Martin (Jahrgang 83), gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde. Seit April 2010 ist Martin der verantwortliche Redakteur für netzwertig.com. Er bloggt außerdem privat auf www.martinweigert.com, twittert unter @martinweigert und ist erreichbar unter

Alle 1766 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:
Mit musicplayr hat Deutschland ein junges, innovatives Musikstartup – das allerdings beim Entwicklungstempo mehr Gas geben sollte.
musicplayr aus Köln ist für mich das deutsche Musikstartup des Jahres 2011. Nicht nur, weil es sich als ideales Entdeckungstool für Musik erwiesen hat, sondern auch, weil es Gründer Thorsten Lüttger gelungen ist, ohne Verhandlungen mit Labels und Verwertungsgesellschaften einen eigenständigen, innovativen Musikdienst auf die Beine zu stellen, der sich abseits von On-Demand-Angeboten, personalisierten Radios und Echtzeit-Services eine bequeme Nische geschaffen hat.
Wie musicplayr mir dabei hilft, neue Musik aus meinen bevorzugten Genres zu finden, habe ich in diesem Artikel ausführlicher beschrieben. Mittlerweile folge ich 46 Nutzern, die auf der Plattform bei YouTube, SoundCloud, Vimeo oder anderen Websites gehostete Musik teilen, die zu meinem Geschmack passt. Selbst habe ich mittlerweile 102 Titel mit meinen Followern geteilt – viele davon, nachdem ich sie auf musicplayr entdeckte. In den letzten Wochen tauchten auch immer mehr “alte Bekannte” bei dem noch immer in der geschlossenen Beta-Phase befindlichen Service auf, was auf gewisse Netzwerkeffekte schließen lässt.
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Lange hat das Berliner Startup 6Wunderkinder den Launch der Produktivitätssuite Wunderkit angekündigt. Nun beginnt offiziell die geschlossene Beta-Phase. Das Resultat kann sich sehen lassen!
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Dem im Sommer 2010 gegründeten Berliner Startup 6Wunderkinder ist es mit der kostenlosen App Wunderlist gelungen, in einem vollkommen überlaufenen Segment kräftig für Furore zu sorgen und das Thema Aufgabenverwaltung durch einen Fokus auf Design und Simplizität zu emotionalisieren. Gleichzeitig haben die Hauptstädter mit dem Dienst etwas in der Internetbranche bisher Einmaliges getan: Sie verwendeten Wunderlist als Teaser für ein deutlich größeres, umfangreicheres Produktivitätstool: Wunderkit, das im letzten Jahr parallel zur Weiterentwicklung von Wunderkit auf die Beine gestellt wurde.
Über 1,6 Millionen Menschen benutzen Wunderlist mittlerweile und haben 2011 einiges an Aufmerksamkeit auf das junge Unternehmen hinter der To-Do-Listen-App gelenkt. Ausgestattet mit 4,2 Millionen Dollar von der Investmentfirma von Skype-Gründer Niklas Zennström steht 2012 für 6Wunderkinder ganz im Zeichen von Wunderkit. Etwas später als erwartet haben die 6Wunderkinder jetzt den Startschuss für die geschlossene Beta-Phase gegeben. In der bisherigen “Friends & Family”-Beta durften lediglich rund 100 Freunde der Wunderkit-Mitarbeiter den neuen Service ausprobieren.
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Das Schweizer Startup Fellody will Flirtwillige auf Basis ihrer musikalischen Vorlieben miteinander in Kontakt bringen. Seit einigen Wochen funktioniert dies auch auf Basis von Last.fm-Profilen. Mit Premium-Funktionen soll nun die Monetarisierung anlaufen.
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Ende September startete mit Fellody ein neuer Onlinedienst, der es sich zum Ziel gemacht hat, Flirtwillige und an neuen Bekanntschaften interessierte Personen über ihren Musikgeschmack miteinander in Kontakt zu bringen. Das von den Deutschen Robin Simon und Thomas Vatter in Zürich gegründeten Startup basiert auf der Grundannahme, dass eine Kompatibilität in Musikfragen ein entscheidender Faktor dafür ist, ob es zwischen zwei Menschen Klick macht.
Fellody vergleicht die musikalischen Präferenzen der Mitglieder und macht davon aussgehend Vorschläge für andere Nutzer der Seite, die zu ihnen passen könnten. Zum Start war lediglich die Analyse der iTunes- oder Windows-Media-Player-Bibliothek möglich, was Anwender von Online-Musikdiensten von Fellodys Matchmaking-Funktionen ausschloss.
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Die Aufregung über die Vereinigung von Google Suche und Google+ hält an. In ihrer aktuellen Ausformung wird die Integration keinen dauerhaften Bestand haben.
Mit dem Entschluss, die Suchmaschine und das soziale Netzwerk zu verschmelzen, rief Google in der vergangenen Woche viele Kritiker auf den Plan. Woran diese sich stören,
haben wir hier zusammengefasst. Auch in den Tagen nach der Freischaltung der neuen Funktionen, die vorerst nur für angemeldete Nutzer verfügbar ist, die Google.com auf Englisch verwenden, blieb die Aufregung über den Schritt groß.
