Felix Disselhoff

Web-TV, wohin man klickt: Wir haben uns auf den großen deutschen Nachrichtenseiten umgesehen. Unser Überblick zeigt: Wo ist die Qualität, wo wird noch geübt?

Stern.de: Hier hat sich im Laufe des Jahres Einiges getan. Ergebnis: Auf der einen Seite technisch einwandfrei produzierte Kolumnen vor der Bluewall, auf der anderen Seite verwaschene Nachrichtenclips. Auch hier setzt sich der Trend durch, vermehrt eigene Redakteure vor die Kamera zu stellen. Sophie Albers aus der Kulturredaktion moderiert das Kinomagazin “Sneak” und Sportressortleiter Klaus Bellstedt “Bellstedts Ballshow”. Prominentester Vertreter aus der stern-Riege ist allerdings Kulturredakteur Alexander Kühn mit seiner Fernsehkolumne “Was kuckt Kühn”. Die Videos lassen sich entweder über die Hauptseite abspielen oder über das “stern Digital TV”-Portal ansteuern. An ältere Ausgaben ranzukommen bedarf allerdings oft fortgeschrittene Recherchekenntnisse. Dafür können die Videos auf der eigenen Seite eingebaut werden:

Stern.de-Videos gibt’s zum mitnehmen, ganz wie bei YouTube

sueddeutsche.de: Video? Fast Fehlanzeige. In Bayern setzt man noch auf zünftigen Fließtext. Doch es scheint sich etwas zu tun, wenn auch eher experimentell: Fit mit Falterer. Der Ton übersteuert, das Bild die meiste Zeit zu dunkel, die Story selbst nicht neu. Zu guter Letzt wurde die Bildqualität durch den falschen Codec vermurkst und beim Rendern des geschnittenen Materials vergessen, als “interlaced” (da von einer Videoquelle kommend) abzuspeichern. Das sorgt dann für horizontale Streifen im Bild, sogenannte Halbbildsprünge, die vor allem bei schnellen Bewegungen stören. Für die Videos wurde kein eigener Player entwickelt.

Spiegel Online: Der Platzhirsch. Und dank der Unternehmensschwester Spiegel TV auch auf dem Web-TV-Sektor ganz vorne mit dabei. Mehrmals täglich gibt es prominent auf der Seite platzierte Top-News. Außerdem: jede Menge Clips aus den Bereichen Politik, Panorama, Wirtschaft, Sport, Kultur und Wissenschaft. Und auch das Spiegel TV Magazin lagert seine Beiträge aus. Über die Landesgrenzen hinweg bekannt dürfte auch Matthias Matusseks Videokolumne “Matusseks Kulturtipps” sein. Der Videoplayer selbst läuft grundsolide.Ach ja: Ehrensenf hätte ich fast vergessen: Skurrile Fundstücke aus dem Netz. Seit…ja, seit einer gefühlten Ewigkeit. Ich glaube fast, Ehrensenf gab es schon vor dem Internet. Kurz: Technisch einwandfrei, kein Grund zur Kritik.

Faz.net: Ähnlich wie bei Spiegel Online findet sich auch bei den Frankfurtern jede Menge Agenturmaterial auf der eigens eingerichteten Video-Seite. In Eigenregie verantwortet die FAZ unter anderem Filmkritiken. Dafür kommt der Sprechertext sehr dumpf und preiswert produziert rüber. Gleich daneben die Video-Rubrik Interviews & Hintergründe. Wenn man dann beispielsweise auf dieses Video von der IFA 2008 klickt, kommt das Machwerk aber eher wie ein Werbespot für AEG-Staubsauger daher. Für die gedruckte FAZ ein Ding der Unmöglichkeit. Die Videos selbst laufen in für Web-TV ungewöhnlich hoher Auflösung.

