pepperbill:
Orderbirds Alleinherrschaft
neigt sich dem Ende zu

Orderbird ist nicht mehr das einzige Startup aus Deutschland, das ein iOS-basiertes Kassensystem für die Gastronomie anbietet. Der Erfurter Konkurrent pepperbill setzt dabei ganz auf iPhones und iPod touch-Geräte – und sichert alle Kassendaten in der Cloud.

Das iPad-basierte Kassensystem Orderbird hat nicht nur in Groupon einen neuen Konkurrenten. Ein Startup aus Deutschland will nun die Hauptstädter in ihrem Heimatmarkt angreifen und setzt ebenfalls auf die Philosophie, Gastronomen mit einer möglichst kostenschonenden und einfachen iOS-Lösung auszustatten. Die Rede ist von pepperbill aus Erfurt.

Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Fachhochschule Erfurt und hat vor wenigen Monaten seine mobile Kassenlösung veröffentlicht. Bisher verzichtete man auf eine großangelegte Kommunikation, ab der nächsten Woche soll sich dies aber ändern.

Ein Blick auf die Website von pepperbill zeigt: Im Gegensatz zu Orderbird konzentrieren sich die Thüringer auf iPhones und iPod touch-Geräte, für die sie eine einfach zu bedienende Kassenlösung entwickelt haben. Noch deutlicher als die Berliner Konkurrenz positioniert sich pepperbill dabei als besonders simpel zu bedienender Ansatz, was durch den Slogan “Mobiles Bonieren ist jetzt so einfach wie nie. Alles, was du brauchst, ist ein iPod touch oder iPhone und einen Bondrucker” unterstrichen wird.

Mitgründer und Geschäftsführer Marcel Mansfeld bezeichnet die hohe Simplizität als eines der entscheidenden Alleinstellungsmerkmale zu Orderbird und berichtet vom Feedback bisheriger Kunden, die bestätigen würden, dass pepperbill das einfachste Interface im Bereich der mobilen Kassensysteme anbietet. Eine zweistellige Zahl an Gastronomen konnte bisher nach der 30-tägigen Testphase als zahlende Kunden gewonnen werden. Pro an das eigene pepperbill-Konto angeschlossenem iPhone oder iPod touch zahlen Restaurants und Bars als Einführungspreis 35 Euro monatlich – und maximal 225 Euro pro Monat, selbst wenn sie mehr als sieben Geräte einsetzen. Hinzu kommt noch die einmalige Anschaffung eines drahtlosen Bon-Druckers sowie einer Airport Express Basistation. Mindestvertragslaufzeiten oder Kündigungsfristen gibt es nicht.

Laut Aussage von Mansfeld ist der Einsatz von vergleichsweise kleinen iPhones oder iPod touch-Geräten für das Personal in gastronomischen Betrieben eine reine Gewöhnungssache. Und wer pepperbill trotzdem auf einem iPad installieren möchte, kann dies natürlich tun. Mittelfristig soll auch eine für die größeren iPad-Displays optimierte Version folgen.

Einen deutlichen Konkurrenzvorteil sieht Mansfeld, der pepperbill (das ursprünglich macaroon heißen sollte) zusammen mit Andreas Stein und Prof. Dr. Volker Herwig gegründet hat, zudem in der von Orderbird nicht angebotenen Cloudsynchronisation aller Kassendaten. Im Falle eines Einbruchs oder eines defekten Geräts können so alle Daten aus dem Cloudbackup abgerufen werden. Für dieses verwendet pepperbill Amazons Speicherwolke. Sollte in einem Lokal das Internet ausfallen, kann pepperbill auch offline betrieben werden, die Synchronisation erfolgt dann, sobald die Verbindung zum Netz wiederhergestellt ist.

Noch für dieses Jahr kündigt Mansfeld die Integration mit einem mobilen Zahlungsanbieter an, damit das Gaststättenpersonal wie bei Groupon Breadcrumb und Orderbird pay über einen an iPhone beziehungsweise iPod touch angeschlossenen Cardreader direkt Kartenzahlungen entgegennehmen kann.

