Visualisierung:
Die Technologien der Zukunft

Welche technologischen Trends werden innerhalb der kommenden 25 Jahre unseren Alltag erreichen? Der Technologie-Kenner Michell Zappa illustriert mit einer Visualisierung mögliche Entwicklungen.

Wir haben die Woche mit fliegenden Schiffen und anderen (veralteten) Zukunftsutopien begonnen. Da erscheint es nur konsequent, sie auch mit diesem Thema abzuschließen. Der in Schweden geborene und in Großbritannien lebende Technologie-Experte Michell Zappa gibt uns dafür eine sehr schöne Gelegenheit.

Auf Basis von Analysen und Recherchen hat der beim Trendforschungsdienstleister trendwatching.com tätige Web-Entwickler und Projektmanager eine umfangreiche und informative Infografik erstellt, auf der er die für die nächsten 25 Jahre potentiell relevanten Technologien und Innovationen identifiziert, visualisiert und in einen Gesamtzusammenhang bringt:

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Zappas Visualisierung zeigt “Hubs”, also übergeordnete Themengebiete (große, dicke Kreise) und Knoten (spezifische Technologien, die zu diesen übergeordneten Bereichen gehören). Je weiter die Elemente vom grauen, in der Mitte platzierten und die Gegenwart darstellenden Kreis entfernt sind, desto mehr Zeit wird vergehen, bis die von ihnen repräsentierten Entwicklungen eine wirkliche Relevanz für die Menschheit erhalten werden.

Die Grafik in ihren vollen Ausmaßen gibt es auf dieser Website sowie als PDF hier.

Für die Leser dieses Blogs dürfte vor allem Zappas Einschätzung in Bezug auf den Internet- und Connectivity-Sektor von Interesse sein. Cloud Computing, Social Graph und Near Field Communication (NFC) gehören hier für den Macher der Übersicht zu den derzeit prominentesten und präsentesten Trends. Auch 4G und die Verknüpfung von Datenmengen werden seiner Analyse nach noch vor 2015 den Massenmarkt erreichen. Bis Sensoren, smarte Infrastruktur sowie weltraumweites Internet unseren Alltag bereichern, müssen wir uns nach Zappa hingegen noch etwas gedulden.

Andere Forschungs- und Innovationsbereiche, deren weitere Evolution Zappa zu illustrieren versucht, sind Biotechnologie, künstliche Intelligenz, Energie, Material, Finanzen, Natural User Interfaces, Roboter, Weltraumforschung, omnipräsentes Computing sowie Kriegstechnologie.

Im Jahr 2025 werden wir die Prognosen dann rückblickend auf ihre Tauglichkeit hin überprüfen. Wobei an einem Tag wie heute durchaus die Frage angemessen ist, ob der Fokus der zukünftigen Forschungs- und Innovationsarbeiten nicht in eine Richtung gesteuert werden sollte, die uns weniger fragil und abhängig von den Launen der Natur macht. Es ist beachtlich, wie sich unter dieser Prämisse der Blick auf die aufgeführten Technologiefelder verändert.

Passend zum Thema: Gartners Hype Cycle – Internet-TV wird uns nochmals enttäuschen

via doktorsblog.de

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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2 Kommentare

  1. Jaja, die vermeintlichen Experten. Wollen immer alles voraussehen. Wetten, dass vieles anders kommt? War doch schon immer so … ;-)

  2. Hier mal die Version aus Geotechnischer Sicht:
    ;-)

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