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Dropbox ist die Webanwendung 2010

842 Leserinnen und Leser von netzwertig.com haben aus 15 Kandidaten ihre Webanwendung des Jahres gewählt. Der klare Sieger heißt Dropbox.

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Vor zwei Stunden haben wir die Leserumfrage zur Wahl der Webanwendung des Jahres beendet. Damit steht der Sieger fest, der sich bereits in den ersten Stunden nach dem Startschuss am Montag als euer Favorit herauskristallisierte: Dropbox ist eure Webanwendung des Jahres!

Von den 842 abgegebenen Stimmen konnte der Dienst aus Kalifornien (der gerade eine überarbeitete Version veröffentlicht hat), mit dem sich Dateien zwischen Rechnern und mobilen Geräten synchronisieren und parallel in der Cloud ablegen lassen, ganze 34 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Den zweiten Platz belegt der soziale Micropaymentdienst Flattr, für den 12 Prozent von euch gestimmt haben. Rang drei teilen sich drei Anbieter, darunter zwei aus dem deutschsprachigen Raum: der Terminplaner Doodle aus Zürich, der Berliner Location-Dienst friendticker sowie das multifunktionelle Online-Notizbuch Evernote mit jeweils 6 Prozent der Stimmen.

Glückwunsch an Dropbox – ein Dienst, der 2011 mit Sicherheit noch für sehr viel Furore sorgen wird!

Im Folgenden eine Liste der 15 Finalisten sortiert nach dem Ergebnis. In Klammern steht die Anzahl der Nennungen von unseren 52 Experten (32 Startup-Kenner aus der Blogosphäre sowie 20 Leser). Auch in den Augen der Experten war Dropbox der absolute Favorit und wurde von 28 der 52 Experten als einer der fünf bevorzugten Dienste 2010 aufgeführt (insgesamt wurden 139 unterschiedliche Services genannt).

01. Dropbox (28)

02. Flattr (7)

03. Doodle (4)

03. friendticker (4)

03. Evernote (6)

06. SoundCloud (5)

06. bit.ly (4)

06. Google Docs (5)

06. Google Reader (4)

10. foursquare (7)

10. Instapaper (7)

10. Spotify (4)

13. Flipboard (8)

14. Read It Later (4)

15. put.io (4)

Die zwei absoluten Lieblingsdienste der 52 Experten heißen damit Dropbox und Flipboard. Den dritten Platz teilen sich Instapaper, foursquare und Flattr.

Wir bedanken uns für eure rege Teilnahme und sind gespannt, wie das Bild im nächsten Jahr aussehen wird!

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11 Kommentare

  1. Andreas Renggli
    schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:12 Uhr (#)

    Ich verstehe den Lärm um Dropbox nicht. Die meisten verwenden die Plattform ja lediglich zum Austausch von Dateien, die zu gross sind für den Versand per E-Mail. Dass private Anwender froh darum sind, kann ich nachvollziehen. Aber dass sogar Unternehmen und Agenturen diesen Dienst verwenden anstelle ihres eigenen Webservers, das erstaunt mich schon mächtig.

    1. Moritz Adler
      schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:15 Uhr (#)

      Das Kosten-Argument spielt sicher eine Rolle. Dazu ist Dropbox schnell aufzusetzen und sehr einfach in der Bedienung. Als ich noch bei Blogwerk war, war ich sehr happy Dropbox zu nutzen statt irgendeines Webservers. Hatt immer sehr gut funktioniert. Ich nutze es jetzt auch noch, um z.B. Grafikfiles mit der Grafikagentur zu teilen.
      Super Dienst, auch wenn ich für Google Docs gestimmt hatte.

    2. Markus Breuer
      schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:43 Uhr (#)

      Wer den Nutzen von Dropbox im professionellen Umfeld nicht versteht, weiß vermutlich nicht, wie bei schnellen Projekten heute Teams zusammengestellt werden und zusammenarbeiten. Es gibt für “den eigenen Webserver” einfach kein Tool, das auch nur annähernd so leistungsfähig, flexibel und einfach in der Handhabung ist. Dropbox ist nicht nur ein WEB-Service, der im Browser genutzt werden kann, sondern integriert sich unter OSX und Windows excellent ins lokale Filesystem und bietet Clients für nahezu jede denkbare Plattform.

      Als Ersatz für EMail-Anhänge habe ich Dropbox im letzten Jahr maximal 10mal genutzt. Das ist der kleinste Nutzen.

      Das hat wenig mit der Kostenlos-Version von Dropbox zu tun. Ich nutze die Paid-Version (mit einer Zusatzoption) und denke, dass Dropbox jeden Cent davon wert ist.

    3. Andreas Renggli
      schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:51 Uhr (#)

      «… weiß vermutlich nicht, wie bei schnellen Projekten heute Teams zusammengestellt werden und zusammenarbeiten.»

      Genau.

