917 Artikel in der Kategorie Reviews auf netzwertig.com.

Samstag App Fieber:
Bürger baut Stadt, WSSBLK, Wohnraumkarte

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein kleines Karten-Special mit: Bürger baut Stadt – Bauvorhaben in Berlin; Wo Sie sich Berlin leisten können; und Wohnraumkarte – Wohnungen finden.

 

Bürger baut Stadt ist ein kleines Projekt, das geplante Bauvorhaben im eigenen Kiez visualisiert. Vor größeren Bauvorhaben muss oft ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden, zu dem sich potentiell betroffene Bürger mit Ideen oder auch Einwändungen äussern können. Bürger baut Stadt zeigt alle aktuellen Projekte in Berlin auf einer OpenStreetMap an, alternativ gibt es dafür auch eine Liste. Durch Klick auf einen Marker bekommt man die Details – etwa die Auslegungsstelle, die Fristen oder die Art des Verfahrens – angezeigt. Alle Daten sind öffentlich, waren bis dato aber schwer zu finden. Derzeit gibt es Bürger baut Stadt nur in Berlin, weitere Städte sind aber geplant.

 

 

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Crowdinvesting:
Raumrendite will alle zu Immobilienspekulanten machen

Das Münchner Startup Raumrendite verspricht Privatinvestoren, mit kleinen Beteiligungen an Immobiliengeschäften ausgezeichnete Renditen einzufahren – eine eher kontroverse Variante des Crowdinvesting-Prinzips.

RaumrenditeMit Crowdfunding inklusive seiner profitorientierten Unterform Crowdinvesting lassen sich Projekte, Produkte und unternehmerische Vorhaben heute auf eine Art finanzieren und realisieren, die es in der analogen Vergangenheit nicht gab. Weil die bedarfsgetriebene Schwarmfinanzierung demokratisch abläuft und schon so oft scheinbar Unmögliches möglich gemacht hat, existiert vergleichsweise wenig Kritik an dieser Methode der Kapitalbeschaffung. Als wesentliche Angriffspunkte sind eigentlich nur zu optimistische Produktroadmaps beziehungsweise überschätzte Fähigkeiten von Projektinitiatoren sowie unklare Renditeaussichten (beim Crowdinvesting) zu nennen. Dass der Crowdfundingansatz aber auch kontroversere Ausmaße annehmen kann, zeigt jetzt das heute offiziell gestartete Münchner Dienst Raumrendite. » weiterlesen

Familonet:
Foursquare für die Familie

Wenn Eltern ihre Kinder aus übertriebener Sorge mit Anrufen oder SMS nerven, dann ist das kein idealer Zustand. Das aus Hamburg stammende Startup Familonet glaubt, einen besseren Ansatz gefunden zu haben, um einen virtuellen Kontakt zwischen Familienangehörigen zu ermöglichen.

FamilonetDer Markt der sozialen Netzwerke ist heute weitgehend unter den internationalen Webgiganten aufgeteilt. Nur in der Nische sowie für ganz spezielle Nutzungsszenarien erscheint es noch lohnenswert, neue Startups in diesem Segment anzusiedeln (was natürlich nicht heißt, dass es nie wieder einen Newcomer geben wird, der die Etablierten unter Druck setzt – siehe WhatsApp). Das aus Hamburg stammende Startup Familonet hat genau diesen Weg gewählt und ein mobiles Netzwerk für Familienmitglieder entwickelt.

Die Gründer Hauke Windmüller, Michael Asshauer und David Nellessen verzichten bei ihrem seit September für iPhone und Android angebotenen Service aber darauf, sämtliche der von Facebook und Konsorten bekannten Funktionen anzubieten und für die Kommunikation im kleinen persönlichen Kreis zu optimieren. Stattdessen fokussiert sich Familonet auf einen ganz klaren Einsatzzweck: Die App soll es Angehörigen (und nur denen) einfach machen, einander den aktuellen Standort mitzuteilen. » weiterlesen

Einzelhandel im Wandel:
SugarTrends hat ein Mittel gegen verödende Innenstädte

Weil immer mehr Menschen im Internet einkaufen, entwickelt sich der lokale Einzelhandel zu einer aussterbenden Gattung. Das Kölner Startup SugarTrends will die Entwicklung stoppen.

