Aupeo:
Deutschlands Pandora
macht sich fit für die Zukunft

Das Berliner Musik-Startup Aupeo lanciert eine neue Benutzeroberfläche, die Flash hinter sich lässt und ganz auf HTML5 setzt. Außerdem wird der Funktionsumfang für Anwender der Free-Version erweitert.

Auch wenn On-Demand-Streamingdienste wie simfy, Spotify oder Rdio derzeit den Löwenanteil der Aufmerksamkeit für digitale Musikangebote erhalten – was durch die Ambitionen von Amazon, Google und Apple in diesem Feld noch angeheizt wird – sollten personalisierbare Onlineradios dabei nicht vergessen werden.

Denn immerhin bereitet in den USA mit Pandora gerade der (aus Europa offiziell nicht erreichbare) Pionier dieses Sektors seinen Börsengang vor. Und während sich das aus London stammende Last.fm momentan gesundschrumpft, macht der Berliner Dienst Aupeo sein Angebot fit für die Zukunft.

Im Gegensatz zu On-Demand-Services, bei denen gezielt einzelne Titel angesteuert werden können, ermöglicht Aupeo (wie Pandora und Last.fm) das kostenfreie Streamen von personalisierbaren Radiostationen, und bietet sich damit für alle User an, die nicht ganz genau wissen, welche Songs oder Alben sie anhören wollen.

Bei Aupeo können sie aus zahlreichen vordefinierten Stationen sowie diversen Genres wählen und anschließend die konsumierten Kanäle verfeinern und an den eigenen Geschmack anpassen.

Vor einigen Tagen haben die Berliner eine Beta-Version ihrer neuen, vollständig überarbeiteten Benutzeroberfläche lanciert, die sich vollständig von Flash verabschiedet und gänzlich auf HTML5 setzt. Laut Aupeo-CEO Holger Weiss bietet der Dienst damit die bisher einzige komplett HTML5-basierte Musiksite im Netz.

Neben einem neuen, modernen grafischen Interface wurde der Musikplayer überarbeitet und um ein so genanntes Music-DNA-Feature erweitert, das Usern während des Hörens ihre musikalischen Präferenzen anhand von verschiedenfarbigen Pixeln visualisiert. Integriert wurden zudem bessere Sharing-Möglichkeiten über Facebook und Twitter sowie Benachrichtigungen über das eigene Hörverhalten.

Eine weitere Neuerung ist die Öffnung aller Radiostreams für Benutzer der Free-Variante – bisher waren etwa 80 Prozent aller Stationen nur zahlenden Premium-Mitgliedern vorbehalten. Diese Einschränkung enfällt mit der neuen Aupeo-Version.

Wer sich für das Premium-Paket entscheidet (4,95 Euro/Dollar pro Monat oder 49,95 Euro/Dollar pro Jahr), wird von Werbung verschont, erhält zusätzliche Optionen zur Beeinflussung der eigenen Musik DNA, Streams in 192 kpbs, unbegrenztes Überspringen von Songs sowie die Möglichkeit, Aupeo über externe Hardware-Lösungen von Partnern zu verwenden.

Was mir persönlich besonders gut gefällt: Aupeo ist in jedem Land dieser Erde verfügbar und verzichtet damit anders als Pandora (nur USA) und Last.fm (kostenfreies Streaming nur in Deutschland, Großbritannien und den USA) auf Geoblocking.

Die aufgefrischte Oberfläche wird in den nächsten Tagen offiziell gelauncht, kann bis dahin aber bereits über beta.aupeo.com erreicht werden (funktioniert derzeit nicht mit dem Internet Explorer). Überarbeitete, ebenfalls kostenfreie Apps für iPhone und Android sollen in einigen Wochen folgen.

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2 Kommentare

  1. Andreas
    schrieb am 25. Mai 2011 um 02:50 Uhr (#)

    “Last.fm (Streaming nur in Deutschland, Großbritannien und den USA)”

    Das stimmt so nicht. Wer das kostenpflichtige Abo hat (3€/Monat), kann auch bei Last.fm weltweit streamen.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 25. Mai 2011 um 06:02 Uhr (#)

      Da hast du natürlich recht, da fehlte ein “kostenfrei”. Ist ergänzt. Danke.

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