Marcel Weiß, ‘79 geboren, ist ein RSS-Junkie und Vollblut-Netizen. Seit mehreren Jahren befasst er sich intensiv mit dem Internet, Webdiensten und schließlich auch mit dem Aufstieg der neuartigen Webapplikationen, die später unter dem Begriff des Web 2.0 zusammengefasst werden sollten. Marcel wohnt aktuell in Chemnitz und schließt sein BWL-Studium ab.
Marcel ist der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf neunetz.com und ist auf Twitter hier zu finden.
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Alle 408 Artikel von Marcel Weiss auf netzwertig.com:
Heute stellen wir Euch die besten, populärsten und lesenswertesten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem Juni 2009:
Analysen
- Bezahlplattform und mobile Micropayments: Jetzt wird es richtig spannend
Facebooks Bezahlplattform kommt ins Rollen, und das neue iPhone macht mobile Micropayments leichter denn je – zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen, die beide E-Commerce neuen Schwung geben und Geschäftsmodelle umkrempeln könnten.
- Nachrichten auf Papier: In 10 Jahren gibt es keine Tageszeitungen mehr
Werbebudgets verlagern sich Richtung Internet. Damit bricht die Haupt-Einnahmequelle für den Print-Sektor weg. Print wird dadurch mittel- bis langfristig defizitär und ökonomisch nicht mehr tragfähig.
- Nachrichtengeschäft im Internet: Warum Bezahlinhalte nicht funktionieren
Für Nachrichten online direkt zu kassieren, ergibt keinen Sinn. Die Forderung danach ignoriert sämtliche Dynamiken des Internets. Die Debatten über Bezahlinhalte als Rettung für den Journalismus sind Zeitverschwendung.
- Medienrevolution: Was werden die Newsmedien der Zukunft kosten?
Kein Zweifel, die Medienbranche steckt in einem fundamentalen Wandel, und niemand weiss, wie die erfolgreichen Geschäftsmodelle der Zukunft aussehen werden. Manchmal hilft es da, sich die Sache aus der Perspektive guter alter ökonomischer Gesetze anzuschauen. Die gelten nämlich auch im Zeitalter der Digitalisierung.
- Kommunikations- und Publikationsnetzwerke: Die 2 Klassen von Social Networks
Es kristallisieren sich zwei Klassen von sozialen Netzwerken heraus: Auf private Interaktion zwischen Bekannte spezialisierte Netzwerke und solche, welche hauptsächlich für die Distribution von Inhalten verwendet werden.
- Die stille Revolution: Die Öffnung von Geschäftsmodellen
Apple erlaubt mit dem Appstore für das iPhone Externen, das eigene Produkt zu erweitern. Damit eröffnet Apple sich einen weit größeren Raum für die Befriedigung von Nutzerbedürfnissen.
- Hier und Jetzt: Das flüssige Echtzeitweb
Das aktuell vor unseren Augen entstehende Echtzeitweb ist der Endpunkt einer Reise, die mit der Erfindung der Druckpresse ihren Anfang nahm.
- Kulturflatrate: Pro und Contra
Die Kulturflatrate, eine zentral eingesammelte und an Rechteinhaber ausgeschüttete Pauschalabgabe auf online verteilte Kulturgüter, wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an.
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Die Kulturflatrate, eine zentral eingesammelte und an Rechteinhaber ausgeschüttete Pauschalabgabe auf online verteilte Kulturgüter, wird zunehmend auch von Parteien und Vertretern der Contentindustrie diskutiert und immer öfter befürwortet. Wir führen Argumente für und gegen das Flatrate-Prinzip an.
Vor einigen Tagen war ich auf ego.fm zu einer Sendung zum Thema Kulturflatrate zu hören. Die gesamte Sendung kann man hier anhören. Das Interview mit mir kann man auch hier bei uns herunterladen. Ich hatte vor der Podiumsdiskussion auf der re:publica 09 zum Thema einige Argumente vorbereitet, die leider durch das Abbügeln jeder Diskussion vom Moderator nie angesprochen werden konnten. Im Folgenden werde ich die Argumente für und gegen die Kulturflatrate ausführen.
Ein Hinweis: Der folgende Text ist recht lang. Wer keine Zeit oder Lust hat, ihn komplett zu lesen, kann auch für die wesentlichen Punkte lediglich das Fazit am Ende lesen.
Auffällig ist in letzter Zeit, dass die Debatte rund um die Kulturflatrate an Fahrt aufgenommen hat. So steht neben den Grünen auch die SPD einer Kulturflatrate zumindest nicht ablehnend gegenüber:
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Zeeyoo ist ein aus der Schweiz kommender neuer Online-Terminplaner, welcher sich vor allem an Unternehmen richten will – und dafür eine Menge nützlicher Features auffährt.
Man könnte meinen, die Schweizer sind die Meeting-Meister schlechthin. Neben dem besonders auf Einfachheit getrimmten Online-Terminplaner doodle gibt es nun einen zweiten Dienst dieser Art aus der Schweiz: Zeeyoo. Mit beiden kann man online einen Termin zwischen verschiedenen Teilnehmern finden.
Zeeyoo richtet sich mit seinem wesentlich größeren Featureumfang dabei direkt an den meetinggeplagten Geschäftsbereich.
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Der Tod von Michael Jackson war tragisch. Er hat außerdem für das Internet gezeigt, dass das Web effizient genug geworden ist, um im Notfall sich selbst auszuschalten.