Mittlerweile wurde bekannt, dass die US-Handelskommission FTC ihre im Sommer 2011 bekannt gewordene kartellrechtliche Untersuchung von Google auf Google+ ausweiten will. Die Behörde versucht zu klären, inwieweit der Suchgigant seine eigenen Dienste auf den Ergebnisseiten bevorzugt und ob es sich dabei um den Missbrauch einer martkbeherrschenden Stellung handelt. Auch die EU-Kommission ermittelt schon seit 2010 in dieser Frage.
Für problematisch halte ich den von Google gewählten Weg seit dem Augenblick, an dem ich die neue personalisierten Suche ausprobiert habe. Schon beim Eintippen von Namen wurden mir in der Instant-Vorschlagsliste Profile von Google+ serviert, die zu der gesuchten Person passen könnten – auch im ausgeloggten Zustand.
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Der Meinungsplattform Amen fehlte bisher ein tieferer Sinn. Profilseiten für Dinge, Orte und Personen sollen dies ändern. Sie verstärken das Gewicht der von Nutzern auf der Plattform gemachten Aussagen.
Kein anderes deutsches Startup hat 2011 so sehr die Gemüter erhitzt wie Amen. Mit viel Heimlichtuerei vor dem Launch, vollmundigen Versprechungen und einem Hollywood-Star als Investor verschaffte sich der junge Berliner Dienst eine immense Aufmerksamkeit. Die Erwartungen an den konzeptionell ungewöhnlichen Service waren hoch – zu hoch für den Anfang, weshab auf die erste Euphorie schnell Ernüchterung folgte.
Dem Amen-Team um Felix Petersen, Florian Weber, Caitlin Winner und Ricki Vester Gregersen wird diese Entwicklung vielleicht gar nicht so unrecht gewesen sein. Denn erst jetzt, nachdem das Startup nicht mehr das dominierende Thema in der hiesigen Gründerszene ist, können sich die Macher in Ruhe darauf konzentrieren, ihre semantische Meinungsplattform auszubauen, die “Stickiness” zu erhöhen und den bereits angesammelten Schatz an mal mehr, mal weniger ernst gemeinten Aussagen über “das Beste” und “das Schlechteste” auf für Anwender sinnvolle Weise nutzbar zu machen.
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MyDryclean.de aus Herne erlaubt das Aufgeben von lokal vermittelten Reinigungsaufträgen, kostenloser Hol- und Bringdienst inklusive. Mit Google konnte das Startup aus Herne nun einen prominenten Partner gewinnen.
Wir haben die Woche mit dem Bericht über ein Startup begonnen, das eine existierende Dienstleistung mit den Mitteln des Internets effizienter, bequemer und ortsunabhängig verfügbar macht, und wir beenden sie mit einem weiteren derartigen Dienst: MyDryclean.de ist der nach eigenen Angaben erste dezentrale Online-Hol- und Bringdienst für Textilpflegebetriebe.
Nach einem ähnlichen Prinzip, wie Privat- und Geschäftskunden bei Pizza.de, Lieferando oder Lieferheld online Speisen lokaler Gastronomiebetriebe nach Hause bestellen können, erlaubt das 2011 von Ufuk B. Topcu, Andreas Falkenberg und Selim Ates gegründete Startup aus Herne die webgestützte Abwicklung von Textilreinigungsaufträgen.
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Deutschland bekommt mit Rdio einen weiteren On-Demand-Musikdienst. Der Service der Skype-Gründer Niklas Zennström und Janus Friis bietet zu den bei der Konkurrenz üblichen Preisen Zugriff auf über zwölf Millionen Songs. Eine Gratisversion ist geplant.
In den letzten Monaten hat die Landschaft der On-Demand-Musikdienste in Deutschland deutlich an Vielfalt gewonnen. Zu dem schon relativ lange existierenden einheimischen Akteur simfy sowie dessen nur wenig wahrnehmbaren Konkurrenten Napster und Musicload Nonstop gesellten sich Juke (Review), Music Unlimited, Deezer und Rara. Auch ein Start von Spotify ist in Vorbereitung. Heute nun betritt mit Rdio ein weiterer internationaler Anbieter den deutschen Markt. Das Unternehmen hält damit sein im November gemachtes Versprechen.
Der von den Skype-Gründern Niklas Zennström und Janus Friis zusammen mit Carter Adamson gegründete Musikdienst steht seit heute allen Nutzern mit einer deutschen IP-Adresse offen. Nach Kanada und Brasilien ist Deutschland das dritte Land außerhalb seines Heimatmarktes, in das der Service aus San Francisco expandiert. Zennström und Friis begannen Ende 2009 damit, ein Team für Rdio zusammenzustellen und sich mit den Labels zu einigen. Mitte 2010 präsentierten sie dann Rdio der US-Öffentlichkeit.
