Google+:
Technisch beeindruckend,
aber komplex

Wer Google+ ausprobiert, merkt schnell, wie viel Spaß die Kombination aus gelungenem Design und modernster Technologie macht. Die Komplexität der Plattform hingegen wirft die Frage nach der Massentauglichkeit auf.

Wenig überraschend habe ich Teile meines Vormittags bei Googles neuem Social Network Google+ verbracht – wie eine rapide wachsende Zahl anderer User auch, die durch Googles gelockerte Zügel bei der Bereitstellung von Einladungen Zugang zu der Plattform erhielten.

Blendet man die Tatsache aus, dass die aktuelle Situation dort am ehesten mit der Lieferung von neuem Spielzeug an einen Kindergarten zu vergleichen ist (Sascha Lobo ruft zum Bau des längsten Kommentarthreads auf – woran ich mich dann auch beteiligt habe) und entsprechend wenig Aussagekraft über die sich mittelfristig etablierenden Anwendungsszenarien besitzt, schießen einem während des Experimentierens mit den verschiedenen Funktionen zahlreiche Gedanken durch den Kopf.

Die drei, die bei mir mehr als einmal auftauchten, lauteten: “State-of-the-Art-Technologie”, “Komplexität” und “Wieso eigentlich?”:

State-of-the-Art-Technologie
Google+ ist ein weiterer Beleg dafür, dass bei Google die weltweit besten Entwickler tätig sind. Die technische Umsetzung der diversen Funktionen und die Art, wie Google einstmals nur von Desktop-Software bekannte Funktionalität in den Browser transportiert und dort mit höchstem Geschmeidigkeitsfaktor zum Laufen bringt, ist einfach beeindruckend. Carsten Knobloch liefert einen handlichen Überblick über die einzelnen Komponenten von Google+.

Trotz des geschlossenen Beta-Stadiums stieß ich nur auf wenige Bugs und Ungereimtheiten. Alle Elemente und Menüpunkte öffnen sich ohne Verzögerung und reagieren blitzschnell auf ausgeführte Befehle. In Kombination mit dem wirklich angenehmen, von viel weiß geprägten Design entsteht während des Aufenthalts bei Google+ ein beachtlicher Wohlfühleffekt.

Das für mich eindrucksvollste Feature ist Hangout, der browserbasierte Videochat mit bis zu zehn Kontakten gleichzeitig. Hier könnte Google+ zu einer ernsthaften Bedrohung für Skype und andere Videokonferenzdienste werden – die in der Regel für Gruppenvideochats Geld verlangen. Ein zusätzliches Gimmick ist die Option, allen Gesprächsteilnehmern gleichzeitig ein YouTube-Video vorzuführen – quasi turntable.fm für Filme.

Für die technischen Raffinessen und die Gestaltung bekommt Google+ von mir ein eindeutig positives Urteil. Wobei man von Google eigentlich kaum etwas anderes erwarten dürfte.

Komplexität
Stellt die Tatsache, dass im Hause Google das ein oder andere Genie auf der Gehaltliste steht, für die technische Umsetzung einen großen Vorteil dar, hat sie auch eine Schattenseite: Denn ähnlich wie Google Wave (und auch Buzz) zeichnet sich Google+ durch eine erhebliche Komplexität aus – womöglich das Resultat daraus, wenn überdurchschnittlich smarte Köpfe sich dem Thema sozialer Geflechte annehmen.

Allein das selektive, granulare Sharing ermöglichende Kontaktmodell mit unterschiedlichen “Circles”, also Freundeskreisen, bringt diverse Implikationen mit sich, die man erst nach einiger Zeit wirklich verinnerlicht. AllThingsD beschreibt die verschiedenen Zustände der sozialen Interaktion bei Google+.

