Xing:
Neue Funktionen
für mehr Nutzerinteraktion

Besser spät als nie: Xing erweitert seinen Newsfeed, gibt Mitgliedern neue Möglichkeiten der Interaktion untereinander und versieht Nutzerprofile mit einem Aktivitätsstream.

Was die Interaktion mit dem persönlichen Kontaktnetzwerk betrifft, waren die Möglichkeiten beim deutschen Geschäftsnetzwerk Xing bisher eher begrenzt. Abgesehen vom Verschicken von Direktnachrichten an einzelne Nutzer sowie der Teilnahme an Gruppendiskussionen bot das Unternehmen aus Hamburg kaum Optionen, Aktivitäten der Kontakte zu kommentieren und davon ausgehend Konversationen einzuleiten. Ab morgen ändert sich dies.

Mit einem heute im Rahmen der CeBIT vorgestellten Update wertet Xing die “Neues aus Ihrem Netzwerk”-Übersicht auf der persönlichen Homepage auf und versieht sie mit Elementen zur Interaktion und Kommunikation. Mitglieder können im Stream erscheinende Statusmeldungen, Event-Teilnahmen, Gruppenbeiträge, Profiländerungen und andere Aktivitäten direkt kommentieren, als “interessant” kennzeichnen und in ihrem Netzwerk oder via Twitter weiterleiten.

Eine neue Filterfunktion erlaubt es, die Liste der Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerken nach Aktivitätsarten wie Jobs, Gruppen, Events oder Statusmeldungen anzuordnen.

Teil der funktionellen Erweiterung ist auch ein Aktivitätenstream auf dem eigenen Xing-Profil, der einen Überblick über die jüngsten Aktivitäten eines Users gibt. Standardmäßig ist dieser persönliche Feed für Xing-Kontakte einsehbar, kann jedoch sowohl ganz entfernt als auch für alle Xing-Mitglieder zugänglich gemacht werden.

User, die ein Status-Update veröffentlichen, bestimmen jeweils, ob dieses nur für die eigenen Kontakte oder für alle Xing-Nutzern sichtbar ist. Wer sich für letztere Option entscheidet, erhöht damit die eigene Reichweite, weil eine eventuelle Kommentardiskussion dann auch in den Aktivitätsstreams der anderen an der Konversation beteiligten Anwender auftaucht.

Mit der Implementierung von Features zur Erhöhung der Interaktion der Mitglieder untereinander lanciert Xing Werkzeuge, die sich im Bereich des privaten Social Networkings – primär natürlich durch Facebook – bereits lange etabliert und bewährt haben. Das altbekannte Sprichwort “besser spät als nie” trifft es hier wohl am besten. Auch Konkurrent LinkedIn erlaubt bereits seit Längerem das Kommentieren und Favorisieren von Aktivitäten der Kontakte.

Die neuen sozialen Features werden am morgigen Mittwoch für alle gut zehn Millionen Xing-Nutzer freigeschaltet. Weitere Screenshots der neuen Funktionen gibt es hier.

Am Morgen gab das börsennotierte Unternehmen aus der Hansestadt auch seine vorläufigen Geschäftszahlen für 2010 bekannt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug demnach 16,7 Millionen Euro, eine Steigerung um 41 Prozent im Vergleich zu 2009 (11,8 Millionen Euro). Der Gesamtumsatz belief sich im vergangenen Jahr auf 54,3 Millionen Euro, 20 Prozent mehr als 2009.

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5 Kommentare

  1. Martin
    schrieb am 1. März 2011 um 19:12 Uhr (#)

    Wären das nicht eher Jahreszahlen statt Quartalszahlen?

    Schön, das sich bei XING noch etwas bewegt. Jedoch wird dies wohl langfristig nicht ausreichen, gegen LinkedIN.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 1. März 2011 um 20:37 Uhr (#)

    Oops Danke.

  3. Kai Thrun
    schrieb am 2. März 2011 um 08:14 Uhr (#)

    Fehlt eigentlich nur noch die Option, lustige Youtube-Videos in den Stream zu packen ;)

    “Besser spät als nie”, trifft es dann wohl ganz gut

  4. Jens Best
    schrieb am 2. März 2011 um 15:32 Uhr (#)

    es gab/gibt potential – die gruppen sollten aufgebohrt werden. da steckt potential um deutsches userverhalten mit guten funktionen zu versorgen. facebook nachmachen – wrong way

  5. Mia
    schrieb am 8. März 2011 um 12:39 Uhr (#)

    Xing gibt damit sein wichtigstes Alleinstellungsmerkmal als Business Plattform leider auf. Wer social networking betreiben will, soll das weiterhin bei facebook & co. machen. Auf Xing will ich den Schmarrn nicht auch noch. Und soweit ich das bisher in den Xing-Gruppen verfolgt habe, wollen die Mitglieder diese neue Funktion gar nicht.

    Bisher stand Xing für qualitativ hochwertiges Business Netzwerken. Das gehört jetzt wohl der Vergangenheit an. Schade.

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