Linkwertig:
LSR, Geld, Berlin, Apple

LSR
Es wird immer skurriler: Wenn Google die Qualitätsinhalte der VG Media nur noch als Überschrift anzeigt, um sich selbst vor diversen Klagen und Forderungen zu schützen, dann muss das auch für alle anderen Medien gelten, auch wenn die den Wert von Google von selbst erkennen.

“voraussichtlich [werden] auch die Presseverleger, die der VG Media ihre Rechte übertragen haben, dem wirtschaftlichen Druck nicht standhalten können”

» VG Media erwartet Kapitulation der Verlage vor Google

 

Norwegen
Und während hierzulande auch Spitzenpolitiker für fast alles zu begeistern sind, was irgendwie gegen Google zielt, stellt Norwegen das Papiergeld auf Pixel um.

» We Spoke To The Designers Of Norway’s New Pixel Art Currency

 

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Netzneutralität:
Die langfristig negativen Effekte von Service-Klassen am Beispiel von US-Airlines

Telekommunikationskonzerne wollen unterschiedliche Service-Klassen für die Übertragung von Daten einführen. Die Wahrscheinlichkeit, dass “Internet-Überholspuren” sich negativ auf die Basisleistung auswirken, ist groß. Das lehrt die Entwicklung, welche die amerikanische Luftfahrtbranche in den letzten zehn Jahren duprrchgemacht hat.

AirlineBefürworter einer Abschaffung der Netzneutralität nutzen gerne die Metapher der “Internet-Überholspur”. Sie beteuern, dass unterschiedliche “Service-Klassen” zu einem Szenario führen, in dem besonders datenintensive Dienste – wie etwa 4k-Videostreaming oder Telemedizin – mit einer garantiert guten Qualität ausgeführt werden könnten, während gleichzeitig der “normale” Webtraffic keine Limitierungen erleben würde.

In der Realität spricht allerdings wenig dafür, dass die von den Netzbetreibern herbeigesehnte Aufteilung der Datenleitungen in Standard-Traffic und Premium-Traffic, für den Onlinedienste zusätzlich zahlen, am Ende ohne Einschränkungen für die Übertragung von “Basis-Daten” über die Bühne geht. Es ist ein ökonmisches Gesetz, dass im Falle begrenzter Kapazitäten die Allokation der Ressourcen dorthin tendiert, wo das meiste Geld verdient werden kann. Gleichzeitg entstehen Anreize für eine Vernachlässigung des Kapazitätsausbaus. Wenn Knappheit ein profitables Geschäftsmodell darstellt, gibt es es für Unternehmen keinen Grund, dieses mit aktiven kostenspieligen Investitionen in einen Ausbau der Datenleitungen und eine damit verbundene Eliminierung des Bedarfs unterschiedlicher Service-Klassen aufs Spiel zu setzen.

Um die Theorie besser verständlich zu machen, möchte ich an dieser Stelle (zum zweiten Mal in der Geschichte von netzwertig.com) die Flugbranche zur Illustration eines innerhalb der Digitalwirtschaft debattierten Dilemmas heranziehen: Wer einmal erleben will, was passiert, wenn dem Prinzip der Differenzierung in unterschiedliche Service-Levels bei insgesamt begrenzter Kapazität freien Lauf gelassen wird, der sollte in den USA ein paar Mal mit einheimischen Fluggesellschaften reisen.  » weiterlesen

Berliner Startup MyLorry wittert riesigen Markt:
Food Express transportiert Speisen zu den Kunden

Bisher fokussierte sich MyLorry auf Kurierfahrten am selben Tag. Mit Food Express erweitert das Startup seinen Schaffensbereich: Restaurants können den Dienst nutzen, um von Kunden online oder per Telefon bestellte Speisen auszuliefern. Die Berliner wittern einen riesigen Markt.

foodexpress_logoDas Segment der Online-Bestellung von Speisen und Lebensmitteln erlebt trotz der Konsolidierung bei den Liefervermittlern eine Phase des rasanten Wachstums. Denn nicht mehr länger können Nutzer nur frisch von Restaurants zubereitete Gerichte per Mausklick oder Swipe ordern. Verschiedene “Gourmet-Startups” nutzen eigene beziehungsweise angemietete Küchen, um vielbeschäftigen und Bequemlichkeit schätzenden Verbrauchern Speisen im Quasi-Abo zukommen zu lassen. Parallel bringen sich Lebensmittel-Lieferdienste in Stellung, die zumindest teilweise, mit Blick auf Tiefkühlprodukte oder selbst kochende Konsumenten, in verwandten Gewässern fischen. E-Food in all seinen Facetten – ob fertig zubereitet oder als “Rohwaren” – liegt im Trend. Die regen Aktivitäten der Samwer-Brüder in dem Sektor unterstreichen dies.

