2129 Artikel in der Kategorie Analysen auf netzwertig.com.

Verwandt.de auf dem Weg zum Exit?

verwandt.gifDer Online-Stammbaum- und Hobby-Ahnenforschungsdienst Verwandt.de gehört zu den erfolgreichsten deutschen Web-2.0-Dienste im Jahr 2007. Innerhalb von nur wenigen Monaten haben die Gründer Daniel Grözinger und Sven Schmidt der Seite eine beachtliche Bekanntheit im “Internet-Mainstream” verschafft und dank ausgezeichneter PR-Arbeit dafür kaum Geld in die Hand nehmen müssen (die einzige mir bekannte Werbemaßnahme war der Versuch einer Banner-Kampagne bei studiVZ. Möglicherweise gibt es aber noch weitere.). Mittlerweile enthalten die Stammbäume vier Millionen von Nutzern eingetragene Personenprofile. Am Dienstag gab Verwandt.de eine Kooperation mit dem Familienportal familie.de bekannt. Ab sofort wird Verwandt.de dort integriert. Laut Pressemitteilung ist “eine weitergehende Zusammenarbeit in Planung”. » weiterlesen

Nochmal genauer:
Ist Google ein Monopolist?

Mein Beitrag “Wie kann man Google schlagen?” hat einiges an Reaktionen hervorgerufen, unter anderem den Hinweis, dass Google beispielsweise in Deutschland einigen Quellen zufolge bereits fast 90% Marktanteil unter den Suchmaschinen geniesst. Wie kann man angesichts solcher Zahlen behaupten, dass Google kein Monopolist ist?

Ich glaube, man kann durchaus. Man kann die Frage aus zwei Perspektiven behandlen, und zwar einer juristischen und einer ökonomischen (Warnung: Ich bin weder Jurist noch Mikroökonom, aber hab an der Uni in beiden Fächern einigermassen aufgepasst und erlaube mir darum eine semi-qualifizierte Amateurmeinung):

Zuerst zur ökonomischen Perspektive: Ökonomen bezeichnen als Monopolisten eine Firma, die eine so überragend starke Marktstellung hat, dass sie ihre Preise nur aufgrund der Nachfrage, nicht aber wie sonst in einer Marktwirtschaft unter Berücksichtigung der Konkurrenz festlegen kann. » weiterlesen

Deutsche User Schlusslicht bei Social-Network-Nutzung

Der Online-Marktforschungsspezialist comScore beschäftigt sich in einem neuen Bericht mit der Social-Network-Nutzung in Großbritannien. Die Briten sind äußerst aktive Anwender von sozialen Netzwerken. 77,9 Prozent aller Internetnutzer auf der Insel waren im August 2007 Mitglied in mindestens einer Community. Um die Ergebnisse vergleichbar zu machen, untersuchte comScore auch die Reichweite von Social Networks in den anderen großen Ländern Europas. Das Ergebnis: Neben Großbritannien haben soziale Netzwerke auch in Frankreich, Spanien und Italien einen höheren Stellenwert als in Deutschland. 61,5 Prozent der Spanier sowie knapp die Hälfte der Franzosen und Italiener mit Internetzugang sind in einem Social Network registriert. Die Community-Anbieter hierzulande erreichten im August 46,9 Prozent aller hiesigen Internetnutzer. » weiterlesen

Google kauft Twitter-Konkurrent Jaiku

Google erwirbt den aus Finnland stammenden Twitter-Konkurrenten Jaiku. Über die Kaufsumme wurde nichts bekannt. Folgendes Statement der beiden Jaiku-Gründer findet sich auf ihrer Website:

Exciting news, Jaiku is joining Google! While it’s too soon to comment on specific plans, we look forward to working with our new friends at Google over the coming months to expand in ways we hope you’ll find interesting and useful. Our engineers are excited to be working together and enthusiastic developers lead to great innovation. We look forward to accomplishing great things together. In order to focus on innovation instead of scaling, we have decided to close new user sign-ups for now. » weiterlesen

Von wegen Englisch-Abneigung – Facebook wächst in Frankreich

facebook_logo.gifWir Deutschen sind in der Welt nicht gerade für unsere ausgezeichneten Englischkenntnisse bekannt. Da ist es eigentlich wenig verwunderlich, dass deutsche Internetnutzer am liebsten deutschsprachige Webseiten nutzen. Erst dadurch konnte es zu einer Kultur des Kopierens erfolgreicher englischsprachiger Konzepte kommen – die meisten Dienste aus den USA boten keine deutschsprachigen Versionen an und wurde somit von hiesigen Nutzern weder gefunden noch gemocht. Viel hat sich daran bis heute nicht geändert. Aber zurück zu den Sprachkenntnissen: Bisher konnte man die Englischkenntnisse der Deutschen leicht in ein besseres Licht rücken, in dem man auf die Franzosen verwies. Dort würde angeblich kaum jemand auch nur ein Wort Englisch sprechen und wenn doch, dann weigern sich die Leute, es anzuwenden. » weiterlesen

Ist man mit 30 zu alt, um Unternehmer zu werden?