Finanziert wird die kommende Expansion aus den Mitteln einer Kapitalspritze, deren Details die Erfurter in Kürze bekanntgeben wollen.

Die Zeiten, in denen die Angestellten in Restaurants mit Zettel, Stift oder einem zu einem teuren Kassensystem gehörenden industriegrauen Eingabegerät an den Tisch kommen, scheinen sich ihrem Ende zu nähern.

Link: pepperbill

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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19 Kommentare

  1. Ob das eine ernsthafte Konkurrenz zu Oderbird ist, bleibt abzuwarten. Die Alleinherrschaft ist übrigens schon lange vorbei. Die Leute hinter der rocKasse oder Gastrofix habe weit mehr Erfahrung im Kassenmarkt, als Orderbird, pepperbill oder Gastronovi. Die mischen in einigen Regionen den Markt schon mächtig auf. Vor allem können beide Anbieter richtig große Anlagen installieren, Filialen verwalten und wichtige Schnittstellen bedienen. An das know how ranzukommen wird schwierig. Da sehe ich die wirkliche Konkurrenz für Orderbird. Außerdem hat die Metro einen interessanten Piloten laufen. Die haben auch ein interessante Kasse für Apple entwickelt. Es gibt halt doch einen Unterschiede zwischen einer Kasse für Apple Produkte und einer Kassen App.

    • Gerade die Reduktion der Komplexität, die für klassische B2B Systeme typisch ist, ist ja ein Alleinstellungsmerkmall neuen Anbieter. Und “Erfahrung” kann manchmal auch zu unnötigem Ballast führen.

  2. Ich war mal so frei und hab mit einer Servicekraft geredet (Berlin), die das Orderbird-System benutzt. Ihr Feedback war sehr ernüchternd. Grundaussage: Usability-Nightmare! Die GUI ist sehr umständlich und nicht an die tatsächlichen Prozesse im Alltag angepasst. War auch mein Eindruck mit 180° Drehung und Blick auf die immer längerwerdende Schlange.

  3. Naja, “vollwertige” Kassen sind mal nicht soeben entwickelt. Das wieder zum Thema know how. @Marius: Das sagt jeder Kellner über jede Kasse. Typische Anwenderäußerung. Oft ist der Mensch das Problem und nicht die Maschine. Gerade in der Gastrobranche. Aber ich stimm Dir zu: Weder Orderbird noch Pepperbill sind besonders selbsterklärend. Da haben die anderen Anbieter mehr drauf.

  4. Andreas, wer sind denn die anderen Anbieter, die selbsterklärender sind als Orderbird oder pepperbill?

  5. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass weder Orderbird noch Pepperbill für komplexe Zusammenhänge und Anforderungen in der Praxis ausreichen (dynamisches Preissplitting, Küchenmonitor, Zapfanlagenansteuerung). Leider werden hier immer wieder die klassischen Kassensysteme schlecht geredet weil diese nicht “Hipp” genug oder zu teuer sind. Ich gebe zu für kleine Lokale scheint dies eine lukrative Alternative zu Altbewährten zu sein.

    Leider stellt sich sich gerade die Preisfrage spätestens dann, wenn der Kellner zum dritten mal sein iPhone oder iPod in das Spülbecken fallen lassen hat oder unabsichtlich ein Gast über den Tresen sein Bier darauf verschüttet. Alternative Ordersysteme scheinen zwar teuer aber haben sich dahingehend schon mehrfach bewährt. Und bei den klassischen Systemen bezahlt man meist einmalig ohne laufende Folgekosten und sind wir mal ehrlich einmalig 2.000 – 3.000 Euro auf 6-7 Jahre (typische Lebensdauer einer Kasse) gegenüber 30-50 Euro monatlich + min. 1000 Euro einmalige Anschaffungskosten, da sieht die Rechnung doch schon anders aus.

    Wie dem auch sei, ich bin gespannt wo diesbezüglich die Reise hingeht. Derzeit überzeugen mich diese StartUps nicht, aber sie sind noch jung und werden auf dem Markt noch so die eine oder andere Anforderungsprüfung überstehen. Bis dahin ist das bei mir installierte Kassensystem austausch bedürftig und ich lasse mich eventuell dann überzeugen, wenn es meinen Anforderungen genügt.

