Verifizierung von User Generated Content:
Sandy zeigt, was Journalismus
künftig leisten muss

Der Wirbelsturm Sandy hat die Ostküste der USA mit Wasser und das Netz mit Augenzeugenberichten und teilweise atemberaubenden Fotos aus dem Katastrophengebiet überschwemmt – doch nicht alle davon entsprachen der Wirklichkeit. In der Verifizierung von nutzergenerierten Inhalten und “Bürgerjournalismus2 liegt enormes Potenzial.

Während Millionen US-Amerikaner im Zuge des Wirbelsturms Sandy vor allem damit beschäftigt waren, ihre Angehörigen vor der Naturgewalt in Sicherheit zu bringen, führte Sandy uns Europäern eine ganz andere, im Vergleich mit den direkt Betroffenen zwar harmlose, aber dennoch relevante Problematik vor Augen: Desinformation durch nachbearbeitete oder alte, als aktuell deklarierte Fotos.

Allein bei Instagram wurden während des Rekordunwetters bis zu 600 mit dem Hashtag #sandy versehene Bilder pro Minute hochgeladen, hinzu kamen Schnappschüsse, die per Facebook, Twitter oder über andere Kanäle an die Öffentlichkeit drangen. Je kurioser oder spektakulärer eine Aufnahme wirkte, desto größer war die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich in Windeseile im Netz verbreitete. Wie etwa das atemberaubende Foto einer spiralenförmigen Wolkenwand, die sich der Freiheitsstatue nähert. Facebook-Nutzer Jason Otts veröffentlichte die Aufnahme in seiner Chronik. Bis zum Mittwochmorgen wurde sie 631.000 Mal von anderen Facebook-Mitgliedern auf ihren Profilen publiziert. Doch schnell stellte sich heraus: Der Schnappschuss ist eine Collage und hat keinerlei Bezug zum Wirbelsturm Sandy. In den Kommentaren zu seinem Foto erklärte Otts, er hätte das Bild von einer Freundin per SMS zugeschickt bekommen, die es von einer anderen Freundin direkt aus New York erhalten habe. Ob dies stimmt und er tatsächlich nicht wusste, dass es sich um eine Fälschung handelt, oder ob er einfach ausprobieren wollte, inwieweit seine 1139 Facebook-Kontakte sich mit einem selbstgebastelten Augenzeugendokument an der Nase herumführen lassen würden, weiß nur er.

Je sensationeller das Foto, desto eher ein Fake

Der Fall war nicht der einzige, bei dem die Weltöffentlichkeit mit angeblichen Fotos aus der Unwetterzone konfrontiert wurde, die sich im Nachhinein als gefälscht, nachbearbeitet oder zumindest aus dem Kontext gerissen erwiesen. Frühzeitig erkannte das US-Magazin The Atlantic den Bedarf, die besonders eifrig um die Welt geschickten Fotos aus dem Katastrophengebiet auf ihren Echtheits- und Aktualitätsgrad hin zu überprüfen. Ein kurzer Blick auf die Darbietungen zeigt: Je sensationeller, abgefahrener oder dramatischer ein Foto, desto größer die Möglichkeit, dass es in dieser Form niemals im Zusammenhang des Hurrikans geschossen wurde.

Das Nachbearbeiten und Fälschen von Fotos, im Volksmund “Photoshoppen” genannt, ist ungefähr so alt wie der älteste aller Bildeditoren. Doch erst die Allgegenwärtigkeit von Smartphone-Kameras und mobilem Internet sowie das Vorhandensein einer die blitzschnelle virale Distribution ermöglichenden Social-Media-Infrastruktur liefern die notwendigen Anreize für Trolle, Scherzbolde und Provokateure, bearbeitete oder komplett gefälschte Bilddokumente als aktuelle Aufnahmen vom Ort des Geschehens anzupreisen und im Web in Umlauf zu bringen.

