E-Book-Flatrate:
Ein Blick auf die neue
HTML5-Reader-App von PaperC

PaperC hat die geschlossene Beta-Phase seiner neuen E-Book-Flatrate gestartet. Deren Herzstück ist eine neue HTML5-Reader-App, die in jedem modernen Browser läuft und Nutzer fast vergessen lässt, dass sie die Anwendung nicht aus einem App Store geladen haben.

Wie wir Anfang November berichteten, arbeitet die Leipziger Onlineplattform für Fachbücher PaperC unter paperc.com momentan an einer E-Book-Flatrate und einer neuen HTML5-Reader-Web-App, die einen plattformunabhängigen Zugriff auf elektronische Bücher direkt über den Browser erlaubt.

Vor wenigen Tagen erhielt ich Zugang zur geschlossenen Beta-Phase, die Parallel zum Normalbetrieb von paperC.de stattfindet. Rund 1300 Fachbücher, größtenteils aus dem Bereich der Informatik und Computerwissenschaften, stehen zu Beginn (und in der Beta kostenfrei) zur Verfügung. Sukzessive sollen weitere Themensegmente (u.a. Wirtschaftswissenschaften) hinzukommen.

Die entscheidende Neuerung ist (neben dem Flatrate-Ansatz) die neue Lese-Web-App, mit der PaperC sich endlich von den Begrenzungen des Flash Players befreit und sein Angebot auf alle Geräte bringt, die einen modernen Browser besitzen und Verbindung mit dem Internet aufnehmen können.

Ich habe den HTML5-Reader in Chrome sowie auf dem iPhone und iPad im Safari-Browser ausprobiert. In allen Fällen funktionierte er einwandfrei und sehr schnell. Die dargestellten Inhalte passten sich jeweils der Bildschirmgröße an.

Umgeblättert wird bei stationären Rechnern und Notebooks per Mausklick, auf Touchdisplays per Fingergeste nach rechts (zurückblättern) oder links (zur nächsten Seite blättern). Mit einem Klick auf die drei kleinen Icons rechts vom Buchinhalt lassen sich Informationen zum Titel, eine Liste mit Lesezeichen sowie das Inhaltsverzeichnis ein- oder ausblenden.

Der neue HTML5-Reader von PaperC in Bildern
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)

Diese Bedienelemente funktionieren auch ohne Internetverbindung. Einen speziellen Offline-Modus gibt es derzeit noch nicht, aber nachdem ich das iPad in den Flugmodus versetzte, konnte ich sowohl sämtliche als Lesezeichen festgehaltenen Seiten sowie einige Passagen vor und nach der aktuell geöffneten Seite aufrufen. Ein Offline-Caching findet also bereits statt, auch wenn dauerhaft eine explizite “dieses Buch Offline verfügbar machen”-Funktion hilfreich wäre.

Der Feature-Umfang hält sich in dieser frühen Beta-Phase noch in Grenzen. Optionen zum Anpassen von Schriftgröße und Schriftart sowie zum Hinterlassen von Notizen direkt im Text fehlen bisher. Auch ist zu hoffen, dass PaperC die neue Version seines Dienstes auch mit Social-Reading-Funktionalität ausstattet, so dass ich mir beispielsweise Notizen von Kontakten anzeigen lassen oder mich mit anderen Lesern eines Titels über den Inhalt austauschen kann.

Bereits jetzt zeigt die neue PaperC-Web-App aber (wie auch der Kindle Cloud Reader), wieso gerade bei E-Book-Readern eine native App kaum noch erforderlich ist. Speziell wenn man der prominent dargestellten Aufforderung folgt und einen PaperC-Shortcut auf dem Homescreen des iOS-Gerätes ablegt, vergisst man anschließend leicht, dass es sich nicht um eine native Applikation handelt, die man aus dem App Store geladen hat (auch wenn ab und der Browser und dessen Adresszeile dann doch wieder sichtbar werden).

Für PaperC lohnt sich dieses Engagement, denn es kann seine Entwicklerressourcen auf die Weiterentwicklung dieser einen, über alle Plattformen funktionsfähigen App konzentrieren und muss garantiert keine Einnahmen mit den Betreibern von App Stores teilen (was vorrangig bei Apple der Fall wäre).

Wer das neue PaperC ausprobieren möchte, kann sich auf www.paperc.com in die Warteliste für die geschlossene Beta eintragen.

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8 Kommentare

  1. Katja Splichal
    schrieb am 8. Dezember 2011 um 15:23 Uhr (#)

    Hallo Martin,
    hab vielen Dank für Deinen wiederholt wachen Blick auf unsere Aktivitäten und Dein Feedback. — Genau die kritischen Punkte die Du ansprichst sind es, an denen wir (also maßgeblich Moritz) schuften. Ich hab Deine Anregung unserer offenen Wunschliste hinzugefügt und grüße ausm berliner Osten, Katja

    Der Link ist noch 6 Tage scharf und bietet bei Mailadressenübermittlung early access http://paperc.com/sgdqqRVEIB1m/ — viel Spaß :)

  2. Gerrit Imsieke
    schrieb am 9. Dezember 2011 um 23:12 Uhr (#)

    Hmm. Habe hier einen modernden Browser (IE6). Allein, die App will nicht darin „laufen“.

  3. Katja Splichal
    schrieb am 12. Dezember 2011 um 14:13 Uhr (#)

    Hallo Gerrit, lange nicht gesehen (abgesehen von g+ McD-toy-laughter) also, IE6 wird klar (noch) nicht unterstützt – ist auch kein moderner Browser – das wäre die 8. Wir sagen klar: performance nur bei optimaler (neuster) browserversion. komm, gönn Dir ein update.

  4. Gerrit Imsieke
    schrieb am 12. Dezember 2011 um 14:21 Uhr (#)

    Im Teaser ist die Rede von „modernden“ Browsern. Schalte mal kurz in Deinem iHirn die Autokorrektur ab. ;)

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 12. Dezember 2011 um 15:01 Uhr (#)

      “modern” ist ja meine Wortwahl. Und ich finde nicht, das man IE6 noch als modern bezeichnen kann.

  5. Gerrit Imsieke
    schrieb am 12. Dezember 2011 um 15:09 Uhr (#)

    Natürlich kann man ihn nicht als modern bezeichnen.

    Aber Deine Wortwahl lautet nicht „modern“, sondern „modernd“.

    Ich hab mir einfach ein Späßchen auf den lustigen Typo aus dem Teaser erlaubt. Aber wenn selbst nach mehrmaligem Erklären alle Welt den Text im Kopf autokorrigiert, funktioniert sowas natürlich nicht…

    1. Katja Splichal
      schrieb am 12. Dezember 2011 um 15:50 Uhr (#)

      oh mann JETZT greif ich mir aber mal an Kopp — gerrit, du bist unmöglich – rache ist lebertran

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 12. Dezember 2011 um 15:51 Uhr (#)

      Hah! Und ich dachte mir doch schon, dass du das mit dem IE6 und “modern” nicht ernst meinen kannst.

      Nun hab ich das d entfernt ;) Danke

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