Social Network rund um Produkterlebnisse:
Aus Shopotainment wird The Chicken

Viele Konsumenten identifizieren sich mit Produkten und haben das Bedürfnis, ihre Präferenzen und Produkterlebnisse im Netz kund zu tun. The Chicken aus Berlin will genau dies ermöglichen.

Im April stellten wir euch Shopotainment vor, einen Dienst aus Berlin, den wir zum leichteren Verständnis als “foursquare für Produkte” bezeichneten. Statt einem Check-In in Orte drehte sich bei Shopotainment alles um das Einchecken bei Produkten, die man erworben oder gerade verwendet hatte. Das Resultat sollte eine Kombination aus Social Network und Microblogging-Dienst rund um Produkte werden.

Während diese Idee grundsätzlich Potenzial hat, scheint deren ideale Umsetzung deutlich kniffliger zu sein, als dies bei ortsbasierten Check-In-Services der Fall war. Ähnlich wie barcoo, das gerade sein eigenständiges Social-Shopping-Produkt eingestampft hat, schien auch Shopotainment nicht ganz den Geschmack der User zu treffen.

Problematisch war laut Firmengründer Sebastian Kurt vor allem, dass User aufgrund des Namens und der grafischen sowie konzeptionellen Gestaltung die eigentliche Einkaufssituation mit Shopotainment assoziierten, was die Nutzungsmöglichkeiten erheblich einschränkte (die wenigsten von uns erwerben täglich oder wöchentlich neue Gadgets, in die sie anschließend online “einchecken” können).

Während die Bezeichnung “Shopotainment” durchaus reizvoll ist, harmonierte sie nicht so gut mit dem tatsächlichen Anliegen des Dienstes. Deshalb entschlossen sich Kurt und sein Team, das Kapitel Shopotainment zu schließen, bevor sie noch mehr Energie und andere Ressourcen in das Projekt investierten (die Site befand sich bisher in der geschlossenen Beta-Phase, weshalb nur wenige User betroffen sein dürften), und mit neuem Branding, frischer Positionierung und einem überarbeiteten Produkt zu relaunchen. Das Ergebnis heißt The Chicken und ist in dieser Woche in geschlossener Beta-Phase an den Start gegangen.

Von ihrem Grundprinzip sind die Shopotainment-Macher auch bei The Chicken nicht abgerückt: ein Netzwerk rund um Produkte. War der Anwendungszweck bei dem Vorgänger jedoch schwammig, stellt sich The Chicken eindeutiger auf: Nicht der Kauf von Produkten steht im Vordergrund, sondern Erlebnisse, Aktionen und Kommentare rund um Produkte.

The Chicken will sich die Tatsache zu Nutze machen, dass Konsumenten sich gerne mit Produkten identifizieren, was sie bisher primär in Blogs, bei Twitter, Facebook und anderen Social Networks tun. The Chicken soll durch seinen Fokus auf Produkterlebnissen die Selbstdarstellung in Form von selbst erlebten Produktgeschichten ermöglichen. Andere Anwender sollen dadurch die Gelegenheit erhalten, Produkte aus neuen Perspektiven zu sehen.

The Chicken basiert statt auf dem von Twitter bekannten asymmetrischen Follower-Prinzip auf dem Freundes-Prinzip, sämtliche eingetragenen Produkterlebnisse sind allerdings innerhalb der Plattform grundsätzlich öffentlich. Jede Mitteilung ist mit einem Produkt und einer dazugehörigen Geschichte verknüpft. Besonders aktive Nutzer werden mit Auszeichnungen und dem “Chef”-Titel belohnt (“Gamification” lässt grüßen). Produkte, die besonders viele Erlebnisbeschreibungen erhalten, werden in einem eigenen Ranking aufgeführt. An der Spitze steht zur Zeit die Welt Kompakt, was eventuell mit einem Artikel über The Chicken in eben dieser Zeitung zu tun haben könnte.

Derzeit erscheint die Plattform noch nicht ganz fehlerfrei – meine Login-Versuche führten wiederholte Male zu einer Fehlerseite. Genau deshalb setzen die Berliner aber auch zu Anfang auf ein Einladungssystem. Anbindungen an Twitter und Facebook sowie iPhone- und Android-Apps sind geplant.

The Chicken ist nicht das einzige Startup aus Deutschland, das sich an einem Social Network rund um Produkte versucht. frents verfolgt ein ähnliches Ziel (unser Review) und kämpft bei den Kollegen von deutsche-startups.de zur Zeit um den Titel des Startups des Jahres.

Wir haben zehn Einladungen zu The Chicken. Wer den Dienst ausprobieren möchte, hinterlässt einen entsprechenden Kommentar unter Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse im dafür vorgesehen Feld.

Update: Die Einladungen sind weg.

Link: The Chicken

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11 Kommentare

  1. Simon
    schrieb am 2. Dezember 2010 um 13:40 Uhr (#)

    Gerne würde ich da mal vorbeischauen. Dankeschön.

  2. Ludren
    schrieb am 2. Dezember 2010 um 15:14 Uhr (#)

    Wenn es noch eine Einladung gibt würde ich mich über eine solche freuen :)

  3. bjoern
    schrieb am 2. Dezember 2010 um 18:44 Uhr (#)

    danke für die berichterstattung. über eine einladung freue ich mich auch.

  4. Ludren
    schrieb am 3. Dezember 2010 um 10:00 Uhr (#)

    Danke für die Einladung, bin am testen

  5. Steffen
    schrieb am 3. Dezember 2010 um 14:38 Uhr (#)

    Das würde ich gerne mal testen!

  6. Mio
    schrieb am 3. Dezember 2010 um 19:26 Uhr (#)

    Klingt interessant. Wenn ihr noch welche habt hätte ich da auch gern ne Einladung. Dankeschön.

  7. Fabio Ziemßen
    schrieb am 5. Dezember 2010 um 23:17 Uhr (#)

    Über eine Einladung würde ich mich auch sehr freuen. Test folgt…

  8. Manfred Müller
    schrieb am 6. Dezember 2010 um 17:52 Uhr (#)

    Ich würde mich ebenfalls über eine Einladung freuen. e1337e@ymail.com

  9. Karsten Böhl
    schrieb am 8. Dezember 2010 um 13:07 Uhr (#)

    Das Hühnchen würde ich mir gerne mal ansehen! Nehme gerne eine Einladung an.

  10. Michael
    schrieb am 14. Dezember 2010 um 11:12 Uhr (#)

    Na dann mal her mit der Einladung ;-))

  11. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 14. Dezember 2010 um 14:56 Uhr (#)

    So, alle Einladungen sind verschickt und damit auch weg!

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