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	<title>netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung</title>
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	<description>netzwertig.com I Wir beobachten und analysieren Neuigkeiten und Trends der Internetwirtschaft</description>
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		<title>Samstag App Fieber: Flugrouten-Radar, Twenue, Dongoo</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 05:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Spath</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Samstag App Fieber]]></category>

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		<description><![CDATA[Flugrouten-Radar &#8211; der Flugverkehr über Berlin; Twenue &#8211; zu Orten twittern; und dongoo &#8211; Berwerbungen via Kurzvideos.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.</h4>
<p>Dieses Mal mit: Flugrouten-Radar – der Flugverkehr über Berlin; Twenue – zu Orten twittern; und dongoo – Berwerbungen via Kurzvideos.</p><div id="Ads_BA_CAD2"><div style="margin-bottom: 1em"><script> if(typeof window.Ads_BA_AD == 'function') { Ads_BA_AD('CAD2'); }</script></div></div>
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<p><img src="http://static.netzwertig.com/1368777932/radar.png" align="left" alt=""> Die Berliner Morgenpost hat einen kleinen <a href="http://flugroutenradar.morgenpost.de/" title="Flugrouten-Radar">Flugrouten-Radar</a> entwickelt, mit dem man sich in Berlin und Umgebung über den Flugverkehr – und damit auch über den damit verbundenen Lärmwert – informieren kann. Nachdem man die gesuchte Adresse eingegeben hat, wird eine 3-dimensionale Karte generiert, auf der die aktuellen Flüge visualisiert werden, wobei die Höhe farblich abgestuft dargestellt wird. Die Karte lässt sich auch mit der Maus drehen und zeigt zusätzlich die Flugbelastung im Vergleich zur Umgebung. Zur Abrundung werden auch alle Daten gesammelt und gespeichert, was etwa die Berechnung der aggregierten Belastung für Ortsteile oder Gemeinden in einem definierbaren Zeitraum ermöglicht.</p>
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<p><span id="more-29552"></span></p>
<p><img src="http://static.netzwertig.com/1368777935/twenue.png" align="left" alt=""><a href="http://twenue.com/" title="Twenue">Twenue</a> ist ein kleines Twitter/Google Maps-Mashup, das die Idee verfolgt, dass man gelegentlich nicht zu Leuten, sondern zu Orten und Locations twittern will. Und genau das kann bei bei Twenue dann auch tun, wobei die Orte selbst kein Twitter-Account angelegt haben müssen. In der Folge kann man sich dann bei Twenue anschauen, welche Location-Tweets bestimmte Benutzer gepostet haben, was alles über einen jeweiligen Ort getwenuet wurde, oder was sich in der Nachbarschaft der jeweiligen Location abspielt. Etwaige getwitterte Fotos werden dabei praktischerweise inline angezeigt. Twenue ist nicht schlecht gemacht, allerdings setzt es wohl zu viel externe Motivation von Seiten der Benutzer voraus, insofern hält sich die Aktivität auf Twenue noch in Grenzen.</p>
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<p> </p>
<p><img src="http://static.netzwertig.com/1368777931/dongoo.png" align="left" alt=""><a href="http://www.dongoo.de/" title="dongoo">dongoo</a> wiederum möchte den Prozess des Bewerbens optimieren, indem sich Bewerber mit prophylaktischen Kurzvideos vorstellen und präsentieren können. Die Videos sollen maximal zwei Minuten dauern und neben den Kerndaten auch den Werdegang, die Ausbildung und die persönlichen Stärken präsentieren. Anfahrtszeiten und Reisekosten entfallen bei einer Videobewerbung naturgemäß, Recruiter und Verantwortliche im HR-Bereich erhalten trotzdem einen Eindruck vom Kanditaten für eine zu besetzende Stelle und können Vorstellungsgespräche effizienter gestalten. Für Bewerber ist dongoo kostenlos.</p>
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<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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</tr></table>
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		<title>Industry 4.0: Die Fabrik der Zukunft</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/17/industry-4-0-die-fabrik-der-zukunft/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 10:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Automatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Industry 4.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Begriff Industry 4.0 bezeichnet die vierte Stufe der industriellen Revolution. Mit ihr soll eine Phase der Neuorientierung in den industriellen Prozessen beginnen, die ein weiteres Mal einen enormen Produktivitätsschub bringt. Die Bezeichnung als Revolution ist aber übertrieben; es sind eher evolutionäre Prozesse, die zu einer neuen Produktionsweise führen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Der Begriff Industry 4.0 bezeichnet die vierte Stufe der industriellen Revolution. Mit ihr soll eine Phase der Neuorientierung in den industriellen Prozessen beginnen, die ein weiteres Mal einen enormen Produktivitätsschub bringt. Die Bezeichnung als Revolution ist aber übertrieben; es sind eher evolutionäre Prozesse, die zu einer neuen Produktionsweise führen.</h4>
<p><em>Ralf Wienken ist technischer Redakteur und verantwortlich für den Bereich technische Kommunikation der <a href="http://www.app-solut.com/">Xinfo Wieland Sacher GmbH</a>.</em></p>
<p>Industry 4.0 ist ein gern benutzter Begriff, wenn es darum geht, die Zukunft der deutschen Industrie zu beschreiben. Er deutet an, dass eine Umwälzung der Produktionsprozesse stattfinden wird, die so tiefgreifend ist, dass man diesen Vorgang als Revolution betrachten kann. Zudem spielt auch wohl die Unterstützung durch die Bundesregierung bei der Beliebtheit des Begriffs eine Rolle, die Forschungsprojekte in dieser Richtung finanziell fördert.</p>
<p>Nun gibt es einige beteiligte Personen, die nicht glücklich mit dem Begriff Industry 4.0 sind, die aber die wesentlichen Prinzipien verteidigen. Schauen wir uns einmal an, was eine industrielle Revolution ist, und ob die auffindbaren Kriterien genügen, um eine weitere Revolution auszurufen. <span id="more-29559"></span></p>
<p><strong>Industrielle Revolutionen</strong></p>
<p>Etwa ab Ende des 18. Jahrhunderts begann in England die europäische industrielle Revolution. Sie fand in mehreren Stufen statt, die jedes Mal enorme technische und soziale Umwälzungen mit sich brachten. Wegen dieser starken Umwälzungen ist die Bezeichnung als Revolution gerechtfertigt, denn es blieb buchstäblich kein Stein auf dem anderen. Wir leben momentan in einer Welt, die sich ein Mensch des 18. Jahrhunderts nicht einmal hätte vorstellen können. Und es sieht sogar so aus, als ob sich das Tempo der Veränderungen heute noch weiter beschleunigt.</p>
<p>In der ersten Stufe der industriellen Revolution wurde die menschliche Arbeit mechanisiert und in Fabriken verlagert. Aus dieser Zeit kennen wir die negativen Folgen der Veränderungen, die damals stattfanden: Verelendung, Arbeitslosigkeit und schlechte Arbeitsbedingungen waren weit verbreitet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgte die zweite Stufe, die die arbeitsteilige Massenproduktion durch Elektrifizierung mit sich brachte. Dadurch wurde es möglich, Konsumgüter billig herzustellen und für weite Teile der Bevölkerung erschwinglich zu machen. Die dritte Stufe hatte ihren Ursprung in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie bestand aus der Automatisierung der Produktionsprozesse durch den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung.</p>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="aligncenter size-full wp-image-29560" alt="Stufen der industriellen Revolution" src="http://static.netzwertig.com/1368785715/stufenrevolution.png" width="450" height="267"></p>
<p><strong>Die nächste Stufe</strong></p>