  6. @Tobias: Das sind mal die typischen Argumente der klassischen PC Kassenanbieter. Mir ist mein iPhone auch schon mal ins Wasser gefallen. Zwei Stunden auf die Heizung gelegt und das Ding funktionierte wieder einwandfrei. Leider stimmt der Preisvergleich auch nicht. Eine ordentliche PC Kasse, sagen wir mal z.B. Matrix oder addipos mit Kellnerschloss, Druckern etc. für zwei Arbeitsplätze, mit Orderman kostet schon mal locker € 12.000 Euro. Dazu kommen Updateverträge, Softwarepfegevertrag etc. mit locker € 80,00 bis € 100,00 pro Monat. In fünf bis sechs Jahren hast Du eine alte Kasse und im schlimmsten Fall ohne Updates. Bei den Schnittstellen gebe ich Dir Recht. Da hinken einige noch hinterher. Aber das wird sicher auch bald kommen.

    • @Andreas – es gibt auch richtig gute Kassensysteme für 2500-3000€.
      Da hat man eine Kassenstation, einen Drucker und ein mobiles Gerät und arbeitet komplett offline und somit sicherer. Die Kellnerterminals haben dann:
      - robuste Gehäuse mit Fallschutz aus ~1,5 Meter
      - entspiegelte Displays (sogar bis zu 5″ Größe!!!)
      - die Option mit mehreren Geräten parallel zu arbeiten und viele weitere Features.
      Ein iPhone ist ein Telefon, ein iPod ein MP3-Player – beides würde ich meinem Kellner nicht in die Hand geben.

  7. @Andreas Sicherlich muss jeder für sich entscheiden, was er bereit ist auszugeben. Ich von meiner Seite habe kein System in Betrieb welches gleich der “Mercedes” unter den Anbietern ist, preislich ist nach oben immer viel Platz und sicherlich kann man nicht immer von der Devise ausgehen nur was viel kostet kann nur gut sein. Aber ich habe für mein System keine 12.000 € ausgegeben, aber ich nehme mir auch heraus zu sagen, dass ich technisch versiert bin und mir bei vielen Problemen, welche auftreten, selber helfen kann. Und Updates sind bei einem laufenden abgeschlossenen System eigentlich so gut wie nicht notwendig.

    Das Problem was ich immer wieder habe, ist das mein Kassensystemhersteller partout nicht mit mir direkt zu tun haben will und mich immer auf seine Händler (welche manchmal auch keine Ahnung haben) verweist, und diese wollen natürlich voll abkassieren.

    @Thomas Ich bin ganz deiner Meinung, ein kommerzielles Gerät wie IPhone/IPod sind für bestimmte business Bereiche unbrauchbar. Da ist die Robustheit der eine Punkt, auch die Offenheit der Systeme ist für mich ein Problem. Ich mein klar, ich vertraue meinen Kellnern aber letztendlich ist die Verlockung da, dass Gerät für Zwecke zu missbrauchen wofür es im eigentlichen Sinne nicht gedacht war.

  8. Hallo zusammen,

    ich finde alle Meinungen hier interessant und auch alle irgendwo zutreffend. Das perfekte Kassensystem muss jeder einfach für sich finden. Die Kunst ist hier die Anpassungsfähigkeit eines jeden Kassensystems an das gegebene Konzept.
    Die neuen Systeme haben durchaus den Vorteil der Freiheit, da die klassischen Systeme häufig einen Hardwarezwang oder gar den Vor-Ort-Service (Installationen, Wartung, Updates) Zwang haben. Die größten Vorteile der neuen Systeme ist aber die dahinter liegende Cloud, die die volle Flexibilität und vor allem die Vernetzung zwischen den einzelnen Systemen bietet. Das werden die Klassiker so nicht bieten können, es sei denn Sie gehen selbst den Weg der Cloud.
    Man sollte also nicht nur die Preise vergleichen, sondern auch die Mehrwerte bedenken, die geboten werden.
    Die Gastronomie ist im Umbruch und wird zunehmend sozialer, hier braucht man mittlerweile einfach viel Mehr als nur eine Kasse.
    Gruß!