Genau den Verzicht auf das von Facebook eingesetzte undifferenzierte Freundemodell, das die unterschiedlichen Grade der sozialen Beziehungen zwischen Menschen ignoriert, sieht Google als einen der entscheidenden Vorzüge seiner Neuentwicklung. Doch er könnte gleichzeitig zu einem Hindernis beim Erreichen einer kritischen Masse an aktiven Nutzern (außerhalb der geduldigen, neugierigen Early-Adopter-Kreise) werden. Facebooks Kontaktsystem simplifiziert. Google+ hingegen verkompliziert, auch wenn die Intention löblich ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass bei Google+ trotz der zahlreichen Ähnlichkeiten zu Facebook einige Uhren anders ticken. So lassen sich Inhalte mit E-Mail-Adressen von Nicht-Mitgliedern teilen, ohne dass genau klar ist, was daraufhin geschieht. Profile besitzen keine Pinnwand und keine Funktion, um eine private Nachricht zu verschicken (stattdessen lässt sich eine E-Mail versenden). Wer nicht genau aufpasst, publiziert relativ einfach an eine falsche Empfängergruppe – der Fokus auf nutzerdefinierte Freundeskreise sorgt dafür, dass man bei jedem veröffentlichten Element erst kurz überlegen muss, welchen Circle man dafür auswählt. Das kann nützlich sein, aber auch für eine mentale Barriere sorgen.

Von Nutzern, die bisher nur Facebook kennen und dort noch nie das Prinzip der Freundeslisten verwendet haben, erfordert Google+ eine erhebliche kognitive Leistung, um die Prozesse rund um das Sharing von Inhalten und Vernetzen mit anderen nachzuvollziehen. Und dass Google+ tatsächlich besser für den Schutz der Privatsphäre sein soll (wie man es ab und an hört), glaube ich erst, wenn auch noch nach einigen Wochen keine Fälle aufgetreten sind, in denen Nutzern sensiblen Content versehentlich den falschen Leuten zugänglich gemacht haben (nicht zuletzt dank “Instant Upload” für Fotos).

Wieso eigentlich?
Während ich mich bei Google+ umsah, ließ mich ein Gedanke nicht los: Welches Interesse haben wir eigentlich daran, Facebook gegen Google einzutauschen? Social Networking ist ein Winner-Takes-It-All-Markt – wenn ich mich heute bewusst dazu entscheide, mein virtuelles Zelt bei Google+ aufzuschlagen und dies dann auch über einen längeren Zeitraum durchziehe, bedeutet dies mittel- bis langfristig zwangsläufig eine schrittweise Abkehr von Facebook.

Aber wozu? Um von einem frischen Design und einigen funktionalen Unterschieden profitieren zu könne? Für mich zumindest ist das kein Grund, den Vorteil von Facebook – nämlich 99 Prozent meines Bekanntenkreises dort vorzufinden – aufzugeben.

Ein Grund dafür wäre für mich, den zentralen gegen einen dezentralen Ansatz auszutauschen. So wie es beispielsweise Diaspora macht. Auch könnte ich mir vorstellen, mein Networking auf einen Non-Profit-Anbieter zu verlagern (wenn es einen gäbe, der meinen Ansprüchen entspricht).

Aber einfach nur von einem werbefinanzierten, an meinen Daten interessierten Internetriesen zu einem anderen zu wechseln, nur weil der andere punktuelle Abweichungen aufweist – erscheint für mich nicht schlüssig.

Facebook ist böse, Google ist gut – dieser Mythos hält sich hartnäckig und spielt bei der vielerorts zur Schau getragenen Freude über Googles jüngsten Versuch, endlich etwas Erfolgreiches im Social-Bereich auf die Beine zu stellen, vermutlich eine entscheidende Rolle. Ich denke, dies ist ein Trugschluss. Im Gegenteil: Ich fühle mich wohler dabei, meine Onlinenutzung wenigstens auf zwei Anbieter verteilen zu können (Facebook und Google), statt mein gesamtes digitales Leben bei einem einzigen Unternehmen zu konzentrieren.

Fazit
Selbstverständlich werde ich mich bei Google+ weiter umschauen. Spaß macht es ja erst einmal. Und sollte das Projekt tatsächlich Netzwerkeffekte generieren und etwas vom Facebook-Zeitbudget der User abzweigen können, dann bliebe mir auch nichts anderes übrig, als irgendwann diesem Trend zu folgen. Bis zu diesem Zeitpunkt jedoch werde ich eine gesunde emotionale Distanz zu Google+ einhalten.

Weitere initiale Erfahrungsberichte gibt es bei Spreeblick und YuccaTree Post.

Mehr lesen

Linkwertig: Reposito, EyeEm, Googlebox, SEO

10.2.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Reposito, EyeEm, Googlebox, SEO

Reposito bekommt Handbücher, EyeEm bekommt eine API, was man von Donuts über Social Media lernen kann und mehr.