<p>Gegenwärtig erleben wir den Beginn einer weiteren Umwälzung, die – wie die Stufen zuvor – ganz neue Produktionsprozesse und Formen der Zusammenarbeit mit sich bringen soll. Sie ist dadurch definiert, dass eine zuvor nicht gekannte Integration von Hardware, Software und menschlicher Arbeitskraft stattfindet. Dies ist eine neue Qualität, die es vorher nicht gab. Man nennt das Industrie 4.0 (weil es die vierte große Stufe der industriellen Revolution ist), die in Integrated oder Smart Factories stattfindet.</p>
<p>Das hauptsächliche Kennzeichen der neuen Produktionsweise ist, dass Maschinen und Produkte in sogenannte Cyber Physical Produktion Systems (CPPS) verwandelt werden. Das heißt, dass sämtliche Beteiligten am Produktionsprozess untereinander und mit dem Internet vernetzt sind und miteinander kommunizieren können. Sie sind über Software mit einer Eigenintelligenz ausgestattet und vertikal eng mit dem Planungs-System (ERP) verbunden. Es gibt damit eine dezentrale Intelligenz auf den unteren Ebenen der Produktion (im Sensor, im Produkt, im Aktor), die innerhalb der vorgegebenen Regeln eigenständig Entscheidungen treffen kann. CPPS sind also eine Technologie der dritten Stufe der globalen Vernetzung, in der die Maschinen Teil des <a href="http://netzwertig.com/2012/01/02/die-dritte-phase-der-vernetzung-das-internet-der-dinge-wird-realitat/">Internets der Dinge</a> werden.</p>
<p>Die Produkte beispielsweise kennen ihre Historie und die nächsten Schritte in der Produktion, so dass sie selbstständig den günstigsten Weg bis zur Endfertigung finden – immer überwacht vom übergeordneten Softwaresystem. Bei Problemen mit einer Fertigungsmaschine können sie eine andere suchen, die den Prozess fortsetzt. Sensoren melden durchgehend ihre Messwerte zur Erstellung von Auswertungen an das übergeordnete System, so dass zu jeder Zeit ein vollständiges virtuelles Abbild der Vorgänge in der Fabrik zur Verfügung steht, zusammen mit allen denkbaren statistischen Evaluationen.</p>
<p>Die hier beschriebenen Prinzipien einer Integrated Factory werden auch außerhalb der Fabrik angewendet. Die Lieferkette, die wir heute kennen, wird zu einem sich selbst organisierenden Supply-Netzwerk, das ohne zentrale Steuerung funktioniert. Sowohl Zulieferer als auch Kunden sind über genormte Schnittstellen in das Gesamtsystem eingebunden.</p>
<p>Auf diese Weise erobert das Internet der Dinge auch die Fabriken. Dabei hat die Software einen wesentlich höheren Anteil an der Wertschöpfung als früher. Die Produktion wird zu großen Teilen von Programmen gesteuert, nicht mehr von der Hardware. Man muss deshalb zum Beispiel nicht mehr größere Umbauaktionen durchführen, wenn am Produkt etwas geändert wird, denn die Fertigungsmaschinen sind von vorne herein für mehrere Varianten oder sogar für mehrere Produkte ausgelegt.</p>
<p><strong>Die neue Produktionsweise in Deutschland</strong></p>
<p>Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist weltweit Marktführer bei der Ausrüstung von Fabriken und sonstigen Fabrikationsstätten. Er ist bekannt durch guten Service, Qualität der Produkte und Einhaltung von Lieferzeiten. Das ist der Grund dafür, dass ein Hochlohnland wie Deutschland auch in der aktuellen Krise vergleichsweise gut da steht und immer wieder neue Exportrekorde aufstellt. Es ist fast ein zweites kleines Wirtschaftswunder.</p>
<p>Auf die Dauer wird das aber nicht reichen; Ausruhen ist nicht möglich. Die deutsche Industrie steht nach wie vor in Konkurrenz mit anderen Anbietern, insbesondere aus Asien. Dabei geht es um Arbeitskosten, Geschwindigkeit, Flexibilität und Qualität, die entscheidende Parameter in der Produktion sind. Asiatische Hersteller erreichen Geschwindigkeit und Flexibilität durch niedrige Arbeitskosten und manchmal geringere Qualität. Dies ist in Hochlohnländer wie Deutschland nicht möglich, weshalb wir unseren noch existierenden Vorsprung auf anderen Wegen sichern müssen.</p>
<p>Hier genau liegt der Punkt, warum Industry 4.0 gerade in Deutschland Thema ist, und auch von der Bundesregierung gefördert wird. Durch die neue Produktionsweise können hochkomplexe Abläufe dezentral gesteuert werden. Dadurch entsteht eine robuste und fehlertolerante Fabrikation, die einhergeht mit starker Individualisierung der Produkte bei sehr hoher Produktivität. Auch kleine Stückzahlen lohnen sich, da die Fertigungsmaschinen nur durch einen Softwareschalter das Produkt abwandeln können, und die Kosten trotzdem gering bleiben. Zudem kann der Kunde noch im Produktionsprozess Änderungen einbringen, was ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal ist.</p>
<p><strong>Vieles muss sich ändern…</strong></p>
<p>Kann man nun Industry 4.0 als Revolution bezeichnen? Um es gleich zu sagen: nein. Es gibt weder eine völlig neue Qualität der Produktionsweise, noch sind gesellschaftliche Veränderungen erkennbar, die so stark sind, dass sie alle Bereiche des Zusammenlebens beeinflussen.</p>
<p>Die Entwicklung erfolgt eher evolutionär. Ich sehe nur Weiterentwicklungen von schon Vorhandenem. Die Fertigungsmaschinen werden immer weiter verfeinert und immer flexibler, aber es ist wie der Unterschied zwischen einem Ford T-Modell und einem modernen Lamborghini. Es liegen Welten dazwischen, aber es ist immer noch das gleiche Prinzip.</p>
<p>Auch die Software enthält nichts wirklich Neues. Sie mag von außen intelligent erscheinen, aber in Wirklichkeit wird sie niemals selbst entscheiden, was zu tun ist. Denn wenn es so aussieht, als ab sie selbst entscheidet, dann hat der Mensch sie vorher so gestaltet, dass sie das sinnvoll machen kann. Er hat ihr Freiheitsgrade einprogrammiert. Dadurch wird die Maschine aber nicht frei. Sie ist einfach nur eine Maschine, die funktioniert, wie der Mensch ihr das sagt, auch wenn es so aussieht, als ob sie eigenständig den besten Weg eines Werkstücks durch die Fabrik findet.</p>
<p><strong>…damit alles gleich bleibt</strong></p>
<p>Wenn die Revolution nun doch nicht stattfindet, ist damit ist nicht gesagt, dass die beschriebenen Prinzipien nicht gefördert werden sollten. Sie wären ein Segen für die deutsche Industrie und würden den momentan vorhandenen Wettbewerbsvorteil mit Sicherheit bis weit in die zwanziger Jahres dieses Jahrhunderts ausdehnen. Das ist genau das, was alle wollen: den bestehenden Zustand weiter verlängern.</p>
<p>Insofern mag die Rede von Industry 4.0 sogar angebracht sein, um schon im Keimstadium der Entwicklung einen plakativen Begriff zur Verfügung zu haben. Aber eine Revolution ist es nicht.</p>
<p><em>Ralf Wienken ist technischer Redakteur und verantwortlich für den Bereich technische Kommunikation der Xinfo Wieland Sacher GmbH. Ein wichtiges Arbeitsgebiet des Unternehmens ist die Entwicklung von <a href="http://www.app-solut.com/">Applications für den industriellen Bereich</a>.</em></p>
<div>
<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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    </td>
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      <a href="https://www.xing.com/app/user?op=share;url=http%3A%2F%2Fnetzwertig.com%2F2013%2F05%2F17%2Findustry-4-0-die-fabrik-der-zukunft%2F;title=Industry+4.0%3A+Die+Fabrik+der+Zukunft;provider=netzwertig.com+I+Internetwirtschaft+I+Startups+I+Trends+I+Digitalisierung" target="_blank" class="ShareThis-Xing" title="Teilen auf Xing">
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</tr></table>
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                      <a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/" target="_blank">
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		<title>Internet der Dinge: IFTTT verknüpft Gadgets mit Webdiensten</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/17/internet-der-dinge-ifttt-verknuepft-gadgets-mit-webdiensten/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/17/internet-der-dinge-ifttt-verknuepft-gadgets-mit-webdiensten/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 09:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan Tißler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[ifttt]]></category>
		<category><![CDATA[Internet der Dinge]]></category>

