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Verifizierte Benutzer der deutschen Wikipedia

Wikipedia laufen die Autoren davon, nur in einem Bereich nicht: Bei verifizierten Benutzern. Ihre Zahl stieg in den letzten zwölf Monaten rasant wie nie zuvor, vor allem getrieben durch das Interesse von Unternehmen an der Enzyklopädie. Die Profile sind nicht nur gut für die Transparenz, sondern erleichtern auch die tägliche Arbeit. Eine neue Infografik zeigt, was hinter verifizierten Benutzern steckt und wir erklären, wie ihr auch einer werdet.

Die Wikipedia hat ein Problem: Ihr laufen die Autoren weg. Zuletzt haben Wissenschaftlern der Universität Minnesota wieder einmal bestätigt, dass sich immer weniger Menschen freiwillig an der Enzyklopädie beteiligen. Auch wenn die Statistiken eine deutliche Sprache sprechen, ist die Sache im Detail nicht so eindeutig. Zumindest in einem Bereich hat die Wikipedia nämlich zuletzt kräftig zugelegt: Bei verifizierten Benutzern. Diese Mitglieder verifizieren ihre Identität gegenüber der Community und geben so freiwillig ihre sorgfältig geschützte Anonymität auf.

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Deutsches Phänomen

Verifizierte Benutzer sind ein Phänomen, dass es – zumindest in dieser Form – nur in der deutschen Wikipedia gibt. Eingeführt wurden sie im April 2011, um vor allem dem Mitarbeitern von Unternehmen die Möglichkeit zu geben, ihre Identität gegenüber der Community zu beweisen – sonst könnte ja theoretisch jeder Mensch im Namen der Deutschen Bank an Artikeln arbeiten. Außerdem ermöglicht ein derartiges Konto, die Richtlinien für Interessenkonflikte leichter einzuhalten: Bei jeder Änderung ist in der Versionsgeschichte ganz einfach nachvollziehbar, wenn ein Unternehmen den Wikipedia-Artikel über sich selbst bearbeitet hat.

Jeder verifizierte Benutzer erhält in seinem öffentlichen Profil einen kleinen Baustein, der zwar optisch nicht sonderlich hübsch anzusehen ist, aber seinen Zweck erfüllt. Derzeit gibt es bereits mehr als 800 Benutzer, die erfolgreich verifiziert wurden. Nachdem in den letzten Jahren nur wenige Autoren diesen Schritt gewagt haben, zeigt die Kurve seit 2011 steil nach oben. Nicht nur die Zahl der verifizierten Benutzer steigt, sondern auch das Wachstum selbst nimmt zu.

Microsoft und OTTO

Im Vergleich zu den restlichen Benutzern der Wikipedia sind verifizierte Autoren zwar noch unbedeutend, ihr Gewicht nimmt aber stetig zu. So haben knapp zwei Dutzend bereits mehr als 150 Bearbeitungen vorgenommen und den Status passiver Sichter erreicht, der ihnen mehr Rechte als einem neu angemeldeten Benutzer gibt. Ihre Änderungen werden nur in unter einem Prozent aller Fälle wieder gelöscht, was darauf hindeutet, dass sie von der Community als durchaus wertvoll betrachtet werden. Unter den Mitgliedern, die mit einem verifizierten Profil arbeiten, befinden sich sogar einige Parteien, Autohersteller, zahlreiche Gemeinden und Städte und viele Banken.

Zu den Unternehmen, die mit einem verifizierten Benutzer in der Wikipedia arbeiten, zählen auch große Marken wie 3M, Bertelsmann, Daimler, Coca-Cola, Electrolux, Lindner Hotels, Rockstar Games und die Otto Group. Mit Microsoft Deutschland ist auch einer der ganz großen Software-Konzerne dabei. Wer stattdessen einen Blick auf die Arbeit echter Menschen werfen will, kann sich beispielsweise Doris Schröder-Köpf ansehen oder die Arbeit zahlreicher Professoren nachvollziehen.

Kontakt zum Support

Im Unterschied zu Twitter und anderen Netzwerken steht es in der Wikipedia jedem Menschen offen, sich verifizieren zu lassen. Man muss weder besonders lange dabei sein, noch besonders bekannt. Im ersten Schritt ist eine Anmeldung als normaler Benutzer nötig, wie es jeder andere Nutzer auch tun würde. Anschließend sollten Interessenten eine Email an das Support-Team der Wikipedia schicken, die keiner besonderen Form entsprechen muss. Sie sollte aber mindestens den Benutzernamen, um den es geht, und den echten Namen des Autors beinhalten.

Im Fall eines Unternehmens genügt es, wenn die E-Mail-Adresse des Absenders zu einer Domain gehört, die eindeutig dem betroffenen Betrieb zuzurechnen ist. Privatpersonen haben es etwas schwerer: Im besten Fall besitzen auch sie eine Domain, die im Whois-Verzeichnis sowohl Name als auch Anschrift des Inhabers ausweist. Andernfalls hilft nur ein gescannter Personalausweis weiter, in dem eventuell nicht nötige Daten geschwärzt werden. Sobald das Support-Team die Anfrage bearbeitet hat und gegebenenfalls Nachfragen aus dem Weg geräumt wurden, baut es den entsprechenden Hinweis in das eigene Profil ein – das dürfen Benutzer auf keinen Fall selbst tun.

Kein Freifahrtschein

Natürlich entbindet auch ein verifiziertes Konto nicht von der Pflicht, sich an alle Richtlinien der Wikipedia zu halten. Wer sich nicht erst aufwendig mit dem komplizierten Regelwerk der Enzyklopädie auseinandersetzen möchte, kann die Betreuung eines verifizierten Profils auch einer professionellen Agentur wie Sucomo überlassen. Sie erreichen uns ganz unkompliziert per E-Mail an info@sucomo.org.

 

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  1. [...] Verifizierte Benutzer der deutschen Wikipedia Diesen Artikel kommentieren. Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Read more on netzwertig.com [...]

  2. [...] die nötige Transparenz herzustellen und Missbrauch zu verhindern, arbeiten viele Unternehmen mit verifizierten Benutzern. Die Benutzerverifizierung gibt Autoren, die im Auftrag eines Unternehmens in der Wikipedia [...]

  3. [...] Transparenz herzustellen, arbeiten viele Unternehmen mit verifizierten Benutzern. Die Benutzerverifizierung gibt Autoren, die im Auftrag eines Unternehmens in der Wikipedia [...]

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