Martin Weigert

netzwertig.com-Autor Martin WeigertMartin, gebürtiger Berliner, hat Wirtschaftskommunikation studiert und beschäftigt sich seit 1999 intensiv mit dem Internet. Neben neuen, innovativen Web-Startups behält er die generelle Entwicklung des Web (2.0) im Auge und betrachtet dabei gerne Auswirkungen auf das Marketing. Martin gründete im März 2007 zusammen mit Michael Osl das Blog zweinull.cc, welches im Mai 2008 Teil von netzwertig.com wurde.

Martin twittert hier und ist erreichbar unter



 

Alle 593 Artikel von Martin Weigert auf netzwertig.com:

Internet-Vorurteile:
Fünf Aussagen über das Web,
die niemand mehr hören will

Martin Weigert, 2. Juli 2009 um 12.32 Uhr, 21 Kommentare Kommentare

Es gibt Vorurteile rund um das Web, die immer wieder auftauchen. Ein Versuch, mit fünf gängigen Aussagen ein für alle Mal aufzuräumen.

Gähnen
Gähnen

Obwohl ich jederzeit für eine lebhafte Diskussion zu haben bin, gibt es Augenblicke, in denen mir die Lust fehlt, mich über ein schon hundertmal besprochenes Thema erneut auszulassen. Gerade was das Web betrifft, existieren leider einige weit verbreitete Vorurteile und Annahmen, auf die ich immer wieder stoße und die schnell zu einem Streitgespräch führen. In solchen Situationen wünsche ich mir meist einen Link, auf den ich anstelle einer ohnehin vorhersehbaren Diskussion verweisen kann.

Diesen Wunsch werde ich mir erfüllen und meine persönlichen Antworten auf fünf regelmäßig wiederkehrende Pauschalaussagen rund um das Leben und Arbeiten im digitalen Zeitalter geben (und damit ein letztes Mal zur Diskussion stellen).

» weiterlesen

Überraschung:
Werbedienstleister Global Gaming Factory kauft The Pirate Bay

Martin Weigert, 30. Juni 2009 um 10.03 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Global Gaming Factory X (GGF), schwedischer Software- und Werbedienstleister für Internetcafés- und Gaming-Events, übernimmt den berühmt-berüchtigten Torrenttracker The Pirate Bay. GGF will damit eine führende Rolle in der digitalen Distribution von Inhalten einnehmen und Pirate Bay offenbar auf legale Beine stellen.

aktualisiert

The Pirate Bay, der umstrittene Torrentsuchdienst und -tracker, wird an den schwedischen Werbe- und Softwaredienstleister Global Gaming Factory X (GGF) verkauft. Dies gab das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Stockholm soeben in einer aktuellen Mitteilung bekannt. Laut schwedischen Medienberichten beträgt die Kaufsumme rund 60 Millionen schwedische Kronen, zirka 5,6 Millionen Euro. Ungefähr die Hälfte soll bar, der Rest in Form von Aktien gezahlt werden.

GGF ist der nach eigenen Angaben weltweit führende Anbieter von Werbe- und Softwaredienstleistungen für Internetcafés und Gaming-Events. » weiterlesen

Die Angst vor Twitter:
Facebook auf dem Holzweg?

Martin Weigert, 28. Juni 2009 um 16.16 Uhr, 19 Kommentare Kommentare

Mit dem Erfolg von Twitter wächst bei Facebook die Angst, von dem Microbloggingdienst überrollt zu werden. Eine tiefgehende Implementierung des Echtzeit-Konzeptes soll das Social Network konkurrenzfähig machen. Doch diese Strategie könnte zu Problemen führen.

Facebook auf dem Holzweg?
Facebook auf dem Holzweg?

Seit einigen Monaten arbeitet Facebook an einer Neuausrichtung seiner Plattform. Vom phänomenalen Erfolg Twitters kräftig unter Druck gesetzt, unterzieht Facebook-CEO Mark Zuckerberg dem mehr als 225 Millionen Mitgliedern zählenden Dienst einer Transformation, bei der sich der Schwerpunkt vom privaten Networking mit den engsten Bekannten ein Stück weit zu einer öffentlichen Echtzeit-Konversation verlagert.