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		<description><![CDATA[Dank des Dienstes IFTTT können Besitzer des Fitnessarmbands Jawbone Up und der “Internet-Glühlampe” Philips Hue nun sehr viel mehr mit ihren Geräten anfangen. IFTTT nimmt Handgriffe ab und ermöglicht neue Funktionen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Dank des Dienstes IFTTT können Besitzer des Fitnessarmbands Jawbone Up und der “Internet-Glühlampe” Philips Hue nun sehr viel mehr mit ihren Geräten anfangen. IFTTT nimmt Handgriffe ab und ermöglicht neue Funktionen.</h4>
<p><a href="http://www.ifttt.com"><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29558" title="IFTTT" alt="" src="http://static.netzwertig.com/1368783033/ifttt_logo.png" width="229" height="91"></a>Während <a href="http://neuerdings.com/tag/internet-der-dinge/">das Schlagwort “Internet der Dinge”</a> erst einmal nur bedeutet, dass zahlreiche Geräte online gehen, bleibt die Frage: Und was hat man nun davon? Eine Antwort darauf ist der Dienst <a href="http://ifttt.com/">“If This Than That” (IFTTT)</a>: Er sorgt dafür, dass solche Geräte Aktionen auslösen können oder aber auf Ereignisse reagieren. Das alles klingt erst einmal theoretisch und abstrakt. Mit einigen Beispielen wird dagegen recht schnell klar, wie praktisch und sinnvoll das sein kann.</p>
<p>Bei IFTTT ging es ursprünglich darum, diverse Webdienste miteinander zu verknüpfen. Ein Ereignis bei Dienst A löst automatisch eine Aktion bei Dienst B aus. Beispiel: Bekommt man eine E-Mail mit Anhang, wird der in Evernote gespeichert. Lädt jemand bei Facebook ein Foto hoch und gibt an, dass man darauf zu sehen ist, wird es in der eigenen Dropbox abgespeichert. Ändert man sein Profilfoto auf Facebook, wird das Profilfoto auf Twitter ebenfalls geändert. Bei IFTTT heißen solche Verknüpfungen “Rezepte” und wer will, kann seine öffentlich mit anderen teilen. Und natürlich kann man die Rezepte anderer übernehmen. Aber auch ohne eine bereits vorhandene Vorlage macht es IFTTT den Nutzern vergleichsweise einfach, etwas selbst anzulegen.</p>
<p>Diese Idee hat IFTTT inzwischen auf Geräte erweitert, die mit dem Internet verbunden sind.</p>
<p><a href="http://neuerdings.com/2013/05/17/ifttt-jawbone-up-philips-hue/">Weiterlesen bei neuerdings.com</a></p>
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<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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		<item>
		<title>Mangelnde Ethik: Die Technologiepresse benötigt ein eigenes Watchblog</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/17/mangelnde-ethik-die-technologiepresse-benoetigt-ein-eigenes-watchblog/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/17/mangelnde-ethik-die-technologiepresse-benoetigt-ein-eigenes-watchblog/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 07:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin  Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Google I/O]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Techjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Technologieberichterstattung leidet unter ethisch problematischen Arbeitspraktiken und Einflussnahmen der großen Netzfirmen. Ein Watchblog für die Techpresse hätte viel zu tun.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Die Technologieberichterstattung leidet unter ethisch problematischen Arbeitspraktiken und Einflussnahmen der großen Netzfirmen. Ein Watchblog für die Techpresse hätte viel zu tun.</h4>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29550" alt="Technologiepresse" src="http://static.netzwertig.com/1368775592/io.png" width="279" height="105">Groß aufgeblasene Produktveranstaltungen der Technologiegiganten wie Facebook, Apple, Microsoft oder Google sind für die Unternehmen nicht nur Gelegenheit, die Programmierergemeinde enger an sich zu binden und ihnen zu zeigen, wie Dienste und Produkte sich für Entwickler nutzbarmachen lassen. Es ist auch jeweils eine riesige Chance, um massive Presseaufmerksamkeit zu erhalten und um Journalisten mit Goodies, Testgeräten und bisher sonst schwer zugänglichen Informationen zu versorgen, in der Hoffnung auf vorteilhafte Berichterstattung und langfristig “fruchtbare” Kontakte.</p>
<p>Die Konzerne selbst sind dabei in der Regel sehr großzügig. Es obliegt den Journalisten, Grenzen zu setzen und als Zähmungs- oder Anbiederungsversuche wahrzunehmende Angebote abzulehnen. Valleywag, ein Art Gossip- und Watch-Blog des Silicon Valley, das kürzlich nach zwei Jahren Pause sein Comeback feierte, <a href="http://valleywag.gawker.com/which-journalists-accepted-free-laptops-from-google-507673690">machte gerade auf einen interessanten Fall aufmerksam</a>: So stellte Google jedem Besucher der Keynote der diese Woche in San Francisco stattfindenden Entwicklerkonferenz I/O ein Pixel-Chromebook im Wert von 1300 Dollar zur Verfügung. Das Unternehmen überließ es den Empfängern der Geräte, ob sie diese als Leihgabe für die Zeit der Konferenz nutzen oder als Geschenk mit nach Hause nehmen wollten. <span id="more-29549"></span></p>
<p>Dass Google das vorrangig aus Entwicklern bestehende Publikum seines Events mit den Werkzeugen zu versorgen versucht, die sie benötigen, um ideale Voraussetzungen für ihre Programmierarbeit rund um Google-Services zu schaffen, ist nachvollziehbar. Doch sollten Berichterstatter, die als Konferenzbesucher ebenfalls in den Genuss des Angebots kamen, nicht selbstverständlich darauf verzichten, ein bereits vor Monaten auf dem Markt gelandetes und damit nicht mehr redaktionell relevantes Gerät auf Dauer mit nach Hause zu nehmen? Für mich lautet die Antwort ganz klar “ja”. Doch eine Valleywag-Befragung einiger Reporter einschlägiger Techmedien zeigt: Nicht alle Blogger/Journalisten sehen dies so. Einige, wie Steve Kovach von Business Insider und Tim Stevens von Engadget gaben an, das im Falle des zeitweiligen Ausleihenes zu unterschreibende Dokument nicht signiert zu haben. Kovach erklärte Valleywag allerdings, es trotzdem zurückgeben zu wollen, während Stevens verlautbaren ließ, das Pixel unter den Lesern verlosen zu wollen. Robert Scoble, der sich kürzlich mit Google Glass unter der Dusche <a href="http://venturebeat.com/2013/04/28/heres-robert-scoble-showering-with-google-glass/">ablichten ließ</a>, verzichtete ebenfalls darauf, den Leihvertrag zu unterschreiben, plant also, das Gerät zu behalten. Bei ihm geht ohnehin niemand von seiner Unabhängigkeit aus.</p>
<p>Zahlreiche andere Reporter haben auf die Anfrage von Valleywag-Chefredakteur Sam Biddle noch nicht geantwortet. Die bisher eingesammelten Reaktionen zeigen, dass lediglich Mike Iscaac von AllThingsD sowie Farhad Manjoo von Slate das Pixel gar nicht erst in die Hand nahmen – in meinen Augen das für Journalisten einzig ethisch korrekte Verhalten. Nochmal zur Erinnerung: Die Reviews zum Pixel selbst gingen schon vor Monaten durch die Presse. Anders als Google Glass, das derzeit wohl jeder Technologie- und IT-Schreiberling liebend gerne einmal ausprobieren würde, gibt es also zumindest für US-Pressevertreter keinen beruflichen Grund, sich auf der Google-Konferenz ein teures Google-Notebook als temporäres Arbeitsgerät anbieten zu lassen. Zumindest dann nicht, wenn sie die Ambition weitgehender Unabhängigkeit hegen. Objektive, kritische Zeilen über das Treiben von Google schreiben sich auf einem mitgebrachten Rechner garantiert leichter als auf einem freundlicherweise von dem Internetkonzern zur Verfügung gestellten Edel-Chromebook.</p>
<p>Das Ereignis zeigt einmal mehr, was bereits seit langem ein großes Problem der im öffentlichen Rampenlicht stehenden Technologiebranche darstellt, und was ich in der Vergangenheit wiederholt moniert habe: die allseitigen Interessenkonflikte derjenigen, die über diesen wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch so wichtigen Sektor berichten. Die Verflechtungen zwischen Journalisten, Bloggern, Gründern, Investoren, Marketing- und PR-Managern sowie Entscheidern der großen Netzkonzerne sind so eng und die Grenzen zwischen einem legitimen, für die Ausübung des Berufs notwendigen Austausch und einer klaren, ethisch fragwürdigen Vorteilsnahme so fließend, dass Grenzüberschreitungen an der Tagesordnung stehen. Hinzu kommt, dass viele der technologieverliebten Pressevertreter ihre Prinzipien leichtfertig über Bord werfen, sobald sie ein exklusives, nagelneues Gadget anstrahlt. Die eigentliche Stärke für ihren Job, nämlich ihre Leidenschaft für Technologie, wird da schnell zum Fluch.</p>