Linkwertig: Superbowl, Tumblr, Google X, Hollywood

7.2.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Superbowl, Tumblr, Google X, Hollywood

Die Zahlen zum Superbowl, Tumblr mit neuem Monetarisierungsmodell, Google mit radikaler Forschung und mehr.

Linkwertig: FriendCaller, FriendFahrer, Living Social, Diaspora

6.2.2012, 0 KommentareLinkwertig:
FriendCaller, FriendFahrer, Living Social, Diaspora

Banden von Schwarzfahrern organisieren sich via Facebook, neues Lebenszeichen von Diaspora und mehr.

Linkwertig: Lobbyismus, Google+, Wunderkit, Squirro

17.2.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Lobbyismus, Google+, Wunderkit, Squirro

Wunderkit bekommt ein neues einfaches Preis-Modell, die New York Times stellt rNews vor und mehr.

Aufmerksamkeitsökonomie: Warum Google+ an seinem  eigenen Erfolg scheitert

31.1.2012, 12 KommentareAufmerksamkeitsökonomie:
Warum Google+ an seinem eigenen Erfolg scheitert

Die Vereinigung von Google+ und Google Suche belebt erneut den Diskurs um die künftige Bedeutung dieser Plattform. Skepsis ist angebracht.

Linkwertig: Google+, Netzmedien, Netzwerken, Bitbop

30.1.2012, 0 KommentareLinkwertig:
Google+, Netzmedien, Netzwerken, Bitbop

Google+ kann fortan auch von Jugendlichen ab 13 Jahren benutzt werden, viele Tipps für Gründer und mehr.

\

16.2.2012, 8 Kommentare"Twitterifikation":
Facebook will Twitter verdrängen

Mit seiner Abonnieren-Funktion und dem zugrunde liegenden, asymmetrischen Follower-Prinzip versucht Facebook, Twitter zu verdrängen. Zugpferd dieser Entwicklung sollen Prominente sein.

Heimlicher Adressbuch-Abgleich: Path zeigt sein wahres Gesicht

8.2.2012, 13 KommentareHeimlicher Adressbuch-Abgleich:
Path zeigt sein wahres Gesicht

Das aufstrebende soziale Netzwerk Path hat sich mit dem ungefragten Abgleich der Smartphone-Adressbücher seiner Nutzer einen groben Schnitzer erlaubt. Für diese bei Startups übliche Leichtfertigkeit gibt es Gründe.

Nicht nur wegen des Börsengangs: 2012 ist Facebooks  wichtigstes Jahr bisher

2.2.2012, 3 KommentareNicht nur wegen des Börsengangs:
2012 ist Facebooks wichtigstes Jahr bisher

Facebooks Börsengang kommt zu einer Zeit, in der sich das Unternehmen an eine veränderte Social-Networking-Landschaft anpassen muss. Jetzt wird sich entscheiden, wie stark das Fundament der Plattform tatsächlich ist.

27 Kommentare

  1. Martin (MacMacken)
    schrieb am 30. Juni 2011 um 14:55 Uhr (#)

    Hauptvorteil von Google+ gegenüber Facebook ist für mich, dass man sich nicht gegenseitig befreunden muss – endlich sind auch einseitige «Beziehungen» möglich, quasi Facebook mit den Vorteilen von Twitter, aber ohne eine Beschränkung auf 140 Zeichen.

    Circles muss man übrigens nicht verwenden, Google+ funktioniert auch ohne das Zuordnen anderer Personen in einzelne Circles. Insofern sehe ich auch die beschriebene Komplexität nicht.

  2. Marcel
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:04 Uhr (#)

    Bei unseren Tests hat am meisten Hangout begeistert. Ob das zu mehr als nur eine bloße Spielerei taugt, muss sich noch beweisen, aber es ist in dieser Form zumindest “neu”.

    Außerdem bin ich gespannt, ob und wie Google einige Funktionen von Wave (oder Google Apps) noch in Google+ integrieren wird. Insbesondere in Richtung kollaboratives Arbeiten könnte sich Google+ doch recht nett entwickeln und auch einen Mehrwert gegenüber Facebook liefern.

