Markus Spath

Markus (Jahrgang 69) ist Ethnologe, Programmierer und allgemeine Webnuss. Seit 2004 klickt er reflexartig auf jeden Signup-Button jedes neuen Webdienstes, über den er stolpert, und bloggt darüber auf hackr.de. Anwendungen, die das strenge beta-Kriterium erfüllen, dokumentiert er im Museum of Modern Betas, das mit mehr als 5.000 archivierten Seiten wohl eines der vollständigsten Verzeichnisse von frühen Webstartups aus der ganzen Welt ist. 2007 war er Editor für blognation Germany.

Neben dem Betatesten liebt er Listen und Luhmann, gibt Unsummen für Vinyl aus, und ist Erfinder der next-action-Bälle, einem auf Papier basierenden Produktivitätssystem. Markus lebt in Wien und in Frankfurt.

 

Alle 1332 Artikel von Markus Spath auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Samstag App Fieber:
Blogmonitor, DNnetz und mehr

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Blogmonitor – ein neuer Memetracker; DNnetz – ein News-Aggregator; MeetingPuzzle – ein Tool zur Koordination von Terminen; und eye.spots – eine Plattform für Lifestyle-Gadgets.

Blogmonitor Scheint die Woche der Memetracker gewesen zu sein. Neben der Neuausrichtung der Google Blog Search ist diese Woche auch Blogmonitor gestartet, das die meistdiskutierten Blogartikel aus dem deutschsprachigen Raum für die letzten Tage bzw. die letzten Wochen aggregiert.

Ganz nett: Neben Blogartikeln gibt es auch separate Bereiche für Videos und Artikel aus klassischen Nachrichtenmedien. Blogmonitor wirkt sehr schick, fast noch minimalistischer als Rivva, wenn das überhaupt möglich ist. Auch die Suchergebnisse sind nicht schlecht, allerdings fehlt die Sortiermöglichkeit nach Datum, die für eine Blogsuche doch wichtig ist. Was auch ein wenig nervt, ist das Fehlen von Direktlinks zu den Artikeln. Ohne einen Zwischenklick auf die Blogmonitor-Seite für einen Beitrag läuft hier nichts.

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Google Blogsearch:
Vom Stiefkind zum Memetracker

Google verwandelt die Startseite der Blogsuche in einen Memetracker, der die relevantesten Stories aus der Blogosphäre in Echtzeit aggregiert.

Googles Blog Search hat lange Zeit ein eher stiefkindliches Dasein gefristet. Die Qualität der Suchergebnisse hat stark variiert, einige Features wie Sortieren der Ergebnisse nach Relevanz oder Datum haben wenig zuverlässig beziehungsweise überhaupt nicht funktioniert, und auch das Lieblingsfeature von Bloggern – die Suche nach Backlinks – war alles andere als vollständig.

Gestern jedoch hat Google eine neue Version lanciert, die Blogs die gebotene Aufbereitung und Aufmerksamkeit zukommen lassen will.

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Enterprise:
Socialtext 3.0 macht
Unternehmens-Wikis sexy

Socialtext, eines der bekanntesten Enterprise-Wikis, hat sich eine Frischzellenkur verpasst und integriert einige bewährte Funktionalitäten in der neuen Version Socialtext 3.0.

Socialtext besteht fortan aus drei Anwendungen: Workspaces, People und einem Dashboard.

Workspace ist bei Socialtext die Bezeichnung für Wikis. Der Terminus ‘Wiki’ wurde von Socialtext zwar noch nicht ganz verdrängt, aber Workspaces dürfte von ihnen wohl als verkaufbarer eingestuft worden sein.

Ein Workspace enthält alles, was man von einem modernen Wiki erwarten kann, etwa einen WYSIWYG-Editor, Revisionen, Export in verschiedene Formate, Tags, Kommentare oder Anhang von Dokumenten. Nett: mit Socialtext Unplugged können die Wikis auch offline verwendet werden.

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Polixea Profile:
MySpace für Politiker

Mit Polixea Profile startet die Trupoli AG ein weiteres Portal für Politiker.

Passend zur gestrigen Wahl gibt es mit Polixea Profile ein neues Portal für Politiker/innen, auf dem diese sich ihren Wählern im Internet präsentieren können.

Das von den Trupoli-Machern entwickelte Portal ist eine Mischung aus Homepage-Baukasten und sozialem Netzwerk für Politiker. Kernstück der Site sind Profile, mit denen sie sich vorstellen können.

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Samstag App Fieber:
SRWare Iron, Parlameter, ScienceStage, zusammen.gerech.net

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: SRWare Iron – ein auf Chrome basierender Browser; Parlameter – zum Analysieren des Abstimmungsverhalten des Bundestages; ScienceStage – ein Portal für Wissenschaft und Forschung; und zusammen.gerech.net – eine Meta-Blograngliste.

Das ging ja schnell: SRWare Iron ist ein neuer Browser, der auf dem Quelltext von Goolge Chrome basiert und dessen Vorzüge erbt, aber einige der bezüglich des Datenschutzes bedenklichen Features von Chrome eliminiert.

Wer nicht unbedingt will, dass Google dem Browser eine eindeutig zuordenbare ID verpasst, oder dass alles was man in die Addresszeile tippt automatisch an Google geschickt wird, um Vorschläge zu machen, oder dass Google bei jedem Browserstart automatisch im Hintergrund geladen wird, findet in Iron vielleicht eine geeignete Alternative. Die Liste aller Unterschiede zu Chrome findet man hier.

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Enterprise:
Amazon bringt Oracle in die Cloud

Oracle und Amazon gehen eine Partnerschaft ein und bringen Oracles Datenbank und andere Produkte in die Cloud. Die Akzeptanz der Cloud wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dadurch im Enterprise-Umfeld stark erhöhen.

