Karsten Werner

Karsten Werner ist Logistiker, Projektmanager und Dozent für berufliche Weiterbildung. Er beobachtet seit 2000 die Entwicklungen im E-Commerce und schreibt außerdem für das E-Commerce-Blog Etailment. Neben seiner Neugierde an Supply Chains und Best Practices im Onlinehandel bildeten die Empfehlungssysteme im Web 2.0 später einen weiteren Interessensschwerpunkt. Derzeit liegt sein Themenfokus auf den Geschäftsmodellen und Strategien in den Märkten für digitale Güter.

Bedingt durch seine Leidenschaft fürs Unterrichten begeistert er sich für E-Learning-Themen. Die Möglichkeiten von Tele-Learning, die Entwicklung von Lehr- und Lernmethoden im Umgang mit digitalen Medien sowie deren Einsatz auf mobilen Endgeräten behält er fortlaufend im Blick.

Karsten ist Exil-Niedersachse und zurzeit oft auf den Autobahnen des Ruhrgebiets oder an den nächstliegenden Imbissbuden zu finden. Im Stau stehend twittert @karstenwerner gern über den Medienwandel.

 

Alle 19 Artikel von Karsten Werner auf netzwertig.com I Internetwirtschaft I Startups I Trends I Digitalisierung:

Kampf der Ökosysteme:
Wie sich Google gegen ein
Microsoft-Comeback wehrt

Google soll die Entwicklung einer nativen Youtube-App für Microsofts Windows Phone verhindern. Kein Zufall: Die großen Plattformbetreiber kommen sich immer mehr in die Quere und nutzen gegenseitige Zugangsbeschränkungen vermehrt als Druckmittel im Kampf um die Nutzer des mobilen Webs. Microsoft wird den Platzhirschen dort zunehmend gefährlicher.

Apple, Google, Amazon und Microsoft machen sich gegenseitig das Leben schwer. Neben Patenstreitigkeiten, die vor einer breiten Öffentlichkeit ausgetragen werden, streiten und drohen sich die Konzerne auch im Hintergrund immer intensiver. Mit den Mitteln der Technik.

Im neuen Jahr eröffnete Google jüngst diesen Reigen und sorgte mit der Meldung für Schlagzeilen, dass man dem Wettbewerber Microsoft bewusst den Zugriff auf die Youtube-API verweigern würde. Windows Phone ohne native Youtube-Anwendung? Unklar. Google hat Microsoft hiermit binnen kürzester Zeit zum zweiten Mal ins Visier genommen: Bereits im Dezember 2012 hatte der Suchmaschinenriese gemeldet, dass man ab Januar 2013 in Google Sync die Unterstützung von Microsofts Exchange-Activesync-Protokoll für Neugeräte von Privatnutzern beenden werde. Keine Möglichkeit für die Nutzer von Google-Diensten, ihre Daten via Windows Phone zu synchronisieren? Die Presse-Abteilung des Redmonder Konzerns heuchelt darüber Unverständnis und rät Anwendern zum Umstieg von GMail auf Outlook.  » weiterlesen

Spotify-Flatrate der Telekom:
Die neue Macht der Mobilfunkprovider ist Fluch und Segen zugleich

Die Telekom bietet jetzt auch für Bestandskunden ihrer Mobilfunksparte ein musikalisches Sorglos-Paket an: Die Spotify-Flatrate für unterwegs, ohne Begrenzung des Datenvolumens. Was auf den ersten Blick nur erfreulich scheint, wirft auch kritische Fragen auf.

Welchem Musikfreund gefällt die Vorstellung nicht? Mit dem Smartphone aus dem Haus zu gehen und für 10 Euro im Monat 18 Millionen Songs in der Hosentasche mit dabei zu haben. Keine Downloads, kein Offline-Modus, kein Verbrauch des eigenen, knappen Datenkontingents. Die Telekom macht es möglich: Nachdem im August schon um Neukunden mit dieser Offerte gebuhlt wurde, können nun auch Bestandskunden das Spotify-Sorglos-Angebot zu ihren Verträgen hinzu buchen.

