Markus (Jahrgang 69) ist Ethnologe, Programmierer und allgemeine Webnuss. Seit 2004 klickt er reflexartig auf jeden Signup-Button jedes neuen Webdienstes, über den er stolpert, und bloggt darüber auf hackr.de. Anwendungen, die das strenge beta-Kriterium erfüllen, dokumentiert er im Museum of Modern Betas, das mit mehr als 5.000 archivierten Seiten wohl eines der vollständigsten Verzeichnisse von frühen Webstartups aus der ganzen Welt ist. 2007 war er Editor für blognation Germany.
Neben dem Betatesten liebt er Listen und Luhmann, gibt Unsummen für Vinyl aus, und ist Erfinder der next-action-Bälle, einem auf Papier basierenden Produktivitätssystem. Markus lebt in Wien und in Frankfurt und ist erreichbar unter
Alle 1081 Artikel von Markus Spath auf netzwertig.com:
Hysterie
Das Handelsblatt hat (etwas weniger zukunftsorientiert) 100 Vertreter einer sogenannten Kreativitätsgemeinde gefunden, die zum Widerstand gegen eine vermutete Enteignung ihrer Urheberschaft oder so aufrufen.
Xing
Nur etwa sechs Jahre nach Twitter entdeckt auch Xing das post-symmetrische Verfolgen.
Mit dem heutigen Update erweitern wir daher die Möglichkeiten, interessante Menschen auf XING zu finden – und über ihre Neuigkeiten auf dem Laufenden zu bleiben. Denn ab sofort können Sie auf XING anderen Mitgliedern folgen.
Besonders erfreulich ist die HD-Funktion im Hinblick auf die anstehende Fussball-EM. Wer keinen (HD-)Fernseher besitzt, kann die Spiele so unabhängig von den Streams der Sender schauen, die schnell überlastet sein könnten, kommt es zu Spitzenspielen.
In letzter Zeit haben wir Google nicht immer mit Samthandschuhen angefasst, aber wir ziehen natürlich noch viel lieber unseren Hut, wenn es angebracht ist. Heute ein Linkwertig-Special mit den Aprilscherzen von Google, niemand macht diese mit mehr Liebe.
Google Fiber
Das Glasfasernetz war nur ein Gerücht, mit Google Fiber will Google einen Beitrag zu unserer Ernährung liefern:
In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: DemonstrantenMieten – Marktplatz für Demonstranten; DoDyDo – Plattform für Microcontent; und sprichwort.gener.at/or – Sinn rekombiniert.
Demonstrationen erleben eine Hochkonjunktur, aber nicht jedes Thema gewinnt die angemessene Anzahl an Demonstranten. DemonstrantenMieten versucht diese Lücke zu schließen und vermittelt potentiell geneigte Demonstranten an Organisatoren von Demonstrationen. Demonstranten können sich kurz vorstellen, Referenzen dokumentieren und jene Themen nennen, für bzw. gegen sie demonstrieren würden. Organisatoren können nach geeigneten Kanditaten suchen, über die verschiedenen Themen (ACTA, Klimawandel, Milchpreise, Fluglärm, usw.) filtern und mit ihnen in Kontakt treten. Das Honorar wird von den Demonstranten selbst bestimmt, bis 1. April wird auch die Vermittlungsgebühr erlassen.
Social Media
Brian Solis hat ein ein – tatsächlich non-triviales und schlüssiges – Framework zur Konzeption und Messung von Einfluss im Web veröffentlicht.
Urheberrecht
neunetz hat eine durchaus luzide und insgesamt lesenswerte Replik auf einen Artikel von Dieter Gorny in Handelsblatt verfasst.
Das Urheberrecht behinderte sie eher bei dem Aufbau dieser Reichweite, also bei dem Finden von Fans. Denn es regelt, genauer beschränkt, den Zugang zu Werken. Dass das vielen Künstlern nicht klar ist, ändert nichts an diesem Umstand.
Account Activity
Mit Account Activity offeriert Google fortan einen (optionalen) monatlichen Bericht, der die mit dem Google-Account assoziierten Aktivitäten zusammenfasst.
Piraten
Sascha Lobo kontextualisiert die jüngeren Erfolge der Piratenpartei im demokratiepolitischen Zusammenhang.
Mit dem Netz verwandelt sich die Demokratie von einem reinen Wahlakt in eine prozessuale Demokratie mit digital vernetzten Mitteln: Nichts anderes ist digitale Demokratie.
EU
Mutig dem Zahn der Zeit trotzt die EU-Kommission, die sieht in den Diskussionen rund um ACTA eine “aggressive pan-europäische Kampagne […], die von einer demokratisch nicht legitimierten Internetgemeinde getragen werde.”
Auf keinen Fall dürfe man dem Druck der Internetgemeinde nachgeben. Schließlich seien sämtliche Einwände gegen ACTA unbegründet.
Diverse Webdienste preisen Videochats mit mehreren Teilnehmern an. Glaubt man den Machern des US-Angebots OoVoo, entwickeln speziell junge Menschen völlig neue Nutzungsmuster rund um Gruppenvideogespräche. » weiterlesen