Musik in der Cloud:
tunesBag wird zum
Musikplayer für Dropbox

Bei tunesBag können Nutzer ihre Musiksammlung online speichern und über verschiedene Plattformen auf diese zugreifen. Ab sofort fungiert der Service aus Wien auch als Musikplayer für den beliebten Speicherdienst Dropbox.

Es ist schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal über tunesBag berichtet haben. Dabei hat der 2008 gegründete Musikspeicherdienst aus Wien eine Menge zu bieten. tunesBag erlaubt Nutzern das Speichern, Verwalten und Streamen der eigenen Musiksammlung in der Cloud sowie den plattformübergreifenden Zugriff auf selbige über den Browser, eine kostenlose iPhone-App, einen Desktop-Client auf Adobe-AIR-Basis für Windows, Mac und Linux, eine Facebook-App, die Mediencenter-Software Boxee sowie die Logitech Squeezebox. (Affiliate-Link)

Nun hat der in über zehn Sprachen angebotenen Service aus Österreich eine interessante Neuigkeit vorgestellt: tunesBag erlaubt ab sofort die Verknüpfung des tunesBag-Kontos mit einem Dropbox-Account. Auf diesem Weg lassen sich sämtliche bei dem beliebten Cloud-Speicher und
-Synchronisationsdienst abgelegten Musikdateien über tunesBag abspielen und verwalten.

Dass viele netzwertig.com-Leserinnen und Leser ein Faible für Dropbox haben, wissen wir. Nun bietet sich Dropbox natürlich auch dafür an, Musik zwischen verschiedenen internetfähigen Geräten zu synchronisieren oder online abzulegen (je nach verfügbarem Speicherplatz). Was das Management der so in der Cloud gespeicherten Titel betrifft, lässt Dropbox allerdings zu wünschen übrig. Die mobilen Dropbox-Apps erlauben zwar das Streaming von Musik, aber fortgeschrittene Funktionen eines Musikplayers fehlen.

Mit der Dropbox-Integration wird aus tunesBag ein vielseitig einsetzbarer Musikplayer für bei Dropbox gespeicherte Songs, der die Navigation und das Filtern anhand von Interpreten, Titeln, Alben oder Genres ebenso erlaubt wie das Erstellen von Playlisten, das Sharing der Playlisten mit tunesBag-Freunden oder das Scrobbeln angehörter Stücke bei Last.fm.

Die Gratis-Variante von tunesBag bietet einen Gigabyte Speicherplatz, für eine Monatspauschal zwischen 2,90 Euro und 14,90 Euro lässt sich das Volumen des tunesBag-Kontos auf bis zu 200 Gigabyte erhöhen (wer die iPhone-App von tunesBag installiert hat, zahlt momentan nur 1 Euro pro Monat für 200 Gigabyte).

User, die für die Nutzung von tunesBag nicht in die Tasche greifen wollen, können durch die Verknüpfung mit Dropbox die Kapazität ihres tunesBag-Kontos quasi um den bei Dropbox vorhandenen Speicherplatz erhöhen – ein Schritt, der Respekt verdient, immerhin verringert tunesBag so den Anreiz für seine User, Speicher hinzuzukaufen, und ein hervorragendes Beispiel, was es heißt, die Bedürfnisse der Nutzer in den Mittelpunkt zu stellen.

tunesBag ist nicht der einzige für Dropbox angebotene Mediaplayer (BoxyTunesMusikDrop und dPlayer sind Alternativen), aber zeichnet sich vor allem durch seine Präsenz auf vielen Plattformen aus. Mein einziger großer Kritikpunkt bisher: Die iOS-App kann im Gegensatz zu Dropbox’ eigener iPhone-/iPad-Applikation keine Musik abspielen, wenn sie sich im Hintergrund befindet. Dies muss schnellstmöglich nachgeholt werden, denn paralleles Musikhören und Surfen ist so derzeit unmöglich.

Andere Dienste (ohne Dropbox-Integration), die den Zugriff auf die eigene Musiksammlung in der Cloud erlauben, heißen Ciiju, MP3Tunes oder mSpot.

