-Reputations-Management-Dienst des Kölner Startups Reputami nutzt.

Der Service, der Hoteliers und Restaurantbetreibern per Weboberfläche auf einen Blick Bewertungen und Kundenmeinungen von einer Vielzahl von Portalen und Bewertungsplattformen liefert und ihnen parallel per Aggregation von Social-Media-Profilen verrät, wer die Personen hinter den Kritiken sind, startet mit Customer Search eine neue, äußerst spannende Funktion: Sie verrät dem Personal im Voraus, welche Persönlichkeiten sich für die kommenden Tage angekündigt haben, und erlaubt eine frühzeitige Evaluation darüber, inwieweit sich für einzelne Gäste ein besonders aufmerksamer Service empfiehlt. » weiterlesen

Linkwertig:
Facebook, Doppelagenten, Demenz, Ölbad

Facebook
Laut dem WSJ hat Facebook über die Jahre nicht nur ein, sondern hunderte Experimente mit den Benutzerkaninchen veranstaltet:

» Facebook Experiments Had Few Limits

 

Überwachung
Netzpolitik hat die 4. Anhörung im NSA-Untersuchungsausschuss mit einem ehemaligen NSA-Direktor und einem Kollegen protokolliert.

Die Vollüberwachung der Gesellschaft ist die größte Bedrohung der Demokratie seit dem amerikanischen Bürgerkrieg.

» Live-Blog 4. Anhörung im NSA-Untersuchungsausschuss

 

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Samstag App Fieber:
Open Data Portal, Zentrales Fundbüro, Zug-Erstattung

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Open Data Portal Österreich – ein Portal für offene Daten; Zentrales Fundbüro – ein zentrales Fundbüro; und Zug-Erstattung – Erstattungen einfach beantragen.

 

Österreich bekommt ein eigenes Open Data Portal für Nichtregierungsdaten (die Regierungsdaten werden schon seit einiger Zeit auf data.gv.at zur Verfügung gestellt). Die Hoffnung dabei ist, dass auch Daten von Wirtschaft, Wissenschaft, der Zivilgesellschaft, von Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen geöffnet und als Open Data bereitgestellt werden. Zum Start gibt es – sicherlich ausbaufähige – 35 Datensätze, etwa die Zahlen vom Lotto seit 1983 oder einen Thesaurus für Wien. Anwendungen, die von den Daten Gebrauch machen, oder allgemeine Datentools runden die Plattform ab.

 

 

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Aufmerksamkeitsökonomie:
Smartphone-Nutzer verbringen mehr Zeit mit Apps – aber nicht mit mehr Apps

Eine frische Nielsen-Statistik zeigt: Smartphone-Nutzer verbringen zwar immer mehr Zeit mit Apps, erhöhen aber die Zahl der pro Monat verwendeten Applikationen kaum. Schlechte Nachrichten für Entwickler und Startups.

Die Problematik, dass es für an Endnutzer gerichtete Startups immer schwieriger wird, es bei Usern in die Liste der regelmäßig eingesetzten Dienste zu schaffen, wurde bei uns schon häufiger thematisiert. Verantwortlich für diese Entwicklung sind verschiedene Faktoren, darunter die große Konkurrenz, die niedrigen Einstiegsbarrieren für die Schaffung neuer Services sowie natürlich der Aufstieg des mobilen Webs. Damit verschwinden die alten Multitasking-Mechanismen der Desktop-Ära. Auf mobilen Geräten ist es deutlich schwieriger, unterschiedlichen Anwendungen parallel Aufmerksamkeit einzuräumen. Meist fokussieren sich Benutzer jeweils auf eine einzige App.

Eine Erhebung der Marktforscher von Nielsen liefert nun bemerkenswerte Zahlen, die zeigen, wie schwerwiegend diese Situation eigentlich ist: Demnach verbrachten US-amerikanische Besitzer von iOS- und Android-Smartphones im vierten Quartal 2013 pro Monat 30 Stunden und 15 Minuten mit der Nutzung von Apps. Das waren 65 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2011. Damals kamen Apps durchschnittlich nur auf 18 Stunden und 18 Minuten monatliche Einsatzdauer. » weiterlesen

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