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Die Vereinigung von Googles Suchmaschine mit Google+ sorgt für gemischte Reaktionen. An Angriffspunkten mangelt es den Kritikern nicht.
Google
personalisiert ab sofort die Suchergebnisse für eingeloggte Nutzer seiner US-Version mittels einer engen Verknüpfung mit
Google+. Eine ausführliche Beschreibung der drei neuen Funktionen
findet ihr bei Spiegel Online. In aller Kürze: Ergebnisseiten beinhalten auf die persönlichen Präferenzen zugeschnittene Inhalte aus dem eigenen Google+-Netzwerk, bei der Suche nach Personen werden Google+-Profile vorgeschlagen, zudem liefert Google zum jeweiligen Suchkontext passende Vorschläge für Google+-Nutzer.
VentureBeat bezeichnet den Schritt als die weitreichendste Veränderung der Google Suche in einer Dekade. Entsprechend laut ist das Echo der US-Tech-Presse. Während auch positive Stimmen zu hören sind, mischen sich vielerorts Bedenken und Befürchtungen in die Berichterstattung zur nicht unerwartet kommenden Teil-Fusion der Google-Suche mit Google+. An Angriffspunkten mangelt es dabei nicht. Folgende Aspekte sorgen für Unmut bei Beobachtern und Konkurrenten:
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Erst im Oktober wurden die VZ-Netzwerke von grundauf überarbeitet. Jetzt kündigt das Unternehmen unter Führung der neuen Chefin Stefanie Waehlert bereits eine Neuausrichtung an. So sollen neue Zielgruppen angesprochen werden.
Rund zweieinhalb Monate
ist der Relaunch der VZ-Netzwerke nun her. Seitdem können Mitglieder zwischen der bisherigen und der aufgefrischten Oberfläche wählen. Der Rückgang bei den Besucherzahlen konnte aber trotzdem nicht gestoppt werden. 77,3 Millionen Visits verzeichneten
studiVZ,
meinVZ/freundeVZ und
schülerVZ laut
IVW im Dezember – 7,93 Prozent weniger als im Vormonat. Der
vor Jahren eingesetzte Schrumpfkurs des Berliner Unternehmens hat sich damit zwar etwas verlangsamt,
der Abstand zur Marke null wird aber weiterhin kleiner. Die Domain
wannstirbtstudivz.com visualisiert die äußerst missliche Lage, in der sich die VZ-Gruppe derzeit befindet. Demnäch hätte der Dienst in wenigen Monaten keine Nutzer mehr.
Uns interessierte, wie man bei den VZ-Netzwerken diese Endzeitszenarien kommentiert. Wir sprachen dazu mit der neuen Pressesprecherin des Unternehmens, Sweelin Heuss. “Weder die VZ Netzwerke, noch die Plattform studiVZ, werden im März 2012 eingestellt”, unterstrich Heuss als Reaktion auf die düsteren Prognosen, die im Netz die Runde machen. Allerdings ließ sie wissen, dass derzeit unter Führung des neuen CEO Stefanie Waehlert fieberhaft an einer neuen Ausrichtung gearbeitet werde.
Waehlert, die zuvor die Geschicke von lokalisten, einem anderen, mit dem Abstieg kämpfenden sozialen Netzwerk leitete, trat im Oktober die Nachfolge von Clemens Riedl an, der nur Tage nach dem Relaunch überraschend seinen Abschied bekannt gab.
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Hunderte Smartphone-Apps und Dutzende Gadgets ermöglichen es experimentierfreudigen Menschen, Daten über ihr Verhalten, ihren Körper und ihre Gesundheit festzuhalten und mit anderen zu vergleichen. Die sogenannte Quantified-Self-Bewegung wächst.
Screenshot: Runtastic
Als ich vor einigen Tagen
die dritte Phase der Vernetzung – das Internet der Dinge – beleuchtete und diesem für das gerade angebrochene Jahr einen Aufstieg in puncto öffentlicher Wahrnehmung prognostizierte, tangierte ich einen anderen wichtigen Trend, ohne ihn beim Namen zu nennen. “Quantified Self”, zu Deutsch “Selbstquantifizierung”. Dabei handelt es sich um die eigenständige Erhebung und den Vergleich von Zahlen rund um Körper-, Gesundheits- und Lebensdaten mit Hilfe digitaler Hilfsmittel.
Einer der von mir beschriebenen Teilaspekte des Internets der Dinge sind neuartige Produktearten und Gadgets, welche auf die Omnipräsenz von (drahtlosen) Internetverbindungen bauen, um in dieser Form bisher unmögliche Anwendungsbereiche zu eröffnen. Einige der als Beispiel erwähnten Geräte, nämlich Fitbit, Up oder Withings, gehören zu den geliebten Werkzeugen der wachsenden Selbstquantifizierungs-Bewegung, welche die neuen technischen Möglichkeiten und die Gelegenheit zum Austausch mit anderen Datensammlern über das Netz dazu nutzen wollen, gesünder, bewusster und – weil weniger von Diagnosen Dritter abhängig – selbstbestimmter zu leben.
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