» weiterlesen

Niedergang eines Social Networks:
Die Tage von MySpace sind gezählt

Martin Weigert, 24. Juni 2009 um 15.12 Uhr, 37 Kommentare Kommentare

Auf die anhaltenden Einbrüche bei den Besucherzahlen folgt eine Entlassungswelle: MySpace hat fast alle wichtigen Trends im Social Web verschlafen und wenig Möglichkeiten, die Abwärtsspirale zu stoppen.

MySpace
MySpace
Wir werden gerade Zeuge eines im globalen Kontext bisher einmaligen Ereignisses: der Niedergang eines sozialen Netzwerkes, das noch vor zwei Jahren weltweit führend war. Die Rede ist natürlich von MySpace, dem zur News Corporation gehörenden Dienst, der gerade tiefgehende Personaleinschnitte verkünden müsste. So entlässt das Unternehmen rund 500 Angestellte in den USA und 300 in den 15 internationalen Büros. Die Zahl der Mitarbeitenden außerhalb der USA sinkt deutlich von 450 auf 150.

Was ein schwerer Schlag für die Betroffenen ist, kommt keineswegs unerwartet. Schon seit einiger Zeit ließ sich das Entwicklungspotenzial von MySpace in Frage stellen. Schritt für Schritt verlor und verliert der international präsente Dienst an Besuchern, während Erzrivale Facebook kräftige Zuwächse verzeichnet. Mittlerweile hat der blau-weiße Konkurrent MySpace als führendes soziales Netzwerk außerhalb Chinas abgelöst.

» weiterlesen

Die Langeweile ist tot,
es lebe… das Netz

Martin Weigert, 23. Juni 2009 um 12.05 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Was Vertreter älterer Generationen noch kennen dürften, ist nun vom Aussterben bedroht: Langeweile. Allgegenwärtige Internetzugänge und Smartphones, die im Funktionsumfang herkömmlichen Heimrechnern nahe kommen, führen dazu, dass wir immer etwas zu tun haben.

(Foto: iStockphoto.com)
(Foto: iStockphoto.com)
Vor einigen Wochen beschrieb Steve Rubel vom PR-Unternehmen Edelman in seinem Blog Micro Persuasion, wie der mobile, digitiale Lifestyle dafür sorgt, dass für ihn Langeweile kein Thema mehr ist. Am Sonntag widmete sich die Süddeutsche Zeitung einem verwandten Aspekt, allerdings mit einer völlig andere Tonalität. Autor Alex Rühle legt dar, wie die ständige Erreichbarkeit dazu führt, dass wir verlernen, alleine zu sein. » weiterlesen

Rotes Kreuz launcht Social Network:
Das passiert, wenn man nicht aufpasst

Martin Weigert, 18. Juni 2009 um 13.05 Uhr, 15 Kommentare Kommentare

Die Rahmenbedingungen im sozialen Netz sind gesteckt, die Rollen verteilt, die Marktführer klar. Das Deutsche Rote Kreuz startet mit blutspender.net ein eigenes Social Network und verpasst es komplett, von den bestehenden Strukturen zu profitieren.

blutspender.net
blutspender.net
Wir berichten kaum noch über neue, herkömmliche Social Networks. Während einerseits die Konsolidierungsphase begonnen hat und nicht mehr jedes der in den letzten Jahren aus dem fruchtbaren Internetboden gesprossenen Netzwerke existiert, vereinnahmen die führenden Dienste – allen voran Facebook – eine immer größere Zahl an Nutzern. Ausnahmen mit langfristigem Erfolgspotenzial sind themenspezifische Nischen, in denen es sich bei richtigem Ansatz gut auskommen lässt.

» weiterlesen

TweetTunes:
Über welche Musiker spricht das Web?

Martin Weigert, 17. Juni 2009 um 11.30 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Aufmerksamkeit ist, was Musiker im digitalen Zeitalter benötigen. TweetTunes analysiert, welche Interpreten die Diskussion im Social Web beherrschen.

TweetTunes
TweetTunes
Die Zeiten, in denen der Erfolg von Musikern an der Anzahl verkaufter Platten gemessen wurde, sind vorbei. Aufmerksamkeit ist die neue Währung. Je häufiger im Netz über einen Interpreten gesprochen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, diese Aufmerksamkeit auf unterschiedlichen Wegen monetarisieren zu können.