Welt.de: Die Kollegen von Welt Online trumpfen mit einem eigenen Label auf: Welt.TV. Durchs Programm zappt es sich zwischen den fast schon wieder aus der Mode gekommenen Redakteur-mit-Videohandy-Filmen (hier Ulf Poschardt mit Kurt Krömer) und höherwertig produzierten Clips (hier zur IFA-Eröffnung). Man setzt auf kleine, eigene Ideen. Dafür umso konsequenter. An einheitlichen Standards hapert es aber auch hier.

Zeit Online: Auch Zeit Online hat ein eigenes Video-Ressort eingerichtet. Das sorgt für viel Content auf der Seite: Interviews, eine eigens produzierte Wissenskolumne und auch hier wieder Videokolumnen. Die von Harald Martenstein wird allerdings von Holtzbrincktochter WatchBerlin übernommen. Seit Juni strahlt Zeit Online mit “heute in 100sec” vom ZDF vorproduzierte Kurznachrichten aus. Die Kooperation erstreckt sich aber mittlerweile auch auf die Übernahme von ganzen Beiträgen. So oder so: Eine gesunde Kombination aus eingekauften Filmen und Beiträgen in Eigenregie.

Der Westen: Die Web-TV-Kollegen aus dem Ruhrgebiet trumpfen mit einer eigenen Videorubrik auf. Die überrascht mit allerlei Selbstgedrehtem. Keinerlei Agenturmeldungen zu finden. Und das ist auch gut so. Dafür eigene Serien, wie das von Mario Sixtus’ Blinkenlichten produzierte “Lost in Deutschland” und “Das W-Team”. Man setzt auf Heimatkunde gepaart mit Comedy. Ansonsten gibt es noch jede Menge Interviews und Beiträge aus Sport und Kultur . Mit Kurzfilmen aus den Städten für die Städte bleibt man dem Anspruch als Onlineportal für Nordrhein-Westfalen treu.

Seit März übernimmt Der Westen auch regionale Beiträge des WDR. Und sorgte damit seinerzeit für Aufsehen. Dafür gibt es nichts zu beanstanden. Genau wie die Kollegen vom WDR, verstehen auch die VJs von Der Westen ihr Handwerk. Das Erscheinungsbild ist einheitlich und auf hohem Level.

Nachtrag Focus Online: Die Münchner liefern getreu dem Motto “Fakten, Fakten, Fakten” mehrmals täglich Nachrichten aus aller Welt. In diesem Fall übernommen von Reuters. Kratziger, übersteuerter Ton inklusive. Auch, wenn die dargebrachten Infos das gedämpfte Hörerlebnis wieder wettmachen, ist mir trotzdem schleierhaft, wie Reuters solch eine Qualität abliefern kann. Doch zurück zu Focus Online: auch hier hat man den kleinen Filmchen eine extra Seite eingerichtet. Die Rubriken: Reisen, Politik, Panorama, Finanzen, Gesundheit, Wissen, Kultur, Sport, Jobs und Auto.

Letztere warten sogar mit eigenen Formaten auf. Mahlzeit nennt sich die allmittägliche Clipschau, Klickdown das hauseigene Motormagazin. Das ist, wie der Rest des angebotenen Videomaterials, von Profis gedreht. Die Bilder sind immer scharf und mit ruhiger Hand gedreht und werden teilweise von Externen produziert. Zur IFA schickt auch Focus Online seine Redakteure vor die Kamera. Das wirkt authentisch. Praktisch: Die aktuellen Videos lassen sich direkt in Thumbnailgröße abspielen. Das spart Zeit und geht auch bei niedrigeren Bandbreiten fix. Fazit: Grundsolide.

