Weniger Weihnachtsstress:
mywish.is generiert
personalisierte Geschenkideen

mywish.is will Schenkern bei der Wahl einer geeigneten Überraschung helfen. Das Startup aus Hamburg setzt dazu auf ein Frage-Antwort-System im Quiz-Format.

In gut anderthalb Monaten ist Weihnachten. Millionen Menschen beginnen deshalb in diesen Tagen damit, sich Gedanken darüber zu machen, was sie ihren Partnern, Verwandten und Freunden schenken sollen. Seit dem Aufkommen von Onlineshopping hat sich dieser Prozess zwar bereits etwas vereinfacht, aber überhaupt erst einmal auf sinnvolle, kreative oder lustige Geschenkideen zu kommen, kann nach wie vor eine Herausforderung darstellen. Eine Lösung für dieses Problem wäre der Social-Shopping-Dienst Mellowball, von uns vor einem Jahr unter die Lupe genommen. Eine andere ganz neue steht kurz vor dem offiziellen Launch und kann derzeit bereits in einem geschlossenen Beta-Stadium ausprobiert werden (Einladungen siehe Artikel-Ende): mywish.is.

Das Startup aus Hamburg hat einen Onlineservice zur Generierung von zu den individuellen Interessen und Eigenschaften einer Person passenden Geschenktipps entwickelt. Anstatt dass Schenkende mit der Ideenfindung alleine gelassen werden, nimmt mywish.is sie mittels einer Reihe von Fragen an die Hand. Hat der Dienst genug Informationen über den Empfänger eines Geschenks gesammelt, serviert er Vorschläge für passende Mitbringsel.

Der grundsätzliche Ansatz ist zwar durchaus trivial und eine Garantie dafür, dass die Resultate am Ende stimmiger sind, als wenn Schenker sich einfach einige Minuten bei einschlägigen Onlinekaufhäusern oder Geschenkshops durchklicken, besteht sicherlich nicht. Den Gründern Patrick Arle, Marcel Böttcher und Christoph Ingwersen ist es mit mywish.is jedoch gelungen, den Prozess zur Anbahnung von Geschenkideen so unterhaltsam und nervenschonen wie möglich zu gestalten.

Dafür verantwortlich sind einerseits die Fragen, die einem der Empfehlungsalgorithmus des Startups aus Norddeutschland stellt. Sie reichen von rein sachlichen Abfragen von Geschlecht, Alter und dem persönlichen Verhältnis zueinander über Fragen zu Charaktereigenschaften bis hin zu Tatsachenbehauptungen über die Präferenzen des zu Beschenkenden, auf die man mit “ja” oder “nein” antwortet. Irgendwann beginnt der Dienst damit, Produkte vorzuschlagen. Diese lassen sich für späteres käufliches Erwerben vormerken, komplett als unpassend ablehnen oder mit Aussagen wie “Die Richtung stimmt”, “Hat er/sie leider schon” oder “Eher nicht!” beantworten, woraufhin mywish.is zum nächsten Vorschlag übergeht oder einige weitere Nachfragen stellt.

Bei einem konzeptionell simplen Service wie mywish.is fallen das Design und die Usability besonders stark ins Gewicht. Mit einer farbenfrohen, minimalistischen, an das Erscheinungsbild interaktiver Wissensquize angelehnten Oberfläche sorgen die Hamburger dafür, dass man sich bereitwillig durch den dynamischen Fragenkatalog klickt. Der selbe Vorgang in einer eintönigen MS-DOS-Optik würde wahrscheinlich ein ganz anderes Fazit zur Folge haben.

Die Monetarisierung von mywish.is erfolgt durch Affiliate-Links. Kaufen Nutzer eines der vorgeschlagenen Produkte in einem der über 60 Partnershops (unter anderem Amazon, Zalando, Otto, Thalia.de und Jochen Schweizer), erhält das mywish.is-Trio eine Provision. Die Entwicklung des Dienstes wurde bisher von den Gründern finanziert, die nun eine externe Kapitalspritze anstreben.

Bisher wird mywish.is lediglich als Browserversion angeboten, funktioniert aber auch einwandfrei auf Tablets. Für die Zukunft planen die jungen Unternehmer unter anderem die Optimierung für Smartphones sowie die Einführung von Funktionen zum Gruppenschenken und zum Erstellen von Wunschlisten.

