Martin, gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde.
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Alle 503 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:
Ungeachtet der Erfolgschancen von Facebooks Klage gegen seinen Nachahmer studiVZ ist der überraschende Schritt vor allem eines: Facebooks öffentliches Eingeständnis, dass studiVZ die große Hürde für die Expansion der Amerikaner in Deutschland darstellt. Facebook wird alles dafür tun, um diese Hürde aus dem Weg zu räumen.
Die Nachricht von Facebooks Klage gegen studiVZ vor einem kalifornischen Gericht kam im ersten Moment überraschend. So hat das Social Network aus dem kalifornischen Palo Alto seinen deutschen Nachahmer drei Jahre lang uneingeschränkt gewähren lassen. Bei näherer Betrachtung aber erscheint der Schritt völlig logisch. Wie Marcel gestern bereits erläutert hat, ist Facebooks Erfolg in Deutschland bisher eher bescheiden. Netzwerkeffekte halten den Großteil der studiVZ-Nutzer auf ihrer angestammten Plattform. Facebook könnte es darauf anlegen, sich durch die Klage in eine vorteilhaftere Position für eine mögliche Übernahme seines deutschen Konkurrenten zu begeben. Angeblich soll erst das Scheitern von Gesprächen zwischen der studiVZ-Mutter Holtzbrinck und Facebook der Auslöser für die nun feindliche “Annäherung” der Amerikaner sein.
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Das weltweit führende Social Music Network Last.fm verpasst sich mit einer neuen Version nicht nur ein zeitgemäßes Outfit, sondern spendiert einige neue Features. Glück hat, wer diese ausprobieren kann, ohne von den Last.fm-Servern auf eine Geduldsprobe gestellt zu werden.
Nicht nur Facebook, das weltweit größte Social Network, plant dieser Tage den Launch einer überarbeiteten Seite. Auch bei Last.fm, dem global führenden Social Music Network, war es Zeit für einen neuen Anstrich. Gestern hat der zum US-Medienkonzern CBS gehörende Dienst mit Sitz in London seine neue Version gelauncht und dabei sowohl grundlegende Veränderungen an der Optik durchgeführt, als auch einige frische Features integriert.
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Wer seine Bookmarks online speichern will, kann zwischen zahlreichen Anbietern wählen. Weniger verbreitet ist bisher das Speichern kompletter bzw. dynamischer Seiten. Qitera will dies ändern und bietet vielversprechendes Social Bookmarking für das “Deep Web”.
Viele Web-2.0-Freunde verwenden Social-Bookmarking-Dienste, um Links zu bevorzugten Webseiten und Blogs browserunabhängig online zu speichern. Bei bekannten Anbietern wie del.icio.us, Mister Wong, oneview oder Linkarena versehen User gespeicherte Adressen mit Schlagwörtern, um sie leicht wiederzufinden und auch anderen zugänglich zu machen. Der kürzlich in geschlossener Beta-Phase gestartete Dienst Mento (unser Review) geht einen Schritt weiter und fokussiert sich auf das Teilen favorisierter Links mit anderen. Dies ist zwar bei den meisten gängigen Social-Bookmarking-Plattformen möglich, Mento stellt hierfür jedoch erweiterte Features bereit.
Mit Qitera steht nun bereits das nächste Webprojekt aus Deutschland in den Startlöchern, das sich dem Bookmarking-Thema annehmen und diesem eine ganz eigene, innovative Note verleihen möchte. Qitera wurde von drei Deutschen gegründet und hat Niederlassungen in Kassel und San Francisco. Die Zweiteilung spiegelt die internationale Ausrichtung des jungen Webunternehmens wieder, das von Beginn an auf Deutsch und Englisch verfügbar sein wird.
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Wer sich in der nächsten Woche bei Facebook einloggt, wird eine Überraschung erleben: ein komplette Überarbeitung der Benutzeroberfläche bringt einige grundlegende Änderungen mit sich. Über einen speziellen Link können neugierige User sich schon heute ein Bild von Facebook 2.0 machen.
Wenn ein Social Network grundlegende Veränderungen am Design und an der Seitenstruktur vornimmt, dann ist das ein mutiger Schritt nicht ganz ohne Risiko. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das gilt für die Internetnutzung wie für das reale Leben. Ein gelungenes Redesign zeichnet sich dadurch aus, im Laufe der Zeit hinzugekommene Funktionen besser zu integrieren, ohne die Übersicht und das intuitive Navigieren darunter leiden zu lassen. Misslingt die Frischekur, kann es passieren, dass sich User nicht mehr “zu Hause” fühlen, was unter Umständen in einer (temporär) verringerten Nutzung resultiert.
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Bei SoundCloud treffen sich unabhängige Musiker und Freunde urbaner Klänge. Zahlreiche neue, innovative Funktionen unterstreichen das große Potenzial des Berliner Startups mit internationalen Ambitionen.
Als ich Mitte Januar das Berliner Startup SoundCloud vorstellte, bezeichnete ich es als “Musik-Plattform für hippe Produzenten und ihre Fans”. Rund ein halbes Jahr später trifft dies immer noch zu. Doch langsam aber sicher schlägt das junge, der deutschen Hauptstadt verfallene Team aus Schweden eine Richtung ein, die SoundCloud zu einem der weltweit angesagtesten Musik-Services im Social Web machen könnte.
Primär richtet sich das noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindliche Angebot (Einladungen gibt es am Ende dieses Beitrages) weiterhin an unabhängige Künstler vorrangig aus dem Bereich der elektronischen Musik sowie an deren Anhang. Labels und Interpreten können ihre Titel hochladen, Fans diese anhören und kommentieren. Dank eines wahren Feature-Feuerwerks in der letzten Zeit wird SoundCloud aber auch immer attraktiver für Blogger, Seitenbetreiber und “normale User”, die ganz einfach Lust am Hören und Teilen urbaner Musikproduktionen haben.
