Mobiler Vorstoß:
Facebook gibt Startschuss für iPad-App und mobile App-Plattform

Facebook hat die von vielen lange ersehnte iPad-Applikation veröffentlicht und gleichzeitig den Startschuss für seine mobile App-Plattform gegeben.

Screenshot: Insidefacebook.com
Screenshot: Insidefacebook.com
Einige Monate soll sie bereits fertig in der Schublade gelegen haben, nun schließt sich die wohl offensichtlichste Lücke in Apples App Store: Facebook hat am Montagabend seine kostenfreie iPad-Applikation veröffentlicht. Eine Reihe von Screenshots gibt es hier und im Facebook-Blog.

Begleitet wird der Launch der App vom Startschuss von Facebooks ebenfalls seit längerer Zeit erwarteter, HTML5-basierter mobiler App-Plattform.

Facebooks aufgefrischte mobile Website (m.facebook.com) wird nach der üblichen Rollout-Phase HTML5-Apps wie zum Beispiel Spiele ausführen können. Über die iPad- und überarbeitete iPhone-App führen Klicks auf gebookmarkte Apps entweder zur jeweiligen Downloadseite im Apple App Store, öffnen sich automatisch, sofern die entsprechende native App bereits installiert ist, oder leiten zur mobilen Version im Webbrowser.

Auch die virtuelle Währung Facebook Credits steht für Entwickler mobiler Facebook-Apps zur Verfügung und wird von dem US-Dienst als einziges Zahlungsmittel für den Verkauf virtueller Güter akzeptiert – allerdings nur über m.facebook.com. Facebook erhält dann wie üblich 30 Prozent aller Umsätze.

Wie schon häufiger gehört der Berliner Social-Game-Anbieter wooga zu den Launch-Partnern: Das Unternehmen veröffentlicht simultan zum Debüt von Facebooks mobiler App-Plattform das Spiel Magic Land Island, welches es selbstbewusst als eines der am weitesten entwickelten HTML5-Spiele überhaupt bezeichnet.

Spekulationen über Facebooks Ambitionen, Apples App Store mit einer eigenen, ganz frech in die iOS-Apps integrierten HTML5-Plattform Konkurrenz zu machen, kursieren schon seit längerem und wurden unter dem Codename “Project Spartan” bekannt.

Nun können sich Entwickler und Interessierte ein Bild von dem Ergebnis dieses Unterfangens machen. In seiner jetzigen Ausformung handelt es sich jedoch nicht um eine Gefahr für Apple: Während auch die mobile Facebook-Website ein Facelift erhält und nun also direkt Drittanbieter-Apps ausführen kann, legt das soziale Netzwerk mit der Lancierung der iPad-App den Schwerpunkt mehr als bisher auf den App Store von Apple.

Und durch die App-Bookmarks innerhalb der iOS-App ermuntert es seine Nutzer sogar dazu, sich weitere kleine Programme aus dem App-Laden der Konkurrenz zu laden – und bei Bezahl-Anwendungen jeweils 30 Prozent der Umsätze bei Apple zu lassen.

Freude wird Facebook daran jedoch nicht haben – und die mobile Website deshalb in den nächsten Monaten wahrscheinlich kräftig anpreisen und weiter aufrüsten.

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2 Kommentare

  1. KG
    schrieb am 11. Oktober 2011 um 09:29 Uhr (#)

    ja, huebsch geworden, das (lang ueberfaellige) Update fuers iPhone… Aber was auf dem iPad klappt, fuehrt bei diversen iPhones zum Dauerabsturz. Damit wird FB auf dem iPhone leider unnutz. Und was ich wirklich faszinierend finde: Man kann immer noch nicht Inhalte aus dem Newsstream TEILEN. Warum genau dieses essentielle Feature fehlt? Klarer #fail

  2. JST
    schrieb am 11. Oktober 2011 um 10:15 Uhr (#)

    @KG ich habe ein iPhone 3GS und habe auch das Problem: Nach dem Update kann ich die gar nicht mehr nutzen, weil sie sich nicht initialisiert!

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