Die Verschiebung des Web in die Cloud ist ein Trend, den wir ja häufiger dokumentieren. Der Begriff Cloud ist leider etwas schwammig, weil es verschiedene Sichten darauf gibt.

Für uns Webbenutzer bedeutet er vor allem, dass wir unsere Daten und Programme nicht länger selbst verwalten, sondern einem Dienst anvertrauen, der sich um alles kümmert und sie uns meistens in jeder nur denkbaren Form zugänglich macht. Wie er das macht, ist uns dabei egal. Wir gehen davon aus, dass es einfach funktioniert.

Für Webentwickler und Startups bedeutet er vor allem, dass sie ihre technische Infrastruktur nicht länger selbst beschaffen und betreuen, sondern einem Anbieter anvertrauen, der sich um lästige Dinge wie Verfügbarkeit oder Skalierbarkeit kümmert. Wie er das macht ist dabei wieder egal, solange er es besser und billiger macht, als man es selbst machen könnte.

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Samstag App Fieber:
Suxedoo, Feedsr.us, Hmpf

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige kleinere Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Suxedoo – eine Online-Tombola; feedsr.us – aus Feeds Signaturen erzeugen; und HMPF – Videos für Auktionen.

suxedooSuxedoo ist eine schweizer Gewinnspiel-Plattform, auf der man in diversen Tombolas sein Glück versuchen kann. Preise kommen von Partnern und Sponsoren beziehungsweise von den Mitgliedern selbst, Lose kann man sich über Tätigkeiten wie andere Mitglieder anwerben, Umfragen beantworten, auf Links klicken, sich regelmässig einloggen und andere ergattern.

Pro Verlosung kann man mehrere Lose setzen, maximal natürlich soviele man hat. Bei wertvollereren Preisen gibt es dabei mehr Konkurrenz. Nette Idee, die anderen gewinnspielorientierten Shoppingseiten einen Twist gibt.

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TechCrunch50:
GoodGuide hilft, gesunde & nachhaltige Produkte zu finden

Die Produktdatenbank GoodGuide stellt Informationen zu über 60.000 Artikeln zur Verfügung. Für Konsumenten wird es einfacher, gesunde, grüne und sozial verträgliche Produkte zu finden und alle anderen zu vermeiden.

Mein persönliches Highlight der TechCrunch50 ist die Produktdatenbank GoodGuide. Viele der 52 bei der dreitägigen Konferenz vorgestellten Startups haben eine gute Idee oder verbessern existierende Services inkrementell, aber GoodGuide ist die einzige Anwendung bei der man sich denkt: Warum gibt es das noch nicht?

GoodGuide sammelt derzeit Informationen zu den gängigsten Pflege- und Reinigungsprodukten. Eine Ausweitung auf etwa Mode oder Elektronikartikel ist geplant. Derzeit sind Daten zu über 60.000 Artikeln integriert und bezüglich der Nachhaltigkeit bewertet. Datenquellen sind dabei öffentlich zugängliche Datenbanken und Informationen, werden aber auch durch Allianzen mit in dem Bereich aktiven Organisationen und Universitäten gewonnen. Die Gründer haben ihre Wurzeln in der UC Berkeley und waren jahrelang in der Produktforschung tätig.

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TechCrunch50:
GoodGuide hilft, gesunde & nachhaltige Produkte zu finden

Die Produktdatenbank GoodGuide stellt Informationen zu über 60.000 Artikeln zur Verfügung. Für Konsumenten wird es einfacher, gesunde, grüne und sozial verträgliche Produkte zu finden und alle anderen zu vermeiden.

Mein persönliches Highlight der TechCrunch50 ist die Produktdatenbank GoodGuide. Viele der 52 bei der dreitägigen Konferenz vorgestellten Startups haben eine gute Idee oder verbessern existierende Services inkrementell, aber GoodGuide ist die einzige Anwendung bei der man sich denkt: Warum gibt es das noch nicht?

GoodGuide sammelt derzeit Informationen zu den gängigsten Pflege- und Reinigungsprodukten. Eine Ausweitung auf etwa Mode oder Elektronikartikel ist geplant. Derzeit sind Daten zu über 60.000 Artikeln integriert und bezüglich der Nachhaltigkeit bewertet. Datenquellen sind dabei öffentlich zugängliche Datenbanken und Informationen, werden aber auch durch Allianzen mit in dem Bereich aktiven Organisationen und Universitäten gewonnen. Die Gründer haben ihre Wurzeln in der UC Berkeley und waren jahrelang in der Produktforschung tätig.

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TechCrunch50-Gewinner:
Yammer ist Twitter für Unternehmen

Yammer, der Gewinner der diesjährigen TechCrunch50, nimmt das Beste von Twitter und denkt es für den Kontext Unternehmenskommunikation weiter.

Wenn auf Twitter die Frage ‘Was tust Du gerade?’ beantwortet werden will, stellt Yammer die Frage ‘Woran arbeitest Du gerade?’

Wer Twitter kennt, wird von Yammer nicht überrascht. Das von den Geni-Gründern ursprünglich für den eigenen Bedarf entwickelte System bietet mehr oder weniger äquivalente Funktionalität, optimiert diese aber für die Kommunikation in Unternehmen oder Teams.

Firmen können kostenlos ein eigenes Firmennetzwerk starten, die Berechtigung zur Teilnahme ergibt sich dabei aus den Email-Adressen. Nur wer eine akive Adresse für eine jeweilige Domain hat, kann einem jeweiligen Netzwerk beitreten.

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