Auf den ersten Blick ist das eine absurde Frage, wieder mal so ein Auswuchs des Jugendwahns in unserer Gesellschaft. Aber genauer betrachtet kann man tatsächlich eine ungewöhnlich hohe Erfolgsquote von sehr jungen Unternehmensgründern feststellen — besonders in der Internet-Branche.

Der derzeit wohl meistgehypte Internet-Unternehmer, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, ist gerade mal 23 Jahre alt und gründete seine Firma, als er 19 war. Die Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page machten ihre Firma mit 25 auf. Ebenso die Yahoo-Gründer, die 28 bzw. 26 waren.

Selbst wenn man weiter in der Technologiegeschichte zurückblättert, erhärtet sich das Bild: Die Microsoft-Gründer waren 19 und 21 bei der Firmengründung, die von Apple 21 und 26, und Michael Dell war auch erst 19. Erst bei den “ernsthafteren” Enterprise-Softwarefirmen findet man etwas ältere Semester: Die Gründer von Oracle waren im Durchschnitt 33 und die von Adobe gar knapp über 40. Aber bei vielen anderen Firmen sieht es wieder mehr nach Dominanz der Jugend aus. Ein paar Firmen mit dem Durchschnittsalter der Gründer: Sun: 27; Digital Equipment: 29; Skype: 30; SAP: 29; TomTom: 25; Hewlett-Packard: 27.

Was hat es mit dieser Dominanz junger Unternehmer auf sich? Theorien gibt es dazu viele. Marc Andreessen (als Gründer von Netscape selbst einer dieser Jungstars) <a href="http://blog. » weiterlesen

Bugmenot.com:
praktisch aber vielleicht nicht für jeden

Auf manch einer populären Website wird man als User zur kostenlosen Registrierung aufgefordert, um Zugang zu allen Bereichen und Funktionen zu erhalten. Einige Onlineausgaben von Tageszeitungen und Magazinen machen das so, aber auch Videoportale und andere Plattformen, die auf User Generated Content setzen. Die Unternehmen versprechen sich davon zusätzliche Nutzerinformationen für Marketingzwecke. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein User eigene Inhalte beisteuert, größer, wenn er sowieso schon registriert ist. » weiterlesen

Die tägliche Dosis Web-2.0-Startups

Web-2.0-Startups
Auch wenn ich für die nächsten Monate mit einem leichten Abflauen der Gründerwelle im Web rechne, so wird es weiterhin neue, innovative Dienste geben, die die (ausschließliche) Entwicklungsphase verlassen und sich den Internetnutzern präsentieren. Neben zahlreichen Blogs, die die Web-2.0-Entwicklung beobachten und analysieren, existieren diverse Seiten, die sich komplett der Listung neu gestarteter Onlinedienste widmen. » weiterlesen

Wie kann man Google schlagen?

Das Thema scheint eine endlose Faszination auszuüben, nicht nur auf die Internet-Industrie, sondern inzwischen auch auf die Medienbranche: Wie kann man den übermächtig und allgegenwärtig scheinenden Internetriesen Google schlagen?

Einige denken, dass das ja nicht so schwierig sein kann (“Google hat Angst vor uns” — Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbandes Schweizer Presse), andere (wie z.B. Microsoft) investieren fleissig, und viele machen sich strategische Gedanken und kommen auf klare Empfehlungen (“So setzt man Google in vier Zügen schachmatt“). Alles gut und schön. Aber oft sind die Rezepte verblüffend naiv und die Analysen nicht von viel Sachkenntnis getrübt. Kein Wunder, dass sich Google da noch ziemlich sicher fühlen kann.

Ein paar Beobachtungen zu typischen Aussagen:

1. “Google ist ein Monopolist.”

Auch wenn besonders die Medienhäuser Google immer gern als bösen Monopolisten darstellen, ist Google objektiv nur Marktführer in gewissen Segmenten, aber keineswegs so dominant, wie man denken könnte. » weiterlesen

Warum ich Skype nicht mehr missen möchte

SkypeSkype hat es momentan nicht leicht. Der bekannte VoIP-Dienst scheint sich nicht nur zum Sorgenkind seines Besitzers eBay entwickelt zu haben, sondern ihm wird von einigen Medien angesichts der zunehmenden Verbreitung von Telefonflatrates und zahlreichen Konkurrenzangeboten bereits ein Verlust an Relevanz nachgesagt. Ob Skype bei den Usern tatsächlich an Bedeutung verliert oder sich manch ein Redakteur lediglich zu solchen Feststellungen hat hinreißen lassen, um das Bild des untergehenden Tankers zu zeichnen, weiß ich nicht. Aus meinem Alltag jedenfalls ist Skype nicht mehr wegzudenken und Galaxien davon entfernt, durch eine Alternative ersetzt zu werden. » weiterlesen