990 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

LaterPay:
Wie ein Startup mit Geduld und Langfristigkeit die Monetarisierung von Inhalten verändern will

Vor sechs Monaten feierte das Münchner Startup LaterPay mit seinem Micropayment-Dienst für Kreateure von Online-Inhalten sein Debüt. Im Gegensatz zur verbreiteten Konvention in der Digitalwirtschaft, wo alles ganz schnell gehen muss, baut das Unternehmen auf Langfristigkeit. Erste Erfolge gibt es zu vermelden.

LaterPayIm Frühjahr öffnete das Münchner Startup LaterPay die Pforten zu seinem Pay-Per-Use-Bezahlsystem für Blogger, Verlage, Spiele-Entwickler und andere Kreateure von Onlinecontent. Auf den ersten Blick mag das Unternehmen schlicht wie ein weiterer, mehr oder weniger einfallsreicher Versuch wirken, den ewigen Verlags- und Journalisten-Traum des Paid Content doch noch Wirklichkeit werden zu lassen. Und da heute, sechs Monate nach dem Debüt, noch nicht jede tonangebende Website in Deutschland mit LaterPay-Bezahlfunktionalität ausgestattet ist, mögen manche Ungeduldige geneigt sein, bereits das Konzept in Frage zu stellen. Doch unterhält man sich mit Gründer und CEO Cosmin-Gabriel Ene über den Stand der Dinge, wird deutlich, dass man es bei LaterPay mit einem Unternehmen zu tun hat, dessen Strategie und Philosophie auf Langfristigkeit basieren – und auch nur so funktionieren können.  » weiterlesen

Mundpropaganda:
RewardMe will Brücke zwischen Geschäften und dem Netz schlagen

Das Göttinger Startup RewardMe gibt Betreibern stationärer Geschäfte sowie Gastronomen die Möglichkeit, Kunden zu Empfehlungen im sozialen Netz zu animieren und anschließend den Erfolg ihrer Kampagne zu messen. Für Onlinehändler ist das natürlich nichts Neues.

RewardMeRund 15 Jahre des ernstzun ehmenden Onlinehandels haben dazu geführt, dass Händler heute auf eine Vielzahl von Tracking-Technologien und Affiliate-Modellen Zugriff haben, um die von ihren Kunden im Netz verbreiteten Empfehlungen und Meinungen überwachen und beeinflussen zu können. Allein Amazons bekanntes Affiliate-Programm dürfte hunderttausende Mitglieder haben, die auf ihren Websites und Blogs auf Produkte des E-Commerce-Riesen verweisen und für erfolgreiche Vermittlungen Provisionen einstreichen. Im stationären Handel allerdings sind den Akteuren aufgrund des Medienbruchs weitgehend die Hände gebunden. Inwieweit Kunden ihren Shoppingbesuch oder ihre Schnäppchen so toll finden, dass sie davon ihren Freunden berichten, liegt weitgehend außerhalb des Einflussbereichs der Händler. Das Göttinger Startup RewardMe hält diesen Zustand für verbesserungswürdig und hat einen entsprechenden Lösungsvorschlag.  » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Sobooks, Shirtfunding, VS Creator

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Sobooks – soziale Bücher; Shirtfunding – Crowdfunding via T-Shirts; und VS Creator – visuelle Statements erzeugen.

 

Sobooks ist eine neue Plattform, die Bücher aus den Klauen proprietärer E-Reader befreien und gleichzeitig das Lesen von Büchern sozialer machen will. Einerseits ist die Anwendung deshalb rein webbasiert realisiert und kann also plattformunabhängig von jedem mobilen oder nicht mobilen Gerät mit Browser (also fast jedem Gerät) verwendet werden, andererseits können einzelne Seiten oder auch Textstellen kommentiert, diskutiert und mit der Welt geteilt werden. Zum Start ist das Angebot noch überschaubar, allerdings gibt es eine Reihe an kostenlosen Büchern zum Schnuppern und dank einer Kooperation mit der FAZ vielleicht genügend Treibstoff, um die Beteiligung im digitalen Lesesaal in Gang zu bringen.

 

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Windmemo, Sideinvest, Kaputt

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Windmemo – Memos für den Wind; Sideinvest – Crowdfunding für Österreich; und Kaputt – Reparaturanleitungen finden.

 

Windmemo ist eine Webanwendung, mit der man kurze Nachrichten bzw. Memos schreiben und versenden kann, die allerdings nur ein einziges Mal gelesen werden können. Sobald ein Windmemo also aufgerufen wird, wird es bei Windmemo gelöscht und die URL wird deaktiviert. Das klingt auf den ersten Blick nur für gelegentliche Szenarien nützlich, aber nach längerem Nachdenken habe ich doch einige ausgesprochen nützliche Anwendungsfälle entdeckt und in diesem Windmemo dokumentiert.

 

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
WerStreamt.es, Austrittsgenerator, Grumpy lucky cat

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: WerStreamt.es? – Serien finden; Piratenpartei Austrittsgenerator; und Grumpy lucky cat – Grumpy cat als Winkekatze.

 

WerStreamt.es? beantwortet die oft existenzielle Frage, welcher Video-On-Demand-Anbieter einen Film oder eine Serie aktuell offeriert. Soweit ich sehe wurden dabei durchaus auch weniger bekannte Serien und Geheimtipps integriert. Gesucht wird derzeit in Watchever, MyVideo, Videoload, Netzkino, Snap, iTunes, Maxdome, Amazon und natürlich Netflix. Nachdem man den Namen im Suchfeld ausgewählt hat, läuft WerStreamt.es los und zeigt die Verfügbarkeit auf den jeweiligen Plattformen an. Alternativ kann auch den gesamten Katalog nach verschiedenen Kriterien filtern und sich inspirieren lassen.