Am 1. Dezember soll der Closed-Beta-Status verschwinden und mywish.is uneingeschränkt der Öffentlichkeit zugänglich sein. Bis dahin werden Zugangsanfragen sukzessive über eine Warteliste abgearbeitet. Für Leserinnen und Leser von netzwertig.com, die bis Freitagabend, 9. November, über diesen Link eine Einladung erfragen, erfolgt die Freischaltung sofort.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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7 Kommentare

  1. Schöne Seite und nett gemacht. Leider funktioniert die Engine nicht richtig. Drei Durchläufe habe ich nun hinter mich gebracht. Dummerweise kamen die selben Fragen immer wieder, und auch die Vorschläge hatten wenig Bezug zu meinen Antworten.

    • Deshalb wohl “Closed Beta”. Ich gehe davon aus, dass die Qualität der Resultate stetig verbessert wird.

    • Ich frage mich ja häufig, wann es sinnvoll ist, einen Dienst zu kommunizieren (egal ob Closed oder Open). Ich habe ihn nun ausprobiert und bin fast schon als Nutzer verloren. In meinem Kopf nämlich hat sich die Meinung festgesetzt, dass die Engine nicht richtig funktioniert. Ob ich dem dann noch eine zweite Chance gebe?

    • Ist kein unwichtiger Punkt. Bei mancher Art von Service würde ich ähnlich denken wie du. Bei den, die kein existierendes Bedürfnis erfüllen und die man deshalb sofort wieder vergisst.

      In diesem Fall aber glaube ich, dass du das nächste Mal, wenn du tatsächlich eine Geschenkidee brauchst, dich an den Service erinnern und es nochmal testen wirst. Denn der Aufwand für dich ist minimal.

  2. Lieber Sachar,

    danke für dein Feedback. Wenn du ab und zu mal auf “voll daneben” geklickt hast, werden wir das in unsere zukünftigen Empfehlungen mit einfließen lassen und Anderen somit bessere Vorschläge machen können. Derzeit ist unser “selbstlernendes System” an vielen Ecken leider noch nicht so gut angelernt. Daher auch die “private beta phase”… In den kommenden Wochen werden wir sowohl die Vorschläge noch redaktionell verbessern als auch die Engine “tunen”. Darüber hinaus trägt wie gesagt jeder User mit seinen Antworten zu der Gesamtqualität bei! Wir werden jeden Tag schlauer ;)

  3. Interessant zu lesen, wie stark der Autor hier Konzept/Produkt verteidigt und vollkommen unkritisch umschreibt. Man könnte fast meinen, dass er mit diesem Artikel dem MyWish Team einen Gefallen tun möchte…

    • Da kann ich dich beruhigen: dem ist nicht so.

      Wenns uns aber bei netzwertig ein Ansatz gefällt, dann sagen wir das auch. So einfach ist das. Und Beta ist Beta. Da muss noch nicht alles rund laufen.

5 Pingbacks

  1. [...] ein kleiner Tipp für das kommende Weihnachtsgeschäft: Ein neuer Web-Dienst mywish.is verrät dir, was deine Freunde sich wünschen!Das Teaser-Video oben ist übrigens ein Image-Video vom Verfassungsschutz – nicht wirklich [...]

  2. [...] ein erfolgreiches Geschenkeshopping aus dem Weg zu räumen, bieten immer mehr Onlineshops Geschenkefinder an. Beliebt sind außerdem Themenshops und Weihnachts-Landingpages, auf denen Spezialrabatte [...]

  3. [...] Finanzieren will sich “mywish.is” übrigens über Provisionen der mit Affiliate-Links verlinkten Online-Händer und ist somit im Idealfall nicht darauf angewiesen, die schöne Nutzeroberfläche mit Werbung zu “verschandeln”. Auf jedenfall keine schlechte Idee, solange nicht irgendwann gezielt Geld von Herstellern fließt, damit die eigenen Produkte aufgenommen und entsprechend frequentiert werden. (via netzwertig) [...]

  4. […] die Webseite öffentlich zugänglich sein. Wer bis dahin nicht warten kann, sollte den Artikel von Netzwertig.Com bis zum Ende lesen und schnell eine Einladung […]

 
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