Der Optimismus in dem Bereich hat durch diverse Neulinge einerseits eine verstärkte Konkurrenzsituation zur Folge (bei einem parallel wachsenden Markt) und bietet andererseits Raum für Akteure, die bei der Auslieferung all der zu den hungrigen Kunden zu befördernden Gerichte mithelfen. Das Berliner Startup MyLorry hat für sich mit Food Express eine Marktlücke identifiziert, die vom Grundsatz her gut zu dem bisherigen Geschäftsmodell passt und allen Restaurantbetreibern die Möglichkeit gibt, vom Boom der Nach-Hause-Lieferung von Speisen zu profitieren.  » weiterlesen

Linkwertig:
Apple, Nexus, Glass, Buzzfeed

Apple
Apple wird heute einige Produkte aktualisieren. Das Programm steht etwa bei Wired:

» What to Expect From Apple’s Oct. 16 Event
» Apple live

 

Nexus
Gwm. zum Aufwärmen hat Google gestern das Nexus 6 und das Nexus 9 angekündigt.

Gutes entsteht dann, wenn alle zusammenarbeiten.

» Neues von Android und Nexus

 

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Apple Watch:
Das große Missverständnis

Apples erste smarte Uhr provoziert ein großes Missverständnis: Beobachter bewerten die Apple Watch nach den Kriterien eines technisches Gadgets. Aus Sicht des Unternehmens aber handelt es sich um ein auf das Luxus-Segment abzielendes Accessoire und Status-Objekt.

Apple Watch

Anfang 2015 will Apple seine erste Uhr auf den Markt bringen, die Apple Watch. So richtig Begeisterung auf breiter Front wollte in den Tagen und Wochen nach der Vorstellung des Geräts in der Fachpresse und bei einschlägig bekannten Gadget-Fans nicht aufkommen. In den Reaktionen dominierte der Versuch, eine latente Skepsis gegenüber den bisher nicht sonderlich erfolgreichen smarten Uhren mit der Erkenntnis zu vereinen, dass Apple bewiesenermaßen dazu in der Lage ist, einer neuen, lahmenden Produktkategorie zum Durchbruch zu verhelfen. Dennoch schwang in den Analysen zahlreicher renommierter Tech-Medien eine gewisse Enttäuschung mit. Bei heise online befürchtete man eine schnelle Ernüchterung im regulären Einsatz, Engadget bezeichnete das Produkt als “Smartwatch mit Lippenstift” und Macworld konstatierte, dass die Apple Watch nichts kann, wozu ähnliche Produkte nicht in der Lage seien.  » weiterlesen

Bali wird zum Startup-Mekka:
Unternehmensgründung im Paradies

Die Unternehmensgründung ist harte Arbeit. Daher kann es sinnvoll sein, wenigstens ein angenehmes Ambiente zu wählen. Eine Option: Bali. Andrea Loubier, CEO des auf der indonesischen Insel angesiedelten Startups Mailbird, sieht viele Vorteile.

BaliEin Startup zu gründen, heißt gemeinhin, über Jahre einen Großteil der wachen Stunden in das zu entwickelnde und zu vermarktende Produkt zu investieren. Für Hobbys, Freunde und Familie bleibt in der Regel nur wenig Zeit – speziell in der Anfangsphase, in der sich Gründer noch um die meisten Aufgaben und Probleme selbst kümmern. Doch ein solches Opfer zu erbringen, bedeutet nicht, sich ganz von den Annehmlichkeiten des Lebens verabschieden zu müssen. Eine Option, um das Dasein des Internet-Entrepreneurs angenehm zu gestalten, ist die Ansiedlung in einem tropischen Paradies wie Bali. » weiterlesen

Linkwertig:
Irland, Data, Krautreporter, Gründergeist

Irland
Irland will ein Steuerloch schließen, das Apple, Google & Co. einen Steuersatz von zwei Prozent bescherte.