  2. Andreas Renggli
    schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:21 Uhr (#)

    Das Kosten-Argument spricht meiner Meinung nach eben gerade für die Nutzung des eigenen Webservers, wenn der bereits besteht. Die kostenlose Version von Dropbox ist ja auf 2 GB limitiert.

  3. Markus Breuer
    schrieb am 17. Dezember 2010 um 10:47 Uhr (#)

    Was mich gewundert hat, ist, dass Flipboard beim Leser-Votum so weit nach hinten gerutscht ist. Das Teil stellt m.E. einen echten Paradigmen-Wechsel für den Newsfeedkonsum dar. Andererseits steht es aktuell nur fürs iPad zur Verfügung .. ist insofern sicher nur wenigen direkt zugänglich.

  4. Marco
    schrieb am 17. Dezember 2010 um 14:49 Uhr (#)

    Also ich verwende es täglich für die Uni. So habe ich immer eine Arbeit (samt der dazugehörigen Unterlagen) an der ich schreibe auf jedem PC bereit und kann einfach daran weiterarbeiten :)

  5. dmccologne
    schrieb am 19. Dezember 2010 um 20:11 Uhr (#)

    Grundsätzlich erst einmal eine “Dankeschön” für die Aktion. Das interessant für mich ist weniger die Reihenfolge der Webanwendungen, über die die User abgestimmt haben, als vielmehr die Tatsache, dass ich einige der Wendanwendungen bis dato noch gar nicht gekannt habe. Da weiss ich nun, wie ich die Weinachtsferien nutzen kann :-)

  6. Alexander Zorn
    schrieb am 19. Dezember 2010 um 22:54 Uhr (#)

    Bei einem eigenen Server kommen aber meist noch andere “Problem” hinzu bzw. können hier auftreten. Ich finde auch das die Dropbox einfach und schnell in die bestehende Infrastruktur eingebunden werden kann. Die 2 GB Limit für den Privatbereich sind wirklich nicht viel.

  7. Dr. Robert Poehler
    schrieb am 20. Dezember 2010 um 06:48 Uhr (#)

    Dropbox ist ein sicherlich hilfreicher Dienst; es besteht aber die Gefahr, dass sich Nutzer zu wenig Gedanken über die dort gelagerten Daten machen.
    Leider nutzen viele User derartige Systme nicht nur zur Verschiebung von Daten, sondern speichern auch wichtige und persönliche Dokumente ab.
    Doch wer steht hinter Dropbox? Wer hat Zugriff auf die Daten? Wo werden die Daten gelagert?
    Grundsätzlich hat jeder Dropbox Administrator auch die Möglichkeit die Daten einzusehen, wie dies bei anderen Cloudsystemen – sei es nun Microsoft BPOS – oder andere sind.
    Für die Zwischenspeicherung nicht personenbezogener Daten ist der Dienst somit durchaus sinnvoll; für weitere Anwendungen würde sich nach meiner Ansicht die Investition in einen kleinen Rootserver lohnen und die Daten dort zu lagern und zu verschieben.

    1. Markus Breuer
      schrieb am 20. Dezember 2010 um 08:38 Uhr (#)

      Manche Menschen machen sich sicherlich zu wenig Gedanken über das, was mit ihren Daten in einem solchen System passiert. Andere machen sich vielleicht zu viele Gedanken darüber :)

      Bei allen Cloud-Services, die Datenschutz versprechen (das tun nicht alle), ist es businesskritisch, dass die Daten tatsächlich gut geschützt werden. Ein salopper Umgang mit diesem Thema würde das Geschäftsmodell killen. Tatsächlich gibt es bislang beispielsweise kaum nennenswerte Erkenntnisse über Security-Breaches bei Google – und hier werden gigantische Mengen an durchaus auch vertraulichen Daten gelagert. Das ist KEIN Zufall.

      Vollkommen im Gegensatz zur Ansicht die meisten Systemadministratoren halte ich die Speicherung von vertraulichen Daten auf den Servern in einer kleinen Firma für ERHEBLICH riskanter als die Speicherung dieser Daten bei Google oder Dropbox. Dort (bei Google, Dropbox und vergleichbaren Anbietern) sind die weltbesten Security-Experten am Werk. Und es sind managementseitig Prozesse installiert, die verhindern, dass ein Admin, der einen schlechten Tag oder Groll auf seinen Chef hat, mit vertraulichen Daten Schindluder betreibt – weil diese Fragen essentiell für das Geschäftsmodell sind. Das ist in den wenigsten kleinen und mittelgroßen Firmen der Fall.

      Das Mantra, dass vertrauliche Daten auf dem “kleinen Rootserver” oder dem dedizierten System hinter der eigenen Firewall sicherer sind als in einem Cloud-Service, möchte ich deshalb grundsätzlich in Frage stellen … Es wird auch durch laufende Wiederholung nicht wahrer. :)

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