<p>Angesichts des Stellenwertes, den der Technologiejournalismus im digitalen Alltag der Zukunft besitzt, halte ich diese Situation für äußerst bedenklich, denn sie fördert diejenigen, die hinreichend Ressourcen besitzen, um aus kritischen Berichterstattern zahme Lämmchen zu machen. Es bräuchte daher unabhängige Watchblogs für die Techpresse, die uns allen (ja auch netzwertig.com gehört zur Techpresse) bei unserer Arbeit auf die Finger schauen und die bei zu innigen Schmusekursen zwischen Firmen und den über sie berichtenden Journalisten/Bloggern Alarm schlagen. Valleywag ist sicher ein Anfang, befasst sich aber zu sehr damit, sich über den Technologiesektor als Ganzes lustig zu machen. Zudem betreibt das Mutterhaus Gawker selbst Techblogs wie Gizmodo und liefert sich immer wieder Fehden mit konkurrierenden Medien wie beispielsweise TechCrunch, insofern mangelt es Valleywag an Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit, um sich zu einem ernstzunehmenden Watchblog zu entwickeln.</p>
<p>Als ich letztens App.net-Gründer Dalton Caldwell fragte, wieso bei den führenden Techmedien bloggende US-Multiplikatoren wie beispielsweise MG Siegler (der den Begriff <a href="http://valleywag.gawker.com/mg-siegler-just-became-the-most-blessed-shill-in-the-en-493148200">Interessenkonflikt</a> völlig <a href="http://www.theatlanticwire.com/technology/2013/05/mg-siegler-google-ventures/64925/">neu definiert</a>) nicht oder nur selten über den Twitter-Konkurrenten schreiben, erklärte er mir, dass MG sehr gut mit einem hohen Tier bei Twitter befreundet sei, weshalb aus dieser Richtung wenig zu erwarten ist.</p>
<p>MG Siegler ist kein Journalist, dennoch beschreibt die von Caldwell beschriebene Dynamik sehr gut, in welchem Maße persönliche Netzwerke darüber entscheiden, wer im Internetsektor wann und von wem welche Aufmerksamkeit bekommt. Bisher wird all dies jedoch kaum hinterfragt oder beleuchtet. Es ist an der Zeit, dass sich dies ändert. <em>/mw</em></p>
<p><em>Foto: <a href="https://developers.google.com/events/io/about">Google I/O</a></em></p>
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<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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	</item>
		<item>
		<title>Linkwertig: WWW, QAI, Piraten, LSR</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/17/linkwertig-www-qai-piraten-lsr/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/17/linkwertig-www-qai-piraten-lsr/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 17 May 2013 05:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Spath</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
		<category><![CDATA[WWW]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=29547</guid>
		<description><![CDATA[Die Piraten führen Online-Abstimmungen ein und mehr.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WW des <span class="caps">WWW</span></strong><br>
Bis Dienstag kann man sich auf Arte die wirklich empfehlenswerte Dokumentation zu den Wurzeln des <span class="caps">WWW</span> ansehen:</p>
<p>» <a href="http://www.arte.tv/guide/de/047954-000/die-wilden-wurzeln-des-world-wide-web">Die wilden Wurzeln des World Wide Web</a></p>
<p> </p>
<p><strong><span class="caps">QAI</span></strong><br>
Auch das noch: Google und die Nasa tüfteln gemeinsam an künstlicher Intellgenz mit Quantencomputern.</p>
<p>» <a href="http://bits.blogs.nytimes.com/2013/05/16/google-buys-a-quantum-computer/">Google Buys a Quantum Computer</a></p>
<p> </p>
<p><span id="more-29547"></span></p>
<p><strong>Piraten</strong><br>
Nachdem sie einige Tage das Gespött im Web waren, führen die Piraten Online-Abstimmungen nun anscheinend doch ein.</p>
<blockquote>
<p>Piraten arbeiten bereits an der zur Durchführung der Online-Abstimmungen benötigten Software.</p>
</blockquote>
<p>» <a href="http://www.piratenpartei.de/2013/05/16/piraten-fuhren-online-abstimmungen-ein/">Piraten führen Online-Abstimmungen ein</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Leistungsschutzrecht</strong><br>
Anfang August tritt das <span class="caps">LSR</span> in Kraft, was es genau bedeutet ist weiterhin unklar.</p>
<blockquote>
<p>Es wird in der nächsten Zeit sicherlich auch eine ganze Reihe rechtswissenschaftlicher Aufsätze geben, die sich mit der Frage der Auslegung dieser Neuregelung beschäftigen werden.</p>
</blockquote>
<p>» <a href="http://www.internet-law.de/2013/05/leistungsschutzrecht-tritt-am-01-08-2013-in-kraft.html">Leistungsschutzrecht tritt am 01.08.2013 in Kraft</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Accelerator</strong><br>
Laut deutsche-startups beginnt sich der Accelerator von Pro7 zu füllen.</p>
<blockquote>
<p>Untypisch für ProSiebenSat.1: Es ziehen sechs und nicht etwa sieben Start-ups in den Accelerator der Mediengruppe in Unterföhring.</p>
</blockquote>
<p>» <a href="http://www.deutsche-startups.de/2013/05/16/prosiebensat-1-accelerator-start-ups/">6 Start-ups nehmen am ersten Accelerator-Programm teil</a></p>
<p> </p>
<p><small>Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an desk.netzwertig at blogwerk.com</small></p>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" src="http://static.netzwertig.com/1368716382/lw-0517.png" alt="lw-0517" width="110" height="110" class="alignnone size-full wp-image-29548"></p>
<div>
<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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      <a href="http://twitter.com/home?status=Linkwertig%3A+WWW%2C+QAI%2C+Piraten%2C+LSR+http%3A%2F%2Fbit.ly%2F13Al5mI+via+%40netzwertig" class="ShareThis-Twitter" target="_blank" title="Twittern">
      <img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/services/Twitter/images/static.png" alt="Twittern" border="0"></a>
    </td>
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		<title>Wandel in der Berliner Startup-Szene: Neue Branchenlieblinge setzen auf Substanz statt Vorschusslorbeeren</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 13:03:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin  Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Berliner Startup-Szene läuft die Konsolidierung. Gleichzeitig treten bisher wenig beachtete Anbieter in den Vordergrund, die durch Substanz und Problemlösungsqualitäten punkten.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>In der Berliner Startup-Szene läuft die Konsolidierung. Gleichzeitig treten bisher wenig beachtete Anbieter in den Vordergrund, die durch Substanz und Problemlösungsqualitäten punkten.</h4>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29545" alt="Berlin" src="http://static.netzwertig.com/1368708265/berlin-2.png" width="190" height="152">Anfang Januar beschrieb ich die Zäsur, vor der aufblühende Berliner Startup-Szene <a href="http://netzwertig.com/2013/01/03/internetwirtschaft-im-jahr-2013-berlin-steht-vor-einer-zaesur/">im Jahr 2013 stehen würde</a>. Nach Jahren der Euphorie wächst der Druck auf die Protagonisten der Hauptstadtbranche, die in sie gesteckten, aus dem allgemeinen Hype resultierenden hohen Erwartungen hinsichtlich Nutzerwachstum, wirtschaftlicher Erfolge und des ein oder anderen Exists zu erfüllen. Gerade der Fokus vieler Akteure auf kritische Masse benötigender Apps <a href="http://netzwertig.com/2012/09/03/berliner-startups-und-ihr-faible-fuer-social-apps-ein-akzeptanzproblem-und-seine-loesung/">zieht Fragen zur Nachhaltigkeit und Monetarisierung nach sich</a>, die 2013 beantwortet werden müssen.</p>