Falschmeldungen, die dank Twitter und Facebook in hoher Geschwindigkeit Millionen Menschen erreichen, noch bevor sich die jeweilige Nachricht oder Behauptung nachprüfen lässt, sind ein alter Hut. Erst vor wenigen Tagen erlebten viele junge Mädchen den Schock ihres Lebens, als sich bei Twitter die Meldung verbreitete, Popstar und Teenie-Idol Justin Bieber sei an Krebs erkrankt. Doch es handelte sich lediglich um einen bösen Scherz der Mitglieder des berühmt-berüchtigten 4chan-Forums. Auch nicht jeder Tweet, der in den letzten Tagen über die aktuelle Lage an der US-Ostküste informierte, skizzierte die Realität: Ein Twitter-Nutzer berichtete von der angeblichen Überflutung der Räumlichkeiten der New Yorker Börse. Der Hedge-Fund-Analyst hatte diese nicht zutreffende Behauptung frei erfunden.

 

Wir glauben eher was wir sehen, als was wir lesen

Doch während jeder halbwegs intelligente, mit den Dynamiken des Internets vertraute User weiß, dass nicht jedes sich in hohem Tempo im Web verbreitende Gerücht immer der vollen Wahrheit entsprechen muss, haben Bilder eine deutlich höhere Glaubwürdigkeit. Was wir mit eigenen Augen sehen, glauben wir eher als das, was uns jemand anderes in Worten berichtet. Und selbst wenn es für niemanden mehr ein Geheimnis ist, dass Fotos sich heute von jedem und jeder Elfjährigen mit minimalem Aufwand modifizieren und manipulieren lassen, so fällt es uns zumindest beim Blick auf einigermaßen realistisch anmutende Fotos leicht, deren Wahrheitsgehalt grundsätzlich zu glauben.

Dass sich unter die Tausenden von an den Orten nachrichtenrelevanter Ereignisse aufgenommenen, anschließend über Social Media distribuierten Fotos der ein oder andere Fake einschleicht und mitunter massive Verbreitung erfährt, wird uns als Phänomen für die Zukunft erhalten bleiben. Der Kick, Onlinenutzern dabei zuzusehen, wie sie einen manipulierten Schnappschuss wie verrückt sharen, und wie im “Idealfall” selbst professionelle Nachrichtenangebote darauf hereinfallen, ist für die Urheber solcher Späße einfach zu groß, als dass sie sich diese Möglichkeiten entgehen lassen würden.

Verifizierung als Chance für den Journalismus

Mindestens genauso groß ist daher der Bedarf an Diensten zur Verifizierung des User Generated Content, der sich nach dramatischen Geschehnissen wie dem Hurrikan Sandy über das Netz ergießt. Bereits heute beschäftigen viele Redaktionen entsprechende Investigatoren, die damit befasst sind, die Echtheit von im Netz kursierenden Gerüchten, Fotos und Videos zu überprüfen, um eine immer etwas peinliche Veröffentlichung von Fälschungen und erfundenen Meldungen ausschließen zu können. Doch eine solche Arbeit ist personalintensiv und damit teuer.

Tom Phillips, Journalist und Macher des Blogs “Is Twitter Wrong?“, enttarnt seit August über Social Media in Umlauf gebrachte Enten und nahm auch einige der Sandy-Schnappschüsse unter die Lupe. Bei Fotos reiche es seiner Erfahrung nach häufig aus, eine Google-Bildsuche durchzuführen, um in Erfahrung zu bringen, ob ein Motiv in ähnlicher Form bereits in der Vergangenheit irgendwo im Internet aufgetaucht ist. Viele weitere Maßnahmen zur Bildverifizierung können folgen, kosten dann jedoch schon mehr Zeit.

Bisher mangelt es aber an systematischeren Ansätzen, die weder von Journalisten als Hobby betrieben werden, noch der internen Redaktionsarbeit der führenden Leitmedien vorbehalten bleiben. Was fehlt, ist ein von einem international renommierten Nachrichtenangebot oder einem Startup entwickeltes, rund um den Globus bekanntes Portal zur Verifizierung von nachrichtenrelevantem User Generated Content. Algorithmen, Nutzer und eigene Journalisten kooperieren, um die Echtheit von Behauptungen, Augenzeugenberichten und visuellen Dokumenten zu aktuellen Vorfällen zu verifizieren, Bestätigungen einzuholen und Falschmeldungen zu enttarnen. Ein internes Punkte- und Rankingsystem, eine Identifizierung der partizipierenden Nutzer per Facebook- oder Twitter-Login sowie externe Reputationsindikatoren wie Klout bieten sich an, um Engagement und Seriosität zu gewährleisten. Richtig in Angriff genommen und unter der Voraussetzung einer hochmodernen, leistungsfähigen und intuitiven Benutzeroberfläche, könnte so ein revolutionäres journalistisches Angebot entstehen, eine Art Klout für den Bürgerjournalismus – Geschäftsmodell inklusive: Medien und Unternehmen rund um den Globus erhalten gegen Bezahlung idividualisierbaren Zugriff auf einen Echtzeitstream verifizierter Inhalte.