Maximale Freiheit zum Sparpreis – zu Lasten des Wettbewerbs

Der Preis ist heiß: Die 9,99 Euro, die für eine mobile Nutzung des Streaming-Service monatlich zu Buche schlagen, sind in den aktuellen Tarifangeboten des Mobilfunkriesen bereits eingepreist worden. Der Unterschied zum regulären Abonnement: Im Gegensatz zu den Spotify-Bestandskunden, die ihre Verträge direkt über den Musikdienst abgeschlossen haben, ist für Telekomkunden ein unbegrenztes Datenkontingent für den mobilen Musikgenuss speziell und ausschließlich nur für diesen Streaming-Dienst inkludiert worden. Unabhängig vom normalen Datenvolumen, das Kunden des Carriers über deren jeweilige Leistungspakete zur Verfügung steht, wird der Spotify-Traffic getrennt behandelt: Er steht Kunden unlimitiert zur Verfügung. Die Telekom trennt also in diesem Fall den Datenverkehr nach der Nutzungsart. » weiterlesen

Potenzieller Megatrend im E-Commerce:
Lieferung am selben Tag als Brücke zur mobilen Web-Ökonomie

Heute bestellt, heute geliefert: Ist das einfach nur eine weitere Logistikdienstleistung? Nein. Das disruptive Potenzial dieser Idee kann nicht nur den Handel, sondern auch das mobile Web verändern.

Der 2010 gegründete Münchener Mobilitätsdienstleister Tiramizoo startet in diesen Tagen einen neuen Zustellservice für Käufer auf der Hamburger Shoppingplattform Luxodo, einem Marktplatzbetreiber für Anbieter von Fashion-Beauty- und Lifestyle-Produkten im Luxussegment: 1.200 Kuriere, die als Stadtkuriere bei Tiramizoo registriert sind, stellen gegen Aufpreis in zwölf Ballungsräumen Bestellungen zum Wunschtermin zu. Befindet sich ein Shop in der Nähe des Kunden, ist eine Zustellung innerhalb von vier Stunden möglich. Eine Abendzustellung von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr gehört ebenfalls zum Leistungsumfang. Die taggleiche Lieferung in zwölf Großstädten stellt in diesem Umfang auf Bundesebene ein Novum dar. Anlass genug, die Entwicklung dieses noch jungen Geschäftsmodells und deren wichtigste Player zu betrachten und zu fragen: Wenn Onlineshopping immer mobiler wird, gleichermaßen nun aber auch lokaler, welche Auswirkungen werden die Innovationen im “Same Day Delivery”-Segment dann auf die Entwicklung des mobile Web selbst haben? » weiterlesen

Coursera, Udacity und edX:
Wie “Online-Unis” den Offline-Alltag bereichern

Immer mehr international renommierte Unis sowie eigenständige Angebote bieten Online-Kurse kostenlos und ohne Zugangsbeschränkungen an. Auch hiesige Studenten können von diesen Services profitieren. Wir stellen die wichtigsten Anbieter vor.

Übervoller Hörsaal? Dröger Prof? Die wenigen guten Dozenten sind selten da, weil die lieber Beratertätigkeiten nachgehen und Vorlesungen stattdessen von ihren Assis geben lassen? Der coole Prof vom letzten Semester, der sogar die komplexesten Sachverhalte so erklären konnte, dass man sie verstanden hat, hat einen Ruf nach Stanford bekommen und ist gegangen? Wer sich in diesem Szenario wiederfindet, ist mit großer Wahrscheinlichkeit gerade an einer großen deutschen Uni in einem Massenstudiengang eingeschrieben.

