Neue iPad-App:
itravel zeigt, wie man
in Zukunft Reisen bucht

Mit einer iPad-Applikation zeigt das gerade in die USA expandierende Kölner Unternehmen itravel, wie viel Spaß die Buchung von Reisen über Tablets machen kann. Im Herbst soll eine Android-Anwendung folgen.

Wir berichten vergleichsweise selten über Anwendungen und Dienste rund um das Buchen von Reisen. Ähnlich wie ganz allgemein im Onlinehandel sprudeln zwar die Gewinne und es existieren viele bewährte Geschäftsmodelle, vollkommen neue Wege beschreitende Konzepte allerdings sind eher Seltenheit als Regel. Der Kölner Individualreisenvermittler itravel ist uns jedoch mit einer gerade veröffentlichten iPad-Applikation ins Auge gefallen. Das Unternehmen wurde bereits 2004 von dem späteren Sevenload-CEO Axel Schmiegelow sowie Erik Schmiegelow und Silke Walprecht gegründet und sieht sich als “Kreativschmiede und Serviceplattform” für die Buchung maßgeschneiderter Individual- und Erlebnisreisen. Wer zehn von Sangria- und Biergenuss geprägte Tage am Ballermann verbringen will, gehört nicht zur Zielgruppe der Kölner, deren Reisen zudem nicht gerade billig sind.

Bisher fokussierte sich das Unternehmen, das seit April 2011 von Schmiegelow geleitet wird, auf Kunden aus dem deutschsprachigen Raum. Doch acht Jahre nach dem Debüt treten die Rheinländer, die bisher den Break-Even noch nicht erreicht haben, in eine neue Expansionsphase ein und machen sich für die mobile Ära fit: Zum einen rückt künftig der englischsprachige Markt und dabei besonders die USA in den Fokus, was durch die Eröffnung von Niederlassungen in London und San Francisco unterstrichen wird –  anders als von VentureBeat berichtet plant Schmiegelow übrigens nicht, den Hauptsitz von itravel nach San Francisco zu verlegen. Zum anderen soll eine iPad-Applikation die Buchung von Reisen in entspannten Stunden auf dem Sofa erlauben – das geht zwar mit den Notebook auch, aber Tablet-Nutzer kennen den Unterschied.

Die seit kurzem im App Store verfügbare Anwendung stellt den Spaß bei der Zusammenstellung einer Reise in den Vordergrund und führt Menschen mit Fernweh und Abenteuerlust in mehreren Schritten zu ihrer Traumreise. Im ersten Schritt werden Anwender gebeten, auf einer Karte ihren gewünschten Kontinent und dann die anvisierte Region auszuwählen. Wer viel Freizeit und Geld zur Verfügung hat, kann auch verschiedene Reiseziele hintereinander besuchen. Im nächsten Schritt wird die Dauer des Trips definiert. Daraufhin generiert die App einen Zeitstrahl, der die gewählten Stationen sowie Tage für die Reise anzeigt. Per Fingergesten kann oberhalb dieser Timeline durch die verschiedenen buchbaren Hotels und Ausflüge geblättert werden. Gefällt eine Unterkunft oder Unternehmung, kann sie zum Zeitstrahl hinzugefügt und dort noch verschoben werden, um Start und Ende beziehungsweise Ankunft und Abfahrt festzulegen.

Ist die Auswahl getroffen, werden Nutzer darum gebeten, ihre Kontaktdaten anzugeben. Wird dies bestätigt und auch die finale Nachfrage akzeptiert, kümmert sich einer der 25 von itravel beschäftigten Travel Agents um die Anfrage und meldet sich anschließend telefonisch oder per Mail mit einem konkreten Angebot. Erst wenn der Buchende sein Einverständnis gibt, ist die Reise unter Dach und Fach.

Die itravel iPad-App, die während der Reiseplanung ständig großformatige Fotos von Reisezielen und Hotels zeigt, ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Tablets mit berührungsempfindlichen Bildschirmen das Benutzererlebnis bei Buchungs- und Kaufprozessen deutlich kurzweiliger und sinnlicher gestalten können. Gerade bei längeren Individual- und Luxusreisen ist die Vorfreude ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses. Je mehr Onlineanbieter von Produkten und Dienstleistern das Potenzial eleganter Apps erkennen, desto weniger werden sich Konsumenten mit überladenen, textlastigen E-Commerce-Angeboten für den Desktop zufrieden geben, die vollkommen ignorieren, dass für viele Menschen die Präsentation von Produkten und Dienstleistungen ein Teil des Gesamterlebnisses darstellt. Erst neulich berichteten wir über CouchCommerce aus Hannover, das Shopbetreibern die Möglichkeit einräumen will, innerhalb weniger Minuten ein für Tablets und Smartphones optimiertes Interface zu erstellen.

An einer Applikation für Android-Tablets arbeitet itravel derzeit, im Herbst soll sie veröffentlicht werden. Dann steht auch ein Relaunch der deutschen Site itravel.de auf dem Programm, die vom äußeren Erscheinungsbild der US-Variante itravel.com angepasst werden soll.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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