TweetTunes ist ein frisch gestartetes Mashup aus Österreich, das sich dem daher immer wichtigeren Musiker-Monitoring im sozialen Netz verschrieben hat. Über die Twitter-API analysiert das Tool im Minutenabstand, wie oft Nutzer des Microbloggingdienstes die Namen bekannter Künstler erwähnt haben, und stellt diese Informationen aggregiert und in Echtzeit als dynamische Topliste dar.

» weiterlesen

Tauschbörsen & Co.:
Zeit, Tacheles zu reden

Martin Weigert, 11. Juni 2009 um 14.09 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Immer wieder tauchen Studien auf, die belegen wollen, warum Filesharing und illegale Downloads sich doch nicht negativ auf die Medienbranche auswirken. Statt solche Märchen zu verbreiten, wäre es angebrachter, das Kind bei seinem Namen zu nennen.

Es hat sich zu einer Mode entwickelt, durch Studien oder Untersuchungen belegen zu wollen, dass Filesharing und “illegale” Downloads nur geringe, keine oder womögliche sogar positive Auswirkungen auf das Kaufverhalten der Konsumenten haben. Und es ist durchaus legitim, die Folgen der Digitalisierung auf die Medienmärkte zu untersuchen, statt blind den Behauptungen der Betroffenen zu vertrauen.

Das Problem ist aber, dass nicht selten die eigene Interpretation der jeweiligen Studie dafür herhalten muss, um aufzuzeigen, wie harmlos Tauschbörsen & andere, nicht autorisierte Angebote für die Musik-, Film- und Buchindustrie angeblich sind. Wie oft bin ich in letzter Zeit nicht auf Berichte und Blogpostings mit Überschriften wie “Music Sale losses due to Gaming/DVDs, not P2P” (Sinngemäß: Einbruch im Musikgeschäft wegen Spielen und DVDs, nicht aufgrund von Tauschbörsen), “Musik-Piraten sind eifrigste Musik-Käufer” oder “Buch-Piraterie harmloser als gedacht” (ja das war bei uns) gestoßen.

» weiterlesen

Von digitalen Missionaren

Martin Weigert, 9. Juni 2009 um 14.55 Uhr, 11 Kommentare Kommentare

Wer von einer Sache überzeugt ist, trifft immer auf Gegenwind. Wichtig ist, richtig zu reagieren und schlagfertige Argumente parat zu haben. Es liegt in unserer Hand, die gesellschaftliche Sichtweise auf das Internet positiv mitzuprägen.

Wir, die Autoren von netzwertig.com sowie wahrscheinlich einige Leser dieses Blogs, sind so etwas wie Missionare. Unser Bestreben ist es, die Kenntnis über die schier unbegrenzten Möglichkeiten des Webs zu verbreiten und andere mit unserem Enthusiasmus und unserer Neugier anzustecken.

Grundlage für dieses Handeln ist die Überzeugung, dass der intensive Einsatz des Internets stark positive Auswirkungen auf den privaten sowie beruflichen Alltag von Personen und  Gruppen sowie auf Wirtschaft und Gesellschaft hat.

» weiterlesen

Siegeszug des Internets:
Die Elite hat Angst

Martin Weigert, 4. Juni 2009 um 13.06 Uhr, 41 Kommentare Kommentare

Die Anfeindungen zwischen Netz-Kritikern und Web-Enthusiasten erreichen neue Höhepunkte. Warum scheint die Debatte in Deutschland größere Ausmaße anzunehmen als zum Beispiel in den USA?

Die Elite hat Angst
Die Elite hat Angst
Im Wochentakt werden wir Zeuge von engstirnigen, pauschalen und unqualifizierten Rundumschlägen gegen das Internet. Urheber sind zumeist Journalisten, Professoren, promovierte Medienexperten oder Politiker. Während das grundsätzliche Bestreben, auch in der digitalen Welt ein friedliches und faires Miteinander sicherzustellen, keineswegs abwegig ist, kann man die Vorgehensweise und Argumentation in den meisten Fällen als völlig kontraproduktiv und fehl am Platz bezeichnen.

» weiterlesen