  3. victorp
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:25 Uhr (#)

    hier fehlt glaube nun das +1 zum teilen ;)

  4. Marc
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:31 Uhr (#)

    Hallo Martin,

    das klingt ja schon einmal spannend. Und ich denke, dass du einen wesentlichen Punkt für die Entscheidung eines Social-Networks angesprochen: den Freundeskreis.

    Ich werde G+ mal ausprobieren wenn es denn irgendwann möglich ist, leider konnte ich das bisher nicht.

    Aber ich denke, dass insbesondere die E-Mail-Funktion einen hohen Wert haben könnte. Freunde müssen nicht bei G+ oder Facebook sein um etwas mit ihnen zu teilen. Eventuell kommt die Mail wieder?

  5. Kurt
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:37 Uhr (#)

    ich bin schon zufrieden, wenn ich meine Kontakte auch runtersynchen kann.
    Ich kann zwar FB kontakte im MSN oder Skype kontaktieren doch kann ich nicht analog zu Xing im Outlook ein Adressbuch mit den Kontakten anlegen denn FB will das nicht. Das ist etwas was bei Google anders ist – interessanterweise wirft Goolge das FB auch vor…

    wir werden sehen. Die Daten werden hüben wie drüben ausgeschlachtet und verwendet…

  6. Felix
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:37 Uhr (#)

    Danke für den Artikel. Ich hab keine Zeit mich bei jedem Google Mist anzumelden und dann ist es immer gut eine ehrliche Meinung zu lesen.

  7. Andreas Von Gunten
    schrieb am 30. Juni 2011 um 15:45 Uhr (#)

    Sicher wäre eine dezentrale Alternative wie Diaspora besser als eine weitere zentralisierte. Und richtig, auch Google ist eine grosse Firma, die Geld verdienen will. Allerdings, und das ist der springende Punkt, basiert das Geschäftsmodell von Google auf einem offenen Internet. Keiner der anderen grossen Player, wie Facebook, Microsoft, Apple usw. sind derart davon abhängig, dass das Netz offen bleibt und möglichst viele Menschen auf möglichst viele verschiedene Arten ihre Inhalte ins Netz stellt. Facebook saugt das Netz auf, will das möglichst viele Inhalte dort publiziert werden. Microsoft träumt immer noch davon, ihre Vorherrschaft auf dem Desktop auch ins Netz übertragen zu können, denken wir nur an das unsägliche Silverlight, dass z.B. für gewisse Funktionen von office365 benötigt wird. Apple will uns eh vor ein digitales Disneyland bescheren. Google hingegen lebt von der Vielfalt im Netz und indiziert diese, das gefällt mir immer noch viel besser. Deswegen ist Google, zumindest vorläufig unser Freund und Google+ eine sinnvolle und wichtige Alternative :-) Aber klar, es wird kaum so sein, dass nun alle Facebook Schwiegermütter in Scharen zu Google+ wechseln werden. Ich bin gespannt, wie’s weitergeht und freue mich derzeit am hübschen Design, den Circles, den Hangouts und den Sparks :-) Ach ja, ganz vergessen, die Google Liberation Front ist auch ein guter Grund Google mehr als anderen zu vertrauen :-) cu+

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 30. Juni 2011 um 16:00 Uhr (#)

      Die Frage ist halt trotzdem, ob man 99 Prozent seines Onlinelebens diesem einen Unternehmen in die Hand geben sollte.

      Denn an dem Tag, an dem das Geschäftsmodell aus irgendeinem Grund schlagartig nicht mehr das offene Internet erfordert, steht man blöd da.

  8. appjäger
    schrieb am 30. Juni 2011 um 16:10 Uhr (#)

    verteilt noch wer einladungen? der andere artikel wurde ja leider geschlossen und meist holt sich nur wer eine gibt aber keine weiter :/

    port.sc4n.th at gmail.com

    danke im voraus ;)

  9. Fabian Beyer
    schrieb am 30. Juni 2011 um 16:41 Uhr (#)

    Hallo,
    wird es in absehbarer Zeit nochmal Invites geben. Ich würde mir das Spektakel dann doch auch gerne mal anschauen, war bisher aber zu spät dran.
    Würd mich aber über eine Einladung (egal von wem) sehr freuen.
    Grüße aus Mainz,
    Fabian