<p>Rund viereinhalb Monate nach dem Beitrag lässt sich konstatieren, dass der Sektor tatsächlich in Bewegung gekommen ist und sowohl erste Konsolidierungsanzeichen erkennen lässt als auch einige vielversprechende Anbieter ins Rampenlicht befördert hat, die hinsichtlich ihres wirtschaftlichen Potenzials und ihrer Problemlösungsqualitäten neue, für die Hauptstadt sehr wichtige Akzente setzen. <span id="more-29544"></span></p>
<p>“Ob die nach außen hin sichtbarsten Vertreter der neuen Berliner Gründerwelle – von Amen, Readmill und Wunderlist über Loopcam, EyeEm und Moped bis Gidsy, Klash oder Toast – alle in einem Jahr in heutiger Form noch existieren, ist fraglich. Einige werden es schaffen, andere nicht”, so lautete meine Prognose im Januar. Mit der durch Promi-Investoren wie Ashton Kutcher finanziell unterstützten, aber erfolglosen Jungfirma Gidsy wird zumindest eines der genannten Unternehmen nicht mehr länger die Fahne für die Berliner Startupwirtschaft hochhalten. <a href="http://www.deutsche-startups.de/2013/04/24/getyoutguide-gidsy/">Im April wurde</a> der P2P-Marktplatz für Aktivitäten, Events und Kurse vom aus Zürich stammenden, auch in Berlin ansässigen Wettbewerber <a href="http://www.getyourguide.de/">GetYourGuide</a> übernommen. Im Gegensatz zu Gidsy konzentriert sich GetYourGuide auf die Vermittlung von Touren, Ausflügen und Attraktionen professioneller Anbieter. Was unsexy klingt und durch das uninspirierte, wenig zeitgemäße Design nicht aufregender wird, entwickelt sich gerade zu einer echten Erfolgsstory, die dank der Berliner Verankerung des juristisch in der Schweiz angesiedelten Unternehmens auch auf die deutsche Hauptstadt abfärbt. Zehn Millionen Dollar Umsatz <a href="http://www.whiteboardmag.com/how-to-build-a-giant-in-3-years-the-getyourguide-story/">erwirtschaftete</a> das Team um CEO Johannes Reck im vergangenen Jahr. Bei der jüngsten Investitionsrunde sollen schwergewichtige Geldgeber Schlange gestanden haben, was bei europäischen Startups selten vorkommt. Den Zuschlag <a href="http://startwerk.ch/2013/01/07/us-geld-fuer-schweizer-startup-investoren-finanzieren-getyourguide-mit-14-millionen/">erhielten schließlich</a> die beiden US-Venture-Capital-Firmen Spark Capital und Highland Capital Partners Europe, die 14 Millionen Dollar in das Unternehmen pumpten.</p>
<p>Unterdessen geht es bei anderen der bisher im Mittelpunkt des Berliner Startup-Booms stehenden Anbieter ebenfalls voran: 6Wunderkinder schaltete vor wenigen Wochen <a href="http://gigaom.com/2013/04/25/tasks-for-teams-wunderlist-pro-is-out-for-apple-devices-and-the-web/">die kostenpflichtige Premium-Version seines Aufgabenmanagers Wunderlist scharf</a> und unterstreicht damit seinen Willen, endlich die Kasse klingeln zu lassen. <a href="http://netzwertig.com/2013/01/31/amen-gruender-felix-petersen-amen-ist-eben-nicht-lieferheld/">Amen kämpft mit einer neuen App</a> zumindest nach außen hin wacker darum, nach einem Schnelldurchlauf des kompletten Hypezyklus endlich ernst genommen zu werden. Dem Fotosharing-Service <a href="http://www.eyeem.com/">EyeEm</a> gelang es, sich zeitweise im US-App-Store vor dem Konkurrenten Instagram <a href="http://netzwertig.com/2013/01/16/beeindruckend-berliner-foto-sharing-app-eyeem-ueberfluegelt-instagram-im-us-app-store/">zu platzieren</a>. Mittlerweile hat sich die Lage wieder “normalisiert”, die Berliner befinden sich derzeit in keinem Land <a href="http://www.appannie.com/app/ios/eyeem-photo-filter-camera/ranking/#view=ranks&amp;date=2013-05-15">in den Top zehn der Foto-Apps</a>. Die Zukunft von EyeEm, das vor zweieinhalb Jahren sein Debüt gab, sowie zahlreicher anderer Berliner Social-Apps bleibt somit weiterhin vage. Dass dieses Segment kein Selbstläufer ist, belegt neben dem fehlenden Durchbruch von Gidsy auch das Ende von BuddyBeers, ein grundsätzlich nett gedachter Service, der das Ausgeben eines Biers in Bars und Kneipen rund um den Globus <a href="http://netzwertig.com/2011/10/11/buddybeers-freunde-von-uberall-zum-bier-einladen/">erlauben sollte</a>. Wie die Macher in einem Abschiedsposts <a href="http://blog.buddybeers.com/post/48780046155/closing-time">verklausuliert erklären</a>, haben sie die Lust an ihrem Projekt verloren. So ist das in Berlin, wo an jeder Ecke Ablenkung lauert.</p>
<p>Doch es gibt andere junge Firmen der Stadt, die im Augenblick garantiert nicht einfach aufgeben werden: Dazu gehört motain, das Zwei-Mann-Startup hinter der überaus beliebten Fußball-App <a href="http://iliga.de/">iLiga</a>, die 100.000 App-Downloads täglich verzeichnet, Cash Flow positiv ist und mit zehn Millionen Dollar frischem Wagniskapital im Rücken <a href="http://netzwertig.com/2013/05/03/iliga-berliner-fusball-app-sorgt-fuer-furore/">das nicht unrealistische Ziel verfolgt</a>, zur größten internationalen Fußball-Community im digitalen Raum aufzusteigen.</p>
<p>Auch bei Ramin Far, dem Gründer des Produktvergleichsportals <a href="http://versusio.com/">Versus IO</a>, kann man sich vorläufig wohl sicher sein, dass er nicht das Handtuch wirft. Eine simple, für 18 Sprachen umgesetzte und auf eine echte Problemlösung ausgerichtete Idee beschert seinem Dienst derzeit 2,2 Millionen eindeutige Besucher pro Monat, die unter anderem durch Google-Suchen <a href="http://www.google.de/?as_qdr=all#as_qdr=all&amp;site=&amp;source=hp&amp;q=nokia+920+lumia+64gb&amp;oq=nokia+920+lumia+64gb&amp;gs_l=hp.3...5347.5347.0.5548.1.1.0.0.0.0.0.0..0.0...0.0.0..1c.1.12.hp.HL2TSfYaYzI&amp;bav=on.2,or.r_cp.&amp;bvm=bv.46471029,d.Yms&amp;fp=e97911da2a9b0fc0&amp;biw=1280&amp;bih=620">wie dieser</a> zu dem Portal finden. Die im Kontext von Produktvergleichen guten Monetarisierungsmöglichkeiten durch Werbung und Affiliate veranlassten gerade diverse Geldgeber, Versus IO 2,8 Millionen Dollar Kapital für <a href="http://www.gruenderszene.de/news/versus-io-earlybird">das weitere Wachstum bereitzustellen</a>.</p>
<p>Und wo wir bei signifikanten Finanzierungsrunden sind: Mit dem Wissenschaftlernetzwerk <a href="http://www.researchgate.net/">ResearchGate</a> hat ein schon längere Zeit als Zugpferd der Berliner Szene auftretendes Startup erneut eine größere Summe <a href="http://www.webpronews.com/researchgate-funding-paypal-2012-02">aufgenommen</a>, bereitgestellt von PayPal-Mitgründer Luke Nosek.</p>
<p>Allein auf die Zahl signifikanter Kapitalspritzen zu schauen und dies als aussagekräftigen Erfolgsindikator zu werten, ist freilich nicht ratsam. Blickt man jedoch auf die Art der Startups, die in den letzten Monaten VC-Millionen angeboten bekamen, dann entsteht der Eindruck, dass sich Geldgeber verstärkt auf die Unterfangen konzentrieren, die funktionierende, schon heute statt vielleicht in drei Jahren Umsatz generierende Businessmodelle vorweisen können, und die darauf abzielen, existierende Bedürfnisse der Nutzer zu befriedigen, anstatt erst neue zu schaffen. Grundsätzlich können beide Strategien funktionieren. Berlins Websektor benötigt derzeit vor allem mehr Substanz, geht es doch darum, Alleinstellungsmerkmale über den vergänglichen Status als kostengünstiges Gründungspflaster für partyfreudige Hipster hinaus zu etablieren.</p>
<p>Summa summarum begann das Jahr gut für Berlin. Hoffen wir, dass sich die Trends der ersten Monate 2013 fortsetzen, und dass es auch häufiger zu Know-how-getriebenen Übernamen technischer Startups durch US-Webgiganten kommt, wie <a href="http://www.deutsche-startups.de/2013/03/08/amazon-web-services-peritor-scalarium">zuletzt geschehen beim Kauf des Cloudsoftware-Herstellers peritor durch Amazon</a>. Auch das hilft dem Standort, seinem bisher nicht nicht ganz verdienten Ruf als Europas Antwort auf das Silicon Valley gerecht zu werden. <em>/mw</em></p>
<p><em>(Foto:</em> <a href="http://www.flickr.com/photos/30845644@N04/8265668703/"><em>Flickr/onnola</em></a><em>,</em> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.en"><em>CC BY-SA 2.0</em></a><em>)</em></p>