  9. Smarter Wahnsinn. Ich habe mehrere solche Systeme ausprobiert, weil ich der Verlockung eines smarten Systems nicht widerstehen konnte. Mein Fazit ist mehr als ernüchtern. Die AppBastler kennen sich mit Handys aus, nicht aber mit der Gastronomie. Es ist für die Kellner ein leichtes, den Gastronomen zu bescheissen- das haben die aber nicht gern. Die Systeme erfüllen nicht einmal das 1×1 einer Kasse und taugt gerade einmal für eine Würstchenbude. Da wird am Nutzer vorbei programmiert. Orderbird hat es in sechs Monaten nicht geschafft, den Bestellbon auf mehrere Drucker in der Küche umzuleiten, was für komplexe Gastronomie unerlässlich ist.

  10. Hi Alexander,

    der Bondruck auf mehrere Drucker (zB. Küchendrucker) funktioniert schon seit Mitte 2011 in orderbird POS. Wir würden uns freuen wenn Du uns kontaktierst, dann zeigen wir dir wie einfach es ist mehrere Drucker anzulegen und anzusteuern.
    Wir haben mittlerweile über 1000 zufriedene Kunden in der DACH Region und darunter auch zahlreiche komplexe gastronomische Betriebe.
    Wir freuen uns über Dein Feedback!

  11. Hallo Patrick, der Bondruck funktioniert auf mehreren Druckern. Richtig: Entweder – oder.
    Ich kann einen Bon aber nicht auf zwei Druckern
    bspw. Gardemanager und Entremetier drucken, das heißt die rechte Seite der Küche weiß nicht was die linke Seite produziert, geschweige den welche Produkte an einem Tisch zusammen geführt werden müssen. Es wäre einem schon geholfen, wenn mann den Tischbon auf jedem Küchendrucker komplett drucken könnte. Geht aber leider nicht. Was du beschreibst betrifft nur die Rechnungsdrucker.

  12. Hallo Alexander,

    das betrifft tatsächlich nur komplexe Betriebe. Aber auch dafür haben wir eine Lösung.
    Bitte teile mir mit wie wir dich erreichen können. Wir wollen hier die Leute ja nicht mit solchen Details langweilen, oder?
    Bitte schreib uns an hello@orderbird.com.
    Lieben Dank

  13. Hallo Alexander,
    bei gastronovi Office (http://www.gastronovi.de) ist es möglich alle gastronomischen Anforderungen bezüglich Druck zu lösen. Z.B. haben wir kürzlich das Projekt Pret a Diner in Berlin mit unserem System ausgestattet, dass sehr hohe Anforderungen an die Produktionskommunikation stellt. Hier sind z.B. 5 getrennte Bereiche (Kostenstellen) mit jeweils sich überschneidenden Produktionsstätten (geteilte Drucker über Bereiche hinweg). Bei diesen Druckeinstellungen wurden die Menüs z.B. an 2 räumlich getrennte Küchen gesendet, wo auch ersichtlich wurde, welche Speisen bei der jeweiligen Küche produziert werden müssen.
    Des Weiteren wurden hier bis zu 10 vollsynchronisierte Geräte durch die Servicekräfte genutzt (Ein Tisch kann ständig von mehreren Kellnern bedient werden).
    Grüße,
    Andreas

