Greplin:
Die persönliche Cloudsuchmaschine
öffnet ihre Pforten

Mit Greplin lassen sich persönliche Konten bei einschlägigen Webdiensten wie Dropbox, Google Docs und Twitter durchsuchen. Der bisher nur in geschlossener Beta-Phase verfügbare Dienst steht seit heute allen Nutzern offen.

Im September stellten wir euch Greplin vor, eine zum damaligen Zeitpunkt gerade in geschlossener Beta-Phase gestartete Webanwendung aus San Francisco, die Usern eine Suchmaschine für ihre persönlichen Konten bei Cloud-Diensten zur Verfügung stellt. In der Nacht hat Greplin seinen in der Basisversion kostenlosen Service für alle Nutzer geöffnet, eine Einladung ist nicht mehr erforderlich.

Nachdem ich Greplin für meinen damaligen Artikel kurz ausprobiert hatte, bin ich nicht noch mal zu dem Dienst zurückgekehrt. Einerseits, weil die Indexierung und das Auffinden meiner Dateien bei Google Docs, Twitter und Dropbox nicht ganz problemlos verliefen, und andererseits, weil ich vermeiden wollte, den damals gerade frisch geschlüpften Dienst Zugriff auf meine Cloud-Konten zu geben und ihn dann womöglich inklusive aller Autorisierung zu vergessen.

Das laut LinkedIn vier Mitarbeiter zählende Startup hat die geschlossene Beta-Phase jedoch offensichtlich dazu verwendet, die Browseroberfläche zu verfeinern und einige störende Kinderkrankheiten zu entfernen. Ich konnte problemlos Google Docs, Google Kalender, Dropbox, Twitter und LinkedIn via OAuth mit meinem Greplin-Konto verknüpfen und auch die Indexierung sämtlicher dort befindlicher Dateien und Daten dauerte nicht länger als eine Viertelstunde.

Greplins mobile Version
Greplins mobile Version
Über das zentrale Suchfeld kann ich nun sämtliche angeschlossenen Onlineservices nach Stichwörtern oder Namen durchsuchen. Die Ergebnisse verfeinert Greplin während der Sucheingabe. Filter erlauben die Begrenzung auf einzelne Datentypen (Personen, Streams, Events, Nachrichten, Dateien) sowie spezifische Dienste, die durchsucht werden sollen.

Greplins Gratisversion erlaubt das Durchsuchen von Google Mail (Gmail), Facebook, Google Docs, Google Kalender, Dropbox, Twitter und LinkedIn bis zu einer Indexgröße von 200 Megabyte (bei 16.897 indexierten Objekten habe ich laut Greplin 3,5 Prozent dieses Volumens verbraucht). Für 4,99 Dollar pro Monat lassen sich auch Google Apps, Evernote und Yammer einbeziehen. Der Speicherplatz beträgt dann 500 Megabyte. Für 14,99 Dollar monatlich akzeptiert Greplin eine Indexgröße von bis zwei Gigabyte. Für Smartphones bietet Greplin auch eine mobile Suchoberfläche.

Ob ich Greplin wirklich in meinem Arbeitsalltag benötige, darüber kann ich noch nicht endgültig urteilen. Mittlerweile macht der Dienst aber in jedem Fall einen positiven Eindruck, auch wenn er einige Male nicht alle Daten zu den von mir getesteten Stichwörtern aufspüren konnte. Probiert Greplin einfach mal aus, sofern ihr die erwähnten Cloudservices nutzt.

Link: Greplin

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