Den typischen Motivations-Durchhängern im Studium begegnet man am besten mit neuen Reizpunkten und Impulsen. Auch nach Stanford gehen? Besser wär’s vielleicht, aber das passt leider gerade nicht ins Budget. Sich Stanford über die Angebote offener E-Learning-Plattformen auf den Bildschirm holen? Besser als nichts, aber lohnt sich das? Ja! » weiterlesen

E-Learning:
Warum das Internet den Bildungsmarkt erobert

Lange Zeit hatte E-Learning zu Unrecht einen schlechten Ruf. Doch mittlerweile hat sich der Zeitgeist gewandelt. Das Thema verändert die Bildungslandschaft.

E-Learning galt in Deutschland lange als ein gebranntes Kind. Unter dem Sammelbegriff wurde Online-Unterricht Mitte der 90er Jahre als ein Zukunftsmodell gefeiert, das jedoch die hohen Erwartungen zunächst nicht erfüllen konnte. Bei den meisten Anbietern wurde anschließend im Zuge der Katerstimmung nach dem Platzen der Dotcom-Blase vorsichtshalber der Stecker gezogen. Seitdem haftet dem Begriff der Malus eines gescheiterten Hoffnungsträgers an. Zu Unrecht.

Technische Schwierigkeiten und überzogene Gebühren, die etablierte Bildungsträger für ihr Renommee auch in der digitalen Welt einforderten, sorgten für eine geringe Nachfrage, so dass die Euphorie um dieses defizitäre Geschäftsmodell schnell wieder nachließ. Aber obwohl sich der digitale Bildungsmarkt seit dem Abgesang im Jahr 2002 längst wieder von dem Vorwurf der digitalen Hochstapelei befreien konnte und mittlerweile zu einem wichtigen Geschäftsbereich vieler Bildungsträger geworden ist, wird das Lehren und Lernen via Internet seinen zweifelhaften Ruf nur schlecht wieder los. » weiterlesen

De-Mail:
Das E10 der digitalen Kommunikation

Am 31. August wird die De-Mail über die Telekom und die United-Internet-Marken GMX und Web.de für Privatkunden verfügbar sein. Skepsis ist angebracht.

Die De-Mail soll die Basis für eine neue Form rechtsverbindlicher E-Kommunikation werden und in Konkurrenz zum herkömmlichen Briefwechsel treten. Anwender können mit Behörden, Banken, Versicherungen oder anderen Unternehmen, die ebenfalls bei dem System angemeldet sind, Geschäftsbriefe per Mail abwickeln. Um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, wird De-Mail noch in diesem Monat für private Nutzer im Rahmen der IFA 2012 vorgestellt. Personen mit einem Wohnsitz in Deutschland können ab diesem Zeitpunkt ihre persönliche De-Mail Adresse wählen und sich für den Dienst per elektronischem Personalausweis oder via Post-Ident-Verfahren identifizieren lassen. Bereits im März 2012 hatte die Telekom im Rahmen der CeBit den Service für Geschäftskunden präsentiert.

Doch ob sich der Service in der Breite durchsetzen wird, ist aus meiner Sicht fraglich. Seit das De-Mail-Gesetz 2011 in Kraft trat, hagelt es massive Kritik an den Plänen. Abgesehen von der aus Nutzersicht unattraktiven Preisgestaltung – wieso soll eine De-Mail 39 Cent und damit kaum weniger als ein herkömmlicher Brief kosten – sind die wesentlichsten Punkte dabei:

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App Annie, AppData, Apptrace:
Optimierung des App-Erfolgs

Um im Überangebot von Apps auf sich aufmerksam zu machen, wird für Entwickler professionelles Marketing und somit auch Marktforschung- und Analyse immer wichtiger. Ein Überblick über Dienste, die entsprechende Daten liefern, und was man mit ihnen anstellen kann.

Daten sind der wichtigste Rohstoff im modernen Marketing: Wo steht ein Unternehmen am Markt, wo befinden sich die Wettbewerber, welche Veränderungen haben sich ergeben, welche Ziele lassen sich daraus herleiten und welche Maßnahmen sind zu treffen, um am Absatzmarkt erfolgreich zu werden? Angesichts der Flut an neuen Apps müssen sich auch Entwickler und Publisher mit diesen Fragen auseinandersetzen und über entsprechende Möglichkeiten der Informationsbeschaffung nachdenken.

