HeatMapz:
Nutzergenerierte
Partybewertungen in Echtzeit

Über die vom Zürcher Startup Xeebel veröffentlichte iPhone-App HeatMapz bewerten Partybesucher in Echtzeit die Stimmung am Veranstaltungsort und helfen so Unentschlossenen bei der Entscheidungsfindung.

Bei welchen Clubs und Bars in der Umgebung lohnt sich ein Besuch? Diese Frage stellen sich jedes Wochenende Millionen von Menschen. Bei der Entscheidungsfindung helfen kann der Blick in die einschlägigen Online- oder Offline-Partyguides. Doch über die tatsächliche Stimmung vor Ort sagen die vom Veranstalter verkündeten Infos nichts aus.

Das Schweizer Startup Xeebel will mit seiner neuen mobilen Applikation HeatMapz (derzeit nur iPhone, Android in Planung) sowie dazugehörigen Facebook-Applikation Unentschlossenen helfen, das beste aus ihrem Party-Abend zu machen und die Locations in der Umgebung zu finden, bei denen sich ein Besuch wirklich lohnt.

HeatMapz listet über 20.000 Clubs und Bars in knapp zwei Dutzend Ländern, darunter neben dem Heimatland Schweiz auch in Deutschland und Österreich. Das Herz der App ist eine Kartendarstellung aller umliegenden Nightlife-Locations. Diese werden durch unterschiedlich gefärbte runde Kreise visualisiert. Je mehr Freunde und andere HeatMapz-Nutzer sich dort eingecheckt (über die App oder Facebook) und eine Bewertung der aktuellen Lage hinterlassen haben, desto stärker tendiert die Farbe ins Orange bzw. Rote.

Wer in einem Club mit der HeatMapz-iPhone-App eincheckt, hat die Möglichkeiten, einen Kommentar sowie ein Foto hochzuladen und die Stimmung vor Ort anhand von drei Kriterien zu bewerten: Schlange, Publikum, Musik. Anhand des so generierten Balkendiagramms erhalten Partylustige aus der Ferne einen Echtzeit-Erfahrungsbericht, was ihnen die Ausgehentscheidung im besten Fall erleichtert.

HeatMapz ist in hohem Maße von der Aktivität und Beteiligung seiner Nutzer abhängig – zumal täglich um 13:00 Uhr das Stimmungsbarometer auf null gestellt wird (die Bewertungen der Vortage lassen sich aber auf Wunsch abrufen). Durch eine sehr enge Integration mit Facebook und die so ermöglichte Berücksichtigung von Facebook-Check-Ins in die HeatMapz-Partykarte will das sechsköpfige Startup hinter dem Dienst das für neue Social-Web-Anwendungen charakteristische Geisterstadt-Phänomen vermeiden.

In der Folge sind Nutzer ohne Facebook-Konto momentan allerdings von der Nutzung von HeatMapz ausgeschlossen – dies ist nämlich Voraussetzung für die Registrierung.

Die Monetarisierung von HeatMapz soll durch eine mobile Coupon-Lösung erfolgen, mit deren Hilfe Veranstalter Echtzeit-Kampagnen launchen und so über die App neue Besucher gezielt, zum Beispiel über mobile Getränkecoupons, gewinnen können.

Gäbe es eine Applikation, die von tausenden Menschen in jeder Stadt zur Bewertung des aktuellen Nachtlebens genutzt würde – sie böte einen enormen Mehrwert. Der Weg dorthin und das Erreichen der notwendigen kritischen Masse ist aber steinig.

HeatMapz-Macherin Xeebel hat kürzlich in einer ersten Finanzierungsrunde 500.000 Franken (rund 400.000 Euro) aufgenommen.

Link: HeatMapz

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2 Kommentare

  1. Frank
    schrieb am 5. Oktober 2011 um 18:03 Uhr (#)

    Es geht scheinbar nicht mehr darum selbst einen loszumachen…
    Ich bin irgendwie zu alt für so was.

  2. Tim
    schrieb am 23. März 2012 um 21:18 Uhr (#)

    Ja, ob das Geld wieder reinkommt ist fraglich. Ich jedenfalls habe für meine (kleine) Stadt noch keine Coupons, Freikarten oder Freigetränke erhaschen können… Trotzdem eine App mit Potential, wie ich finde

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