Fazit: Noch rappelt und quietscht es im Bewegtbildsektor. Viele Anbieter erfüllen noch längst nicht die Ansprüche ihrer Mutterblätter. Dafür braucht es anscheinend einfach noch Zeit, Geld und die Erkenntnis, dass Videos im Internet nicht immer nur Zusatz, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal sein können. Und noch in eigener Sache: Wenn ich für jedes Agenturvideo mit kratzigem Ton einen Cent bekommen würde … Mir ist schleierhaft, warum Reuters solche Qualität abliefert. Bei keinem Fernsehsender würde solches Material auf Sendung gehen. Das zeigt aber wiederum, dass Web-Fernsehen nunmal nicht das echte Fernsehen ersetzen kann. Trotzdem ist das kein Freifahrtschein für verwackelte Bilder.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im Blog medienlese.com veröffentlicht. Im September 2009 wurden medienlese.com und netzwertig.com zusammengeführt.

 

Alle 51 Artikel von Felix Disselhoff auf netzwertig.com:

Web-TV:
Wackeln im Web

Felix Disselhoff, 4. September 2008 um 8.27 Uhr , 6 Kommentare Kommentare

Web-TV, wohin man klickt: Wir haben uns auf den großen deutschen Nachrichtenseiten umgesehen. Unser Überblick zeigt: Wo ist die Qualität, wo wird noch geübt?

Stern.de: Hier hat sich im Laufe des Jahres Einiges getan. Ergebnis: Auf der einen Seite technisch einwandfrei produzierte Kolumnen vor der Bluewall, auf der anderen Seite verwaschene Nachrichtenclips. Auch hier setzt sich der Trend durch, vermehrt eigene Redakteure vor die Kamera zu stellen. Sophie Albers aus der Kulturredaktion moderiert das Kinomagazin “Sneak” und Sportressortleiter Klaus Bellstedt “Bellstedts Ballshow”. Prominentester Vertreter aus der stern-Riege ist allerdings Kulturredakteur Alexander Kühn mit seiner Fernsehkolumne “Was kuckt Kühn”. Die Videos lassen sich entweder über die Hauptseite abspielen oder über das “stern Digital TV”-Portal ansteuern. An ältere Ausgaben ranzukommen bedarf allerdings oft fortgeschrittene Recherchekenntnisse. Dafür können die Videos auf der eigenen Seite eingebaut werden:

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Total mobil:
Der Journalist für unter 500 Euro

Felix Disselhoff, 23. August 2008 um 9.01 Uhr , 39 Kommentare Kommentare

Alles, was es für den Journalismus an Werkzeugen braucht: Wir haben die Liste der Ausrüstung für ein Budget von weniger als 500 Euro.

Der Notizblock im Jackett, der Kugelschreiber in der Hutkrempe. Das waren einmal die Markenzeichen des investigativen Journalisten. Schöne alte Zeiten! Natürlich sind diese Utensilien immer noch unverzichtbar für die tägliche Arbeit. In den meisten Fällen reichen sie aber nicht mehr aus.

Wir zeigen, wie Sie mobil recherchieren und schreiben, hochwertige Fotos schießen und bearbeiten und Videos in Web-TV-Qualität drehen können. Und das für unter 500 Euro. Geht nicht? Geht doch.
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Dmax:
Männersender spielt mit Muskeln

Felix Disselhoff, 19. August 2008 um 9.16 Uhr , 13 Kommentare Kommentare

Der selbsternannte Männersender Dmax mausert sich trotz schwieriger Zielgruppe zum Quotengaranten. Nach nur zwei Jahren am deutschen Fernsehmarkt eine ordentliche Leistung. Kein Wunder, bei diesen Sendungen …

“Dmax. Fernsehen für die tollsten Menschen. Männer.” Und was wollen Männer? Die drei großen Fs: Frauen, Fußball, Filme. Und wenn dem wirklich so wäre, hätte Katja Hofem-Best ein wirklich schlechtes Jahr gehabt. Die Frau in der Führungsriege des Männer-Senders hat aber jeden Grund, sich zu freuen. Dmax hat trotz teils starker öffentlich-rechtlicher Konkurrenz mit der Fußball-Europameisterschaft im Juni und Juli mit 1,3 Prozent bei der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen die besten Marktanteile der jungen Sendergeschichte eingefahren.