SugarTrendsDie Furcht vor den verödenden Innenstädten geht um, und der E-Commerce ist schuld. Anders als von Pessimisten befürchten, müssen die Folgen der Verlagerung von Einkäufen ins Internet auf lange Sicht zwar für die Stadtzentren gar nicht unbedingt negativ ausfallen. Doch speziell in der Übergangsphase, in der viele Ketten und lokale Geschäfte verschwinden, kommt erst einmal eine Herausforderung auf uns zu. Christian Schwarzkopf und Tim Lagerpusch glauben, einen Weg gefunden zu haben, der den klaren Trend weg vom stationären Handel hin zum Internet abfedern kann. Ihr Rezept: Sie verbinden beide Aspekte miteinander. » weiterlesen

Musikfernsehen der Zukunft:
Tape.tv will mit Relaunch die vernetzten Wohnzimmer einnehmen

Fast sechs Jahre nach dem Debüt präsentiert sich der Berliner Online-Musikvideo-Pionier Tape.tv in neuer Optik und mit aktualisiertem Konzept. Dank der sich endlich bewahrheitenden Konvergenz von Internet und TV glaubt das Startup, jetzt seine langfristige Vision verwirklichen zu können.

Tape.tv

Im Rahmen des Beta-Starts der experimentellen iPhone-Anwendung Tape.tv Express wurde es schon angekündigt: Das Berliner Startup Tape.tv, bei dem sich alles um Musikvideos dreht, bereitete sich auf einen kompletten Relaunch vor. Seit gestern kann die neue Version des 2008 gegründeten Berliner Musikfernsehdienstes im Netz begutachten werden. Angekündigt wird der Start der Version 3.0 mit einer von provokativen Parolen und rotzfrechen Sprüchen gespickten Pressemitteilung. Kostprobe:  » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Code for Germany, Twittstorm, WLMW

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Code for Germany – Code für Deutschland; Twittstorm – Sturm der Tweets; und Wann läuft mal wieder?

 

Code for Germany ist eine frisch geschlüpfte Plattform, auf der sich Entwickler, Designer und andere Interessierte mit Politikern vernetzen können, um Software zu entwickeln, die die eigene Stadt oder die gesamte Gesellschaft verändert und verbessert. Idee dabei ist, dass lokale Arbeitsgruppen – Open Knowledge Labs – eingerichtet werden, die sich regelmässig treffen, austauschen, gemeinsam Projekte starten und in Kontakt mit städtischen Vertretern bleiben, um Synergien herzustellen und ‘relevantere’ Projekte zu ermöglichen. Code for Germany wurde von der Open Knowledge Foundation Deutschland instantiiert und arbeitet mit Code For America zusammen.

 

 

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OvulaRing:
Leipziger E-Health-Startup entwickelt intelligenten Vaginalring

Ein Leipziger Startup hat mit OvulaRing einen intelligenten Vaginalring auf den Markt gebracht. Er liefert Daten, die Paaren bei der Schwangerschaftsplanung und natürlichen Verhütung helfen sollen.

OvulaRingMänner sind beim Thema Verhütung, zumindest in vielen festen Beziehungen und Ehen, fein raus. Sie können sich entspannt zurücklehnen, während Frauen ihrem Körper mit Antibabypille oder anderen Verfahren konstant Hormone zuführen, um nicht ungewünscht schwanger zu werden. Auch wenn man sich als Mann schwer vorstellen kann, wie die Hormone sich auf Wohlbefinden und Psyche auswirken, so hört man doch von vielen Frauen, dass die Stimmungslage merklich beeinflust wird. Hinzu kommen die zahlreichen körperlichen Nebenwirkungen. So erfolgreich die Geschichte von hormonbasierten Verhütungsverfahren auch ist – es besteht augenscheinlicher Bedarf an verträglicheren Methoden. Das Leipziger Startup VivoSensMedical sieht Technologie als nächste Evolutionstufe in der Handhabung des weiblichen Zyklus.

