Das iPhone 5 und der übertriebene Gadgetkult:
Es ist an der Zeit für Mäßigung

Das iPhone 5 ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Gleiches gilt für fast alle neuen Gerätschaften, die uns Zugang zur digitalen Welt verschaffen. Dem derzeitigen Gadget-Kult täte eine Mäßigung gut.

Im Netz macht gerade ein Video die Runde, das die äußerst seltsam anmutende Jubel-Zeremonie der Beschäftigten zur Eröffnung des ersten schwedischen Apple Stores am letzten Samstag zeigt. Ähnliches ließ sich in der Vergangenheit auch schon bei der Einweihung anderer Läden des kalifornischen Lifestyle-Unternehmens beobachten. Die Art, wie die Belegschaft sich, ihren Arbeitgeber und die ersten, zuvor stundenlang ausharrenden Kunden feiert, ist symptomatisch für den derzeitig allgegenwärtigen, über die Stränge schlagenden Gadget- und Technokult – für den nicht nur Apple verantwortlich ist. Ich finde, eine Mäßigung ist dringend notwendig.

Smartphones werden nicht mehr revolutioniert

Das größte Missverständnis von Berichterstattern im Zusammenhang mit der Vorstellung des iPhone 5 lag darin, dass jeder auf eine sensationelle Neuerung hoffte. Auch ich. Als deutlich wurde, dass diese ausbleibt und Tim Cook die von Steve Jobs eingeführte Tradition des “One more thing” definitiv nicht weiterführt, war die Ernüchterung und Enttäuschung bei vielen – inklusive mir – erst einmal groß. Ein dünneres, etwas größeres, etwas schnelleres Smartphone – so sieht maximal eine Evolution aus, aber keine Revolution. Genau dabei handelt es sich beim iPhone 5. Denkt man genauer darüber nach, so erscheint dies auch vollkommen logisch. Das erste iPhone war eine Sensation. Das erste iPad ebenfalls. Doch nachdem ein Markt einmal aus den Angeln gehoben und das disruptive Fundament gelegt wurde, folgt darauf zwangsläufig dessen Evolution. Dieser Beitrag half mir kurz nach der Apple-Keynote sehr bei der Einordnung: Genau wie Apple den Mac oder den iPod nicht mehr revolutioniert sondern nur noch zielstrebig weiterentwickelt und auf Detailebene verbessert, geht es nun auch bei der mittlerweile sechsten Generation des iPhone vor. Konsequent und nachvollziehbar.

Leider wird die allgemeine, von Apple entfachte, von grölenden Apple-Store-Mitarbeitern verstärkte, von tausenden Bloggern und Journalisten transportierte und von Millionen Konsumenten dankbar aufgenommene Euphorie/Hysterie rund um das iPhone 5 dieser Tatsache nicht gerecht. Jeder in dieser Kette trägt seinen Teil dazu bei, dass ein solides, modernes und leistungsfähiges Smartphone auf ein größtmögliches, unangemessenes Podest gehoben wird – auch Skeptiker und Apple-Hasser, indem sie sich öffentlich und in langen Texten über das Gerät echauffieren.

Man muss sich nur einmal die heute bei US-Medien wie Pilze aus dem Boden schießenden Erfahrungsberichte zum iPhone 5 durchlesen, um die Absurdität dieses Verhaltens zu verstehen:

“Das iPhone 5 fühlt sich toll an, sieht super aus, hat das beste Display, das ich jemals unabhängig der Größe gesehen habe, ist merklich schneller und bedeutend dünner und leichter als sein Vorgänger, schießt bessere Fotos, und lieferte in meinem sechstägigen Test eine Akkuleistung auf dem Niveau des iPhone 4S”, so das Urteil des bekennenden Apple-Anhängers John Gruber, bevor er ausführlich über die handwerkliche Perfektion sinniert, mit der das Gerät von Apple konzipiert und gefertigt wurde.

Positiv auch das Fazit von MG Siegler, ebenfalls überzeugter Apple-Fan: “Ich denke, das ist das beste iPhone-Upgrade, das Apple bisher abgeliefert hat, und damit auch die mit Abstand beste Version des iPhone”. Siegler weiter: “Das iPhone 4/4S is mir niemals schwer vorgekommen. Wenn ich jedoch ein Android-Gerät wie das Nexus S in die Hand nahm, erkannte ich, dass es deutlich mehr wiegt. Das iPhone 5 hingegen ist deutlich leichter als das Nexus S”.

