961 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

Samstag App Fieber:
Glättli, PlaceGuide, Bauduu

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Glättli – Lifestreaming mit Vorratsdaten; PlaceGuide – Plätze entdecken; und Bauduu – eine Flatrate für Lego.

 

Glättli ist ein kleines Projekt, das den Wert von Vorratsdaten dokumentiert. Nationalrat Balthasar Glättli hat seine Verbindungsdaten bei seinem Mobilfunkanbieter angefordert und diese dann von der Agentur OpenDataCity in einen kompakten Lifestream transformieren lassen, der sein Leben über den Zeitraum von 6 Monaten fast lückenlos dokumentiert. Narrativ abgerundet wurden die erfassten Metadaten mit öffentlichen Posts auf Facebook und Twitter. Hübsch gemacht und allen zur Ansicht empfohlen, die den Beteuerungen glauben, dass es sich beim Überwachen oder Vorratsdatenspeichern ja nur um Metadaten handelt.

 

 

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Live-Audiostreams für die Masse:
Startup Voice Republic überträgt die re:publica

Das schweizerisch-deutsche Startup Voice Republic hat einen Dienst geschaffen, über den jeder Live-Audiostreams durchführen und archivieren kann. Zur Zielgruppe gehören Veranstalter und Podcaster. In der nächsten Woche wird der Service die re:publica live übertragen.

Voice RepublicWer heute unter alleinigem Einsatz des Browsers und mit auch sonst minimalen Mitteln einen Live-Stream von Interviews, Diskussionen oder Gesprächsrunden produzieren möchte, der nutzt dafür meist Googles Dienst “Hangouts On Air“. Doch Voraussetzung ist natürlich, dass man sich nicht vor dem Einsatz der Kamera beziehungsweise Webcam scheut. Je nach Art des zu übertragenden Inhalts könnte manchmal auch ein reiner Audiostream genügen. Genau eine solche Möglichkeit will das Startup Voice Republic (VR) anbieten. Die Macher des in Zürich ansässigen Startups, der Schweizer Patrick Frank und der Deutsche Ole Kretschmann, haben kürzlich ihre Audio-Diskussionsplattform ins Rennen geschickt, deren grundsätzliche Funktionalität allen Nutzern von Hangouts On Air vertraut sein dürfte. Nur können Anwender von VR auch in Unterwäsche auf Sendung gehen, denn auf Video verzichtet das junge Unternehmen. » weiterlesen

Simon Specka von ZenMate:
“Wir wollen das Norton Antivirus für den Online-Schutz werden”

Derzeit bietet der aus Berlin stammende Dienst ZenMate nur ein Chrome-Plugin zum anonymen und verschlüsselten Surfen. Doch das Startup hat eine große Vision: Es will mindestens 100 Millionen Nutzer erreichen und sich als eine der bekanntesten Marken im Segment von Online-Privacy und -Security etablieren.

ZenMateDass sich Simon Specka, einer der zwei Gründer des aus Berlin stammenden Startups ZenGuard, im Segment der Online-Privatsphäre niederließ, überrascht, hört man ihn über seinen bisherigen Werdegang sprechen: Angesichts von BWL-Studium, einem Praktikum bei Rocket Internet und diversen anderen Projekten mit starker betriebswirtschaftlicher Prägung, einige in Südostasien, wäre es nicht verwunderlich, hätte Specka seine Idee und Laufbahn als Entrepreneur an den Werten angelehnt, die man bei einschlägigen Inkubatoren und Klonfabriken findet. Doch wie er erkärt, sagt ihm das in diesen Kreisen typische Streben nach extremer Risikominimierung ganz und gar nicht zu. “Die größten Fortschritte im Technologiesektor wurden mit Vorhaben erreicht, die auch das größte Risiko mit sich führten”, so Specka. Deshalb hielt ihn nichts davon ab, sein Unternehmen in einem Umfeld anzusiedeln, in dem sich die Rahmenbedingungen stetig und schnell ändern können, und in dem Best-Practice-Beispiele nicht auf dem Silbertablett serviert werden. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Mykiosk, Fitogram, 99Roots

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Mykiosk – Zeitschriften finden; Fitogram – Fitness-Angebote finden; und 99Roots – eine Plattform für Gartenfreunde.