Unerwarteter Erfolg

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Filmtipp Jarhead:
Männer allein im Sand

Felix Disselhoff, 15. August 2008 um 20.20 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Sie sind jung, sie wollen was von der Welt sehen, sie werden zu begeisterten Soldaten – und am Ende sind sie desillusioniert. RTL zeigt das Anti-Kriegs-Drama “Jarhead – Willkommen im Dreck”.

Krieg am Golf. Die Sonne brennt auf eine Gruppe US-Soldaten, die mitten im Nichts herumirren und vor allem mit Warten beschäftigt sind. Warten und trainieren, hin und wieder streifen sie ihre Gasmasken über, nur für den Fall. Eigentlich hatten sie sich mehr Action erhofft und keinen drögen Urlaub im Sand. Als es schließlich knallt, pisst sich der Protagonist in die Hose.

Den tausendfachen Werdegang vom naiven Zivilisten zum desillusionierten Soldaten zeit RTL Samstag Abend zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr. Der Protagonist Marine Swoff, gespielt von Jake Gyllenhall, befindet sich einer brutalen Lage: Aufs Töten gedrillt in einem Krieg, den er nicht versteht – für eine Sache, die er und seine Kumpels kaum begreifen.

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Olympia 2008:
Wo laufen sie denn?

Felix Disselhoff, 11. August 2008 um 11.18 Uhr , 10 Kommentare Kommentare

Live-Bilder ohne Fernseher? Klar, das Internet macht’s möglich. Wie man auf dem Laufenden bleibt. Das komplette Olympia-Paket, alle Wettkämpfe, jederzeit.

Knapp vier Milliarden Menschen haben sich die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2008 angesehen. Durch die sechsstündige Zeitverschiebung finden die Wettkämpfe in Deutschland nachts oder während der Arbeitszeiten statt.

Olympiafernsehen ohne Fernseher

ARD und ZDF haben die exklusiven Übertragungsrechte für Liveberichte. Um dann ruckelfreie Bilder aus Peking zu bekommen, braucht man nur eine halbwegs schnelle Internetanbindung, für unterwegs reicht auch eine UMTS-Datenkarte für Ihr Notebook. Doch was hat das Netz sonst noch zu bieten?

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Paris schlägt zurück:
“See you at the debates, bitches”

Felix Disselhoff, 7. August 2008 um 14.43 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

In einem Werbespot wird Barack Obama auf eine Stufe mit Paris Hilton und Britney Spears gestellt. Doch der Angriff des republikanischen Kandidaten McCain ging nach hinten los.

Eigentlich haben wir nur darauf gewartet: Paris Hilton steigt ein ins Rennen um die Präsidentschaft. Damit reagiert sie auf eine Wahlwerbespot von Obamas Kontrahent McCain. In dem Spot sind Bilder von Obamas umjubelten Berlin-Besuch und von Paris Hilton und Britney Spears zu sehen – alles nur belanglose Promis, so die Botschaft. Das dürfte Paris’ Vater, der für McCains Wahlkampf Geld gespendet hat, nicht besonders gefallen haben. Jetzt Antwortet die Tochter mit einem überraschend plietschen Video auf die Schmähung.

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Aus für Telefontalk:
Schreinemakers 0815 geschlossen

Felix Disselhoff, 1. August 2008 um 12.23 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Nach drei Monaten schon das Aus: Ende April startete Margarethe Schreinemakers Call-In-Sendung “01805-100-232″. Jetzt wurde die Show abgesetzt – medienlese.com auf Fehlersuche.