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United Internet, Betreiber von 1&1, GMX und WEB.DE, beteiligt sich mit 30 Prozent am Homepagebaukasten-Service Jimdo und hat nun bei den Hamburgern einen Fuß in der Tür.
Jimdo, der international tätige Homepagebaukasten aus Hamburg, hat einen neuen, namhaften Investor an Bord. Die Elbstädter gaben heute bekannt, dass sich die United Internet AG mit 30 Prozent an dem Startup beteiligt hat. United Internet gehört zu Deutschlands größten Internetunternehmen und betreibt unter anderem den Internetzugangsanbieter und Webhoster 1&1, die E-Mail-Anbieter und Portaldienste GMX und WEB.DE sowie den Onlinevermarkter AdLink. Der Konzern, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,49 Mrd. EUR erwirtschaftete, ist damit neben dem European Founders Fund der Samwer-Brüder der zweite große Partner von Jimdo. Über die von United Internet in Jimdo investierte Summe wurde nichts bekannt.
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Es gibt viele Möglichkeiten, Freunden und Bekannten interessante Links und Artikel zu empfehlen. Nachteile hat jede. Auch im Jahr 2008 befindet sich das Thema Social News noch ganz am Anfang.
Vermutlich kommt den meisten von euch die folgende Situation bekannt vor: Ihr habt bei einer Onlinezeitung oder auf einem Blog einen Artikel gelesen, der so gut/informativ/interessant war, dass ihr ihn Freunden/Bekannten/Kollegen zugänglich machen und möglichst direkt deren Meinung dazu hören wollt. Das Dilemma: Es gibt viele Wege dafür, aber jeder hat seine Vor- und Nachteile und funktioniert nur für ein bestimmtes Klientel.
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Welche Optionen gibt es für ein erfolgreiches Webangebot, seinen aufwändig erarbeiteten Wert möglichst schnell zu zerstören? Einige, wie die folgende Liste deutlich macht.
Der gestrige Relaunch des führenden deutschen Social-News-Portals YiGG verlief, wie berichtet, nicht gerade optimal. Noch ist nicht abzusehen, wie aktive Nutzer und Stammbesucher nach der ersten Aufregung reagieren werden und ob sie YiGG trotzdem treu bleiben. Es ist zweifellos risikoreich, ein grafisch und funktionell so unausgereiftes Portal auf die User loszulassen - die gerade bei YiGG nicht gerade unkritisch sind. Im schlimmsten Fall wird hier richtiger Wert vernichtet.
Einbrechende Besucherzahlen, verloren gegangene Integrationen in andere Blogs sowie der Verlust von Vertrauen und aktiver Mitglieder kommen einem Verbrennen von Geldscheinen gleich - die in Form von Arbeitsstunden, technischer Ausrüstung und anderem Kapital in das Projekt investiert wurden. Mein ehemaliger zweinull.cc-Kollege Michael brachte mich auf die Idee, einmal darüber nachzudenken, welche Wege es für erfolgreiche Unternehmen im Social-Web-Bereich eigentlich gibt, “effektiv” ihren mühsam aufgebauten Wert zu zerstören. Hier das Resultat meiner Überlegungen (in zufälliger Reihenfolge):
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Social Networks, allen voran Facebook, integrieren verstärkt Funktionen, die bisher von Startups als Einzelprodukt angeboten wurden. Die Zeit junger Webanbieter ohne einen hinreichend eigenständigen Service könnte damit bald vorbei sein.
Seit einigen Wochen beschäftigt mich die Frage, ob die Zeit für “klassische” Web-2.0-Startups, wie man sie in den letzten drei bis vier Jahren zu Tausenden sah, bald abgelaufen sein könnte. Hintergrund meiner Überlegung ist die Tatsache, dass führende Social Networks immer mehr Funktionen integrieren, die bisher von unterschiedlichsten Anbietern als einzelne Services bereitgestellt wurden. In der Folge existieren für die User der Netzwerke verringerte Anreize, auch noch bei anderen Diensten aktiv zu sein.
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Am Montag startet ein neuer Lifestreaming-Dienst aus Deutschland. Mit einer einfachen Bedienung und dem Fokus auf Web-2.0-Diensten aus dem deutschsprachigen Raum will FreundeNews das bisher hauptsächlich bei Early Adopters und Bloggern populäre “Lifestreaming” in den Internet-Mainstream bringen.
Als Vincent Nicolai Mitte April einen deutschen Klon des bei Early Adopters populären Lifestreaming-Dienstes FriendFeed ankündigte und durchblicken ließ, neben dem fast identischen Namen “FreundeFeed” auch ein an das US-Vorbild angelehntes Logo zu verwenden, war die Empörung in Teilen der Blogosphäre groß. Klar, dass er es genau darauf anlegte.
Und Nicolai bekam, was er wollte: Selbst TechCrunch berichtete über sein Vorhaben - wenn auch nicht gerade mit netten Worten. Egal ob es wirklich geplant war, eine Kopie von FreundeFeed zu entwickeln oder ob es lediglich darum ging, Aufmerksamkeit zu generieren - morgen wird der Lifestreaming-Dienst aus Deutschland offiziell online gehen und Kritiker können aufatmen: Das Projekt, das statt FreundeFeed nun FreundeNews heißt, kommt sehr viel eigenständiger daher, als man es erwartet hätte.
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