Einen solchen Dienst auf die Beine zu stellen, gleicht einer Herkulesaufgabe. Doch die Nachfrage ist groß. Die Verifizierungsagentur Storyful bewegt sich jedoch schon in diese Richtung, wenn auch bisher als reines B2B-Modell (Danke Frederic Huwendiek). Und wenn Google eine Billion Websites indexieren und Facebook eine Milliarde Menschen mit personalisierten Inhalten versorgen kann, dann ist auch ein komplexer, algorithmisch-redaktioneller Verifizierungsdienst für Social Media und das Echtzeitweb kein Ding der Unmöglichkeit. Erst recht nicht für die Verlage, die erkannt haben, dass die erfolgreiche Transformation des Journalismus von analog zu digital nur mit maximaler Experimentierfreudigkeit und einem hohen Innovationstempo gemeistert werden kann.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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18 Kommentare

  1. “Photoshoppen” ist schon viel älter als die Bildeditoren, da gab es schon fingerfertige Leute im chemischen Entwicklungslabor.

    Zum Thema Autorenranking gab es einen (werbeartigen) Artikel in der t3n. (http://t3n.de/news/google-verdammt-clever-423662/)

  2. Richtig, sehe ich auch so. Und durch die massenhafte Verbreitung bekommt eine Meldung nur noch mehr Relevanz. Da müsste man direkt mal schauen, welchen Algorithmus sie bei SwiftRiver (innerhalb von Ushahidi) dafür verwenden.

    Das Schlimmste sind ja immer die Benutzer selber. Die Ahnungslosen, die auf jeden Mist klicken oder ungelesen weiterleiten. Die kann man auch nicht mit einem guten Algorithmus überzeugen, höchstens filtern. Wahrscheinlich wird es dann auf einen solchen Filter hinauslaufen.

    Der Jan Eggers hatte hier http://eggers-elektronik.…inuten-quellencheck/ mal eine Toolbox zum Quellencheck zusammengestellt.

  3. Der traditionelle Journalismus muss sich genau an diesem Punkt ohnehin neu erfinden. Auch 17 Jahre nachdem Internet mainstream wurde hat er seine Rolle immer noch nicht neu definiert. Und viele Journalisten sehen das Internet immer noch mehr als feindliche Front denn als Werkzeug an, das sie sich – gerade mit usergenerated content – für ihre Arbeit zunutze machen können.

    Dabei ist die Aufgabe des Journalismus nach wie vor ganz einfach: Finde die Wahrheit und verbreite sie.

    In diesem Sinne: Es war nicht Jason Otts, der dieses Bild gebaut hat. Es wurde bereits 2010 verbreitet. Mehr über die Superzelle im Bild.

  4. Drei Sachen dazu: Zum einen zeigt Klout selbst, wie leicht “Reputationsindikatoren wie Klout” beeinflussbar sind.

    Als zweites gibt es genug Beispiele, dass das Spiel mit dem Fake durchaus auch in Kauf genommen wird. Im Sinn des Geschäftsmodells, nicht im Sinne von Journalismus.
    Dazu ein Bericht auf der ftd.de und einer bei Dradio Wissen.

    Zum dritten wird sich meiner Meinung nach ein anderes System einstellen. Oder tut es schon. Ein System der sozialen Ächtung. Mittlerweile dürfte ersichtlich werden, dass im Digitalen, im Netz sehr große Chancen bestehen, diese aber sehr schnell und ohne besonders viel Kraft regelrech zerstört werden, weil durch Fake (as known as Betrug) die Risiken erhöht werden. Für ein Netz, wo die Chancen deutlich überwiegen, müssen wir etwas tun, das kommt nicht von allein. Wie weit das gehen muss und wie genau etc., das müssen wir herausfinden.

    Ich persönlich denke da jetzt spontan, dass wir dazu noch mal eine ganz breit angelegte Post Privacy Diskussion werden.