Nur 20.000 Zuschauer wollten Margarethe Schreinemakers neue Sendung einschalten. Das ist ein 450tel der Quoten, die sie in den Neunzigerjahren erreicht, als bis zu neun Millionen Zuschauer bei “Schreinemakers live” zusahen. Ihre neue Sendung mit dem pragmatischen Telefonnummerntitel wurde nicht zum erhofften Straßenfeger. Woran lag es? Zuerst einmal dürfte Fernsehdeutschland seit “Domian” mit televisionärer Telefonseelsorge ausreichend bedient sein. Deswegen wollte Deutschlands ehemalige Quotenqueen einen Schritt weiter gehen und lud sich sogar Gäste ins hauseigene Studio im belgischen Eigenheim ein. Es half alles nichts: “01805-100-232″ wurde die Leitung gekappt. Trotz menschelnden Opfer-Opfern und kruder Charaktere: Zum Säbelfechten, Wrestling und Fußball.

Was auch gleich der nächste Grund für den Misserfolg der Sendung ist: Kündigte neun TV, die neue Sendermmarke von 9Live, doch an, man sei nun die Heimat für die moderne Frau. Gezielt an der Zielgruppe vorbei. Und ein halbwegs journalistisches Format inmitten von Sirenen, Geldkoffern und Gewinnspielen zu positionieren, war kein Plus für die Glaubwürdigkeit dieser Lebenshilfe am späten Abend.

“Schreinemakers fehlgesteuert”

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Verkehrte Fernsehwelt:
Deutsche Serien aus der Krise?

Felix Disselhoff, 29. Juli 2008 um 11.55 Uhr , 5 Kommentare Kommentare

Spätestens der mittelprächtige Serienstart von “Sleeper Cell” am Freitagabend auf RTL2 zeigt: US-Serien sind keine Quotengaranten – und deutsche Serien sogar auf dem Vormarsch.

Oberarzt oder Obermacho? Dr. Gretchen Haase (Diana Amft) vor der Quahl der Wahl (Bild RTL)Nur 520.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren wollten den Pilot der neuen Terrorismus-Terror-Serie sehen, in der zur Abwechslung smarte Splittergruppen die Hauptrollen spielen. Das reichte in der Zielgruppe nur für mäßige 6,5 Prozent Marktanteil. Bei einer eher unbekannten Schauspieler-Crew sind solche Tiefschläge mitunter einkalkuliert. Für ein weit schlimmeres Quoten-Desaster sorgte die brilliant inszenierte und mit Glenn Close hochkarätig besetzte US-Serie “Damages”. So schauten zeitweise nur noch 220.000 Zuschauer ab drei Jahren zu. Das reichte beim Gesamtpublikum nur noch für bittere 0,9 Prozent Marktanteil.

Der einzige wirkliche amerikanische Quotenerfolg der letzten Monate?

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Blogs in Deutschland:
“Man spricht nicht darüber”

Felix Disselhoff, 20. Juli 2008 um 18.13 Uhr , 16 Kommentare Kommentare

Deutsche Online-Schreiber können nicht richtig bloggen, nicht ordentlich streiten und füllen stattdessen lieber oberlehrerhaft die Wikipedia: Lustvoll watscht der Spiegel die Blogosphäre ab.

Gerade klingt der Blogger-Blues etwas ab, da kommt der Spiegel und tritt nochmal kräftig nach. Auf drei Seiten widmet sich die aktuelle Ausgabe der deutschen Blogosphäre. Das Urteil ist vernichtend: Es fehle an Relevanz, politische Blogs seien “so gut wie nicht vorhanden”, Blogs würden kaum wahrgenommen. Der Teaser gibt die Stoßrichtung vor:

Deutsche Online-Schreiber haben ein Problem entdeckt: sich selbst. Im Vergleich zu ihren US-Kollegen fehlt es ihnen an Macht und Bedeutung, um die öffentliche Debatte mitzubestimmen. Die meisten sind unpolitisch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.

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Twenty Four:
24 ultimative Gründe für «24»

Felix Disselhoff, 20. Juli 2008 um 12.29 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Gülcan und Collien ziehen aufs Land? Jack Bauer opfert sich für sein Land! medienlese.com setzt Hollywoods Ein-Mann-Armee gegen den Terrorismus aus der Fernsehserie “24″ ein Denkmal.

Jack Bauer

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