Moores Law vs “Und täglich grüßt das Murmeltier”

Ein niegelnagelneues Smartphone ist also dünner, leichter und schneller als seine Vorgänger und ältere Konkurrenten. Und liegt dazu vielleicht noch etwas besser in der Hand. Moores Law lässt grüßen. Das Problem: In spätestens einigen Monaten wird sich irgendein anderer Hersteller damit rühmen, das dünnste, schnellste oder anderweitig eine neue Bestmarke erreichende Mobiltelefon veröffentlichen zu können. Weil das Unternehmen nicht Apple heißt, wird die allgemeine Begeisterung darüber deutlich geringer ausfallen – und abebben, wenn zwölf Wochen danach erneut ein Konkurrent mit einem noch flacheren Smartphone auftrumpfen kann, dessen Akkuleistung einen für die jeweilige Displaygröße neuen Rekord bricht. Und dann ist’s gar nicht mehr lang, bis Tim Cook wieder auf der Bühne steht, mit einem iPhone 6 in der Hand… Drei Tage später wird Apple stolz verkünden, die Zahl der Vorbestellungen innerhalb der ersten 24 Stunden von zwei beim iPhone 5 auf vier Millionen beim iPhone 6 gesteigert haben zu können.

Nur wenige Gadgets verdienen ihren Hype

Nichts erleichtert Menschen in Industrieländern und zunehmend auch in Schwellenländern den Alltag mehr als Smartphones, Tablets und andere technischen Spielereien, ja. Die Vorfreude auf ein vorbestelltes iPhone, Samsung Galaxy oder irgendein Windows-Phone kann riesig sein. Und das Auspacken erst. Doch ist der veranstaltete Rummel verhältnismäßig? Ich finde, nicht.

Hersteller werden für alle Zeit versuchen, mit größtmöglichem Einsatz für ihre Produktneuheiten zu trommeln. Manchmal handelt es sich dabei um radikale Innovationen, die berechtigterweise zu Begeisterungsstürmen oder zumindest für viel Aufsehen sorgen. Die Lancierungen von iPhone und iPad waren derartige Ereignisse, genau wie der Moment, als Google seine Cyberbrille Glass zeigte. Auch das Nexus-7-Tablet verdiente lauten Applaus, immerhin ist es Googles erstes eigenes Tablet, das zudem in puncto Format und Preis ganz eigene Wege geht. Präsentiert Apple eines Tages tatsächlich einen eigenen Fernseher, dann gibt es angesichts der potenziell weitreichenden Konsequenzen für die Branche gute Gründe, das Produkt akribisch von allen Seiten genau unter die Lupe zu nehmen, es am Stammtisch zu diskutieren und für einen ersten Blick auf das Gerät vielleicht sogar Schlange zu stehen.

Die nächste Revolution findet woanders statt

Häufig allerdings beläuft sich die Halbwertzeit eines neuen Gadgets als ultimatives, bahnbrechendes Produkt auf maximal einige Monate, und in den meisten Fällen handelt es sich bei den Debüts der Elektronik- und Computerhersteller schlicht um evolutionäre Justierungen. Das gilt für Smartphones ebenso wie für Tablets. Die nächsten echten Revolutionen liegen in anderen Bereichen – wo wir sie heute vermutlich noch gar nicht vermuten.

Ich möchte technikverliebten Gadgetfreunden nicht den Spaß an ihrem Hobby oder am feierlichen Unboxing nehmen. Es lohnt sich meiner Ansicht nach aber, die in den Prominentenstatus erhobenen Vertreter der Post-PC-Ära – schillernde Smartphones und Tablets – als das zu sehen, was sie sind: Werkzeuge, die das Leben einfacher, interaktiver und unterhaltsamer machen, die in regelmäßigen Abständen technisch auf die Höhe der Zeit gebracht werden und deren Herstellungsprozess eine ganze Reihe von unangenehmen Fragen aufwirft, die wir Verbraucher in den westlichen Ländern lieber verdrängen möchten. Deshalb ganz auf die Geräte zu verzichten, wäre nicht meine Empfehlung – aber die überschwänglichen Jubel-Arien oder alternativ hetzigen Debatten über technische Details, Retina-Bildschirme und zwei Millimeter dünnere Smartphones mit einer gesunden Distanz zu betrachten. So plump es klingt: Für die meisten Menschen gibt es wirklich Wichtigeres als ein Smartphone, das ein paar Gramm weniger wiegt als ein anderes Smartphone. Sie sollten sich nicht das Gegenteil einreden lassen.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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12 Kommentare

  1. Danke. Besonders der letzte Abschnitt spricht mir aus der Seele.

  2. Full ack :-)

  3. Der rationale Verstand gibt Dir recht: es ist ja kompletter Blödsinn es mit der Gadget Love zu übertreiben.
    ABER: der nüchterne Tim Cook hat es in der iPhone5 Keynote gut wie folgt auf den Punkt gebracht: wir haben eine sehr innige Beziehung mit unserem Mobiltelefon.
    Immer mehr unseres Lebens (Telefonie, Kontakt zu Freunden, Mail, Facebook, Fotos, Sharing, spezielle Apps …)
    Wir haben in/auf dem Mobile ganz viel von dem, was wir lieben, das uns etwas bedeutet. Kaum verwunderlich, dass dies auf das Gadget abfärbt – und wir das Gadget selbst anfangen zu lieben, das uns diese tollen Dinge alle ermöglicht.