Das Bekanntwerden des Todes von Michael Jackson hat gestern nicht nur den Mikrobloggingdienst Twitter in’s Schwitzen gebracht, welcher zeitweise ausfiel. Immerhin: Die Frequenz von Twitter-Updates war doppelt so hoch, wie Twitter-Gründer Biz Williams gegenüber der LA Times mitteilt. Facebooks Status sollen sogar die dreifache Frequenz erreicht haben wie eine Sprecherin des Unternehmens der LA Times mitteilt.
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Eine Übersicht über das im Entstehen begriffene Echtzeitweb.
Das aktuell vor unseren Augen entstehende Echtzeitweb ist der Endpunkt einer Reise, die mit der Erfindung der Druckpresse ihren Anfang nahm.
Seit den Druckpressen wurde die Geschwindigkeit der Verbreitung von Informationen mittels technischer Errungenschaften stets verbilligt, beschleunigt und effizienter gemacht. Das Echtzeitweb stellt das Ziel dieser Reise dar: Im Idealfall wird unmittelbar nachdem Person X etwas veröffentlicht diese Veröffentlichung für die Empfänger sichtbar. Und das möglichst unabhängig davon, ob für Veröffentlichung und Empfang der gleiche Dienst oder verschiedene Dienste verwendet werden. Es gibt (im Idealfall) keine zeitliche Verzögerung mehr zwischen Veröffentlichung und Konsummöglichkeit.
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Facebook war mit seiner Klage gegen studiVZ bezüglich Diebstahl geistigen Eigentums am Dienstag vor dem Landgericht Köln gescheitert. Facebook hat nun wenig überraschend angekündigt, in Berufung zu gehen.
Die (grammatisch leicht fehlerhafte) Pressemitteilung von Facebook:
Facebook ist enttäuscht von der Entscheidung des deutschen Gerichts, insbesondere da wir nicht die Gelegenheit hatten, alle Beweise vorzubringen. Wir planen nun Berufung einzulegen. StudiVZ und die Muttergesellschaften haben gegen unser Recht am geistigen Eigentum verstoßen und ungerechterweise von unserer Innovation, Kreativität und Mühe profitiert, indem sie unsere Website kopieren. Wir setzen unsere Maßnahmen gegen sie in deutschen Gerichten fort sowie auch vor dem US-Bundesgericht, wo unsere Maßnahmen verschiedene Klagen umfassen und andauern. Wir sind zuversichtlich, dass ein Gerichtsurteil, das generell das systematische rechtswidrige Kopieren von Technologien, Websiten und Codes anderer Innovatoren von einem amerikanischen Unternehmen nicht bestätigt wird – nicht in Deutschland, Europa oder den USA.
Der deutsche Bundestag hat das umstrittene Internetsperrengesetz heute verabschiedet. 389 Abgeordnete haben mit Ja, 128 mit Nein gestimmt, 18 haben sich enthalten.
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Mit Opera Unite kann man den eigenen Browser zum Webserver machen.
Der Browser-Hersteller
Opera hat heute ein neues Feature seines gleichnamigen Browsers vorgestellt, das potentiell das Internet verändern kann.
Opera Unite erweitert Opera in der kommenden Version 10 um einen Webserver. Statt wie sonst üblich auf Webanwendungen auf Servern zuzugreifen, können Browser mit Unite direkt mit anderen Browsern kommunizieren. Im Prinzip eine Weiterentwicklung von P2P vom reinen Filesharing mit speziellen Clients hin in Richtung Browser und allgemeiner Webeinsatz.
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Facebook ist mit seiner Klage gegen studiVZ wegen Diebstahl geistigen Eigentums vor dem Landgericht Köln gescheitert.
Facebook ist mit seiner Klage gegen studiVZ wegen Diebstahl geistigen Eigentums vor dem Landgericht Köln gescheitert. Facebook wirft studiVZ vor, Quellcode und grundsätzliches Design kopiert zu haben. studiVZ benutzte intern im Code unter anderem den Begriff “Fakebook” baute im Grunde das alte Facebook mit einem Unterschied nach: man ersetzte bei der Farbgebung Blau mit Rot ( siehe hierzu unseren Artikel vom letzten Jahr).
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Youme.net, das Vorzeige-Internetprojekt des schweizer Ringier-Verlags, wird auf Eis gelegt.
persoenlich.com schreibt:
Wie Ringier-Sprecher Stefan Hackh gegenüber “persoenlich.com” bestätigt, sei die Mitmach-Plattform vorläufig auf Eis gelegt. Inhaltlich könnten die User die Plattform zwar weiterhin nutzen, moderiert und aktiv begleitet werde die Seite seit anfangs Jahr allerdings nicht mehr. Das Projekt generierte zuwenig Interesse, lautet das offizielle Statement.
Die Site bleibt online, Ringier will aber kein Geld mehr in youme.net stecken. Ob so ein unbeaufsichtigter Wildwuchs lang gut gehen wird, bezweifle ich stark. Es ist deshalb nicht unwahrscheinlich, dass youme.net noch vor Jahresende komplett abgeschaltet wird.
Wir waren bereits im November letzten Jahres skeptisch ob der Erfolgschancen von youme.net:
Dem Projekt fehlt seit Beginn etwas, das dem Nutzer einen Mehrwert gibt – nur die Aussicht, sich von Animateuren unterhalten zu lassen und seine Inhalte mit anderen Menschen aus der Deutschschweiz zu teilen, begeisterte offenbar keine grössere Gruppe. Die Frage, warum man genau dieser Community hätte beitreten sollen, konnte nie beantwortet werden.
(via Mail, danke Ronnie!)