 

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Transparenzportal Hamburg, CheroKey, Absence.io

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Transparenzportal Hamburg; CheroKey – Personal- und Projektverwaltung für Startups; und Absence.io – Abwesenheiten planen.

 

Hamburg hat ein Transparenzportal bekommen, das die im Hamburgischen Transparenzgesetz beschlossene Transparenz mit einem entsprechenden Transparenzangebot umsetzen will. Informationen wie Senats- und andere öffentliche Beschlüsse, Mitteilungen des Senats, Verträge der Daseinsvorsorge, Pläne der Verwaltung, amtliche Statistiken und Tätigkeitsberichte oder Geodaten werden auf dem Portal durchsuchbar und einfach zugänglich gemacht. Die Suchergebnisse können dabei nach den verschiedensten Kriterien oder auch Datentypen gefiltert werden.

 

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Contentful, Rest Room Gallery, BR-Mashup

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Contentful – ein API-first CMS; Rest Room Gallery – Kunst auf stillen Örtchen; und BR Mashup – eine Art Mashup.

 

Contentful ist eine Art Plattform, die Inhalte nach dem Prinzip API-first bereitstellen lässt. Die Inhalte können dabei zentral und strukturiert erstellt und verwaltet werden, einmal eingegeben können sie dann auf den verschiedensten Gerätschaften oder Apps jeweils entsprechend optimiert angezeigt werden, nachdem dafür ein Modul entwickelt wurde. Die API ist RESTful – neben HTTP gibt es Unterstützung für JavaScript/node.js, Ruby und Rails, Objective-C und Swift für iOS und OS X und neu auch für Android.

 

 

» weiterlesen

Samstag App Fieber:
Debattenmonitor, Ello, Spotgun

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Debattenmonitor für SZ; Ello – ein soziales Netzwerk; Spotgun – Werbung raten.

 

Rivva hat für die Süddeutsche Zeitung einen Debattenmonitor für SZ gebaut. Rivva sammelt dabei wie gewohnt die Reaktionen auf Artikel aus der Blogosphäre und dem sozialen Web, unter dem jeweiligen Artikel der Süddeutschen wird ein Link zur entsprechenden Sammelseite von Rivva angezeigt. Aus eigenartigen rechtlichen Gründen funktioniert das allerdings nur in den ersten 48 Stunden nach Erscheinen eines Artikels. Dafür wurden von der Süddeutschen die Kommentare unter den Artikeln überhaupt abgeschafft, siehe Lassen Sie uns diskutieren. Die Leser sind aber eingeladen, täglich über drei Themen auf hoffentlich hohem Niveau zu debattieren.

 

 

» weiterlesen

Sumtu:
Wenn man Tinder, Bang with Friends und aka-aki kombiniert…

Das neue Startup Sumtu kombiniert bekannte Elemente von Tinder, Down (“Bang with Friends”) und dem nicht mehr existierenden Location-Dienst aka-aki. Die App soll es Nutzern leicht machen, Personen in ihrer Umgebung näher kennenzulernen.

sumtuDen Ärger, eine sympathisch wirkende, nett aussehende Person in der Bahn, Uni oder im Café nicht angesprochen zu haben, kennt jeder. Manchen Menschen fällt das Ansprechen zwar leicht, oder sie schaffen es zumindest, sich gelegentlich zu überwinden. Andere kriegen aber schon bei der Vorstellung schweißige Hände. Und so entgehen vielen von uns Tag für Tag Chancen auf das Kennenlernen von Personen, die dem eigenen Leben vielleicht eine unerwartete Wendung hätten geben können.

Dass eine Smartphone-basierte Lösung hier Abhilfe schaffen könnte, liegt auf der Hand. Schon 2008 probierte sich das Berliner Startup aka-aki an einer App, die es Usern erlaubte, mit unterwegs begegneten Personen per mobiler Nachricht Kontakt aufzunehmen. Doch der Dienst war seiner Zeit voraus und schloss vor etwas mehr als zwei Jahren seine Pforten. Mittlerweile aber besitzt nahezu jeder Mensch im aktiven Flirt-Alter ein Smartphone, und allgemein ist die Hemmschwelle gesunken, Apps zum Kennenlernen einzusetzen.  » weiterlesen

Tweek-Gründer Marcel Düe:
“In den nächsten zehn Jahren wird es kein ‘Spotify für Fernsehen’ geben”

Das Video-Discovery-Startup Tweek hat seinen Fokus von Endanwendern zu Medien-, Hardware- und Kabelanbietern verlagert. Diese versorgt es mit der Technologie, um Zuschauer mit für sie relevanten Inhalten zu beliefern. Die Fragmentierung des Marktes kommt den Berlinern entgegen.

TweekDer Social-TV- und Second-Screen-Trend, der 2011/2012 im Zuge des weitflächigen Durchbruchs von Smartphones und Tablets um sich griff und schnell eine Reihe von Startups entstehen ließ, hat sich zwei Jahre später abseits des allgemeinen TV-Geplauders bei Twitter als kurzlebiger Hype erwiesen. Für die Akteure, die ihre Geschäftsmodelle an das Thema angelehnt hatten, hieß dies, entweder aufzugeben, oder über einen “Pivot” das eigene Konzept zu verändern. Der Berliner Anbieter Tweek gehört zu denjenigen, die es geschafft haben, das eigene Produkt so zu verändern, dass sich darauf eine wirtschaftlich tragfähige Zukunft aufbauen lässt. Und wie so oft bedeutet dies auch den zumindest temporären Wechsel des Schwerpunkts von B2C zu B2B. » weiterlesen