Die Nachfrage nach entsprechenden Informationen bringt zurzeit neue Service-Anbieter hervor, die vom Boom in der App-Ökonomie profitieren wollen, indem sie Entwicklern entsprechende Analyse-Tools zur Verfügung stellen. Wir werfen einen Blick auf diesen Markt und stellen drei Anbieter vor, die uns besonders hilfreich erscheinen und dabei leicht zugänglich sind.

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Twitters Abkehr von der offenen Plattform:
Die schwierige Frage zur Bedeutung der “Power User”

Kann Twitter sich die Abkehr von einer offenen Infrastruktur wirklich leisten? Es gibt Indizien, die dies nahelegen. Doch andere sprechen dagegen.

Liegen engagierte Twitter-Nutzer mit ihrer Kritik an der Transformation des Microbloggingdienstes von einer offenen Plattform zum “Walled Garden” falsch? Projizieren diese lediglich ihre eigenen Präferenzen aus der Sicht der „Power User“ zu Unrecht auf eine Masse an Twitter-Konsumenten, die von dieser restriktiven Produktpolitik gar nicht tangiert wird? Braucht der Dienst die Meinungsgeber nicht mehr, da er nun über genug „Mainstream“-Nutzer verfügt, die künftig ausreichend Werbeeinnahmen generieren werden? Martin Weigert hält dies für möglich. Ich zweifle daran. » weiterlesen

Tasker, Llama & Co:
Produktivität durch die
Automatisierung von Android

Im Google Play-Store findet sich diverse Applikationen, die es Android-Nutzern ermöglichen, ganze Prozessabläufe zu automatisieren. Wer sein Smartphone als Arbeitsgerät nutzt, dem eröffnet sich dabei ein spannendes Anwendungsfeld, um sich von vielen der täglich wiederkehrenden Handgriffe zu befreien.

Wer kennt das nicht: Das Telefon klingelt, wenn es nicht soll, oder aber man hat den einzig wichtigen Anruf des Tages verpasst, weil das Gerät „stumm“ gestellt war. Das mobile Datenvolumen ist, trotz vermeintlich geringer Nutzung, mal wieder bereits zur Monatsmitte aufgebraucht und man kann sich den Rest des Zeitraums unterwegs mit Modem-Geschwindigkeit herumquälen. Der Akku ist unterwegs viel zu schnell leer, da man vergessen hatte, die GPS-Suche zu deaktivieren. Der Tag neigt sich dem Ende, und der digitale Mensch schreckt – bereits im Halbschlaf – noch einmal hoch, denn irgendein Dienst möchte ihn noch schnell mit einer Push-Meldung beglücken…

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Tasker, Llama & Co:
Produktivität durch die
Automatisierung von Android

Im Google Play-Store findet sich diverse Applikationen, die es Android-Nutzern ermöglichen, ganze Prozessabläufe zu automatisieren. Wer sein Smartphone als Arbeitsgerät nutzt, dem eröffnet sich dabei ein spannendes Anwendungsfeld, um sich von vielen der täglich wiederkehrenden Handgriffe zu befreien.

Wer kennt das nicht: Das Telefon klingelt, wenn es nicht soll, oder aber man hat den einzig wichtigen Anruf des Tages verpasst, weil das Gerät „stumm“ gestellt war. Das mobile Datenvolumen ist, trotz vermeintlich geringer Nutzung, mal wieder bereits zur Monatsmitte aufgebraucht und man kann sich den Rest des Zeitraums unterwegs mit Modem-Geschwindigkeit herumquälen. Der Akku ist unterwegs viel zu schnell leer, da man vergessen hatte, die GPS-Suche zu deaktivieren. Der Tag neigt sich dem Ende, und der digitale Mensch schreckt – bereits im Halbschlaf – noch einmal hoch, denn irgendein Dienst möchte ihn noch schnell mit einer Push-Meldung beglücken…

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