  5. Da sollten die Journalisten aber nicht selber bei den Fakes mitmachen. Wobei man den Bericht von N24 schon als Falschinformation kennzeichnen könnte, wo ein Kreuzfahrtschiff gezeigt wurde, welches, laut Kommentator, vom Sturm Sandy hin- und hergeworfen wurde.

    Tatsächlich war es ein in Seenot geratenes, manövrierunfähiges Kreuzfahrtschiff, welches 2005 in einem Sturm im Mittelmeer dieses Problem hatte. Das Video gibt es seit Jahren bei Youtube.

    Wenn man sich schon auf die Bilder der “Profis” nicht verlassen kann…

  6. Die Überprüfung von Bildern und Meldungen, die über das Netz verteilt werden, ist definitiv zu einer großen Herausforderung für den Journalismus geworden. Hier wird in Zukunft einiges passieren (müssen).

    Wir versuchen mit eyeQuest einen Teil zur Verifizierung von Fotos und Videos beizutragen. Über eyeQuest angefragtes Bildmaterial ist sowohl GPS-validiert als auch zeitlich überprüfbar. Damit lösen wir zwar nicht das Problem, bestehenden Content zu verifizieren, aber bieten einen Weg neuen verifizierten Content zu erschaffen.

  7. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Journalisten vor den Zeiten des Internets ethisch einwandfrei gearbeitet haben. Nur ist es heute nicht mehr so einfach, Thesen als Fakten darzustellen, weil das Publikum reagiert und mitredet – und das ist gut so.

    Ich kenne den Fall von N24 nicht, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass der verantwortliche Redakteur keine Ahnung hatte. In mehrfacher Hinsicht. Evtl. wurde ihm das Video als wahr und aktuell verkauft, und er wusste nicht, wie er es nachprüfen kann, oder ob er es überhaupt prüfen muss, weil es von der Agentur kam. Ich habe vorgestern zum Beispiel auch eine Unterhaltung von Kollegen bei Facebook verfolgt, wo ein Bildredakteur nach der HiRes-Datei der Superzelle hinter der Freiheitsstaue fragte. Ein anderer hatte bereits versucht, dieses Bild in den Agenturen zu finden. Die idyllische Szene auf dem Fluss wurde gar nicht infrage gestellt – von Profis.

    Wir brauchen ein echtes Web of Trust. Und in diesem sollten nicht nur Journalisten sein…

  8. Katastrophenästhetik und die Lust auf Täuschung
    http://shamanifesto.de/20…30/katastrophenfotos

  9. Ausgleichende Gerechtigkeit: Während Journalisten und Verlage von ACTA bis Leistungsschutzrecht die Webbevölkerung mit immer neuen Urheberrechtsideen plagen, nehmen Sie sich selbst alles, was Sie kriegen können und pfeifen auf die Rechte (Quelle: Internet). Ganz vorne mit dabei: Die BILD, die Fotos klaut, YouTube-Videos rippt usw.

    Da ist es nur gerecht, wenn dieses Widerkäuen mit Fakes bestraft wird und die schlechte journalistische Copycat-Mentalität entblößt

  10. Diese Firma gibt es schon. Sie heisst Stroyful und verfiziert und sammelt Social-Media-Schnippsel unter anderem für Youtube. Ein irisches Startup.

    Siehe unter anderem hier:

    http://betterstories.post…-in-social-media-ver

    • Siehe dazu am Ende des Artikels.

      Storyful geht in die richtige Richtung, ist aber nicht ganz das was ich meine.

    • Oh stimmt, das hatte ich überlesen, wie peinlich.

      Meine Prognose: Das massenhafte Verifizieren wird nicht stattfinden, der Mechanismus der urbanen Mythen ist älter als das Netz, Wahrheit ist niemals so viral wie eine gute Geschichte oder ein gutes Bild – oder auch: never let the truth get in the way of a good narrative. Aber die Menschen werden vielleicht ein Bisschen mehr Skepsis lernen. Hoffentlich. Wenigstens die Journalisten.

  11. Verifizierung ist sicher eine Chance von Onlinejournalismus, aber keine allzu große sondern m.M. nur eine kleine unter unterzähligen interaktiven Chancen des Internets. Die Hauptherausforderung des Onlinejournalismus ist natürlich, neben attraktiven Angeboten tragfähige Erlös- und Geschäftsmodelle zu entwickeln – also schlicht ökonomisch auf die Füße zu kommen. Der Journalismus muß sich nicht nur inhaltlich und formal, sondern auch ökonomisch neu erfinden. Für den Journalismus im Prinzip eine sehr lange währende Herkules- und Jahrhundertaufgabe.