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<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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		<title>Google I/O: Die Show der Evolutionen und der Fluch hoher Erwartungen</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 07:20:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen  Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Google I/O]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat auf der Keynote der eigenen Entwicklerkonferenz I/O Verbesserungen in fast allen Geschäftsfeldern vorgestellt. Sie sind durch die Bank stark, bieten aber wenig Begeisterungspotenzial für solche Zuschauer, die völlig neue Produkte erwartet hatten. ]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Google hat auf der Keynote der eigenen Entwicklerkonferenz I/O Verbesserungen in fast allen Geschäftsfeldern vorgestellt. Sie sind durch die Bank stark, bieten aber wenig Begeisterungspotenzial für solche Zuschauer, die völlig neue Produkte erwartet hatten.</h4>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29542" alt="Google I/O" src="http://static.netzwertig.com/1368688810/io13.png" width="123" height="89">Ja, wir haben mehr erwartet, oder eigentlich eher: etwas Anderes. Ein neues Nexus-Phone vielleicht, stärkere Offline-Funktionalität für Chrome OS, vielleicht sogar endlich das Zusammenwachsen von Android und Chrome OS oder gar <a href="http://neuerdings.com/2013/05/02/androidbooks/">Android für Notebooks</a> <em>zu Gunsten</em> von Chrome OS. Google hatte die Chance, die Listendarstellung der Suche komplett mit dem Knowledge Graph zu ersetzen, Maps voll und ganz zu personalisieren. Das sagenumwobene neue X-Phone wäre natürlich auch ganz nett gewesen.</p>
<p>All das gab es in der dreistündigen Keynote nicht. Keine neue Android-Version, obwohl die für Googles jährliche Entwicklerkonferenz fast schon usus ist, kein neues Smartphone, wenig Neues zu Chrome OS, nichts Neues zu Google Glass außer einigen Schwenks der Kamera ins Publikum, wo einige Träger der Google-Brille übellaunig dreinblickten. Nein, ein echtes Hardware-Highlight hat heute gefehlt. Google selbst hat diese Erwartungen durch die Politik der ständigen Produktverbesserungen geschürt und nun ein wenig enttäuscht – wäre da nicht der beeindruckender Auftritt von Larry Page am Schluss der Show gewesen.</p>
<p><a href="http://neuerdings.com/2013/05/16/google-io-2013/">Weiterlesen bei neuerdings.com</a></p>
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<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
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		<title>Die MP3-Sammlung fällt in Ungnade: Wieso Musikmiete die Zukunft gehört</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/16/die-mp3-sammlung-faellt-in-ungnade-wieso-musikmiete-die-zukunft-gehoert/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/16/die-mp3-sammlung-faellt-in-ungnade-wieso-musikmiete-die-zukunft-gehoert/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 06:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin  Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Musikdienste]]></category>
		<category><![CDATA[Musikstreaming]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ein ehemals leidenschaftlicher MP3-Sammler plötzlich gar nicht mehr weiß, was er mit einer lokalen Musikdatei anfangen soll, dann zeigt dies, wo die Zukunft des digitalen Musikkonsums liegt: in der Miete.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Wenn ein ehemals leidenschaftlicher MP3-Sammler plötzlich gar nicht mehr weiß, was er mit einer lokalen Musikdatei anfangen soll, dann zeigt dies, wo die Zukunft des digitalen Musikkonsums liegt: in der Miete.</h4>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29539" alt="Mp3" src="http://static.netzwertig.com/1368686927/mp3s.png" width="110" height="110">Befragt man Leute zu ihren Präferenzen beim digitalen Musikkonsum, lassen sich die Antworten zwei grundsätzlichen Lagern zuordnen: Das eine Lager verwendet in erster Linie Streamingdienste, entweder “On Demand” wie <a href="http://www.spotify.com/">Spotify &amp; Co</a> oder in Form personalisierter Radios à la <a href="http://www.pandora.com/">Pandora</a> und <a href="http://www.aupeo.com/">Aupeo</a>, das andere bevorzugt den “Besitz” der angehörten Musiktitel in Form von lokalen oder in die Clouds von <a href="http://www.amazon.com/cloudplayer">Amazons Cloud Player</a>, <a href="http://music.google.com/">Google Play Music</a> und <a href="http://www.dropbox.com/">Dropbox</a> abgelegter, käuflich erworbener oder anderweitig heruntergeladener Dateien. Wenn es darum geht, welche Gruppe weniger Verständnis für die Gepflogenheiten der anderen hat, so sind es in der Regel die Verfechter des digitalen Musikbesitzes, die sich kritisch über das On-Demand-Konzept äußern, bei dem Lieblingsalben und -songs nur so lange gehört werden können, wie man die monatliche Abogebühr zahlt oder wie der Anbieter seine Dienste werbefinanziert bereitstellt. Der Gedanke, dass der Zugang zur kompletten, durch sorgfältiges Kuratieren und Selektieren angelegten Tonsammlung von heute auf morgen vom Streamingservice blockiert werden kann, behagt den Anhängern des Musikbesitzes gar nicht.</p>
<p>Doch mit zunehmender Gewöhnung an die “Miete” von Musik – nichts anderes ist On-Demand-Streaming eigentlich – entsteht auf Seiten des Streamingnutzers eine zunehmende Aversion gegen den Besitz lokaler MP3-Dateien, welcher in der Prä-Streaming-Ära auch für sie die typische Form des digitalen Musikhörens darstellte. Ich selbst konnte gestern erleben, was es heißt, so sehr die Musikmiete verinnerlicht zu haben, dass einem ein unerwartet auftauchendes MP3-File plötzlich Kopfschmerzen bereitet. <span id="more-29538"></span></p>
<p>Ein Freund ließ mir nämlich ungefragt einen seiner Aussage nach sehr guten Titel aus dem morgen erscheinenden Album von Daft Punk (Random Access Memories) zukommen. Ich fragte ihn nicht, wo er die MP3-Datei her hatte, kam aber seiner Empfehlung nach und hörte mir den Track an. In der Tat gefiel er mir. Doch nachdem ich ihm von Anfang bis Ende gelauscht hatte, stellte ich mir die Frage, was ich nun damit machen würde. Da mir der Song zusagte, würde ich ihn gerne mehrfach hören. Doch läuft mein gesamter Musikkonsum mittlerweile über Spotify, <a href="http://www.soundcloud.com/">SoundCloud</a> und gelegentlich <a href="http://www.musicplayr.com/">Musicplayr</a>, und der Zugriff auf diese Dienste erfolgt über verschiedene Geräte (Notebook, Smartphone, Tablet). Zwar lässt sich auch lokale Musik bei Spotify importieren, aber für einen einzigen Titel die dafür notwendigen Prozesse anzukurbeln, war mir zu umständlich. Da ich als ordnungsliebender Mensch und Minimalist den Song aber auch nicht einfach so im lokalen Downloadordner liegen lassen wollte, entschloss ich mich, ihn zu löschen und darauf zu warten, bis das Daft Punk-Album bei Spotify auftauchen würde.</p>
<p>In der Tat: Weil das MP3 eines mir zusagenden Songs nicht in meine Musikkonsumstruktur passte, entfernte ich es von meiner Festplatte und warte lieber geduldig darauf, bis es “On Demand” im Netz verfügbar ist.</p>
<p>Für mich war dieser Moment ein Schlüsselerlebnis: Ich, einst ein leidenschaftlicher MP3-Sammler, bin vollständig im Zeitalter der Musikmiete angekommen. Meine Wertschätzung für den einstmals klaren Vorteil lokaler Musik, nämlich die volle Kontrolle über ein Stück zu besitzen, hat sich komplett aufgelöst. Stattdessen habe ich nun vor allem einen Anspruch: die Möglichkeit zum geräteunabhängigen, aufwandslosen On-Demand-Zugriff auf Musik. Immer und überall. Dieses Bedürfnis ist für mich derartig vordergründig, dass ich auf das Anhören eines Musikstücks lieber verzichte, als in diesem Punkt Abstriche zu machen.</p>
<p>Viele werden mein Räsonieren nicht verstehen können, und das ist völlig in Ordnung. Jeder hat andere Ansprüche an Musik und an die Rahmenbedingungen, in denen sie konsumiert wird. Für die meisten Audiophilen ist lokale Musik nach wie vor attraktiver, weil sie dann ihre bestmögliche Tonqualität bekommen.</p>