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9 Kommentare

  1. tm78654
    schrieb am 25. Januar 2011 um 12:11 Uhr (#)

    kann man denn bei dropbox inzwischen einstellen, dass bestimmte ordner immer lokal auf dem smartphone vorgehalten werden, so dass tunesbag nicht übers netz nachladen muss? musik nur über stream auf dem smartphone ist halt nicht so pralle.
    als zusatz um auf seine musiksammlung zugreifen zu können, die natürlich nur auszugsweise auf dem iphone platz hat, ist es natürlich eine nette sache.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 25. Januar 2011 um 12:17 Uhr (#)

    Wenn mir nicht eine wichtige Funktion entgangen ist, dann setzt tunesBag grundsätzlich auf Streaming (eine Offline-Funktionalität habe ich in der App nicht gefunden).

    Wäre aber definitiv eine Featureanregung für die Zukunft. Dropbox beherrscht dies ja auch.

  3. blogstone
    schrieb am 28. Januar 2011 um 11:09 Uhr (#)

    Mit der neuen Dropbox Version gibt es Selective Sync. Da kann man wählen, welche Ordner wo synchronisiert werden sollen.

    1. stuntdriver
      schrieb am 30. Januar 2011 um 21:16 Uhr (#)

      Hallo alle zusammen,

      anscheinend funktioniert der Dienst nicht wirklich. Das war genau das was ich gesucht habe, um meine Musik nur noch online in der dropbox zu haben und nicht mehr auf meinem rechner.

      Leider klappt das sync nicht- sprich mp3 dateien werden nicht in tunesbag angezeigt. Habe erst gedacjt es liegt an meiner Ordnerstruktur, aber auch im Ordner nur mit mp3´s scheint das nicht richtig zu funktionieren. schade.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 31. Januar 2011 um 01:28 Uhr (#)

      Hast du den initialen Sync im tunesBag-Konto durchgeführt?

      Bei mir funktioniert es. Allerdings wird es problematisch, wenn man anschliessend weitere Mp3s bei Dropbox hochlädt – die sind bisher bei mir auch nichz in tunesBag aufgetaucht.

    3. Hansjoerg
      schrieb am 31. Januar 2011 um 09:58 Uhr (#)

      @stuntdriver -

      Der Sync wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt oder Du klickst auf “Sync now” auf der Startseite beim Dropbox-Icon.

      Der andere Grund kann die Verzeichnis-Struktur sein, aus Performance-Gründen scannen wir nicht unlimitiert in die Tiefe, wir empfehlen daher die Angabe eines Basis-Ordners in dem sich die Musik befindet (kann bei der Account-Einbindung ausgewählt werden).

      Für konkrete Fragen bzgl Deines Accounts wende dich bitte an support(at)tunesBag.com, wir helfen Dir dann gerne weiter.

  4. Stuntdriver
    schrieb am 19. März 2011 um 09:13 Uhr (#)

    @ Hansjoerg

    Der Sync hat vor einiger Zeit gut geklappt. Ich musste meine Musikverzeichnisstruktur ändern. Kein Problem mit Media Monkey.

    Was mir aber übel aufgestoßen ist: Manche Songs werden nur 11 Sekunden abgespielt obwohl deren gleichnamige Datei auf meiner Festplatte und in Dropbox in voller länge vorhanden ist.

    Woran liegt das?

    Es sind zwar nicht der große Teil der Dateien, aber so geschätze 20-30% haben diesen Fehler.

  5. Hansjoerg
    schrieb am 19. März 2011 um 18:21 Uhr (#)

    @stuntdriver

    Wir haben das beschriebene Problem auch bei einigen Songs wahrgenommen, analysiert und bereits behoben. Eine eingesetzte externe Library hat nicht immer die richtige Track – Länge zurückgeliefert.

    Im Laufe der nächsten Tage sollte sich die Situation durch neue Analysen automatisch klären, aktuell kann es sein dass in Deiner Library keine Dropbox-Tracks angezeigt werden.

    Wenn sich die Situation bis Anfang der Woche nicht automatisch geklärt hat bitte öffne ein Ticket bei support(at)tunesBag.com

  6. MIna
    schrieb am 11. Mai 2011 um 12:42 Uhr (#)

    Ich glaube Tunesbag gibt es gar nicht mehr, kann die Seite nicht mehr erreichen

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