Bereits in Irland tätige Firmen haben jedoch noch bis 2020 Zeit, die neuen Regeln einzuhalten – die Regierung hofft, dass dadurch keine Arbeitsplätze verloren gehen.

» Google und Apple müssen in Europa höhere Steuern zahlen

 

Big Data
Die EU will in den nächsten 6 Jahren 500 Millionen Euro in den Aufbau einer datengesteuerten Wirtschaft investieren.

Mindestens das Vierfache des Betrages soll die Privatwirtschaft tragen.

» 2,5 Milliarden Euro sollen EU-Wirtschaft bei Big Data voranbringen

 

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Mundpropaganda:
RewardMe will Brücke zwischen Geschäften und dem Netz schlagen

Das Göttinger Startup RewardMe gibt Betreibern stationärer Geschäfte sowie Gastronomen die Möglichkeit, Kunden zu Empfehlungen im sozialen Netz zu animieren und anschließend den Erfolg ihrer Kampagne zu messen. Für Onlinehändler ist das natürlich nichts Neues.

RewardMeRund 15 Jahre des ernstzun ehmenden Onlinehandels haben dazu geführt, dass Händler heute auf eine Vielzahl von Tracking-Technologien und Affiliate-Modellen Zugriff haben, um die von ihren Kunden im Netz verbreiteten Empfehlungen und Meinungen überwachen und beeinflussen zu können. Allein Amazons bekanntes Affiliate-Programm dürfte hunderttausende Mitglieder haben, die auf ihren Websites und Blogs auf Produkte des E-Commerce-Riesen verweisen und für erfolgreiche Vermittlungen Provisionen einstreichen. Im stationären Handel allerdings sind den Akteuren aufgrund des Medienbruchs weitgehend die Hände gebunden. Inwieweit Kunden ihren Shoppingbesuch oder ihre Schnäppchen so toll finden, dass sie davon ihren Freunden berichten, liegt weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der Händler. Das Göttinger Startup RewardMe hält diesen Zustand für verbesserungswürdig und hat einen entsprechenden Lösungsvorschlag.  » weiterlesen

Netflix-Effekt:
Die plötzliche Liebe deutscher Sender und Filmstudios zu Qualitäts-TV-Serien

Als hätten sie nie etwas anderes getan, wollen zahlreiche deutsche Filmstudios plötzlich Qualitäts-TV-Serien produzieren. Zeitlich trifft diese neue Welle mit dem Start von Netflix und Amazon TV zusammen. Zufall?

"Schuld": Qualitätsserie mit Moritz Bleibtreu soll Anfang 2015 im ZDF laufen und international vermarktet werden. Bild: Beta Films

“Schuld”: Qualitätsserie mit Moritz Bleibtreu soll Anfang 2015 im ZDF laufen und international vermarktet werden. Bild: Beta Films

Ich glaube ich träume. Hatte ich erwartet, dass die Kooperation von ARD, Sky, Beta Films und Regisseur Tom Tykwer zur Produktion der deutschen Qualitäts-TV-Serie “Babylon Berlin” nicht mehr als ein Strohfeuer nach jahrelanger Dürre sein würde, sehe ich mich binnen zweier Wochen offenbar getäuscht. Das soll erst der Anfang gewesen sein. Alles, worauf deutsche Serienliebhaber seit Jahren pochen, könnte besser spät als nie plötzlich doch noch in Erfüllung gehen. Einer der Gründe dafür dürfte “Netflix” heißen. » weiterlesen

Linkwertig:
Kompetenz, Vergessen, U2, Jimdo

Internet
Immerhin mehr als ein Drittel der Deutschen verfügt laut einer Studie über zumindest mittelmäßige Internetkenntnisse.

Das heißt, lediglich ein Drittel der Befragten zwischen 16 und 74 Jahren konnten im Rahmen der Erhebungen eine Suchmaschine bedienen, Mails mit Anhang versenden oder mit Chaträumen umgehen.

» Deutschland landet im EU-Vergleich auf den letzten Plätzen

 

Recht auf Vergessen
Das Stellen von Löschanträgen scheint sich aber als Kompetenz verbreitet zu haben – mit 25.000 Anträgen liegt Deutschland im absoluten Spitzenfeld.

» Google erhielt bisher rund 145.000 Löschanträge

 

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