 

Mykiosk ist eine kleine Suchmaschine, mit der man herausfinden kann, wo man in der eigenen Umgebung eine bestimmte Zeitung oder Zeitschrift kaufen kann. Nachdem man den Ort und den Titel eingegeben hat, läuft Mykiosk los und zeigt die gefundenen Händler oder Verkaufsstellen in der Nähe und einige Infos zur Zeitschrift an, wer will, kann via Google Maps auch gleich den Gehweg oder die Route planen. Das braucht man wohl nicht jeden Tag, aber für den Fall der Fälle ist es vielleicht nützlich zu kennen – ich z.B. hätte mir damit vor Kurzem das erfolglose Abklopfen einiger Kioske erspart. Mykiosk erfasst 5.000 Titel und 110.000 Verkaufsstellen.

 

 

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Blendle:
So komfortabel und fair kann Paid Content sein

Der aus den Niederlanden stammende Dienst Blendle bietet Usern zentralen Zugriff auf die Inhalte führender Printtitel. Ein näherer Blick auf den Prozess zum Kauf von Texten zeigt, wie komfortabel und fair Paid Content im Netz sein kann.

Lange waren Bezahlschranken für journalistische Medien verpönt, mittlerweile haben sie sich aber zumindest bei den großen Verlagsmedien auf recht breiter Front durchgesetzt. Und immerhin ein Viertel der Internetnutzer in Deutschland zahlt gelegentlich für redaktionelle Onlineinhalte.

Doch abgesehen von den verbreiteten Abomodellen, bei denen ein monatlicher Pauschalbetrag fällig wird, leidet das Bezahlschranken-Konzept noch immer unter dem hohen Aufwand, der mit dem Einzelerwerb von Artikeln verbunden ist. Neben dem notwendigen Zeitinvestment stehen einem solchen Verfahren auch die erheblichen mentalen Kosten für Leser im Weg, die laufend abwägen müssen, ob sie für den jeweiligen Text wirklich zahlen wollen. Auch ein von Google vor einigen Jahren lanciertes System, das das Bezahlen von Inhalten auf Artikelbasis vereinfachen sollte, scheiterte an der Komplexität und den Herausforderungen dieses Vorhabens. Doch das holländische Startup Blendle hat nun einen Einsatz entwickelt, der tatsächlich in der Praxis funktionieren kann. » weiterlesen

On-Demand-Kultur:
Breather vermittelt Rückzugsorte auf Stundenbasis

Das kanadisch-amerikanische Startup Breather vermittelt Büros, die kurzfristig und auf Stundenbasis per Smartphone gebucht werden können. Derzeit funktioniert das in New York und Montreal, weitere Städte sollen folgen.

BreatherGründer und Investoren, Geschäftsreisende, digitale Nomaden und Freelancer kennen folgende Situation: Bis zum nächsten Termin oder der geplanten Abreise sind es noch einige Stunden, aus der Unterkunft hat man bereits ausgecheckt, oder man ist nur für den Tag da. Es stellt sich die Frage, wie man sich am sinnvollsten die Zeit vertreibt oder ungestört ein wenig Arbeit erledigen kann. Cafés, Parks, Flughäfen-Lounges oder Bahnhöfe kommen als Optionen in Frage, haben aber alle gewisse Nachteile. Der Idealfall wäre etwas anderes: eine Art Kurzzeit-Büro inklusive Sofa, nahegelegenem WC und schnellem WLAN, um entweder in Ruhe produktiv sein zu können oder mit einem Nickerchen frische Energie zu tanken. Breather, ein seit Anfang des Jahres existierender, bislang in Montreal und New York präsenter Dienst, bietet dies. » weiterlesen

Fernsehstreaming:
Live TV will den Etablierten einheizen

Der Markt für legale Dienste, die TV-Sender über das Web auf mobile Geräte streamen, kommt endlich auch in Deutschland in Bewegung. Mit dem Münchner Startup Live TV will noch ein Neuling mitmischen. Sein Alleinstellungsmerkmal ist die Aufbereitung basierend auf Echtzeit-Quoten.

Live TVAuch wenn sich über die Zukunft des linearen Fernsehens streiten lässt – derzeit blüht das Ökosystem digitaler Dienste, die Fernsehsender legal ins Netz übertragen, in Deutschland auf. Zattoo hat nun endlich auch von ProSiebenSat.1 grünes Licht für das Streaming des Programms erhalten und bietet damit im (ab jetzt teureren) Premium-Angebot alle wichtigen Sender an. Mit Magine betritt gerade ein gut finanzierter Dienst aus Nordeuropa den hiesigen Markt und kann ebenfalls ein recht vollständiges Angebot vorweisen. Kürzlich kündigte außerdem der Dresdner Social-TV-Service Couchfunk einen Einstieg in den Live-Streaming-Sektor an. Doch dabei soll es nicht bleiben: Mit der für iOS, Android, Mac und Kindle Fire verfügbaren App Live TV will ein weiterer Anbieter in dem aufstrebenden Segment mitmischen. » weiterlesen

Streetspotr:
Mit 240.000 Nutzern und frischem Kapital auf internationalem Expansionskurs

Über zwei Jahre lang haben die Gründer des Vermittlers von Smartphone-Microjobs, Streetspotr, den Betrieb ihres Startups aus eigener Tasche finanziert. 2014 wissen sie, dass ihr Produkt funktioniert, und planen für großes Wachstum – auch international. Damit war die Zeit reif für eine Kapitalspritze.