  12. Also, mir fehlt sowas nicht: “ein von einem international renommierten Nachrichtenangebot oder einem Startup entwickeltes, rund um den Globus bekanntes Portal zur Verifizierung von nachrichtenrelevantem User Generated Content.”

  13. Abgesehen vom Fotosturm auf den einschlägien Online-Medien ist mir die Vor- und Während-Berichterstattung auf den Nerv gegangen. Wer sich die Mühe (oder den Spaß) gemacht hat und während Sandy die New Yorker Webcams zu verfolgen und möglicherweise, so wie ich, auch noch per FB Kontakt zu New-Yorkern hatte, musste unweigerlich feststellen: Die weltuntergangsähnlichen Szenarien die uns ein Teil der heimischen Presse vorgaukeln wollte fanden in der Realität gar nicht statt. Zumindest nicht in dem hierzulande suggerierten Ausmaß.

  14. Gefuehlt oder tatsaechlich sind die Fotos ‘morgen’ nicht mehr aktuell bzw. in der Diskussion. Aktuell und in naher Zukunft wird darum gehen schnell viele ‘Klicks’ oder andere Aktivitaeten zu bekommen (20 Leute die unter ein Foto ‘fake!’ posten rechne ich dazu), nicht darum, wer die genaueste oder unaufgeregteste Berichterstattung hat. Wenn ungenaue Berichterstattung ein Kriterium fuer Beliebtheit waere, dann muessten ja ‘schnelle’ Angebote wie BILD, HuffPost usw. Besucher verlieren. Das Gegenteil ist der Fall. Im Grossen und Ganzen wird man das der ‘crowd’ ueberlassen wie es im Moment geschieht. Wenn’s zuviel wird, kann man immer noch kommentarlos loeschen oder setzt ein ‘sorry, wir haben ein gefaktes Bild bekommen’ unter die Klickstrecke. In die Start-Up Idee wuerde ich eher zurueckhaltend investieren ;)!

  15. Ich habe beim Hurricane Sandy die lokale Echtzeitsuche auf http://scanthe.net/local beobachtet und war bei allen Augenzeugen Videos unter den ersten 10 Klicks. Wenn man sieht das mehrere Internetnutzer auf verschiedenen Social Networks die selben Motive aus unterschiedlichen Ansichten aufnehmen, kann dies eine Verifizierung sein.

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  1. [...] Martin Weigert hat sich durch Fabebookkomentare zu diesem Posting durchgearbeitet und folgende Fakten sowie Meinung kundgetan: “Bis zum Mittwochmorgen wurde sie 631.000 Mal von anderen Facebook-Mitgliedern auf ihren Profilen publiziert….In den Kommentaren zu seinem Foto erklärte Otts, er hätte das Bild von einer Freundin per SMS zugeschickt bekommen, die es von einer anderen Freundin direkt aus New York erhalten habe. Ob dies stimmt, oder ob Otts einfach ausprobieren wollte, inwieweit seine 1139 Facebook-Kontakte sich mit einem selbstgebastelten Augenzeugendokument an der Nase herumführen lassen würden, weiß nur er.” [...]

  2. [...] Sandy zeigt, was Journalismus künftig leisten mussDer Wirbelsturm Sandy hat die Ostküste der USA mit Wasser und das Netz mit Augenzeugenberichten und teilweise atemberaubenden Fotos aus dem Katastrophengebiet überschwemmt – doch nicht alle davon entsprachen der Wirklichkeit. In der Verifizierung von nutzergenerierten Inhalten liegt enormes Potenzial, findet Netzwertig.com [...]

  3. [...] Verifizierung von User Generated Content: Sandy zeigt, was Journalismus künftig leisten muss »… [...]

  4. [...] Neue Herausforderungen für Journalisten am Beispiel vom Hurrikan Sandy beschreibt Netzwertig [...]

  5. [...] gehört die Verifizierung von über Social Media verbreiteten Augenzeugenberichten und -dokumenten zu einer der wichtigsten Aufgaben des heutigen und künftigen Journalismus. Journalisten könnten via eyeQuest Fotos oder Videomaterial von einem Ort erfragen, von dem sie [...]

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