    • ABER: der nüchterne Tim Cook hat es in der iPhone5 Keynote gut wie folgt auf den Punkt gebracht: wir haben eine sehr innige Beziehung mit unserem Mobiltelefon.

      Ich habe eine innige Beziehung zu meiner Freundin. Mein Smartphone ist ein Gebrauchsgegenstand, nicht mehr und nicht weniger.

  4. Genau, guter Artikel.

    Wie hiess es früher in der Waschmittelwerbung “das beste XYZ aller Zeiten…wäscht noch weisser als weiss”.

  5. Auch wenn der Artikel inhaltlich okay ist und einige Dinge in ein sachlicheres Licht rückt, als das in den vergangenen Wochen vielerorts der Fall war, so folgt Ihr damit letztlich auch nur dem sich ewig wiederholenden Verwertungskreislauf wie Bild, RTL, SpOn usw.

    1. Hype aufbauen und verstärken
    3. Hype zelebrieren
    4. Hype hinterfragen
    5. Hype für irrelavant erklären

    Die Dramaturgie ist die des klassischen Spektakels. Die Kuh wird eine Weile durchs Dorf getrieben und wenn sie müde wird und nichts mehr macht, erteilt man ihr den Gnadenstoss, damit die Massen sich neuen Attraktionen zuwenden können.

    Billig? Ja. Funktioniert aber schon seit Jahrtausenden.

  6. Das Problem verstehe ich, aber was hat die Eröffnung eines Apple Store mit Gadget Wahn zu tun und alle iPhones nach dem ersten waren keine Revolution, sondern mehr Evolution.

    Das Problem ist doch eher die Sensations geile hungrige Presse (ja ihr auch), die enttäuscht sind das Apple ihre Erwartungen nicht erfüllt.

  7. @ Thomas Landgraeber

    Mhh die Alternative wäre, das Thema gar nicht aufzugreifen. Ist aber imo auch nicht die beste Option.

    Kompliziert.

    @ Thomas

    ber was hat die Eröffnung eines Apple Store mit Gadget Wahn zu tun

    Wenn Hunderte oder gar 1000 Menschen zur Eröffnung eines Apple Stores pilgern und dort geduldig in der Schlange warten, um sich dann das eigenwillige bzw peinliche Schauspiel der Apple-Mitarbeiter anzuschauen, dann machen sie das ja aus einem Grund: Weil für sie Gadgets einen irrationalen Status eingenommen haben. Sie sind nicht mehr Werkzeuge, sondern erfüllen einen Selbstzweck.

    Ohne den Gadgetkult gäbe es weder vor einem Apple Store kampierende/wartende Konsumenten noch wild herumkreischende Apple-Mitarbeiter bei der Eröffnung eines Ladens.

    Die Presse ist imo nur ein Zahnrad in der Gesamtkette. Sicher ein wichtiges, klar.

    • @Martin: Nein, die Alternative wäre schlicht und einfach eine andere Art des sogenannten “Journalismus”.

      Es wird immer gern so getan, als sei die ewige “Hype-and-destroy”-Masche gottgegeben. Ist sie aber nicht. Sie dient einzig und allein der Aufrechterhaltung des Interesses. Aber wem erkäre ich das? ;-)

  8. Sprichst mir aus der Seele.

  9. Diese Menschen, die stundenlang vor einem Geschäft ausharren um 5 Minuten früher ein Apple Produkt zu kaufen sind meiner Meinung nach geistesgestört. Die gehören therapiert. Die benehmen sich als wenn sie grade ein Leben gerettet, ein Mittel gegen Krebs oder eine kostenlose Energiequelle erfunden hätten. Total bekloppt.

  10. Hallo,
    warum über dieses Thema diskutieren ?

    Menschen macht dieser Hype-Wahnsinn spaß und genau deswegen

    sollte man es auch tollerieren und akzeptieren, dass sich

    genug Leute diesem Hype anschließen. Ich finde es gut und

    jeder der schon einmal vor dem Apple Store auf ein neues

    Gerät gewartet hat, weiß wovon ich rede.

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  2. [...] Martin Weigert, Netzwertig.com: Leider wird die allgemeine, von Apple entfachte, von grölenden Apple-Store-Mitarbeitern verstärkte, von tausenden Bloggern und Journalisten transportierte und von Millionen Konsumenten dankbar aufgenommene Euphorie/Hysterie rund um das iPhone 5 dieser Tatsache nicht gerecht. Jeder in dieser Kette trägt seinen Teil dazu bei, dass ein solides, modernes und leistungsfähiges Smartphone auf ein größtmögliches, unangemessenes Podest gehoben wird – auch Skeptiker und Apple-Hasser, indem sie sich öffentlich und in langen Texten über das Gerät echauffieren. [...]

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