Monetarisierung von Produktempfehlungen:
Loved.by startet LovedBy.Pro

Loved.by, der junge Dienst aus Hamburg zur Monetarisierung von Produktempfehlungen, hat mit LovedBy.Pro einen Service speziell für Betreiber von Blogs und anderen Websites gestartet.

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Ende August lancierte Lars Hinrichs Startup-Inkubator HackFwd nach dem intelligenten Task-Manager TheDeadline mit Loved.by die zweite Neugründung. Der Dienst aus Hamburg will es im Social Web aktiven Nutzer ermöglichen, von ihnen publizierte Produktempfehlungen und -kritiken z.B. via Facebook, Twitter oder Blogs zu monetarisieren.

Dazu stellt Loved.by einen Onlineservice bereit, der Links zu Produktseiten von Onlineshops teils automatisiert in Affiliate-Links umwandelt. Für so initiierte Verkäufe erhält Loved.by vom jeweiligen Onlinehändler eine Provision, von der es 75 Prozent an den seine Links mit Hilfe des Dienstes monetarisierenden Nutzer weitergibt.

Der entscheidende Vorteil von Loved.by liegt für Anwender somit darin, sich Provisionen von einer Vielzahl von führenden E-Commerce-Sites sichern zu können, ohne jeweils manuell Mitglied bei deren Affiliate-Programmen werden zu müssen. Diese Arbeit übernimmt Loved.by, das dafür 25 Prozent der generierten Provisionen beansprucht.

Neben dem Webformular auf der Loved.by-Website, einem Browser-Bookmarklet sowie einer Facebook-App bieten die Hamburger mittlerweile auch eine TweetDeck- sowie Seesmic-Integration, um über die zwei Desktop-Clients getwitterte oder per Facebook publizierte Produkthinweise in Affiliate-Links zu transformieren. Für Blogger gibt es außerdem ein Javascript Snippet, das alle Verweise zu Partnershops automatisch umwandelt.

Mit einem neuen Service möchte der Loved.by-Gründer Oliver Krohne seinen Dienst nun noch attraktiver für die Zielgruppe der Betreiber von Blogs, Websites, Foren und Communities machen: LovedBy.Pro heißt er und kombiniert eine automatisierte Umwandlung von statischen Shoplinks in Affiliate-Links mit Echtzeit-Statistiken über die so generierten Umsätze (LovedBy.Pro stellt damit eine Alternative zur für individuelle Lösungen ebenfalls angebotenen API dar).

Um mit LovedBy.Pro ein Blog oder eine Webpräsenz monetarisieren zu können, ist eine einmalige Registrierung notwendig. Anschließend erhalten User einen JavaScript-Code zum Einbau in ihre Site. Ist dies erledigt, wird fortan jeder Link zu einem Partnerhändler von Loved.by zu einem Affiliate-Link (einzelne Domains können von der Umwandlung ausgeschlossen werden).

Über ihr LovedBy.Pro-Dashboard erhalten Anwender Verkaufsstatistiken in Echtzeit. Besonders schnellen Zugriff auf diese bietet LovedBy.Pro, indem es am Programm teilnehmenden Bloggern und Website-Betreibern erlaubt, ein #+ hinter die URL ihrer mit dem Quellcode versehenen Onlinepräsenz zu setzen (z.B. so http://productlovers.tumblr.com/#+; LovedBy.Pro-Testblog).

Oliver Krohne unterstreicht, dass es sich für Betreiber von Websites und Blogs abgesehen von der Bequemlichkeit auch finanziell lohnen kann, auf den Service zu setzen, obwohl dieser ein Viertel der Provision einbehält. Durch die große Zahl an (von allen Loved.by-Anwender gemeinsam) generierten Affiliate-Einnahmen bei einzelnen Shops kann der Dienst aus der Elbstadt teilweise bessere Provisionen aushandeln, als dies für einzelne, direkt an das Partnerprogramm eines Händlers angeschlossene Benutzer der Fall ist.

Was bleibt, ist die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit. LovedBy.Pro ermuntert das Angebot einsetzende Anwender, ihre Teilnahme durch einen entsprechenden Button gut sichtbar kenntlich zu machen. Aber selbst im Falle einer solchen Transparenz, die ohnehin Selbstverständlichkeit sein sollte, laufen die Macher von Websites und Blogs Gefahr, sich ein Glaubwürdigkeitsproblem einzuhandeln.

Gelegentlich einen gekennzeichneten Affiliate-Link zu verwenden, wenn man ansonsten ohnehin zu dem Produkt bei einem Onlineshop verlinken würde, ist sicherlich nicht verwerflich. Wenn jedoch automatisiert an jeden Shoplink die Aussicht auf eine Provision geknüpft wird, könnte bei Beuchern einer Site zumindest der Verdacht aufkommen, dass sich dies negativ auf die Wahl der Themen und des Inhalts auswirkt. Ob es aber tatsächlich ein derartiges Risiko gibt, hängt am Ende wohl stark von der jeweiligen Ausrichtung einer Website ab.

Dem Prinzip von Loved.by bzw. LovedBy.Pro vergleichbare Services aus Deutschland heißen Bee5.de, Linkwash oder adgoal.de (aktualisiert).

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4 Kommentare

  1. Martin
    schrieb am 10. März 2011 um 11:59 Uhr (#)

    Ich würde http://www.lovedby.pro eher mit http://www.adgoal.de vergleichen als mit http://www.Bee5.de. Witzigerweise gehören adgoal.de und Bee5 zur gleichen Firma.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 10. März 2011 um 15:15 Uhr (#)

    Optisch ist aber klar, wer besser da steht ;)

  3. Oliver
    schrieb am 10. März 2011 um 17:04 Uhr (#)

    Ich denke wir bieten auch gerade im Bereich Statistiken und Auswertungsmöglichkeiten deutlich mehr als adgoal oder bee5 an.

  4. toni
    schrieb am 13. März 2011 um 23:10 Uhr (#)

    naja wirklich kreativ (abgesehen vom webauftriit) ist lovedby ja nicht. dachte hackfwd soll keine copycat schmiede werden. hab mich da aber anscheind getäuscht

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