    1. Fabian Beyer
      schrieb am 30. Juni 2011 um 17:38 Uhr (#)

      Danke an Ömer für die Einladung. Leider sind die bei Google+ derzeit wohl “over capacity”, weshalb ich mich “posted keepen” muss… ;-) Sonst hätt ich mein Dankeschön schon auf deine Einladung gepackt.
      Bleibt abzuwarten, ob ich die Büchse der Pandora demnächst auch mal öffnen darf… :D

  10. dieter
    schrieb am 30. Juni 2011 um 16:47 Uhr (#)

    Von Nutzern, die bisher nur Facebook kennen und dort noch nie das Prinzip der Freundeslisten verwendet haben, erfordert Google+ eine erhebliche kognitive Leistung, um die Prozesse rund um das Sharing von Inhalten und Vernetzen mit anderen nachzuvollziehen.

    lolwut?

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 30. Juni 2011 um 17:08 Uhr (#)

      Entweder ich unterschätze oder du überschätzt die Kompetenz der Durchschnittsnutzer (um die es geht).

  11. Ike
    schrieb am 30. Juni 2011 um 17:01 Uhr (#)

    Es ist schade, dass Google+ nicht mit einem Google Apps-Account zusammenarbeitet. Solange werde ich es dann eben auch nicht nutzen.

  12. appjäger
    schrieb am 30. Juni 2011 um 17:08 Uhr (#)

    danke nochmal an ö.y. ;) jetzt muss google nur noch die freigabe zulassen und es geht los! schöne sache!

  13. appjäger
    schrieb am 30. Juni 2011 um 17:12 Uhr (#)

    dennoch ne frage anbei: die einladung verfällt jetzt aber nicht nach einer gewissen zeit (seitens nutzer oder google)?

    thx ;)

  14. Ray
    schrieb am 30. Juni 2011 um 17:50 Uhr (#)

    Ich denke der wichtigste Vorteil, den Google+ bietet ist, dass die meisten Nutzer eh alles bei Google haben. E-Mail, Kalender, Adressen,… Ein Wechsel zu G+ ist deutlich leichter als sich neu bei Facebook zu organisieren.

  15. BusinessLifeHack
    schrieb am 30. Juni 2011 um 18:15 Uhr (#)

    Kurz- bis mittelfristig:

    Auf Facebook finde ich heute 99,99% meiner Freunde, warum jetzt zu Google+ wechseln und damit die Aufbauarbeit der vergangenen Jahre zunichte machen? Ausprobieren geht aber immer.

    Langfristig:

    Auch wenn Google um Längen besser sein wird als Facebook, werde ich meine Mails, Suche und Freunde nicht bei einem einzigen Unternehmen konzentrieren. Google und Facebook sind schon heute bestens über mich informiert. Beide zusammen in Form von Google+ werden über mich mehr wissen als ich selbst. Parallelbetrieb von Google+ auf Sparflamme wäre denkbar.

    Soweit die aktuelle Stand

  16. Marco
    schrieb am 30. Juni 2011 um 21:59 Uhr (#)

    Mit der Überschrift „Technisch beeindruckend, aber komplex“ komme ich nicht so klar. Ich empfinde Google+ im Handling als einfacher. Vielleicht liegt es auch daran das Google+ noch nicht so überladen ist?
    Meiner Meinung nach, wird sich Google+ durchsetzen. Ich denke zwar nicht das es ein Ersatz für Facebook wird, aber einige Benutzer werden schon wechseln.
    Laut einer Studie spielen über 60% auf Facebook, Google+ hat noch keine Spiele, Anwendung oder Fanpages… Ich denke da müssen sie schnell nachlegen, sonst könnte es passieren, dass Google+ das gleiche Schicksal wie Wave ereilt, was ich nicht hoffe!
    Also seine wir gespannt was noch so passiert ..

  17. In Flamez
    schrieb am 1. Juli 2011 um 08:46 Uhr (#)

    Möchte ich überhaupt alle Facebook User auch auf Google+ wieder treffen? Ich bin von den vielen pseudo Freunden, die man aus Höflichkeit geadded hat jetzt schon genervt. Circles sind ein sehr einfacher weg, dieses Dilemma zu umgehen. Die lästige “Willst du mein Freund sein?” Anfrage fällt auch weg, was ich sehr begrüsse.