<p>Mir ist es wichtig, anzumerken, dass wie überall ein Gewöhnungseffekt eintritt, und dass dieser irgendwann auch dazu führt, dass das einstmals Selbstverständliche, wie für mich die lokale MP3-Sammlung, sukzessive zur Seltenheit und schließlich sogar zum Abnormalen wird.</p>
<p>Insofern kann ich nachvollziehen und begrüßen, dass Google auf der gestrigen Entwicklerkonferenz I/O die Erweiterung <a href="http://netzwertig.com/2011/05/11/google-music-die-irrelevanteste-aller-io-ankundigungen/">seines bisher wenig beeindruckenden Cloudmusikdienstes</a> um eine (vorerst nur in den USA verfügbare) <a href="http://www.mobilegeeks.de/google-play-music-all-access-im-deutschen-kurztest/">On-Demand-Streamingkomponente</a> vorgestellt hat, auch wenn offen bleibt, wie erfolgreich das Unternehmen damit in Markt mitmischen können wird. Für mich steht in jedem Fall fest: Musikmiete, nicht Musikbesitz, ist die Zukunft. <em>/mw</em></p>
<div>
<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
<td valign="center" style="white-space:nowrap">
      <a href="http://www.facebook.com/share.php?u=http%3A%2F%2Fnetzwertig.com%2F2013%2F05%2F16%2Fdie-mp3-sammlung-faellt-in-ungnade-wieso-musikmiete-die-zukunft-gehoert%2F&amp;t=Die+MP3-Sammlung+f%C3%A4llt+in+Ungnade%3A+Wieso+Musikmiete+die+Zukunft+geh%C3%B6rt&amp;locale=de_DE" target="_blank" title="Auf Facebook teilen" class="ShareThis-FacebookGraph">
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<td valign="center" style="white-space:nowrap">
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      <img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/services/Twitter/images/static.png" alt="Twittern" border="0"></a>
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      <a href="https://www.xing.com/app/user?op=share;url=http%3A%2F%2Fnetzwertig.com%2F2013%2F05%2F16%2Fdie-mp3-sammlung-faellt-in-ungnade-wieso-musikmiete-die-zukunft-gehoert%2F;title=Die+MP3-Sammlung+f%C3%A4llt+in+Ungnade%3A+Wieso+Musikmiete+die+Zukunft+geh%C3%B6rt;provider=netzwertig.com+I+Internetwirtschaft+I+Startups+I+Trends+I+Digitalisierung" target="_blank" class="ShareThis-Xing" title="Teilen auf Xing">
      <img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/services/Xing/images/static.png?v1.1" border="0" alt="Teilen auf Xing"></a>
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</tr></table>
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	</item>
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		<title>Linkwertig: Google I/O Tag eins</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/16/linkwertig-google-io-tag-eins-3/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/16/linkwertig-google-io-tag-eins-3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 May 2013 05:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Spath</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[android]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat gestern im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O eine Reihe von Ankündigungen gemacht. Aus alter Tradition ein Überblick.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Google hat gestern im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O eine Reihe von Ankündigungen gemacht. Aus alter Tradition – auch wenn wohl die großen Würfe ausgeblieben sind – ein Überblick:</p>
<p> </p>
<p><strong>Google Maps</strong><br>
Google Maps wurden in einigen Bereichen auf durchaus schlüssige und beeindruckende Weise verbessert. Die UI wurde durchgehend vereinfacht und viele Features sind personalisiert.</p>
<blockquote>
<p>Das Herzstück des neuen Google Maps ist eine Technologie, die bei jedem Klick oder jeder Suche eine einmalige Karte zeichnet.</p>
</blockquote>
<p>» <a href="http://google-latlong.blogspot.de/2013/05/meet-new-google-maps-map-for-every.html">Meet the new Google Maps: A map for every person and place</a><br>
» <a href="http://google-produkte.blogspot.de/2013/05/Das-neue-Google-Maps.html">Das neue Google Maps: die Karte für euch ganz persönlich</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Suche, Google Now</strong><br>
Im Bereich Suche forciert Google die Themen Personalisierung, Kontext, Knowledge Graph und Sprachsteuerung. Google Now optimiert das entsprechend für mobile Gerätschaften.</p>
<p>» <a href="http://insidesearch.blogspot.de/2013/05/a-multi-screen-and-conversational.html">A multi-screen and conversational search experience</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Google+</strong><br>
Google+ bekommt ein neues, ‘tieferes’ Design, hübschere Hangouts und deutlich bessere Integration von Fotos. U.a. erkennt Google automagisch die besten Fotos und kann sie auch aufhübschen.</p>
<p>» <a href="http://googleplusproject.blogspot.de/2013/05/new-google-stream-hangouts-and-photos.html">Stream, Hangouts, and Photos</a></p>
<p> </p>
<p><span id="more-29535"></span></p>
<p><strong>Google Play Music All Access</strong><br>
Google Play bekommt Music All Access, das für 10 Dollar monatlich den unbegrenzten Zugriff auf eine Million Tracks erlaubt.</p>
<p>» <a href="http://officialandroid.blogspot.de/2013/05/androidio-just-press-play.html">Just press Play</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Google Chrome</strong><br>
Google Chrome freut sich über 750 Millionen User.</p>
<p>» <a href="http://allthingsd.com/20130515/google-chrome-750-million-active-users-synchronized-web-and-mobile-browsing/">750 Million Active Users, Synchronized Web and Mobile Browsing</a></p>
<p> </p>
<p><strong>Android Studio</strong><br>
Android bekommt eine <span class="caps">IDE</span> und einige neue APIs. Mitunter kann das Handy auch die aktuelle Aktivität des Besitzers signalisieren.</p>
<p>» <a href="http://thenextweb.com/google/2013/05/15/google-announces-android-studio-an-ide-built-just-for-android-developers/">An <span class="caps">IDE</span> built just for Android developers</a></p>
<p> </p>
<p><small>Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an desk.netzwertig at blogwerk.com</small></p>
<p><a href="http://static.netzwertig.com/1368649148/lw-0516.png"><img hspace="5" vspace="5" align="left" hspace="5" vspace="5" align="left" src="http://static.netzwertig.com/1368649148/lw-0516.png" alt="lw-0516" width="110" height="110" class="alignnone size-full wp-image-29536"></a><p class="wp-caption-text">lw-0516</p></p>
<div>
<br><table cellspacing="3" cellpadding="0" border="0"><tr>
<td valign="center" style="white-space:nowrap">
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</td>
<td><img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/gfx/blank.gif"></td>
<td valign="center" style="white-space:nowrap">
      <a href="http://twitter.com/home?status=Linkwertig%3A+Google+I%2FO+Tag+eins+http%3A%2F%2Fbit.ly%2FYXDaf9+via+%40netzwertig" class="ShareThis-Twitter" target="_blank" title="Twittern">
      <img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/services/Twitter/images/static.png" alt="Twittern" border="0"></a>
    </td>
<td><img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/gfx/blank.gif"></td>
<td valign="center" style="white-space:nowrap">
      <a href="https://www.xing.com/app/user?op=share;url=http%3A%2F%2Fnetzwertig.com%2F2013%2F05%2F16%2Flinkwertig-google-io-tag-eins-3%2F;title=Linkwertig%3A+Google+I%2FO+Tag+eins;provider=netzwertig.com+I+Internetwirtschaft+I+Startups+I+Trends+I+Digitalisierung" target="_blank" class="ShareThis-Xing" title="Teilen auf Xing">
      <img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/services/Xing/images/static.png?v1.1" border="0" alt="Teilen auf Xing"></a>
    </td>
<td><img src="http://netzwertig.com/wp-content/plugins/blogwerk/gfx/blank.gif"></td>
</tr></table>
</div>
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                      </a>
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                    <div style="margin-right:5px; margin-bottom: 5px; float:left;">
                      <a href="http://www.stadtbranchenbuch.com/" target="_blank">
                       <img width="125" border=0 src="http://static.netzwertig.com/1364917869/netzwertig-1.png" alt="Stadt Branchenbuch" title="Stadt Branchenbuch" />