  14. Also ich möchte hier für keine Seite (Smart-Welt vs. PC-Welt) wirklich Partei ergreifen und bestimmte Lösungen verteidigen oder gutheißen, aber ich finde man sollte die Kirche auch mal im Dorf lassen. Ja es gibt Gastronomie Betriebe die groß sind und spezielle Lösungen jenseits der Normalität benötigen, welche dann deutlich mehr Geld kosten als die Standardlösungen. Aber mal ehrlich, auf wie viele Betriebe trifft es zu, dass die Küche so groß ist, dass der Bon innerhalb der Küche mehrfach verteilt ausgedruckt werden muss. Bei vielen Betrieben steht ein Koch und eine Hilfe in der Küche, dann noch 1-3 Mitarbeiter für den Service, das war es dann auch. Gerade solche Betriebe benötigen kleine Lösungen wo sie nicht die Spezialfunktionen großer Betriebe mit bezahlen müssen. Deshalb stimme ich auch der Meinung von Thomas zu, gerade die kleine bis mittlere Gastronomie braucht günstige Lösungen ohne viele Drumherum. Und solche Lösungen gibt es locker ab 2.000,- Euro. Was mich aber in den letzten Wochen und Monaten wirklich nervt ist, wenn Hersteller Ihr Produkt mit dem Wort „Kassenrevolution“ bewerben, eine Revolution ist für mich was anderes und das Rad wurde auch nicht neu erfunden, finde ich.

  15. Und schön die Daten in der Cloud halten. Das Finanzamt freut sich.

    Jeder, der in der Gastronomie tätig ist, weiß aus eigener Erfahrung, dass Betrug den Alltag bildet, einfach aus existentiellen Gründen. Und das weiß auch das Finanzamt :-)

    Wenn man das den Restaurantbetreibern mal genauer erklärt, was es mit der Datenhaltung durch Orderbird und Co auf sich hat, können alle diesen Kassensysteme dicht machen…

    Und mehr Umsatz generieret ein Betreiber eines Restaurants damit auch nicht. Ohnehin gutlaufende Restaurants verdienen in Zukunft weniger, weil sie ja noch monatlich an Orderbird abdrücken müssen.

    Und der ganze Mittelstand wird in Zukunft des öffteren Besuch vom Finanzamt haben :-)

    Herrlich….herrlich….

  16. Diese Diskussion erweckt doch einiges an Begeisterung. Egal ob auf der Seite hier, bei uns im Blog, oder auf LinkedIn, beide Seiten sind heiss dabei. Ich denke der Markt ist gross genug fuer alle Anbieter, ob es sich nun um Kassensysteme oder iPADs handelt.
    Glueckwunsch an Pepperbill aus Erfurt.

  17. Es ist schon sehr interessant hier zu lesen, wie sich die einzelnen Anbieter verkaufen. 
    Seit nunmehr 30 Jahren bin ich in dieser Branche „Kassensysteme für die Gastronomie“ tätig.
    Es ist immer wieder erstaunlich welche Anbieter von Kassensoftware auf dem Markt erscheinen und plötzlich wieder verschwunden sind. An dieser Sache sind schon viele gescheitert und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. In den einzelnen Städten und Regionen sind immer die Marktführer, die einen Service vor Ort bieten. Ihr glaubt doch selbst nicht das die iphones, ipods und ipads Softwarehersteller an einem Samstagabend „Hochbetrieb“ „das Grauen jedes Gastronomen“ einen Papierstau am Kassensystem entfernen werden, oder ein Netzteil für den Bondrucker tauschen etc.?
    Auch ein Händlernetzwerk aufzubauen ist nicht so einfach. Fast jeder hat seinen Favoriten schon gewählt. Solange der Favorit die bereits installierten Kassensysteme mit neuen Ideen weiter belebt und die Updates pflegt, wird so schnell kein seriöser Händler wechseln. Warum auch. Der Endkunde kann ja auch direkt beim iphones, ipods und ipads Softwarehersteller kaufen. Weshalb dann bei einem Vertrags-Händler anrufen. Nur der, der Service schätzt, wird die „Telefone“ für seine Gastronomie nicht haben wollen.
    Software gab es schon immer wie Sand am „Meer“. Aber „mehr“ auch nicht. „Programmierer“ die direkt von der Uni kamen und sich mit den Anforderungen der Gastronomie überhaupt nicht ausgekannt haben. Damals liefen die noch auf MS-Dos Betriebssystemen, heute über Linux, Mac oder Windows.
    Manipulationssicher, robust, wasserdicht, schnell, zuverlässig und flexibel.
    SO MUSS KASSE.
    Und ohne die „Wolke“ für den Einblick aller unerwünschten Beobachter im internationalen Glasfasernetz.

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