    Klar, die Listen bei Facebook sind prinzipiell das Selbe, allerdings furchtbar in der Benutzerfreundlichkeit.

  18. Maren
    schrieb am 1. Juli 2011 um 11:06 Uhr (#)

    Mir würde der Wechsel im Design wirklich auch einmal gut tun. Auch wenn Facebook regelmäßig versucht die Plattform zu verändern,wäre eine neue Tapete auch mal ganz schön. Aber auch nur, wenn sich vorher absehbar sagen lässt, ob mein Freundeskreis mit der neuen Plattform klar kommen würde. Dann würde ich sogar Pionierin unter meinen Freunden werden.

  19. Valerie
    schrieb am 1. Juli 2011 um 11:19 Uhr (#)

    Klingt super – würde mich über eine Einladung zu google+ freuen! Danke!

  20. Andreas
    schrieb am 1. Juli 2011 um 12:54 Uhr (#)

    Also irgendwie macht das Ding tierisch Spaß. Und es wird sicherlich viele Freunde bei den Facebook Hassern finden, da bin ich mir sehr sicher… ;)

  21. Petar
    schrieb am 1. Juli 2011 um 14:51 Uhr (#)

    Ich finde nicht das Google+ wesentlich komplexer ist als Facebook für Neueinsteiger. Wird sind lediglich schon an Facebook gewöhnt und deshalb fällt uns die Komplexität nicht mehr so auf.

    Ich find den Circles Ansatz sehr gut und sofern + eine richtige Masse erreicht als echte Konkurrenz zu FB und LinkedIn aber weniger Twitter.

  22. loredana
    schrieb am 1. Juli 2011 um 14:55 Uhr (#)

    Ich stell mich auch mal hinten an. Vielen Dank !

  23. Manuel
    schrieb am 1. Juli 2011 um 15:53 Uhr (#)

    Ich kann meine Begeisterung über die Circles noch gar nicht richtig in Worte fassen. ;-) Einfach genial ist, dass eine Person gleichzeitig in mehreren Circles sein kann. Besonders in Kombination mit Huddle ist das genial. Ich kann Leute in “Freunde” haben, aber einen Teil davon auch noch in “Freunde in der Nähe”. Mit Huddle kann ich vom Smartphone aus kurz fragen, ob noch wer mit in die Bar kommt. Das muss ich dann nicht allen Freunden schreiben und auch nicht die Freunde in der Nähe von Hand einzeln auswählen.

    Und es löst auch ein “Schweizer Problem” elegant: wir Schweizer haben die Angewohnheit, mit anderen Schweizern im Dialekt zu schreiben. Wenn man alle Kontakte im der gleichen Gruppe hätte, wäre es für die Deutschen etwas mühsam. So kann ich einen Post auf Schweizerdeutsch, Standarddeutsch oder Englisch verfassen und er wird dann nur von Leuten gelesen, die ihn auch verstehen.

  24. kp
    schrieb am 4. Juli 2011 um 09:47 Uhr (#)

    Vor allem den Titel kann ich unterschreiben. Auch ich finde das sehr komplex. Selber finde ich die Circles ganz gut, aber ob sich das inuitiv auch Leuten erschließt, die weniger soziale Netzwerke nutzen bezweifel ich.

    Im Unterschied zu Facebook und dem ständig szenig gebashten Wer kennt wen könnte gerade die von vielen begrüßte Offenheit und das einseitige Eingehen einer “Beziehung” eine Hürde sein. Ich denke, Menschen mögen es, wenn sie zumindest die Vorstellung oder Illusion haben, in einem geschützten Raum (Einloggen) zu sein. Es gibt ein Gefühl von Sicherheit, das natürlich sowohl hinsichtlich Privacy als auch tatsächlicher Sicherheit nicht vorhanden sein muss.

    Möglich wäre auch, dass wir wg. der engen Verzahnung von E-Mail und Google+ erleben werden, dass etliche ihren Googlemail-Account nur noch für Zwangsregistrierungen oder generell nur für Google+ nehmen werden. Vielleicht ist Google+ der nächste logische Schritt der Geeks, Nerds, der Early Adopters usw. Ob es ein logischer Schritt für die sogenannte breite Masse ist werden wir sehen.

Pingbacks

Pingbacks anzeigen...

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.