Das 2011 gegründete Unternehmen vertreibt seit Ende 2012 einen intelligenten Vaginalring namens OvulaRing. Im Gegensatz zu herkömmlichen Ringen, die wie die Pille hormonbasiert sind, beinhaltet der OvulaRing einen Biosensor, der bis zu 288 Mal pro Tag die Körperkerntemperatur misst. Diese spiegelt laut Firmenangaben die hormonelle Entwicklung während des Zyklus wieder, woraus sich Rückschlüsse auf die fruchtbaren Phasen ziehen lassen. Zur Bestimmung des aktuellen Status wird der Ring mit einem Lesegerät verbunden, das die Daten an OvulaRings webbasiertes Auswertungsportal myovularing überträgt. Dort erhalten Nutzerinnen Zugriff auf ein breites Spektrum an Daten zur Auswertung ihres Eisprung-Zeitpunktes.  » weiterlesen

Samstag App Fieber:
Wahlversprechen, BSR, Kosmetikcheck

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Wahlversprechen – was bleibt davon? dem Berlin Startup Ranking; und Kosmetikcheck – Barcoo für Kosmetika.

 

Wahlversprechen ist ein kleines Projekt, das zwei Aspekte thematisiert: Zum einen, dass der durchschnittliche Wähler die Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen Twitter-Users hat; zum anderen, dass Worte billig sind und Wahlversprechen in der Folge mitunter auch durchaus freizügig gegeben werden können. Wahlversprechen registriert die gemachten Versprechungen der Regierungsparteien und dokumentiert im Laufe der Legislaturperiode, ob sie eingehalten, geändert oder dezent unter den Teppich gekehrt werden.

 

 

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Fachbuch-Startup PaperC:
So viel Ausdauer sieht man selten

Kaum ein Startup zeigt sich bei der Suche nach dem idealen Erfolgsrezept so ausdauernd wie PaperC. Doch noch immer fehlt der Berliner E-Book-Plattform für Fachliteratur etwas, um durchstarten zu können.

paperclogoVor viereinhalb Jahren berichteten wir das erste Mal über das Berliner Startup PaperC, das sich der unkomplizierten Bereitstellung von digitalen Fachbüchern verschrieben hat. Seitdem brachte das Unternehmen um Gründer und CEO Martin Fröhlich mehrfache Transformationen hinter sich. Funktionalität, Geschäftsmodell, Preismodell und die technische Umsetzung wurden im Laufe der Zeit in unterschiedlichem Maße verändert. Richtig rund lief es lange nicht, doch die Hauptstädter zeigten einen Durchhaltewillen, den man bei Jungfirmen im Onlinebereich lange suchen muss. Und deshalb existiert PaperC heute noch. Und – glaubt man den Machern – so hat man endlich ein Stadium erreicht, mit dem man sich “für eine erfolgreiche Zukunft gut gerüstet” sieht. » weiterlesen

Neues Dokumenten-Startup:
Organize.me will alles besser machen als Doo

Nur Tage, nachdem die Dokumenten-App Doo ihren Rückzug erklärt hat, startet unter dem Dach von Tomorrow Focus ein neues Startup mit der gleichen Idee. Doch ob unfreiwillig oder nicht: Organize.me präsentiert sich organisatorisch offener als das Gegenteil von Doo.

Das Timing überrascht: Am späten Freitagnachmittag vergangener Woche strich Doo die Segel. Gut 7 Millionen Euro Investitionskapital haben für die Bonner nicht gereicht, um mehr als 300.000 Nutzer von der Notwendigkeit der Dokumenten-App zu überzeugen. Nur drei Tage später meldet Focus Online überraschend den Start eines neuen Dokumenten-Startups, das von der eigenen Konzernmutter herausgegeben wird: Unter dem Dach der Tomorrow Focus AG versucht Organize.me sein Glück.

Die App will das papierlose Büro auf den Weg bringen, der zentrale Speicher für alle Dokumente sein, elektronische wie papierne Dokumente via automatischer Integration und Scan in einer Ablage integrieren, logisch vertaggen und durchsuchbar machen. Wollte Doo nicht genau das auch? Ja, und doch könnten die Vorzeichen kaum unterschiedlicher sein. » weiterlesen