StreetspotrSmartphone-Besitzer in mobile Arbeitskräfte zu verwandeln, die unterwegs kleine Aufträge für Firmen und Organisationen erledigen – als Dorothea Utzt, Werner Hoier und Holger Frank im Herbst 2011 die geschlossene Beta-Phase für ihren Dienst Streetspotr begannen, wusste niemand, ob eine solche Idee tatsächlich funktioniert. Auch die drei Gründer konnten sich nicht sicher sein, dass das Konzept bei Anwendern und Auftraggebern gleichermaßen ankommen würde. Ein Proof of Concept existierte nicht, und das mobile Web stand noch vor dem endgültigen Durchbruch auf breiter Front. So sah das Trio erst einmal davon ab, sich Vollzeit dem neuen Projekt zu widmen und die gemeinsam betriebene Agentur aufzugeben. Stattdessen wählten die Drei einen Bootstrapping-Ansatz: Streetspotr sollte aus eigenen Mitteln durch die Anfangsphase gebracht werden, unterstützt durch die “Querfinanzierung” mittels Umsätzen aus dem Agenturgeschäft.

“Wir, die Gründer und das ganze Team, haben auf viel verzichtet”, beschreibt Mitbegründerin Dorothea Utzt diese Phase; “nicht zuletzt auf ein marktübliches Gehalt”. Dabei mangelte es dem Startup aus Nürnberg nicht an Usern. Diese strömten in Scharen zu dem Service, angetrieben von der Vorstellung, sich während alltäglicher Erledigungen nebenbei ein paar Euro hinzuzuverdienen. Übliche standortspezifische Jobs, die heute über die Streetspotr-Apps erledigt werden können, sind Überprüfungen von Produktplatzierungen, Konkurrenzbewachungen sowie Servicetests. » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Artist Radar, AYCA, Startupwalls

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal eine Art Künstler/Kunst-Special mit: Artist Radar – Radar für Künstler; All You Can Art – Leasing von Kunst; und Startupwalls – motivierende Wände.

 

Artist Radar ist eine App, mit der man sich einen Radar für Künstler anlegen kann. Das Prinzip dabei ist, dass man Künstler abonniert, die Formate des eigenen Interesses – Musik, Videos, eBooks, Audiobooks, Filme, TV-Serien, usw. – selektiert, und in der Folge bequem über alle Neuigkeiten, neue Veröffentlichungen oder anstehende Termine informiert wird. Alles Kaufbare kann man dann auch kaufen und natürlich kann man die eigenen Aktivitäten auch Sharen. Derzeit gibt es Artist Radar als iOS-App, eine Version für Android ist geplant.

 

 

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Crowdsourcing-Datenbank für öffentliche Drahtlosverbindungen:
Rotten Wifi erklärt miserablem WLAN den Kampf

Viele öffentliche WLAN-Zugänge enttäuschen Anwender mit ständigen Unterbrechungen und unzumutbaren Geschwindigkeiten. Die App Rotten Wifi will mit Hilfe der “Betroffenen” eine Datenbank aufbauen, die Auskunft über die Qualität von Cafe-, Hotel- und Flughafen-Drahtlosverbindungen gibt.

Rotten WifiWahrscheinlich ausnahmslos alle Leserinnen und Leser von netzwertig.com dürften es kennen, dieses frustrierende Gefühl, wenn man sich in ein öffentliches WLAN einloggt, aber kaum in der Lage ist, dieses für produktives Arbeiten oder zünftige Prokrastination zwischen zwei Terminen zu nutzen. Blogger Nico Lumma ist besonders erbost über die mangelhafte Qualität von Drahtlosnetzwerken, die von Cafés, Hotels und anderen Plätzen zwar angeboten, aber dem Anschein nach überhaupt nicht ernsthaft “gepflegt” werden. Auch die zwei Litauer Arturas Jonkus and Paulius Lazauskas machten regelmäßig schlechte Erfahrung mit instabilen WLANs im öffentlichen Raum. Sie entschlossen sich, etwas gegen diesen Missstand zu tun, und entwickelten die App Rotten Wifi. » weiterlesen