                      </a>
                    </div>
                  
                    <div style="margin-right:5px; margin-bottom: 5px; float:left;">
                      <a href="http://www.blogwerk.com/inserieren/ubersicht/" target="_blank">
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		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Überstrapazierter Begriff: Rettet den &#8220;Serial Entrepreneur&#8221;</title>
		<link>http://netzwertig.com/2013/05/15/ueberstrapazierter-begriff-rettet-den-serial-entrepreneur/</link>
		<comments>http://netzwertig.com/2013/05/15/ueberstrapazierter-begriff-rettet-den-serial-entrepreneur/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 May 2013 10:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin  Weigert</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Google Currents]]></category>
		<category><![CDATA[Gründung]]></category>
		<category><![CDATA[Serial Entrepreneur]]></category>
		<category><![CDATA[startups]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwertig.com/?p=29532</guid>
		<description><![CDATA[Schon junge, unerfahrene Gründer bezeichnen sich heute als "Serial Entrepreneurs". Damit verliert der Begriff seinen einstigen Glanz und seine positiven Assoziationen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h4>Schon junge, unerfahrene Gründer bezeichnen sich heute als “Serial Entrepreneurs”. Damit verliert der Begriff seinen einstigen Glanz und seine positiven Assoziationen.</h4>
<p><img hspace="5" vspace="5" align="left" class="alignleft size-full wp-image-29533" alt="Serial Entrepreneur" src="http://static.netzwertig.com/1368612490/serialentr.png" width="200" height="180">Gestern besuchte ich die Seedcamp Week Berlin, eine Veranstaltung des in London ansässigen Startup-Accelerators <a href="http://www.seedcamp.com/">Seedcamp</a>. <a href="http://www.seedcamp.com/2013/05/seedcamp-week-berlin-meet-the-teams.html">20 junge Technologiefirmen</a> aus einer Vielzahl europäischer Länder präsentierten in jeweils drei Minuten ihre Geschäftsideen. Die Pitches waren dabei zumeist sehr solide und deutlich besser als das, was man auf manchen rein deutschen Events geboten bekommt. Das hatte sicher auch damit zu tun, dass viele der präsenten Gründer nicht ganz unbeschriebene Bücher waren, was Erfahrungen in der Startup-Welt und im Bereich der Unternehmensgründungen angeht. Mindestens einer stellte sich auch gleich als “Serial Entrepreneur” vor. Ich erinnere mich nicht mehr, wer genau, aber das spielt auch keine Rolle. Entscheidend ist, dass ich in diesem Moment stutzig wurde. Denn das Label “Serienunternehmer” ist zumindest in meine Augen im heutigen Websektor isoliert betrachtet nicht mehr länger eine besondere Auszeichnung. Zu inflationär wird es verwendet, zu wenig sagt es über die tatsächliche Erfahrung einer Person und ihre Qualitäten als Gründer aus. <span id="more-29532"></span></p>
<p><strong>Zwei Pivots und ein Firesale, fertig ist der Serienunternehmer</strong></p>
<p>Nun möchte ich freilich nicht die Erfolge der wirklichen Serienunternehmer in Frage stellen, also derjenigen, die über viele Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg immer wieder Unternehmen gegründet, erfolgreich aufgebaut, veräußert und daraufhin wieder von vorne begonnen haben. Es gibt sie ja, diese Persönlichkeiten, die einfach keine Ruhe finden, solange sie nicht stetig in neuen Märkten neue Herausfordungen meistern, und die weniger der große Reichtum antreibt als Abenteuerlust, Risikofreude und das Verlangen, die eigenen Grenzen zu erkunden. Suche ich bei LinkedIn nach “Serial Entrepreneur”, finde ich 12.003 Profile, in denen der Begriff auftaucht, darunter zahlreiche bekannte Köpfe aus der Netzwelt, die sich ohne Zweifel diesen Titel anheften können. Doch da sich heute quasi jeder blutjunge Gründer mit der Bezeichnung des Serienunternehmers schmückt, sobald zwei Pivots und ein Firesale hinter sich gebracht wurden, hat der Begriff in letzter Zeit deutlich an Glanz verloren.</p>
<p><strong>Gründen ist einfacher denn je</strong></p>
<p>Dass der Begriff des Seriengründers im Jahr 2013 nicht mehr die selbe Ausstrahlung hat wie früher, ist vor allem darauf zurückzuführen, dass es heute weitaus einfacher ist, Firmen zu verwirklichen, und das auch wiederholte Male. Weder der gesellschaftliche Widerstand noch die bürokratischen und organisatorischen Hürden sind heute mit denen in der Vergangenheit zu vergleichen. Im Gegenteil: Besonders in den USA <a href="http://www.businessinsider.com/move-over-kim-and-britney-the-talentless-era-is-over-tech-entrepreneurs-are-the-new-rockstars-2010-11#ixzz16mjsEJXA">gelten Entrepreneure als die neuen Rockstars</a>, wodurch allerlei strukturelle und mentale Limitierungen verschwinden, mit denen sich die Unternehmer der Vergangenheit noch herumplagen mussten (und die im weniger unternehmerfreundlichen Deutschland zum Teil noch existieren). Zudem sind auch die finanziellen Barrieren für Startup-Gründungen weitgehend aus dem Weg geräumt worden, seit dank Cloud Computing und reichlich vorhandenen, das Ökosystem unterstützenden Dienstleistern die Kosten für das Unternehmertum deutlich sanken.</p>
<p>Insofern denke ich, dass heutige Gründer im Onlinesegment geringere Risiken eingehen müssen als die Serienentrepreneure der vergangen Dekaden. Während der gesellschaftliche Status des Gründers sukzessive und erfreulicherweise aufgewertet wird, verliert der Titel des “Serienunternehmers” als Indikator für Leistungsfähigkeit und Erfolg an Aussagekraft. Anders formuliert: Die Serial Entrepreneurs von damals konnten sich dieses Prädikat allein durch langfristigen Erfolg erwerben und dadurch, niemals mit dem Kämpfen aufgegeben zu haben. Heute indes schaffen es auch eigentlich für das Gründerdasein denkbar ungeeignete Individuen, sich mittels Seedrunden, Lean-Startup-Strategien, eines Händchens für PR-Arbeit und eines guten Netzwerks, über Jahre in der Startup-Landschaft über Wasser zu halten und im besten Fall eine ganze Reihe von kurzlebigen “Projekten” und kleineren Unternehmen zu lancieren. Und schon steht auf ihrer Visitenkarte “Serial Entrepreneur”.</p>
<p><strong>Unrealistischer Fokus auf Blitzerfolge</strong></p>
<p>Ein negativer Nebeneffekt des allgemeinen Strebens nach dem Status “Serial Entrepreneur” ist auch, dass dabei die Schnell- und Kurzlebigkeit des Unternehmertums anstelle von Langfristigkeit und Nachhaltigkeit betont wird. Blitzerfolge wie Groupon sowie Instagram, das nach anderthalb Jahren für 730 Millionen Dollar an Facebook veräußert wurde, suggerieren, die optimale und typische Dauer von der Gründung bis zum Mega-Exit oder IPO seien zwei bis drei Jahre. Doch in der Realität <a href="http://www.sethlevine.com/wp/2013/05/the-ten-year-entrepreneur">vergehen eher zehn, von zahlreichen Aufs und Abs geprägte Jahre</a>. Demnach würde es drei Jahrzehnte dauern, bis aus einem Entrepreneur ein Serial Entrepreneur wird. Wer schon nach kürzester Zeit eine ganze Hand benötigt, um die selbst gegründeten Firmen aufzuzählen, der hat zwangsläufig noch nicht alle Phasen des Unternehmertums durchgemacht und offenbart eher mangelndes Durchhaltevermögen anstatt unternehmerischer Exzellenz.</p>
<p>Es ist per se nichts falsch daran, am laufenden Band neue Firmen zu gründen und diese noch in sehr frühen Phasen hinter sich zu lassen, egal in welcher Form dies geschieht. Doch die altehrwürdigen Serienunternehmer, die für den Titel noch mehr getan haben, als sich drei Jahre lang mit ihren Laptops in Szenecafés und auf Networking Parties herumzutreiben, sollten versuchen, die Ehre des Begriffs zu retten und für eine sparsamere Verwendung eintreten. Denn sonst wird es nicht mehr lange dauern, bis alle nur noch mit den Schultern zucken, wenn sich jemand als Serial Entrepreneur vorstellt.  <em>/mw</em></p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.amazon.de/Confessions-Serial-Entrepreneur-Cant-Starting/dp/0787987328/ref=cm_cr_pr_product_top">Amazon</a></em></p>
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